TUM - Aktuelles https://www.tum.de Aktuelle Meldungen der TU München de TUM Tue, 19 Nov 2019 23:51:39 +0100 Tue, 19 Nov 2019 23:51:39 +0100 Supereffiziente Flügel heben ab https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35787/ Flügel mit größerer Spannweite und geringerem Gewicht erzeugen weniger Widerstand – und sind daher energieeffizienter. Durch den effizienteren Auftrieb könnte Kerosin eingespart und so die Emissionen und Kosten verringert werden. Der limitierende Faktor für den Bau solcher Flügel ist das aerodynamische Phänomen des Flatterns. Durch den Luftwiderstand sowie Windböen schaukeln sich die Schwingungen der Tragflächen immer weiter auf – wie bei einer Fahne im Wind.

„Das Flattern führt zur Materialermüdung. Das kann sogar so weit gehen, dass der Flügel abreißt“, erklärt Sebastian Köberle, wissenschaftlicher Mitarbeiter am TUM-Lehrstuhl für Luftfahrtsysteme. Zwar beginnt jeder Flügel bei einer bestimmten Geschwindigkeit zu flattern – aber kürzere und dickere Flügel besitzen strukturell eine höhere Steifigkeit und damit Stabilität. Flügel mit mehr Spannweite genauso stabil und steif zu bauen, würde also gleichzeitig mehr Gewicht bedeuten.

Im europäischen Projekt FLEXOP (Flutter Free FLight Envelope eXpansion for ecOnomical Performance improvement) arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sechs Ländern daher an neuen Technologien, die das Flattern unter Kontrolle bringen und es gleichzeitig erlauben, die Flügel leichter zu bauen.

Flugversuche zeigen Verhalten der neuartigen Tragflächen

Die Forscher der TUM sind für die Konzeption und Durchführung der Flugversuche verantwortlich. Diese sollen das tatsächliche Verhalten der zwei neuartigen Tragflächen zeigen, die im Projekt entwickelt wurden: Die aeroelatischen Flügel und die Flatterflügel.

Dazu bauten die Wissenschaftler der TUM zunächst den dreieinhalb Meter langen und sieben Meter breiten Flugdemonstrator und integrierten die Systeme der europäischen Partner. Mithilfe der extra gefertigten Referenzflügel arbeiteten die Forscher dann daran, den Flugdemonstrator automatisiert vorgegebene Flugversuchsmuster fliegen zu lassen. Sie erarbeiteten die optimalen Einstellungen und entwickelten Handbücher sowie Checklisten für die Flugversuche. „Der Flugdemonstrator soll mit den neuartigen Flügeln so schnell fliegen, dass diese theoretisch flattern müssten“, erklärt Köberle. „Bei solch hohen Geschwindigkeiten müssen wir sicher sein, dass nichts schiefgeht.“

Das Flugzeug muss von Boden aus zu jedem Zeitpunkt zu sehen sein, sodass die Forscher im Notfall eingreifen können. Das bedeutet, dass die Flugmanöver in einem engen Radius von einem Kilometer geflogen werden.

]]>
Forschung stefanie.reiffert@tum.de news-35787 Tue, 19 Nov 2019 11:26:18 +0100
Die meistzitierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35784/ Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weisen in ihren Publikationen auf die bedeutendsten Artikel hin, die bislang zum jeweiligen Thema erschienen sind. Deshalb ist die Häufigkeit der Zitierungen ein guter Indikator für die Forschungsqualität. Um die „Highly Cited Researchers“ zu ermitteln, wertet das US-Unternehmen Clarivate Analytics die von ihm betriebene Datenbank „Web of Science“ aus, die wissenschaftliche Publikationen in einem breiten Fächerspektrum erfasst.

