TUM - Aktuelles https://www.tum.de Aktuelle Meldungen der TU München de TUM Sun, 13 Oct 2019 21:01:04 +0200 Sun, 13 Oct 2019 21:01:04 +0200 TUM begrüßt mehr als 13.000 Studierende https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35734/ Rund 7.100 Studierende beginnen nächste Woche ihr erstes Semester in einem Bachelor- oder einem anderen grundständigen Studiengang. In den Masterstudiengängen sind es rund 4.800 – ein neuer Rekord. Fast die Hälfte der Master-Erstsemester kommt aus dem Ausland.

Am kommenden Montag, 14. Oktober, um 17 Uhr begrüßt das Präsidium der TUM die neuen Studierenden bei der Immatrikulationsfeier im Innenhof des Münchner Hauptgebäudes.

]]>
Campus news-35734 Fri, 11 Oct 2019 10:33:56 +0200
TUM-Präsident: Bayerisches KI-Programm mit Zentrum München setzt Leuchtsignal in der Welt https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35733/ Ministerpräsident Söder will Bayern zum führenden „KI-District“ machen und dafür 360 Millionen Euro investieren, die unter anderem in 100 neue Professuren fließen sollen, davon 22 in München. Klares Zentrum des KI-Districts sei München mit dem Schwerpunkt „Intelligente Robotik“.

Das kommt nicht ohne Grund: Denn seit ihrer Gründung im Jahr 2017 forschen an der Munich School of Robotics and Machine Intelligence mehr als 50 Professorinnen und Professoren der Informatik, Ingenieurwissenschaften, Physik und Medizin in Kooperation mit den Geistes- und Sozialwissenschaften an Zukunftstechnologien der Arbeit, Gesundheit und Mobilität. Klassische Disziplinen verschmelzen zu neuen, auf den Bedarf der Menschen orientierten technischen Innovationen. Mit dem Geriatronik Forschungszentrum Garmisch-Partenkirchen verfügt die MSRM über eine weltweit einmalige Einrichtung, an der erforscht wird, wie Maschinelle Intelligenz die Selbständigkeit im Alter fördern kann.

Nun will Ministerpräsident Söder ein „KI Mission Institute“ einrichten, welches aus der MSRM der TUM heraus entwickelt und Forschungs- und unternehmerische Aktivitäten bündeln soll. So soll der Transfer von neuen Technologien in die industriellen Anwendungen beschleunigt werden.

]]>
Campus news-35733 Fri, 11 Oct 2019 10:06:23 +0200
Weiterer Ausbau des TUM Campus Straubing https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35736/ Ausdrücklich begrüßt die TUM den weiteren Ausbau des TUM Campus Straubing um vier zusätzliche Lehrstühle im Forschungsbereich „CleanTech“. Die vier neuen Professuren ergänzen die 30 Professuren des bisherigen Ausbauplans hervorragend. Damit wird ein neuer, innovativer Schwerpunktbereich geschaffen, der auf den bisherigen Stärken und Kompetenzen des TUM Campus Straubing aufbaut. So bieten die bisher geplanten Professuren im Bereich der Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie der Ökonomie mit ihrem Schwerpunkt der Nutzung biogener Rohstoffe und dem nachhaltigen Wirtschaften die ideale Forschungsumgebung bei der Entwicklung neuer Energieträger und dem Transfer der Forschungsergebnisse in Praxis und Vermarktung.

Die neuen Professuren werden die Lehre in technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen am TUM Campus Straubing erweitern und damit Straubing zu einem noch attraktiveren Studienort zum Thema Bioökonomie und Nachhaltigkeit machen.

In Verbindung mit dem Fraunhofer BioCat, dem Straubinger Institutsteil des Fraunhofer IGB, wird der Campus Straubing zum nationalen Referenzzentrum für synthetische Kraftstoffe. Damit erhält der Wissenschaftsstandort Straubing ein einzigartiges wissenschaftliches und technologisches Profil und wird zum bundesdeutschen Vorreiter bei Nachhaltigkeit und biobasierten Grundstoffen.

