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Prof. Elisa Resconi mit einem der im IceCube-Observatorium eingesetzten Photo-Detektoren. (Bild: Magdalena Jooß / TUM)
Prof. Elisa Resconi mit einem der im IceCube-Observatorium eingesetzten Photo-Detektoren. (Bild: Magdalena Jooß / TUM)
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International renommierte Physikerin der TU München

Liesel Beckmann-Professur für Elisa Resconi

Die Technische Universität München (TUM) hat der Neutrinophysikerin Prof. Elisa Resconi eine Liesel Beckmann-Professur verliehen. Die nach ihrer ersten Professorin benannte Auszeichnung hat die TUM 2012 eingerichtet. Sie wird nur an international höchstrangige Wissenschaftlerinnen vergeben und soll Studentinnen und junge Forscherinnen motivieren, eine Karriere in der Wissenschaft zu ergreifen. Elisa Resconi hat den neuen DFG-Sonderforschungsbereich „Neutrinos und Dunkle Materie" initiiert und als Sprecherin auf den Weg gebracht. 

Elisa Resconi studierte an der Università degli Studi di Milano und in Genua. Nach ihrer Promotion über Sonnenneutrinos am Laboratori Nazionali del Gran Sasso ging sie mit einem Marie-Curie-Stipendium nach Deutschland. Von 2005 bis 2010 leitete sie eine Emmy Noether-Nachwuchsgruppe am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg. 2012 wurde sie auf die Professur für Experimentalphysik mit kosmischen Teilchen an die TUM berufen, die sie seit 2019 als Full Professor (W3) innehat.   
 
Resconis Forschungsschwerpunkt sind Neutrinos, die Milliarden Lichtjahre durch Galaxien, Sterne und Planeten reisen. Die Analyse dieser Teilchen verspricht daher einen völlig neuen Blick auf grundlegende Kräfte und Strukturen des Universums. Mit dem Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol spüren Forscherinnen und Forscher die Teilchen auf um mehr über ihren Ursprung zu erfahren. Resconi und ihrem Team gelang es 2017 erstmals, einen Blazar in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung als Neutrino-Quelle zu bestimmen und damit ein Jahrhunderträtsel der Physik zu lösen.

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