Das Ranking zeigt die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im Zeitraum von 2008 bis 2018 in ihren jeweiligen Fachbereichen am häufigsten zitiert wurden. Forscherinnen und Forscher, die in verschiedenen Feldern oft zitiert werden, werden in der Kategorie „Cross-Field“ geführt. Insgesamt führt die Liste rund 6.200 Personen ohne Reihenfolge auf, darunter folgende Professorinnen und Professoren der TUM:

Agrarwissenschaften:

Chemie:

Klinische Medizin:

  • Prof. Adnan Kastrati, Professur für Interventionelle Kardiologie / Deutsches Herzzentrum München

Psychiatrie und Psychologie:

Cross-Field:

]]>
TUM in Rankings klaus.becker@tum.de news-35784 Tue, 19 Nov 2019 10:44:00 +0100
Neue Forschungsallianz für additive Fertigung https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35785/ Die Forschungskooperation entstand in direktem Zusammenhang mit einem im Oktober angekündigten AM-Gemeinschaftsprojekt: Damals gaben TUM, Oerlikon, GE Additive und Linde die Errichtung eines bayerischen AM-Clusters und eines Instituts für additive Fertigung bekannt, um die Zusammenarbeit und fachübergreifende Forschung zwischen den drei Unternehmen und der Universität zu fördern. Durch die Bündelung komplementärer Kernkompetenzen an einem Standort soll die Industrialisierung der additiven Fertigung beschleunigt werden.  

Die Forschungsallianz bestehend aus TUM, Oerlikon und Linde stellt ein einzigartiges Konsortium dar, in dem jede der drei Parteien ihre eigene High-Tech-Expertise in diesen komplexen Fachbereich einbringt. Die Verarbeitung einer Aluminiumlegierung mit einem hohen Anteil an leichten Elementen, wie etwa Magnesium, in einem AM-Prozess erfordert ein tiefgehendes Verständnis über die zugrundeliegenden chemischen, thermischen und fluiddynamischen Prozesse. Während des Herstellungsprozesses wird das Metallpulver Schicht für Schicht auf einer Bauplatte aufgetragen und durch einen Laserstrahl lokal erhitzt. Dadurch verschmilzt das Metallpulver und erstarrt in den gewünschten komplexen, dreidimensionalen Geometrien. Der Prozess erfolgt in einer bestmöglich auf die Materialien abgestimmten Schutzgasatmosphäre.

Detailliertes Verständnis der physikalischen Vorgänge

Der Lehrstuhl für Aerodynamik und Strömungstechnik der TUM verfügt durch den Einsatz numerischer Simulationen über ein detailliertes Verständnis zu den physikalischen Vorgängen, die während des Prozesses der additiven Fertigung auftreten. „Die AM-Forschungsallianz schließt die Lücke zwischen unseren neuesten numerischen Modellierungsergebnissen und künftigen Industrieanwendungen“, sagt Lehrstuhlleiter Prof. Nikolaus Adams. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen haben ein Prozess-Simulationstool entwickelt, das die gesamte Schmelzbaddynamik abdeckt. Es umfasst Modelle für den Phasenwechsel zwischen fest-flüssig-gasförmig und beinhaltet Effekte wie Oberflächenspannung und Wärmetransport. „Ein detaillierter Einblick in alle gleichzeitig auftretenden thermofluiddynamischen Phänomene ist eine wesentliche Voraussetzung für ein besseres Verständnis des Gesamtprozesses und der resultierenden Materialeigenschaften“, fügt Dr. Stefan Adami hinzu.

Oerlikons Expertise im Bereich von Pulvern und Werkstoffen wird maßgeblich zur Entwicklung des neuartigen Werkstoffes beitragen. Die Verarbeitung von Aluminiumlegierungen mittels additiver Fertigung birgt einige Herausforderungen. "Die durch die hohen Temperaturen hervorgerufenen extremen Bedingungen im Schmelzbad können dazu führen, dass leichtsiedende Legierungsbestandteile wie Magnesium einfach verdampfen“, erläutert Dr. Marcus Giglmaier, Project Manager AM Institute. „Außerdem werden während des Erstarrungsvorgangs Abkühlraten von mehr als 1 Mio. Grad Celsius pro Sekunde erreicht wodurch extrem hohe Spannungszustände im Material erzeugt werden und sogenannte Mikro-Risse entstehen können.“

Das herausragende Know-how und die bahnbrechenden Technologien von Linde in Bezug auf die Kontrolle der Gasatmosphäre während des AM-Prozesses hilft bei der Vermeidung von Verunreinigungen im Druckprozess und eröffnet den Anwendern die Möglichkeit, optimale Druckbedingungen zu erzielen. „Die Charakterisierung und Kontrolle des Gasprozesses während der additiven Fertigung birgt nicht nur das Potenzial, Verdampfungsverluste zu verhindern, sondern kann auch den gesamten Druckprozess beschleunigen“, erklärt Thomas Ammann, Expert Additive Manufacturing bei Linde. „Die Verwendung von maßgeschneiderten Gasgemischen für die neue Legierung werden dabei helfen, die im Schmelzbad auftretenden Prozesse zu kontrollieren, die Änderungen in der Zusammensetzung der Legierungen zu minimieren und Rissbildung während des Druckprozesses zu verhindern.“