]]>
Campus news-35736 Fri, 11 Oct 2019 07:49:00 +0200
Sensible Roboter sind sicherer https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35730/ Die von Prof. Gordon Cheng und seinem Team entwickelte künstliche Haut setzt sich aus sechseckigen Zellen zusammen, die etwa die Größe einer Zwei-Euro-Münze haben. Jede ist mit einem Mikroprozessor und Sensoren ausgestattet, die Berührung, Beschleunigung, Annäherung und Temperatur messen. Durch solche künstliche Haut können Roboter ihre Umwelt viel detaillierter und feinfühliger wahrnehmen. Das hilft ihnen nicht nur dabei, sich sicher zu bewegen. Es sorgt auch dafür, dass die Maschinen sicherer im Umgang mit Menschen sind und Unfälle aktiv vermeiden können.

Die Hautzellen selbst hat Gordon Cheng, Professor für Kognitive Systeme an der TUM, vor rund zehn Jahren entwickelt. Ihr volles Potenzial zeigt diese Erfindung aber erst als Teil eines raffinierten Systems, das jetzt im Fachmagazin „Proceedings of the IEEE“ vorgestellt wurde.

]]>
Forschung paul.hellmich@tum.de news-35730 Thu, 10 Oct 2019 10:00:00 +0200
TUM erforscht digitale Fertigungstechnologie der Zukunft https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35729/ Durch Einsatz neuer Rohstoffe, innovativer Materialien und intelligenter Kombinationen lassen sich durch neue Verfahrenstechnologien auf Basis digitaler 3D-Konstruktionen verschiedenste Bauteile maximal komplexer Geometrien last- und funktionsorientiert gestalten und schichtweise (additiv) aufbauen.

Aufgrund von Energie- und Ressourceneinsparung kann die additive Fertigung einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Die in hohem Maße digitalisierbaren Prozesse der additiven Fertigung versprechen zudem eine Rückverlagerung von Produktionskapazitäten und damit von hochqualifizierten Arbeitsplätzen nach Deutschland.

]]>
Campus battenberg@zv.tum.de news-35729 Tue, 08 Oct 2019 12:18:23 +0200
Startschuss für TUM Institut für Ethik in der KI https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35726/ Seit 2012 erforscht die TUM mit dem im Rahmen der Exzellenzinitiative 2012 eingerichteten Munich Center for Technology in Society (MCTS) die vielfältigen Wechselwirkungen von Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft. Als Teil des MCTS konzentriert sich das TUM Institute for Ethics in Artificial Intelligence (IEAI) auf die ethischen Implikationen der Künstlichen Intelligenz. Ohne irgendwelche Auflagen und Erwartungen unterstützt das US-amerikanische Unternehmen Facebook die TUM-Initiative mit 6,5 Millionen Euro.

Bei dem heutigen Symposium zu Eröffnung des Institute for Ethics in Artificial Intelligence (IEAI) an der TUM sagte Staatsministerin Dorothee Bär, die Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung: „Machine-Learning-Algorithmen bestimmen schon heute in Teilen, welche Nachrichten wir lesen – die Möglichkeiten gehen aber noch viel weiter wie etwa in der medizinischen Diagnostik. Aus diesen weitgreifenden technologischen Veränderungen ergeben sich auch viele ethische Fragen. Es ist gut, dass die TU München dazu beiträgt, diese zu beantworten.“

]]>
Forschung paul.hellmich@tum.de news-35726 Mon, 07 Oct 2019 13:00:00 +0200
Von der Hightech-Prothese zur Weltraum-Robotik https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35722/ Roboter sind ein unverzichtbarer Teil der Weltraumerkundung. Während Maschinen wie der Mars-Rover „Curiosity“ an spartanische ferngesteuerte Autos erinnern, sollen in Zukunft auch menschenähnliche Roboter eingesetzt werden. Aus Raumschiffen könnten Menschen diese Robonauten fernsteuern und durch sie gefährliche Aufträge erledigen. Software des Start-ups MyelinS könnte Teil dieser Missionen sein.

