TUM – Technische Universität München Menü
Die Qual der Wahl beim Einkaufen: Im neuen "enable"-Cluster wird unter anderem untersucht, wie Verbraucher Lebensmittel auswählen und wie sich diese Entscheidungen im Sinne einer gesunden Wahl beeinflussen lassen. (Foto: Eisenhans / fotolia.de)
Die Qual der Wahl beim Einkaufen: Im neuen "enable"-Cluster wird unter anderem untersucht, wie Verbraucher Lebensmittel auswählen und wie sich diese Entscheidungen im Sinne einer gesunden Wahl beeinflussen lassen. (Foto: Eisenhans / fotolia.de)
  • Forschung

TU München leitet neues Forschungscluster „enable“ für Ernährung

Ein Weg zur gesünderen Ernährung in allen Lebensphasen

Mit dem im Juni gestarteten neuen Forschungscluster enable greifen führende Universitäten und Forschungsinstitute das Thema gesunde Ernährung in allen Lebensphasen auf. Der von der Technischen Universität München (TUM) geführte Cluster wird in den kommenden drei Jahren mit fast 5,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Das Hauptziel der gemeinsamen interdisziplinären Forschungsarbeit wird sein, gesunde Lebensmittel, wie auch „Convenience-Produkte“, zu entwickeln, die sich an den Bedürfnissen verschiedener Altersgruppen orientieren.

Ziel der Wissenschaftler im neuen Cluster ist, den Weg zu einer gesunden Ernährung in allen Lebensphasen zu erleichtern und den zunehmenden ernährungsbedingten Krankheiten, wie Adipositas, Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen vorzubeugen. Der Sitz des Clusters wird am ZIEL – Institute for Food and Health der TUM sein.

„Immer mehr Menschen essen unterwegs, und auch zu Hause werden aus zeitlichen Gründen immer häufiger Convenience-Produkte zubereitet“, sagt Prof. Dr. Hans Hauner, Koordinator und Sprecher des Clusters enable. „Die Ernährungsforschung muss auch diese Trends aufgreifen. In enable schließen sich daher Experten unterschiedlicher Fachrichtungen mit wichtigen Industriepartnern zusammen, um gesündere und gleichzeitig schmackhafte Lebensmittel und Fertiggerichte zu entwickeln. Unser Ziel ist es jedem Menschen - unabhängig vom Alter - eine den Bedürfnissen entsprechende, gesündere Ernährung zu ermöglichen.“

Schwerpunkt des enable Clusters ist damit die Berücksichtigung der Bedürfnisse verschiedener Gruppen. Dazu zählen Schwangere, Heranwachsende oder ältere Menschen, die anfällig für Krankheiten sind und bei denen das Essverhalten eine große Rolle spielt. Darüber hinaus werden die Wissenschaftler auch untersuchen, wie die Verbraucher ihre Lebensmittel auswählen und wie sich diese Entscheidungen im Sinne einer gesunden Wahl beeinflussen lassen. Die Entwicklung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien sollen dazu beitragen, die Verbraucher über eine gesündere Ernährung zu informieren und ein vernünftigeres Essverhalten in der Bevölkerung zu erreichen.

Cluster – Kooperationspartner:
Technische Universität München (TUM, ZIEL-Institute for Food and Health)
Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
Ludwig-Maximilians-Universität (LMU)
Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT)
Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt GmbH
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV
Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie (DFA)
sine-Institut GmbH
Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn)


Am 17. Juli von 9:00 – 10:00 Uhr bietet das Cluster enable ein Pressegespräch für Journalisten an.

Kontakt
Technische Universität München
ZIEL – Institute for Food and Health
enable Geschäftsstelle

Dr. Kerstin Dressel
enable-Projektkoordination
Tel.: 08161 - 71-3540
kerstin.dressel(at)tum.de

Corporate Communications Center

Technische Universität München Dr. Vera Siegler / Barbara Wankerl
vera.siegler(at)tum.de

Weitere Artikel zum Thema auf www.tum.de:

Die simultane Analyse von Geruchs- und Geschmacksstoffen könnte in Zukunft die Qualitätskontrolle von Lebensmitteln vereinfachen und beschleunigen.