]]>
Campus presse@tum.de news-35785 Mon, 18 Nov 2019 16:36:23 +0100
Lebende Brücken https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35781/ Vom nordindischen Meghalaya-Plateau führen unzugängliche Täler und Schluchten in die weiten Flächen Bangladeschs. In den Monsunmonaten schwellen die Gebirgsbäche in den Wäldern zu wilden Strömen an. Um diese überwinden zu können, bauten schon die indigenen Khasi- und Jaintia-Völker ihre Brücken aus den lebenden Luftwurzeln des Gummibaums Ficus elastica. „Solche stabilen Brücken aus ineinander verschlungenen Wurzeln können mehr als 50 Meter lang und mehrere Hundert Jahre alt werden“, sagt Ferdinand Ludwig, Professor für Green Technologies in Landscape Architecture an der TUM.

Gemeinsam mit Thomas Speck, Professor für Botanik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg hat er 74 solcher lebenden Brücken analysiert. „In den Medien und auf Blogs sind die lebenden Meghalaya-Brücken schon viel besprochen worden, wissenschaftliche Untersuchungen gab es bislang allerdings wenige“, sagt Ludwig. „Außerdem war das Wissen um die alten Bautechniken bislang kaum schriftlich dokumentiert“, fügt Wilfrid Middleton von der Fakultät für Architektur an der TUM hinzu. Die Forscher führten Interviews mit den Brückenbauern und -bauerinnen, um den Bauprozess besser zu verstehen. Um einen Überblick über die komplexe Wurzelstruktur zu gewinnen, machten sie mehrere tausend Fotos und erstellten daraus 3D-Modelle. Darüber hinaus kartierte das Team die Brücken erstmals.

]]>
Forschung lisa.pietrzyk@tum.de news-35781 Mon, 18 Nov 2019 14:00:00 +0100
Siebte Humboldt-Professur für die TUM https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35778/ Prof. Daniel Rückert hat wegweisende Verfahren entwickelt, mit denen Computer besonders aussagekräftige Bilder aus Aufnahmen der Computertomographie oder Magnetresonanztomographie erzeugen, diese analysieren und für eine verbesserte medizinische Diagnostik interpretieren können. Jetzt konnte die TUM den Experten in der KI-Medizin für sich gewinnen. Die Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt seine Forschung mit einer der begehrten Humboldt-Professuren, die mit 5 Millionen Euro dotiert ist.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung verfolgt mit diesen Preisen das Ziel, weltweit führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler langfristig nach Deutschland zu holen. Im Mai hatte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek angekündigt, zusätzliche Professuren zu schaffen, die sich mit KI-Themen beschäftigen. Daniel Rückert gehört zu den ersten zwei „KI-Humboldt-Professoren“.

]]>
Campus paul.hellmich@tum.de news-35778 Thu, 14 Nov 2019 12:00:00 +0100
Neuer Syntheseweg zu löslichen Silicium-Clustern https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35779/ Die weltbesten Silicium-Solarzellen besitzen derzeit einen Wirkungsgrad von 24 Prozent. Die theoretische Grenze liegt bei rund 29 Prozent. „Das liegt daran“, erläutert Thomas Fässler, Professor für Anorganische Chemie mit Schwerpunkt Neue Materialien an der TU München, „dass das in der Diamantstruktur kristallisierende Silicium nur eine indirekte Bandlücke nutzen kann.“

Forscher träumen daher von Materialien in denen die Silicium-Atome so angeordnet sind, dass eine direkte Bandlücke entsteht, die sie für die solare Energieproduktion nutzen können. Als Modellverbindungen dafür sieht die Wissenschaft kleine Silicium-Cluster an. Hier lassen sich die Atome anders anordnen als im kristallinen Silicium.