„Unsere Software bietet drei wesentliche Funktionen“, sagt Zied Tayeb, Doktorand am Lehrstuhl für Kognitive Systeme der TUM und, gemeinsam mit Samaher Garbaya, einer der Köpfe hinter MyelinS. „Die erste Funktion ist Navigation: Wir nutzen Machine-Learning, um Roboter Karten ihrer Umgebung anlegen zu lassen und Hindernisse zu umgehen.“ Das ist auch für ferngesteuerte Roboter wichtig: Während der Mensch sich auf die Kernaufgabe der Mission konzentriert, navigiert der Roboter – man spricht auch von Shared Control. „Die zweite Funktion ist taktiles Feedback“, sagt Tayeb. „Unsere Software kann lernen, Informationen, die von den Tastsensoren des Roboters stammen, über Vibrationsmotoren auszugeben. Wenn ein Roboter beispielsweise Gesteinsproben berührt, wäre der Mensch an der Fernsteuerung in der Lage, die Struktur dieser Proben zu fühlen.“

]]>
Entrepreneurship paul.hellmich@tum.de news-35722 Fri, 04 Oct 2019 10:49:00 +0200
Schwachstelle in krankheitserregenden Bakterien https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35719/ Fast 700.000 Menschen erkranken in der EU jährlich an Infektionen durch antibiotikaresistente Erreger, circa 33.000 von ihnen sterben. Trotz dieser enormen und weltweit zunehmenden Gefahr wurden in den letzten Jahrzehnten nur wenige neue Antibiotika entwickelt und zugelassen.

Eine Verbesserung ist nicht in Sicht. Deshalb ist es dringend notwendig, neue Angriffspunkte in krankheitserregenden Bakterien zu finden und neuartige Antibiotika zu entwickeln, die diese Schwachstellen ausnutzen.

]]>
Forschung battenberg@zv.tum.de news-35719 Fri, 04 Oct 2019 08:42:00 +0200
Bundesforschungsministerin besucht UnternehmerTUM https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35724/ Die Bundesforschungsministerin traf einige der erfolgreichsten Ausgründungen der TUM, die Technologien mit maschineller Intelligenz oder Robotik-Anwendungen entwickelt haben: KONUX beispielsweise bietet „smarte“ Sensoren und eine auf Künstlicher Intelligenz basierende Analyse-Software an. Das System kann Infrastruktur wie etwa ein Bahnnetz in Echtzeit überwachen und den Wartungsbedarf vorhersagen.

Das Team von rfrnz hat mit Methoden des maschinellen Lernens eine Software entwickelt, die Verträge automatisiert analysieren kann. So kann die Arbeit von Juristen enorm erleichtert werden, wenn sie bei bestimmten Vorgängen wie etwa Unternehmensfusionen Tausende Dokumente auswerten.

NavVis erstellt mit Sensorik aus der Robotik zentimetergenaue Abbilder von Innenräumen. Mit der Navigationssoftware des Unternehmens können Nutzerinnen und Nutzern sich in komplexen Gebäuden wie etwa Flughäfen zurechtfinden oder aus der Ferne Räume erkunden und planen, beispielsweise Produktionsanlagen.

]]>
Entrepreneurship klaus.becker@tum.de news-35724 Thu, 03 Oct 2019 15:04:00 +0200
Drei neue Mitglieder im Hochschulrat https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35721/ Ilse Aigner ist seit 2018 Präsidentin des Bayerischen Landtags. Zuvor war sie von 2008 bis 2013 Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und seit 2013 in verschiedenen Ministerien stellvertretende Bayerische Ministerpräsidentin. Bevor Aigner 1994 in den Landtag gewählt wurde, arbeitete sie als Elektrotechnikerin beim Hubschrauberhersteller Eurocopter.