Bessere Qualitätskontrolle für Lebensmittel

Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie haben eine neue Methodik zur simultanen Analyse von Geruchs- und Geschmacksstoffen entwickelt. Sie könnte...

Über eine Million Tiefkühlpizzen essen die Deutschen täglich. (Foto: Oksana Bratanova / iStock)

Forschen an der Formel für die gesündere Pizza

Ungesundes Essen mit viel Zucker, Salz und Fett schmeckt uns leider häufig viel besser als eine gesündere, ballaststoffreiche Kost. Denn oftmals schmecken Ballaststoffe dem menschlichen Gaumen zu bitter. Warum nicht den...

Das Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin (EKFZ) am Campus Weihenstephan der TUM. (Foto: U. Benz/ TUM)

Ernährung im Fokus der medizinischen Forschung

Das seit zehn Jahren an der Technischen Universität München (TUM) bestehende Else Kröner-Fresenius-Zentrum (EKFZ) hat zu einem Wandel der Ernährungswissenschaften in Deutschland beigetragen, denn die Kombination der...

Weil das Spurenelement Zink nur in geringen Mengen im Körper vorkommt, muss es über die Nahrung dem Körper zugeführt werden. (Foto: iStock/davidf)

Zinkmangel ist für Mensch und Tier schädlich

Zink beeinflusst die essentiellen Funktionen des Stoffwechsels der meisten Organismen. Dass schon ein minimaler Zinkmangel die Verdauungsleistung einschränkt, allerdings ohne typische Anzeichen wie Hautprobleme oder...

Goji Beeren sind etwa zwei Zentimeter groß, haben eine Farbe wie junge Hagebutten und schmecken leicht säuerlich. Sie haben einen hohen Anteil an Vitamin C – vergleichbar hierzulande mit der Schwarzen Johannisbeere. (Foto: Fotolia/ krasyuk)

Was steckt in den populären "Superfoods"?

Rund 50 verschiedene Arten "Superfoods" bietet der deutsche Handel derzeit an. Sie tragen Namen wie Goji Beeren, Aronia, Maca oder Chiasamen und stammen aus aller Welt. Was versprechen sich Verbraucher vom Kauf dieser...

Viertelmillimeter große Organoide haben essentielle Funktionen eines echten Darms. (Foto: TUM/ Zietek)

Mini-Darm aus dem Reagenzglas

Dass in der Petrischale aus Stammzellen kleine, dreidimensionale Vorläufer eines Organes entstehen können, hat eine Revolution in der Biomedizin ausgelöst. Doch was kann an einem solchen Organoid in vitro erforscht werden?...

Die TUM-Forscher stellten fest, dass das als „Fitness“-Snack deklarierte Produkt übergewichtige Personen sowohl dazu verführte mehr zu essen, als auch weniger Sport zu treiben. (Foto: Veronika Rajcsanyi / TUM)

„Fitness“-Lebensmittel: Risiko für Übergewichtige?

Mit „Fit“ oder „Fitness“ gekennzeichnete Lebensmittel stehen bei ernährungsbewussten Verbrauchern hoch im Kurs. Allerdings lassen sich Menschen, die eigentlich abnehmen wollen, von solchen Etiketten verleiten, mehr zu...

Prof. Dr. Dirk Haller ist neuer Direktor am ZIEL.

Dirk Haller ist neuer Direktor am ZIEL

Das Zentralinstitut für Ernährungs- und Lebensmittelforschung (ZIEL) der Technischen Universität München (TUM) steht unter neuer Führung. Prof. Dirk Haller vom Lehrstuhl für Ernährung und Immunologie ist neuer...

Prof. Hans Hauner

Wieviel Zucker macht krank?

In Deutschland werden im Durchschnitt jährlich 36 Kilo Zucker verbraucht. Zu viel, meint Prof. Hans Hauner, TUM-Ernährungswissenschaftler. Im ARD Morgenmagazin erklärt er, welche Gesundheitsgefahren von zu viel Zucker...