„Solche Verbindungen sind auch für eine Vielzahl weiterer chemischer Experimente interessant“, sagt Professor Fässler. Gezielt können wir derzeit in wenigen Syntheseschritten vier und neun Silicium-Atome zu Tetraedern beziehungsweise einer fast kugelförmigen Struktur zusammenfügen. Die Synthesen und die Isolierung der Atomcluster waren bisher aber sehr aufwändig. Hier sind wir nun einen entscheidenden Schritt vorangekommen.“

]]>
Forschung battenberg@zv.tum.de news-35779 Thu, 14 Nov 2019 08:57:52 +0100
Vulkane unter Druck https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35776/ Der Merapi auf Java gehört zu den gefährlichsten Vulkanen der Welt. Um die Bevölkerung rechtzeitig vor einem Ausbruch zu warnen, nutzen Geowissenschaftler und Geowissenschaftlerinnen aktuell meist seismische Messungen, welche die Bewegungen des Untergrunds sichtbar machen.

Ein internationales Team, zu dem auch Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) gehören, hat jetzt in der Lava vom Gipfel des Merapi ein weiteres Indiz für eine drohende Eruption gefunden: Die oberste Gesteinsschicht, die „Staukuppe“, wird undurchlässig für Gase aus dem Untergrund, bevor der Vulkan ausbricht.

„Unsere Untersuchungen zeigen, dass sich die physikalischen Eigenschaften der Staukuppe im Laufe der Zeit verändern“, erklärt Prof. H. Albert Gilg vom TUM-Lehrstuhl für Ingenieurgeologie. „Nach einem Ausbruch ist die Lava noch gut durchlässig. Nach und nach sinkt dann die Permeabilität, also die Durchlässigkeit. Das Gas staut sich, der Druck steigt und sprengt schließlich in einer gewaltigen Explosion die Staukuppe.“

Der Merapi als Modell-Vulkan

An sechs Lavaproben – eine stammt vom Ausbruch des Merapi 2006, die anderen von der Eruption 1902 – konnten die Forscher zeigen, wie sich die Gesteine verändern. Untersuchungen von Porenvolumen, Dichte, Mineralzusammensetzung und -struktur ergaben, dass die Permeabilität mit zunehmender Gesteinsumwandlung um vier Größenordnungen gesunken ist. Verantwortlich dafür sind neu gebildete Mineralien, vor allem Kalium- und Natrium-Aluminiumsulfate, welche die feinen Risse und Poren in der Lava versiegeln.

Der Zyklus der Zerstörung

Dass die reduzierte Permeabilität der Staukuppe tatsächlich verantwortlich ist für den nächsten Ausbruch, bestätigten Computersimulationen. Die Modelle zeigen, dass ein Schichtvulkan wie der Merapi drei Phasen durchläuft: Nach einer Eruption, wenn die Lava noch durchlässig ist, können Gase austreten; in der zweiten Phase wird die Staukuppe undurchlässig für Gase, gleichzeitig steigt der Druck im Inneren immer weiter an; in der dritten Phase sprengt er die Staukuppe.

Auch Fotografien vom Merapi aus der Zeit vor und während der Eruption am 11. Mai 2018 sprechen für das drei-Phasen-Modell: Der Feuerberg hatte zunächst eine Rauchfahne, schien dann lange ruhig, bis sich das Gas mit einer gewaltigen Explosion einen Weg bahnte und eine Aschenfontäne kilometerhoch in den Himmel schoss.

„Die Forschungsergebnisse lassen sich jetzt nutzen, um das Eruptionsrisiko besser einschätzen zu können“, resümiert Gilg. „Ein reduzierter Gasaustritt, den man messen kann, ist damit  ein Hinweis auf einen bevorstehenden Ausbruch.“

Messungen des Gasautritts können nicht nur im Fall des Merapi helfen, eine drohende Eruption rechtzeitig zu prognostizieren. Schichtvulkane sorgen rund um den Pazifik immer wieder für Zerstörung. Die berühmtesten Beispiele sind der Pinatubo auf den Philippinen, der Mount St. Helens in den USA und der Fuji in Japan.

]]>
Forschung stefanie.reiffert@tum.de news-35776 Wed, 13 Nov 2019 09:58:00 +0100
Forschen und studieren in Australien https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35774/ TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann und Prof. Peter Høj, Präsident der University of Queensland, unterzeichneten ein Kooperationsabkommen, das die bisherige Zusammenarbeit stärkt und neue gemeinsame Projekte ermöglicht.