Prof. Dr. Martin Plendl ist seit 2010 CEO von Deloitte Deutschland und Mitglied der Global Executive, des weltweiten Führungsgremiums der Unternehmensberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer arbeitet seit 1985 für das Unternehmen. Plendl ist Honorarprofessor an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Prof. Dr. Wolfgang Reitzle ist seit 2016 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Linde AG, deren Vorstandsvorsitzender er von 2003 bis 2014 war. Zuvor arbeitete er in den Vorständen von Ford und BMW. Reitzle ist Honorarprofessor der TUM, wo er Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften studiert sowie promoviert hat.

]]>
Campus klaus.becker@tum.de news-35721 Wed, 02 Oct 2019 14:55:46 +0200
Neuer Ansatz für Schmerztherapie bei Bauchspeicheldrüsenkrankheiten https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35717/ Bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse können häufig nur starke Schmerzmittel wie Opiate das Leid der Betroffenen lindern. Diese Medikamente haben aber schwere Nebenwirkungen wie Abhängigkeit, Müdigkeit und Verstopfung. Aus diesem Grund sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seit langem auf der Suche nach besseren Schmerztherapien für diese Patientinnen und Patienten.

Dr. Ihsan Ekin Demir von der Klinik für Chirurgie am TUM-Universitätsklinikum Rechts der Isar wollte nun mit seinem Team herausfinden, warum die Schmerzbehandlung bei Krankheiten der Bauchspeicheldrüse so schwierig und bisher häufig wirkungslos ist.

]]>
Forschung vera.siegler@tum.de news-35717 Wed, 02 Oct 2019 10:00:00 +0200
„Wir schaffen einen globalen Tauschplatz des Wissens“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35711/ Wie sieht für Sie die TUM der Zukunft aus?

Prof. Thomas F. Hofmann: Die TUM der Zukunft ist für mich ein kreativer und aufregender Ort, an dem Menschen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammenkommen können, um sich auszutauschen und sich inspirieren zu lassen, sich gegenseitig herauszufordern, fortzubilden, und zu kollaborieren. Alle mit dem gemeinsamen Ziel, durch Innovationen die gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft zu meistern und das Leben und Zusammenleben der Menschen nachhaltig zu verbessern. Ich denke dabei natürlich an die jungen Leute aus aller Welt, die bei uns studieren. Und an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachbereichen und die zahlreichen Alumni und Alumnae, die mit ihrer Erfahrung als „Global Citizens“ immer wieder an ihre TUM zurückkehren. Nur wenn es uns gelingt, gemeinsam einen globalen Tauschplatz des Wissens zu schaffen, können wir verantwortungsvolle Lösungen für die Probleme unserer Zeit, etwa die Folgen des Klimawandels, erarbeiten.

]]>
Campus news-35711 Tue, 01 Oct 2019 12:03:00 +0200
Stabwechsel an der Spitze der TUM https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35712/ Eine Ära geht zu Ende: 24 Jahre lang war Prof. Wolfgang A. Herrmann Präsident der TUM, formte aus ihr mit tiefgreifenden Reformen eine unternehmerische Universität und führte sie in Forschung, Lehre und Technologietransfer auf internationales Spitzenniveau. Für ihre Zukunftsstrategie und ihre Erfolge wurde die TUM drei Mal als Exzellenzuniversität ausgezeichnet. Nun hat der dienstälteste Hochschulpräsident Deutschlands das Amt an Prof. Thomas F. Hofmann übergeben, den langjährigen Geschäftsführenden Vizepräsidenten für Forschung und Innovation.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder sagte in seiner Festrede: „Der Erfolg der TU München ist untrennbar mit ihrem Präsidenten Professor Herrmann verknüpft. Klug, innovativ und leidenschaftlich hat er die TUM mehr als zwei Jahrzehnte lang geführt und weiterentwickelt. Höchsten Respekt und Anerkennung für diese einzigartige Lebensleistung.“ Der Ministerpräsident unterstrich die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für den Freistaat: „Bayern legt den Forschungsturbo ein. Mit einem neuen Milliardenprogramm investieren wir in die Wissenschaft, werben Spitzenprofessoren aus aller Welt an und bauen die Spitzenforschung in Bayern aus. Wir sind bereit, international einen Impuls zu setzen.“

]]>
Campus klaus.becker@tum.de news-35712 Mon, 30 Sep 2019 13:30:00 +0200
Genauer als gedacht https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35709/ Neben Lichtteilchen, den Photonen, sind Neutrinos die häufigsten Teilchen im Universum. Die Entdeckung der Neutrino-Oszillation vor zwei Jahrzehnten lieferte den Beleg, dass sie –entgegen früherer Erwartungen – eine sehr kleine, von Null verschiedene Masse besitzen.

