Studierende sitzen auf der Treppe des Haupteingangs der TUM.
Vor Ort an Projekten arbeiten, digital lernen – so plant die TUM die Zukunft des Studiums.
Bild: Andreas Heddergott / TUM
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Online- und Präsenzlehre optimal kombinierenTU9 fordern 500 Millionen Euro für Digitalpakt Lehre

Die Präsidentinnen und Präsidenten der größten Technischen Universitäten Deutschlands (TU9) haben einen nationalen Digitalpakt für die Lehre gefordert. Ein erster Entwurf der Wissenschaftsministerinnen und -minister der Länder hatte eine Förderung von 500 Millionen Euro vorgesehen. Das unterstützt die TU9-Allianz.

Die TU9-Universitäten, unter ihnen die Technische Universität München (TUM), wollen die Erfahrungen aus dem diesem Sommersemester, das durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt war, als Chance nutzen, um das Lehren und das Lernen zu verändern. Es gelte, die positiven Erfahrungen mit digitaler Lehre zu verstetigen und einen angemessenen Mix aus digitalen Formaten und Präsenz zu finden. Jedes Format solle seine Stärken entfalten. Diese Kombination schaffe deutlich mehr Raum für Interaktion, Projekte und Diskurs. Die Universität als der Ort des Lernens, Lehrens und Forschens werde mehr denn je der zentrale Ort der lebendigen Begegnung.

Damit nicht jede Hochschule ihre knappen Ressourcen von anderen Entwicklungsfeldern abziehen muss, fordern die TU9 einen nationalen „Digitalpakt für die Lehre an Hochschulen“, wie ihn die Wissenschaftsministerinnen und -minister der Länder formuliert hatten. Dieser sah 500 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes vor. Dieser Forderung schließt sich die TU9-Allianz an.

Mit dem Pakt solle eine nachhaltige Investition in die räumliche und technische Infrastruktur erfolgen – zugunsten innovativer Begegnungsorte für neue Lehr- und Lernformate, attraktiver Weiterbildungen sowie der Entwicklung von Codices für den digitalen Umgang miteinander und einer starken Hochschuldidaktik. Nötig seien angepasste Mobilitätskonzepte und neue Ideen zur unkomplizierten Nutzung von Lehrangeboten anderer Universitäten. Mit der Kombination aus Präsenz- und ergänzender Digitallehre würden Studierende wie Dozierende neue Freiheiten gewinnen und könnten ihr Studium und ihre Lehre flexibler organisieren.

Mehr Informationen:

Aufruf der TU9-Allianz auf ZEIT online

TU9 ist die Allianz führender Technischer Universitäten in Deutschland: RWTH Aachen, Technische Universität Berlin, Technische Universität Braunschweig, Technische Universität Darmstadt, Technische Universität Dresden, Leibniz Universität Hannover, Karlsruher Institut für Technologie, Technische Universität München und Universität Stuttgart. Tradition, Exzellenz und Innovation kennzeichnen die TU9-Universitäten. Gegründet im Zeitalter der Industrialisierung tragen sie bis heute entscheidend zum technologischen Fortschritt bei. Weltweit genießen sie einen hervorragenden Ruf als renommierte Forschungs- und Lehreinrichtungen, die den Wissens- und Technologietransfer zwischen Universität und Praxis fördern. An den TU9-Universitäten sind rund 280.000 Studierende immatrikuliert.

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