Die renommierte Hochschule im australischen Brisbane ist bereits seit 2010 Partneruniversität der TUM. Bislang gibt es gemeinsame Forschung vor allem in den Bereichen Biotechnologie und -ökonomie, Lebenswissenschaften, Medizin und Wassermanagement. Studierende können beispielsweise in den Wirtschaftswissenschaften, der Architektur, der Biotechnologie sowie der Elektro- und Informationstechnik einen Teil ihres Studiums an der jeweils anderen Universität verbringen. Auch für Promovierende gibt es ein Austauschprogramm.

Beim jetzigen Delegationsbesuch der UQ an der TUM diskutierten zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Projekte. Darunter waren auch zwei Forschungsfelder, die die TUM derzeit stark ausbaut: Politik- und Rechtswissenschaften sowie Luft- und Raumfahrt.

]]>
Campus news-35774 Fri, 08 Nov 2019 11:44:48 +0100
Insektenrückgang weitreichender als vermutet https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35768/ Dass es auf deutschen Wiesen weniger zirpt, summt, kreucht und fleucht als noch vor 25 Jahren, haben bereits mehrere Studien gezeigt. „Bisherige Studien konzentrierten sich aber entweder ausschließlich auf die Biomasse, also das Gesamtgewicht aller Insekten, oder auf einzelne Arten oder Artengruppen. Dass tatsächlich ein Großteil aller Insektengruppen betroffen ist, war bisher nicht klar“, sagt Dr. Sebastian Seibold, Forscher am Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie der TUM.

Im Rahmen einer breit angelegten Biodiversitätsstudie hat nun ein Forschungsteam unter der Leitung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TUM zwischen 2008 und 2017 eine Vielzahl von Insektengruppen in Brandenburg, Thüringen und Baden-Württemberg erfasst. Die Auswertung der Studienergebnisse stellt das Team nun in der Fachzeitschrift „Nature“ vor.

]]>
Forschung battenberg@zv.tum.de news-35768 Wed, 30 Oct 2019 19:00:00 +0100
Bodenforscherin Kögel-Knabner wird geehrt https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35771/ Beitrag in der Tagesschau der ARD vom 27. Oktober 2019

Die Verfügbarkeit der Inhalte ist in Mediatheken unter Umständen zeitlich begrenzt.

]]>
TUM in den Medien katharina.baumeister@tum.de news-35771 Tue, 29 Oct 2019 14:58:16 +0100
Technik trifft Philosophie https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35767/ Wie wollen wir das Verhältnis von Mensch und Maschine gestalten? Wie sieht eine gerechte Wirtschaftsordnung aus? Wo liegen die Grenzen der Medizin? Ob Ingenieurinnen, Naturwissenschaftler oder Medizinerinnen – verantwortungsvoll handeln kann nur, wer sich mit den ethischen Fragen des eigenen Fachs auseinandergesetzt hat und dafür auch das nötige argumentative Werkzeug hat.

Neben dem Aufbau eines eigenen gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkts hat die TUM nun mit der Hochschule für Philosophie München eine der renommiertesten Denkschulen als Partnerin gewonnen, um ihren Studierenden eine Erweiterung ihres Bildungshorizontes zu ermöglichen. Geplant ist, dass auch die Studierenden der HFPH Kurse aus dem breiten Fächerspektrum der TUM belegen können. Die Partner wollen zudem noch stärker in der Forschung zusammenarbeiten.

]]>
Campus klaus.becker@tum.de news-35767 Mon, 28 Oct 2019 17:00:00 +0100
Wie wird ein Berg vermessen? https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35763/ Den Beitrag in der Mediathek ansehen (5:05 Min.)

Die Verfügbarkeit der Beiträge ist zum Teil zeitlich beschränkt.

]]>
TUM in den Medien news-35763 Mon, 28 Oct 2019 11:11:00 +0100
Veronika Somoza folgt auf Thomas F. Hofmann https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35758/ Campus news-35758 Fri, 25 Oct 2019 10:23:00 +0200 Das Quanteninternet kommt in Reichweite https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35764/ Noch gibt es weltweit keinen universellen Quantencomputer. Doch einem internationalen Team um die TUM-Physiker Rudolf Gross, Frank Deppe und Kirill Fedorov ist es nun erstmals gelungen, in einem lokalen Netzwerk eine abhörsichere Quantenkommunikation zu realisieren – über ein supraleitendes Kabel auf einer Distanz von 35 Zentimetern.