Damit spielen die Leichtgewichte eine zentrale Rolle bei der Bildung von großräumigen Strukturen im Kosmos. Auch in der Welt der Elementarteilchen deutet ihre sehr kleine Masse auf eine neue Physik jenseits gängiger Modelle hin.

In den nächsten Jahren soll nun die weltweit genaueste „Waage“, das internationale KATRIN-Experiment am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Masse der faszinierenden Neutrinos mit bisher unerreichter Genauigkeit bestimmen. Eine der Forschungsgruppen leitet MaxPlanck@TUM-Tenure Track-Professorin Susanne Mertens.

Im Frühjahr 2019 führte das 150-köpfige KATRIN-Team zum ersten Mal Neutrino-Messungen durch. Dazu ließen sie über mehrere Wochen hochreines Tritiumgas zirkulieren und zeichneten die Energiespektren von Elektronen aus dem Tritiumzerfall auf. Aus den aufgenommenen Daten versuchten sie dann die Neutrinomasse abzuleiten.

]]>
Forschung battenberg@zv.tum.de news-35709 Fri, 27 Sep 2019 09:19:01 +0200
Das Geheimnis der Motivation https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35707/ Der Duft von Essig oder Obst lässt Fruchtfliegen schneller laufen. Um das Futter zu erreichen, rennen sie bis zur Erschöpfung. Doch trotz der Anstrengung kommen sie ihrem Ziel nicht näher: Die winzigen Fliegen im Labor der TUM School of Life Sciences Weihenstephan sind am Oberkörper fixiert und können nur auf der Stelle laufen.

Die Bewegungen ihrer Beine drehen einen Ball, der auf einem Luftkissen schwebt. Aus der Drehgeschwindigkeit kann die Neurobiologin Prof. Ilona C. Grunwald Kadow ableiten, wie sehr sich eine Fruchtfliege bemüht, Futter zu finden.

„Unsere Experimente zeigen, dass hungrige Individuen ihre Leistung immer weiter steigern – sie laufen in einer Minute bis zu neun Meter. Satte Fruchtfliegen hingegen geben schnell auf“, berichtet die Forscherin. „Dies beweist, dass auch einfache Organismen Durchhaltevermögen und Beharrlichkeit an den Tag legen – bisher dachte man, dass diese Eigenschaften Menschen und anderen höheren Lebewesen vorbehalten sind.“

]]>
Forschung battenberg@zv.tum.de news-35707 Thu, 26 Sep 2019 09:16:06 +0200
Den Kran per Touchscreen steuern https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35705/ Wer einen Kran benutzt, will damit in der Regel eine Last zu einem anderen Ort transportieren. „Das heißt, ich will den Haken, an dem die Last hängt, von A nach B bewegen“, sagt Felix Top, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik. Allerdings wird bei den bestehenden Kransteuerungen nicht der Haken, sondern die einzelnen Antriebe des Krans angesteuert.

Der Grund: Früher waren die Stellhebel direkt mit den Antrieben gekoppelt. Für jedes Gelenk des Krans existierte ein Stellhebel, der in verschiedene Richtungen bewegt werden konnte. Der Fahrer oder die Fahrerin musste dann umrechnen, welche Gelenke wie bewegt werden mussten, um den Haken in die gewünschte Richtung zu steuern.    

Mittlerweile funktioniert die Steuerung der Antriebe mithilfe von Funksignalen. Auch sitzt der Fahrer oder die Fahrerin nicht mehr in einer Fahrerkabine, sondern kann mithilfe der Funksteuerung den Kran auch von außen bedienen. „Aber die Belegung der Stellhebel ist immer noch die gleiche“, sagt Top.   

