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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verleiht den Deutschen Zukunftspreis an Alexander Rinke, Martin Klenk und Bastian Nominacher.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verleiht den Deutschen Zukunftspreis an Alexander Rinke, Martin Klenk und Bastian Nominacher.
Bild: Deutscher Zukunftspreis / Bildschön
  • Entrepreneurship
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Ausgründung der TUM mit Preis des Bundespräsidenten ausgezeichnetHochdotierter Deutscher Zukunftspreis für Celonis

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat gestern Abend die Gründer des Software-Unternehmens Celonis mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet. Sie hatten das Start-up an der Technischen Universität München (TUM) gegründet. Es bietet weltweit einzigartige Process-Mining-Softwaresysteme an, mit der Unternehmen sämtliche digitale Geschäftsprozesse analysieren und effizienter machen können. Kürzlich wurde Celonis mit 2,5 Milliarden US-Dollar bewertet.

Die Celonis-Gründer Bastian Nominacher, Martin Klenk und Alexander Rinke haben als Studierende der TUM eine Software für das sogenannte Process Mining entwickelt. Diese untersucht die alltäglichen Abläufe in Unternehmen, zeigt die Analysen in verständlichen Grafiken und schlägt Verbesserungen vor. Die automatisierte Unternehmensberatung lässt sich für alle möglichen Prozesse anwenden, die digitale Spuren hinterlassen, egal ob es um die Produktion eines Pharmaherstellers oder die Logistik eines Handelskonzerns geht. Die Jury nannte die auf Künstlicher Intelligenz basierende Process-Mining-Software „eine neue Schlüsseltechnologie für Industrie und Organisationen, die Kosten senken und Produktivität sowie Sicherheit erhöhen kann“.

Das 2011 gegründete Start-up schrieb eine rasante Erfolgsgeschichte: 2015 war Celonis bereits das am schnellsten wachsende Technologieunternehmen Deutschlands, ein Jahr später gründeten die Münchner eine Niederlassung in New York. 2018 wurde das Unternehmen mit einer Milliarde US-Dollar bewertet und gehört damit zu den seltenen deutschen „Einhörnern“. Die jüngste Finanzierungsrunde brachte vor wenigen Tagen eine Bewertung von 2,5 Milliarden Dollar. Global Player und Mittelständler in 20 verschiedenen Branchen nutzen die Software, darunter ein Drittel der DAX-Unternehmen. Damit gilt Celonis als Weltmarktführer beim Process Mining.

Verleihung des Deutschen Zukunftspreises 2019

Starke Unterstützung durch die TUM

„Die Gründer von Celonis stehen als leuchtendes Vorbild für die rund 70 Start-ups, die jedes Jahr an der TUM entstehen – nicht nur wegen ihres ungeheuren Erfolgs, sondern auch wegen ihrer unternehmerischen Geisteshaltung und ihrer forschungsbasierten Entwicklungsarbeit“, sagt TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann. „Wir gratulieren Celonis herzlich und freuen uns, dass unsere unternehmerische Gesamtstrategie von solchen Erfolgsgeschichten gekrönt wird.“

Der Erfolg von Celonis folgt der Verleihung des Zukunftspreises im Jahr 2017 an Prof. Sami Haddadin, der als heutiger Direktor der Munich School of Robotics and Machine Intelligence der TUM an Assistenzrobotern forscht.

Förderung von der Geschäftsidee bis zum Börsengang

Jedes Jahr werden an der TUM mehr als 70 Unternehmen gegründet. TUM und UnternehmerTUM, das Zentrum für Innovation und Gründung an der TUM, unterstützen Start-ups mit Programmen, die exakt auf die einzelnen Phasen der Gründung zugeschnitten sind – von der Konzeption eines Geschäftsmodells bis zum Management-Training, vom Markteintritt bis zum möglichen Börsengang. Bis zu 30 Teams können Büros im TUM Incubator nutzen, um sich auf den Start ihres Unternehmens vorzubereiten – mit den aussichtsreichsten reist die TUM für zwei Wochen ins Silicon Valley. UnternehmerTUM investiert mit dem eigenen Venture Capital Fonds UVC in vielversprechende Technologieunternehmen und bietet mit dem MakerSpace und der Bio.Kitchen eine 1.500 Quadratmeter große Hightech-Werkstatt für den Prototypenbau und ein Biotechnologielabor. Diese Förderung ist laut „Gründungsradar“ die beste an den großen deutschen Hochschulen.

Mit dem Deutschen Zukunftspreis zeichnet der Bundespräsident einmal im Jahr die zukunftsträchtigsten Technologien aus. Kriterien für die Jury sind vor allem der wissenschaftlich-technische Innovationsgrad, die Marktreife, das Potenzial für neue Arbeitsplätze und der Beitrag zur nachhaltigen Wertschöpfung. Der Preis ist mit 250.000 Euro dotiert.

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