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Labor der TUM in Straubing
Die Chemische Biotechnologie wird zum Schwerpunkt in Straubing. (Bild: K. Fuchs / TUM)
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TUM – Campus für Biotechnologie und Nachhaltigkeit

Straubing wird Universitätsstadt

Zum 1. Oktober 2017 tritt das vom Bayerischen Landtag einstimmig beschlossene Errichtungsgesetz zum TUM – Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit in Kraft. Damit ist der vierte Standort der Technischen Universität München (TUM) begründet. Der Festakt am morgigen Freitag findet in Gegenwart von Ministerpräsident Horst Seehofer statt.

Der Neubeginn unter der Gesamtverantwortung der TUM signalisiert die interdisziplinäre Schwerpunktsetzung auf Biotechnologie und Nachhaltigkeit. Bereits zum bevorstehenden Wintersemester startet der neue Studiengang Chemische Biotechnologie, ein Novum in der deutschen Hochschullandschaft. Bis jetzt sind 50 Erstsemester-Studierende aus über 180 Bewerbungen hierfür immatrikuliert.

Die Gäubodenmetropole Straubing in Niederbayern zählt rund 50.000 Einwohner. Der zentrumsnahe TUM-Campus ist in modernen Laboratoriumsgebäuden und teilweise auch in einem ehemaligen Klostergebäude untergebracht. Für den derzeit entstehenden Neubau mit einer Gesamtfläche von ca. 8000 Quadratmetern investiert der Freistaat Bayern 40,5 Millionen Euro, die Fertigstellung ist für das Jahr 2020 geplant.

Rund 30 Professuren

Der nunmehr erfolgende Ausbau sieht vor, mittelfristig rund 30 Professuren am vierten TUM-Standort ansiedeln. Der bisherige Themenfokus Nachwachsende Rohstoffe wird auf die industriell nachgefragten Felder der Chemischen Biotechnologie und der nachhaltigen Entwicklung (Bioökonomie) ausgedehnt, um die ökonomischen Implikationen von technischen Produktionssystemen in Forschung und Lehre zu erfassen. „Diese Campusausrichtung ist neuartig und begründet die Attraktivität der neuen bayerischen Universitätsstadt“ sagt Präsident Wolfgang A. Herrmann zur Motivation der TUM, die Verantwortung für den Standort zu übernehmen.

Derzeit laufen synchron mehrere Berufungsverfahren, u.a. für Bioverfahrenstechnik, Mikrobiologie, Organische Chemie / Mikroreaktionstechnologie sowie in den Wirtschaftswissenschaften. Zum Wintersemester 2018/19 kann dann die Ausbildung im Studiengang Bioökonomie beginnen, die als grundständiger sechssemestriger Studiengang (Bachelor) bundesweit nur in Straubing studiert werden kann.

National und international attraktiv

Der Universitätsstandort Straubing ist auf eine nationale Alleinstellung mit internationaler Attraktivität ausgelegt. Dieses Konzept überzeugt durch das Arbeitsmotto der Interdisziplinarität. So konnten für den bundesweit neuartigen Studiengang „Chemische Biotechnologie“ bereits im ersten Durchgang 50 Studierende immatrikuliert werden.

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