Joystick und TouchScreen

Gemeinsam mit Lorenz Prasch vom Lehrstuhl für Ergonomie arbeitet Top an neuen Steuerungskonzepten. „Eine Steuerung sollte so direkt wie möglich funktionieren“, erklärt Prasch. „In der Ergonomie spricht man von der inneren und äußeren Kompatibilität. Damit wird das Phänomen beschrieben, dass es etwas so funktioniert, wie ich erwarte, dass es funktionieren sollte. Zum Beispiel erwarten wir, dass der Herd heißer oder die Musik lauter wird, wenn wir den Knopf nach rechts drehen.“

Die Forscher entwickelten drei unterschiedliche Lösungen. „Bei allen neuen Steuerungsvarianten wird nicht mehr der Kran, sondern die Last direkt gesteuert“, sagt Prasch.

Die Joysticksteuerung besteht aus einem Steuerungsmodul mit zwei Joysticks. Mit einem Hebel kann die Bewegung des Hakens in der Horizontalebene gesteuert werden. Wird der Stick nach rechts vorne bewegt, fährt auch der Haken aus Perspektive der Steuerung nach rechts vorne. Der zweite Joystick steuert das Heben und Senken der Last durch Heranziehen oder Wegdrücken des Sticks. Hierbei bewegen sich automatisch alle Kranantriebe gleichzeitig, so dass der Haken genau die gewünschte Bewegung ausführt.

Auf dem Tablet realisierten die Wissenschaftler ein ähnliches Prinzip: Eine Kamera an der Kranspitze zeigt ein Livebild. Durch Wischen auf dem Display kann der Nutzer bestimmen, wohin sich der Kran bewegen soll. Das Heben und Senken wird durch die Zoom-Geste bedient. Bei einer weiteren Steuerungsapplikation auf dem Tablet ist der Kran mit allen Antrieben visualisiert. Wird der Antrieb mit dem Finger in eine bestimmte Richtung bewegt, fährt auch der Kran in diese Richtung. Hier wird zwar nicht direkt die Richtung der Last gesteuert, sondern der Kran selbst. Doch der Benutzer muss nicht mehr wie früher überlegen, in welche Richtung der Antrieb gesteuert werden muss.

Intuitive Konzepte für Baumaschinen sind gefragt

„Unser Ziel ist es, dass jemand, der die Steuerung zum ersten Mal bedient, maximal einen Fehler macht, um herauszufinden, wie das System richtig funktioniert“, sagt Prasch. Die Steuerung soll für alle Benutzer leicht bedienbar sein, auch wenn diese keine Erfahrung haben.

Ob die Konzepte in Zukunft auch von der Industrie genutzt werden, ist noch nicht klar. „Aber intuitive Konzepte für Baumaschinen liegen im Trend“, so Top. „Und wir haben gezeigt, dass dieses Konzept auch für den Kran umsetzbar ist.“

]]>
Forschung stefanie.reiffert@tum.de news-35705 Mon, 23 Sep 2019 16:40:36 +0200
Qualitätskontrolle in der Immunkommunikation https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35693/ Gelangen Krankheitserreger in den Organismus, muss die körpereigene Abwehr rasch reagieren. Die Eindringlinge werden von den weißen Blutkörperchen identifiziert; diese geben die Information an andere Immunzellen weiter. Dazu schütten sie Interleukine – komplexe Signalproteine – aus, die an passende Rezeptoren in den Empfängerzellen andocken und diese Zellen zum Beispiel dazu bringen, sich intensiv zu vermehren und Abwehrmoleküle freizusetzen.

]]>
Forschung news-35693 Fri, 20 Sep 2019 09:30:00 +0200
Tag der offenen Tür in der Forschungs-Neutronenquelle https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35702/ Jährlich nutzen etwa 1000 Wissenschaftler die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) für Experimente und Untersuchungen. An rund 30 verschiedenen Geräten führen sie unterschiedlichste Messungen durch.

