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TUM-Präsident Prof. Wolfgang A.  Herrmann und Rudolf Herfurth, Vorstandsmitglied der Else Kröner-Fresenius-Stiftung.
TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann (links) und Rudolf Herfurth, Vorstandsmitglied der Else Kröner-Fresenius-Stiftung. (Bild: Benz / TUM)
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Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert EKFZ für weitere fünf Jahre

Fünf Millionen Euro für die Ernährungsmedizin

Seit einer Dekade verknüpfen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin (EKFZ) an der Technischen Universität München (TUM) klassische Ernährungswissenschaften und medizinische Forschung in einzigartiger Weise. Ermöglicht wird diese Arbeit durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung. Die erfolgreiche Forschung am EKFZ kann auch in Zukunft fortgesetzt werden: Stiftung und TUM haben jetzt einen Vertrag über eine Förderung für weitere fünf Jahre unterzeichnet.

Das Thema Ernährungsmedizin ist gesellschaftlich hochrelevant. Gerade in stark industrialisierten Ländern wie Deutschland sind sogenannte Wohlstandserkrankungen weit verbreitet. Wie groß das Risiko ist, dass wir im Lauf unseres Lebens Typ-2-Diabetes, Herzkreislauf-Erkrankungen oder bestimmte Formen von Krebs bekommen, oder dass wir stark übergewichtig werden, hängt nicht zuletzt mit unserer Ernährung zusammen. Das mag auf den ersten Blick wie eine Selbstverständlichkeit klingen, die genauen Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krankheit sind aber längst nicht verstanden.

Am EKFZ werden zum einen Grundlagen der Ernährungsmedizin erforscht. Zum anderen tragen die Forscherinnen und Forscher ihre Arbeit direkt in die Gesellschaft zurück, indem sie Konzepte zur Prävention und Behandlung von ernährungsbedingten Wohlstandserkrankungen entwickeln.

Europaweit einzigartig

Das Zentrum ist zugleich am Wissenschaftszentrum Weihenstephan und der Medizinfakultät der TUM angesiedelt – ein Ausdruck des innovativen Ansatzes, klassische Ernährungswissenschaften mit moderner medizinischer Forschung zu verbinden. Europaweit gibt es bisher kein vergleichbares Institut. Dass dieses Konzept erfolgreich ist, zeigen wegweisende Studien zu Themen wie Ernährung in der Schwangerschaft, Erkrankungen von Verdauungsorganen oder braunen Fettzellen.

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung hat den Aufbau des EKFZ initiiert und finanziert. Jetzt steht fest: Die Stiftung wird das Zentrum auch in den kommenden fünf Jahren mit insgesamt 5 Millionen Euro unterstützen. Eine entsprechende Vereinbarung haben TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann und Rudolf Herfurth, Mitglied des Vorstands der EKFS, kürzlich unterzeichnet.

Mehr Informationen:

Website des Else Kröner-Fresenius-Zentrums

Else Kröner-Fresenius-Stiftung:

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung wurde im Jahr 1983 von der Unternehmerin Else Kröner, geb. Fernau, gegründet und zu ihrer Alleinerbin eingesetzt. Die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung dient der Förderung medizinischer Wissenschaft und unterstützt medizinisch-humanitäre Projekte. Die EKFS bezieht nahezu alle ihre Einkünfte aus Dividenden des Gesundheitskonzerns Fresenius, dessen größte Aktionärin sie ist. Die Stiftung fördert satzungsgemäß nur solche Forschungsaufgaben, deren Ergebnisse der Allgemeinheit zugänglich sind. Bis heute hat die Stiftung mehr als 1.600 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 270 Millionen Euro gefördert.

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