„Wir haben damit die Grundlage für die Realisierung von Quantenkommunikationssystemen im sehr wichtigen Mikrowellenbereich gelegt“, sagt Rudolf Gross, Professor für Technische Physik an der TU München und Direktor des Walther-Meißner-Instituts (WMI), an dem die Versuche stattfanden. „Dies ist ein Meilenstein. Damit ist das Quanteninternet auf Basis von supraleitenden Schaltungen und Mikrowellenkommunikation nun in Reichweite.“

]]>
Forschung battenberg@zv.tum.de news-35764 Thu, 24 Oct 2019 08:54:59 +0200
Bester Imagefilm der Metropolregion München https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35761/ Aus über 100 Einsendungen hatte eine Jury in zwei Kategorien die jeweils zehn besten Filme ausgewählt. Die Entscheidung fiel im Publikumsvoting, bei dem der Imagefilm der TUM den ersten Platz in der Kategorie „Unternehmen / Institution“ erreicht hat. 

Erstellt wurde der Film im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum der TUM im Jahr 2018. Er zeigt einige der größten Errungenschaften der Universität in Forschung, Lehre und Entrepreneurship. 

]]>
Campus a.schmidt@tum.de news-35761 Wed, 23 Oct 2019 10:09:00 +0200
Mädchen, die die Welt verändern https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35759/ Die Ausstellung basiert auf dem gleichnamigen Buch, für das die Fotografin Paola Gianturco gemeinsam mit ihrer Enkeltochter Alex Sangster Interviews mit über 90 Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren geführt und diese fotografisch dokumentiert hat. Unter oft schwierigen Bedingungen setzen sich diese Mädchen und jungen Frauen für Gleichberechtigung, Bildung, Umweltschutz, Frieden und Menschenrechte ein. Sie gehen gemeinsam auf die Straße, verfassen Petitionen, produzieren Radiosendungen und versuchen über soziale Netzwerke und über Aktionen vor Ort ihre Ziele zu erreichen.

Bei der Vernissage am 23. Oktober um 18 Uhr werden drei Protagnistinnen des Buchs anwesend sein: Sandy Alqas Botros aus Hamburg, Memory Banda aus Malawi und Vanessa Bosse aus Bayern. Die TUM veranstaltet die Ausstellung gemeinsam mit der Bayerischen Staatskanzlei, der Stiftung Wertebündnis Bayern und dem Elisabeth Sandmann Verlag, in dem das Buch erschienen ist.

]]>
Campus a.schmidt@tum.de news-35759 Tue, 22 Oct 2019 18:48:50 +0200
Aus der Grundlagenforschung zu neuen Medikamenten https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35757/ Mit dem m4 Award werden Forschungsteams gefördert, die Unternehmen gründen wollen, um mit ihren Erkenntnissen innovative Produkte, Technologien oder Dienstleistungen für die Medizin der Zukunft zu entwickeln. Seit 2011 unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie den von BioM, der Netzwerkorganisation der Biotechnologiebranche in München und Bayern initiierten Wettbewerb. Die Gewinnerteams erhalten jeweils eine finanzielle Förderung von bis zu 500.000 Euro und profitieren bei der Firmengründung von der Unterstützung durch Experten. Insgesamt haben sich dieses Jahr über 30 Forschungsteams aus ganz Bayern um den m4 Award beworben. Vier von fünf Gewinnern kommen von der TUM und werden von der TUM Gründungsberatung gefördert. Die Gewinnerteams werden alle von erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geleitet oder unterstützt.

]]>
Entrepreneurship paul.piwnicki@tum.de news-35757 Fri, 18 Oct 2019 12:40:00 +0200
Wie den Wurzeln Haare wachsen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35739/ Vernichtet ein Waldbrand größere Pflanzen wittern sogenannte Brandkeimer ihre Chance: Ihre Samen besitzen ein Rezeptorprotein, das bestimmte Moleküle „riechen“ kann, die beim Verbrennen von Pflanzenmaterial entstehen. Das KAI2 genannte Rezeptorprotein setzt eine Signalkaskade in Gang, die zum Keimen des Samens führt.

Ein von Caroline Gutjahr, Professorin für Pflanzengenetik an der TUM School of Life Sciences Weihenstephan, angeführtes Forschungsteam fand nun heraus, dass es auch bei der Regulierung des Wachstums von Wurzeln eine wichtige Rolle spielt.