Am 3. Oktober 2019 dürfen auch Sie einen Blick in Deutschlands wichtigste Neutronenforschungsanlage werfen. Führungen starten in der Sonderausstellung im Physik-Department (James-Franck-Straße 1, 85748 Garching), die von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet hat.

]]>
Termin battenberg@zv.tum.de news-35702 Fri, 20 Sep 2019 09:00:23 +0200
Klima- und Umweltforschung als gesellschaftliche Pflicht https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35694/ An der Technischen Universität München (TUM) bildet deshalb der Komplex Umwelt – Klima – Energie – Ressourcen seit Jahren eine Forschungsdomäne, die in interdisziplinärer Aufteilung alle Bereiche umfasst: Natur-, Lebens- und Ingenieurwissenschaften, Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, die Medizin sowie auch das eigene Immobilienmanagement der TUM-Standorte. Etwa die Hälfte des Professorenkollegiums ist in Forschung, Lehre und internationalen Kooperationen an der größten fächerübergreifenden Schwerpunksetzung der TUM beteiligt.

Seit Jahrzehnten bringt sich die TUM mit ihren Kenntnissen und Erfahrungen weltweit ein, so etwa seit den 1990er Jahren mit Prof. Holger Magel zu Bodenordnung und Landnutzung in Afrika, Prof. Peter Wilderer zur nachhaltigen Wasserwirtschaft in Afrika und Arabien. Aktuell laufen über 30 mehrjährige Forschungs- und Infrastrukturprojekte mit einem Finanzvolumen von über 80 Millionen Euro.

„Die großen Herausforderungen, mit denen alle Gesellschaften um den Globus konfrontiert sind, haben wir an der TUM zu einer Schwerpunktdomäne gemacht, die nur mit interdisziplinären Ansätzen und Strukturen beherrschbar ist“, sagt Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann zum neu erstarkten Klimabewusstsein der deutschen Bevölkerung. „Die politischen Entscheider sind hier auf einem guten Weg, den konsequent vor allem der Freistaat Bayern mit Ministerpräsident Dr. Söder an der Spitze beschreitet. Umwelt- und Klimaschutz sowie Energie- und Ressourceneffizienz entscheiden über das Schicksal der Menschheit. Demonstrationen wecken zwar die öffentliche Aufmerksamkeit“, so der TUM-Präsident, „aber in Wirklichkeit kommt es auf die beständige tägliche Arbeit an, die wir und andere zu diesem komplexen Thema leisten.“

]]>
Campus news-35694 Thu, 19 Sep 2019 10:02:00 +0200
„Schulerfolgsvarianten“ können auch Lebensstil positiv beeinflussen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35664/ Schon länger war bekannt, dass Personen mit einer besseren Schulbildung im späteren Leben seltener Herzinfarkte erleiden. Prof. Heribert Schunkert hat diesen Zusammenhang nun zusammen mit seinem Team in einer großen Studie erstmals auch auf genetischer Ebene untersucht. Schunkert ist Direktor der Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen am Deutschen Herzzentrum München und Professor der TUM, sowie Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK).

]]>
Forschung vera.siegler@tum.de news-35664 Thu, 19 Sep 2019 10:00:00 +0200
Wechselwirkungen zwischen Bakterien und Parasiten https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35659/ Weltweit sind rund 240 Millionen Menschen an Bilharziose erkrankt. Die Erreger sind Würmer der Gattung Schistosoma, auch Pärchenegel genannt. Die Parasiten gelangen meist aus dem Wasser in Seen, Teichen oder Flüssen in den menschlichen Körper. Im Körper werden Würmer, Larven und Eier über den Blutkreislauf in verschiedene Organe transportiert. Bei der Art Schistosoma mansoni ist besonders die Leber betroffen, dort können sie Zirrhosen hervorrufen.

