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Hilft beim Orientieren:

Coaching für Studentinnen

Portrait Anja Quindeau
Bietet ein Gruppen-Coaching für Studentinnen der TU München an: Anja Quindeau. (Foto: Astrid Eckert, Andreas Heddergott)

Ich bin neu und im ersten Semester, wie finde ich mich zurecht? Was mache ich nach der Bachelorarbeit? Wie finde ich den richtigen Beruf? Viele Fragen stellen sich im Laufe des Studiums. Dabei helfen kann ein Coaching. Speziell für Studentinnen bietet die TUM ein Coaching in der Gruppe an. Anja Quindeau ist die Leiterin. Verena Meinecke hat mit ihr gesprochen.

Sie bieten für Studentinnen ein sogenanntes „Open coaching“ an, was ist das genau?

Anja Quindeau: „Open coaching“ ist eine spezielle Form von Beratung. Das Coaching findet in einer Gruppe statt. Nicht wie beim Einzelcoaching nur zwischen Coach und Coachée. Die Lösungen werden gemeinsam erarbeitet.

Welche Fragestellungen werden behandelt?

Anja Quindeau: Was wir in den vier Sitzungen des Coachings durchgehen wollen, stimmen wir am Anfang mit den Teilnehmerinnen ab. Wir machen also nur Inhalte, die die Teilnehmerinnen selbst behandeln wollen.

Was sind die beliebtesten Themen?

Anja Quindeau: Es gibt viele verschiedene Themen, die die Studentinnen im Laufe des Studiums beschäftigen. Das können zum Beispiel Konflikte in Arbeitsgruppen sein. Oder die Frage des Selbstmarketings: Wie präsentiere ich mich und das, was ich mache. Die Teilnehmerinnen wollen auch wissen, wie sie sich im Studium orientieren können. Und später: wie sie den richtigen Beruf für sich finden.

Ein Studium bedeutet viel Arbeit und gute Organisation. Sicher geht es im Coaching auch um die Frage, wie man bzw. frau alles optimal unter einen Hut bekommt?

Anja Quindeau: Genau. Selbstmanagement ist ein Thema, das wir in den Coachings immer behandeln. Wie kann ich meine Zeit und meine Kräfte optimal einteilen? Die sogenannte „Work-Life-Balance“: Wie bringe ich Studium, möglicherweise einen Job zum Geldverdienen und persönliche Interessen in Einklang. Einige haben auch schon ein Kind oder Kinder, eine eigene Familie – für sie ist wichtig zu schauen, wie sich Familie und Wissenschaft am besten vereinbaren lassen.

Was ist der Vorteil an einem Coaching in der Gruppe?

Anja Quindeau: Zunächst gebe ich als Coach den Teilnehmerinnen Input, also viel Fachwissen als theoretischen Unterbau. Ich erkläre Dinge exemplarisch. Dann befragen sich die Teilnehmerinnen in kleinen Gruppen gegenseitig. Vieles fällt gemeinsam leichter als alleine. Die Studentinnen tauschen ihre Erfahrungen aus, erarbeiten zusammen Lösungen. Und können viel voneinander lernen.

Wer kann mitmachen?

Anja Quindeau: Mitmachen kann jede Studentin der TUM, egal welche Fachrichtung sie studiert und in welchem Semester. So kann frau auch Studentinnen anderer Fachrichtungen kennenlernen. Auch von diesem Blick über den eigenen Tellerrand hinaus können sie profitieren: Wie geht es Studentinnen in anderen Fachrichtungen? Die Fragestellungen sind meist die gleichen. Und aus diesem Kontakt kann Neues entstehen – ein neues Netzwerk, wenn frau Lust dazu hat.

Anja Quindeau hat Soziologie, Politikwissenschaft und Germanistik studiert. Sie hat eine Ausbildung zum Systemischen Coach und eine zum Team Coach. An der TUM leitet sie das Coaching Center der Stabsstelle TUM.Diversity und Talent Management. Sie berät Fakultäten, Institutionen und Einzelpersonen der TUM im Bereich Diversity.