]]>
Forschung battenberg@zv.tum.de news-35739 Thu, 17 Oct 2019 08:47:05 +0200
Inaktiver Rezeptor macht Immuntherapien wirkungslos https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35737/ Ein überaktives Immunsystem kann fast ebenso gefährlich sein, wie ein untätiges. Es kann Entzündungen auslösen, die das eigene Gewebe angreifen. Deshalb besitzt das Immunsystem sogenannte Checkpoint-Moleküle, die wie eine Immunbremse wirken, wenn sie angeschaltet sind. Das nutzen allerdings auch Tumore: Sie umgehen Angriffe des Immunsystems, indem in ihnen Checkpoint-Moleküle über die Maßen angeschaltet sind. Die so eingebremste Immunantwort kann dann nicht mehr ausreichend gegen die Tumorzellen vorgehen.

Ein neuer Weg in der Krebstherapie sind deshalb sogenannte Checkpoint-Inhibitoren. Diese Wirkstoffe lösen die „Bremse“, die die Tumorzellen aktiviert haben, und führen so dazu, dass Immunzellen wieder gegen den Krebs kämpfen. Bei Haut- und vielen anderen Krebsarten werden sie bereits erfolgreich eingesetzt.

]]>
Forschung news-35737 Mon, 14 Oct 2019 09:56:56 +0200
TUM begrüßt mehr als 13.000 Studierende https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35734/ Rund 7.100 Studierende beginnen nächste Woche ihr erstes Semester in einem Bachelor- oder einem anderen grundständigen Studiengang. In den Masterstudiengängen sind es rund 4.800 – ein neuer Rekord. Fast die Hälfte der Master-Erstsemester kommt aus dem Ausland.

Am kommenden Montag, 14. Oktober, um 17 Uhr begrüßt das Präsidium der TUM die neuen Studierenden bei der Immatrikulationsfeier im Innenhof des Münchner Hauptgebäudes.

]]>
Campus news-35734 Fri, 11 Oct 2019 10:33:56 +0200
TUM-Präsident: Bayerisches KI-Programm mit Zentrum München setzt Leuchtsignal in der Welt https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35733/ Ministerpräsident Söder will Bayern zum führenden „KI-District“ machen und dafür 360 Millionen Euro investieren, die unter anderem in 100 neue Professuren fließen sollen, davon 22 in München. Klares Zentrum des KI-Districts sei München mit dem Schwerpunkt „Intelligente Robotik“.

Das kommt nicht ohne Grund: Denn seit ihrer Gründung im Jahr 2017 forschen an der Munich School of Robotics and Machine Intelligence mehr als 50 Professorinnen und Professoren der Informatik, Ingenieurwissenschaften, Physik und Medizin in Kooperation mit den Geistes- und Sozialwissenschaften an Zukunftstechnologien der Arbeit, Gesundheit und Mobilität. Klassische Disziplinen verschmelzen zu neuen, auf den Bedarf der Menschen orientierten technischen Innovationen. Mit dem Geriatronik Forschungszentrum Garmisch-Partenkirchen verfügt die MSRM über eine weltweit einmalige Einrichtung, an der erforscht wird, wie Maschinelle Intelligenz die Selbständigkeit im Alter fördern kann.

Nun will Ministerpräsident Söder ein „KI Mission Institute“ einrichten, welches aus der MSRM der TUM heraus entwickelt und Forschungs- und unternehmerische Aktivitäten bündeln soll. So soll der Transfer von neuen Technologien in die industriellen Anwendungen beschleunigt werden.

]]>
Campus news-35733 Fri, 11 Oct 2019 10:06:23 +0200
Weiterer Ausbau des TUM Campus Straubing https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35736/ Ausdrücklich begrüßt die TUM den weiteren Ausbau des TUM Campus Straubing um vier zusätzliche Lehrstühle im Forschungsbereich „CleanTech“. Die vier neuen Professuren ergänzen die 30 Professuren des bisherigen Ausbauplans hervorragend. Damit wird ein neuer, innovativer Schwerpunktbereich geschaffen, der auf den bisherigen Stärken und Kompetenzen des TUM Campus Straubing aufbaut. So bieten die bisher geplanten Professuren im Bereich der Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie der Ökonomie mit ihrem Schwerpunkt der Nutzung biogener Rohstoffe und dem nachhaltigen Wirtschaften die ideale Forschungsumgebung bei der Entwicklung neuer Energieträger und dem Transfer der Forschungsergebnisse in Praxis und Vermarktung.

