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WARR Hyperloop Team stellt neuen Pod vor

Die Kapsel hat abgespeckt

Leichter, kraftvoller, schneller: Die Studierenden des WARR Hyperloop Teams der Technischen Universität München (TUM) haben am gestrigen Dienstag ihre neue Kapsel enthüllt. Mit dieser wird die Gruppe Ende August an der zweiten SpaceX Hyperloop Pod Competition in Hawthorne (CA) teilnehmen. Die Studierenden wollen dort erneut einen Geschwindigkeitsrekord aufstellen.

SpaceX-Gründer Elon Musk hatte die "Hyperloop Pod Competition" 2015 ins Leben gerufen. Der Hyperloop ist das Konzept eines Hochgeschwindigkeitszuges, der sich mit annähernd Schallgeschwindigkeit in einer Röhre mit Teilvakuum fortbewegen soll. Studierendenteams aus der ganzen Welt sind dabei aufgerufen, Konzepte für den sogenannten Pod zu erstellen, die Kabinenkapsel, in der Passagiere durch die Röhre transportiert werden sollen. Der Pod des ersten WARR Hyperloop Teams gewann den Hauptpreis für die schnellste Kapsel sowie den Best Performance in Flight-Preis.

Während beim ersten Wettbewerb der Hauptfokus auf Skalierbarkeit und Design lag, ist beim zweiten einzig und allein die Höchstgeschwindigkeit das Entscheidungskriterium für den Sieg. Mit seinem Konzept qualifizierte sich das neue WARR Hyperloop Team bereits im März für das Finale. Die 30 Studierenden elf verschiedener Nationen arbeiten seit Monaten an dem neuen Pod, den sie nun zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorstellten.

Neuer Pod wiegt nur 70 Kilogramm

Um möglichst hohe Geschwindigkeiten zu erreichen, entwickelte das Team ein eigenes Antriebssystem mit einem 50 Kilowatt starken Elektromotor. Für eine bessere Kraftübertragung setzten sie zudem pneumatische Muskeln ein, die das Antriebsrad auf die Schiene pressen. Vergleichbar ist dieses System mit dem Spoiler eines Sportwagens, der das Auto auf die Straße drückt und so das Durchdrehen der Reifen verhindert. Mit diesem Antriebssystem beschleunigt die Kapsel auf eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h. Darüber hinaus legten die jungen Erfinder sehr viel Wert auf Leichtbau und fertigten die komplette Struktur aus Kohlefaser. Die Kapsel hat ein Gesamtgewicht von nur 70 Kilogramm.

Für das Bremssystem werden vier pneumatische Bremszangen verwendet, die selbst im Falle eines Stromausfalls aktiviert werden können. Bei einer Vollbremsung von 350km/h steht die Kapsel nach nur fünf Sekunden. Ein eingebautes Stabilisationssystem, welches die Kapsel stets im Zentrum der Röhre hält, sorgt darüber hinaus für optimales Durchqueren der Röhre. Das Gefährt wurde mit 38 Sensoren ausgestattet, die während der Fahrt relevante Informationen wie die Position oder Temperatur verschiedener Komponenten der Kapsel liefern. Die Daten werden von einem selbst entwickelten und maßgefertigten Elektroniksystem verarbeitet.

Bereits in wenigen Wochen reist das 30-köpfige Team mit der Kapsel nach Kalifornien zum Firmengelände von SpaceX, wo sie in der 1,25 Kilometer langen Teströhre gegen andere Teams aus aller Welt antreten werden.

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Technische Universität München WARR Hyperloop Team/S. Reiffert
stefanie.reiffert(at)tum.de

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