Helicobacter pylori ist ein Bakterium, das den menschlichen Magen besiedelt. In Deutschland ist jeder dritte Mensch infiziert, weltweit sogar jeder zweite. Die Infektionen können zu Magengeschwüren und Krebs führen. Wo ein Befall mit Schistosomen vermehrt auftritt, wie in manchen afrikanischen Ländern südlich der Sahara, sind sogenannte Co-Infektionen mit Helicobacter pylori häufig. Ein Team um Prof. Clarissa Prazeres da Costa und Prof. Markus Gerhard vom Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene der TUM hat anhand von Mäusen erstmals untersucht, was bei einer Co-Infektion von Helicobacter pylori und Schistosoma mansoni geschieht.

]]>
Forschung paul.hellmich@tum.de news-35659 Wed, 18 Sep 2019 09:11:00 +0200
Neue Mitte für den Forschungscampus Garching https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35689/ Mit dem „GALILEO“ erhält der Garchinger Forschungscampus endlich seine lang ersehnte „Neue Mitte“, für die sich TUM-Präsident Herrmann seit Jahren streitbar eingesetzt hatte. Das rund 200 Meter lange, dreigliedrige Gebäude erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung parallel zum U-Bahnhof.

Neben einem neuen Audimax und weiteren Räumen für die TU München bietet es Raum für Büros, Läden, Restaurants, ein Fitnesszentrum, ein Hotel mit Gästehaus und ein Kongresszentrum. Innovativ und bisher einzigartig ist dessen gemeinsame Nutzung durch die Technische Universität München und das Science Congress Center Munich (SCCM).

]]>
Campus battenberg@zv.tum.de news-35689 Tue, 17 Sep 2019 14:00:00 +0200
Höchstdotierter deutscher Philosophiepreis für Prof. Lisa Herzog https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35690/ Prof. Lisa Herzog lehrt und forscht seit 2016 an der Hochschule für Politik München, deren Trägerschaft die TUM 2014 übernommen hatte. Schwerpunkte ihrer Forschung an der Schnittstelle von politischer Philosophie und Ökonomie sind die Ideengeschichte des politischen und wirtschaftlichen Denkens, die normative Bewertung von Märkten, Fragen der Ethik in Organisationen und Wirtschaftsdemokratie.

Lisa Herzog erhält die Auszeichnung der Max Uwe Redler Stiftung für ihre Bücher „Freiheit gehört nicht nur den Reichen. Plädoyer für einen zeitgemäßen Liberalismus“ (2014) und „Die Rettung der Arbeit. Ein politischer Aufruf“ (2019). Die Jury würdigte besonders, dass es Lisa Herzog eindrucksvoll gelinge, wissenschaftliche Analyse und Gegenwartsdiagnose zu verknüpfen und zugleich den Ertrag ihrer Untersuchungen einem breiteren Publikum nahezubringen.

]]>
Campus news-35690 Tue, 17 Sep 2019 12:59:58 +0200
TUM zeichnet herausragende Persönlichkeiten aus https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35688/ Die Medaillen und Preise verlieh die TUM bei einer Feierstunde am Wochenende in Berchtesgaden.

]]>
Campus news-35688 Mon, 16 Sep 2019 16:48:18 +0200
Deutscher Umweltpreis für Bodenforscherin https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35685/ Für ihre „exzellente Forschung“ erhält Ingrid Kögel-Knabner Europas höchstdotierten Umweltpreis. Ihre wissenschaftliche Arbeit habe „die immense Bedeutung des Bodens als Wasser- und Nährstoffspeicher, Lebensspender, Schadstofffilter und Garant für die Welternährung“ herausgestellt, sagt der Generalsekretär der DBU Alexander Bonde. Ihr sei es gelungen, die zentrale Rolle des oft unterschätzten Umweltmediums Boden neben der Luft und dem Wasser in den Fokus zu rücken. Kögel-Knabner sei eine „Schrittmacherin im Umweltschutz“, die Zukunftslösungen für die enormen ökologischen Herausforderungen der Gegenwart geliefert habe, sagt Bonde. Am 27. Oktober wird Ingrid Kögel-Knabner in Mannheim der Deutsche Umweltpreis von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht.

]]>
Campus lisa.pietrzyk@tum.de news-35685 Fri, 13 Sep 2019 07:03:00 +0200