Die neuen Professuren werden die Lehre in technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen am TUM Campus Straubing erweitern und damit Straubing zu einem noch attraktiveren Studienort zum Thema Bioökonomie und Nachhaltigkeit machen.

In Verbindung mit dem Fraunhofer BioCat, dem Straubinger Institutsteil des Fraunhofer IGB, wird der Campus Straubing zum nationalen Referenzzentrum für synthetische Kraftstoffe. Damit erhält der Wissenschaftsstandort Straubing ein einzigartiges wissenschaftliches und technologisches Profil und wird zum bundesdeutschen Vorreiter bei Nachhaltigkeit und biobasierten Grundstoffen.

]]>
Campus news-35736 Fri, 11 Oct 2019 07:49:00 +0200
Sensible Roboter sind sicherer https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35730/ Die von Prof. Gordon Cheng und seinem Team entwickelte künstliche Haut setzt sich aus sechseckigen Zellen zusammen, die etwa die Größe einer Zwei-Euro-Münze haben. Jede ist mit einem Mikroprozessor und Sensoren ausgestattet, die Berührung, Beschleunigung, Annäherung und Temperatur messen. Durch solche künstliche Haut können Roboter ihre Umwelt viel detaillierter und feinfühliger wahrnehmen. Das hilft ihnen nicht nur dabei, sich sicher zu bewegen. Es sorgt auch dafür, dass die Maschinen sicherer im Umgang mit Menschen sind und Unfälle aktiv vermeiden können.

Die Hautzellen selbst hat Gordon Cheng, Professor für Kognitive Systeme an der TUM, vor rund zehn Jahren entwickelt. Ihr volles Potenzial zeigt diese Erfindung aber erst als Teil eines raffinierten Systems, das jetzt im Fachmagazin „Proceedings of the IEEE“ vorgestellt wurde.

]]>
Forschung paul.hellmich@tum.de news-35730 Thu, 10 Oct 2019 10:00:00 +0200
TUM erforscht digitale Fertigungstechnologie der Zukunft https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35729/ Durch Einsatz neuer Rohstoffe, innovativer Materialien und intelligenter Kombinationen lassen sich durch neue Verfahrenstechnologien auf Basis digitaler 3D-Konstruktionen verschiedenste Bauteile maximal komplexer Geometrien last- und funktionsorientiert gestalten und schichtweise (additiv) aufbauen.

Aufgrund von Energie- und Ressourceneinsparung kann die additive Fertigung einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Die in hohem Maße digitalisierbaren Prozesse der additiven Fertigung versprechen zudem eine Rückverlagerung von Produktionskapazitäten und damit von hochqualifizierten Arbeitsplätzen nach Deutschland.

]]>
Campus battenberg@zv.tum.de news-35729 Tue, 08 Oct 2019 12:18:23 +0200
Startschuss für TUM Institut für Ethik in der KI https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35726/ Seit 2012 erforscht die TUM mit dem im Rahmen der Exzellenzinitiative 2012 eingerichteten Munich Center for Technology in Society (MCTS) die vielfältigen Wechselwirkungen von Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft. Als Teil des MCTS konzentriert sich das TUM Institute for Ethics in Artificial Intelligence (IEAI) auf die ethischen Implikationen der Künstlichen Intelligenz. Ohne irgendwelche Auflagen und Erwartungen unterstützt das US-amerikanische Unternehmen Facebook die TUM-Initiative mit 6,5 Millionen Euro.

Bei dem heutigen Symposium zu Eröffnung des Institute for Ethics in Artificial Intelligence (IEAI) an der TUM sagte Staatsministerin Dorothee Bär, die Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung: „Machine-Learning-Algorithmen bestimmen schon heute in Teilen, welche Nachrichten wir lesen – die Möglichkeiten gehen aber noch viel weiter wie etwa in der medizinischen Diagnostik. Aus diesen weitgreifenden technologischen Veränderungen ergeben sich auch viele ethische Fragen. Es ist gut, dass die TU München dazu beiträgt, diese zu beantworten.“

]]>
Forschung paul.hellmich@tum.de news-35726 Mon, 07 Oct 2019 13:00:00 +0200