TUM Presidential Student Lunch:

Vom Hörsaal der Zukunft

Cara Coetzee
TUM-Studentin Cara Coetzee aus Südafrika betont: "Die Uni ist ein Austauschplatz!" (Bild: Astrid Eckert/TUM)
Wie geht es im Wintersemester weiter? Diese Frage wollte Cara Coetzee TUM-Präsident Thomas F. Hofmann am liebsten persönlich stellen. Sie hat deshalb beim ersten TUM Presidential Student Lunch teilgenommen. Und Antworten erhalten.

Cara, Du warst in der ersten Runde Studierender dabei, die sich mit Präsident Thomas Hofmann zum Lunch getroffen haben. Wie war das?

Cara Coetzee: Ich finde, es war ziemlich gelungen. Die Stimmung war erst etwas formell, das ist aber sicher ganz normal. Schnell wurde die Atmosphäre dann jedoch ganz entspannt, weil der Präsident locker und sehr zugänglich war. Schnell kam ein angeregtes Gespräch zustande.

Warum hast Du Dich beworben, mitzumachen?

Ich wollte vor allem wissen, wie es im nächsten Semester weitergeht.  Da war es eine gute Chance, das unmittelbar mit dem Präsidenten und seinem Stab zu besprechen.

Welche Themen hattest Du für Dich mitgebracht?

Die Frage, die uns alle sicher am meisten beschäftigt, ist, wie es im Wintersemester weitergeht. Gibt es weiterhin nur Lehre in digitaler Form? Ich zum Beispiel habe gerade ein Auslandssemester an der Universidad Politécnica de Valencia gemacht, das Ende Mai zu Ende gegangen ist. Ab Mitte März waren alle Lehrveranstaltungen und Prüfungen des Semesters digital.

Wie hat das funktioniert?

Da ich vorher schon einige Wochen in Valencia gewesen war, kannte ich die Kommilitonen persönlich. Das hat die Gruppenarbeiten, die nur noch online passierten, erleichtert. Der direkte Austausch untereinander ist immens wichtig. Das bestätigen alle Studierenden. Daher war für mich auch die entscheidende Frage: Wie wird das im Wintersemester an der TUM?

Und wie wird das im Wintersemester?

Der Präsident bezeichnete das kommende Semester als „Hybridsemester“. Er hat uns erklärt, dass zwar die großen Vorlesungen mit vielen Hörer*innen weiterhin digital abgehalten werden (müssen), dass aber kleinere Seminare und Tutorien möglichst wieder als Präsenzveranstaltungen stattfinden werden. Die Uni ist ein Austauschplatz. Der direkte Austausch ist so wichtig!

Große Vorlesungen bedeuten ja nicht nur viele Menschen, sondern auch eine passive Rolle für den Einzelnen.

Das stimmt absolut. Viel wichtiger sind Tutorien in kleinen Gruppen, wo aktive Beteiligung gefragt ist. Da bleibt so viel mehr hängen!

Für aktive Beteiligung sind große Hörsäle eher weniger geeignet.

Der Präsident hat erzählt, dass an vielen neuen Formaten und Formen gearbeitet wird. Zum Beispiel wird am Stammgelände ein Hörsaal zum „Hörsaal der Zukunft“ umgebaut: Statt aufsteigender Stuhlreihen soll eine Art von Terrassen eingebaut werden. Dort soll es Gruppentische geben. Das klingt sehr interessant.

Ein Thema beim Presidential Lunch war auch die Anerkennung von Studienleistungen im Ausland.

Bei meinem Auslandssemester in Valencia war die Anerkennung nicht schwierig, weil es in meinem Studiengang feste Bausteine gibt, die angerechnet werden. Präsident Hofmann hat uns von der EuroTech Alliance erzählt, davon hatte ich noch nichts gehört. Die TUM arbeitet mit den europäischen Partnerunis daran, dass bald einzelne Module von anderen Unis digital besucht und anerkannt werden können. Das klingt gut.

Was würdest Du Dir persönlich fürs Studium noch wünschen?

Ich finde zum Beispiel, dass wir im Bachelorstudium bessere Recherchemöglichkeiten bräuchten.  

Würdest Du den Kommiliton*innen die Teilnahme am Presidential Student Lunch empfehlen?

Auf jeden Fall! Es war eine gelungene Veranstaltung. Ein direktes Gespräch mit dem Uni-Präsidenten, wann hat man dazu schon Gelegenheit?

(Interview: Verena Meinecke)

Cara Coetzee (22) stammt aus Pretoria in Südafrika, hat dort an der Deutschen Internationalen Schule Pretoria das deutsche Abitur gemacht und lebt seit vier Jahren in München. Sie hat gerade ihren Bachelor in Umweltingenieurwesen absolviert und beginnt im Herbst mit dem Master Transportation Systems.

 

  • Der erste TUM Presidential Student Lunch fand am 2. Juli 2020 statt. Weitere Lunches für Studierende sind in Vorbereitung. Erforderlich ist eine kurze Bewerbung mit Themenvorschlägen und Ideen für das Gespräch. Alle Infos: TUM Presidential Student Lunch

 

 

TUM-Präsident Thomas F. Hofmann und Cara Coetzee
Face to Face mit TUM-Präsident Thomas F. Hofmann (Mitte): Cara Coetzee beim Presidential Student Lunch. (Bild: Astrid Eckert/TUM)
TUM-Präsident Thomas F. Hofmann und Studierende
Beim Presidential Student Lunch diskutieren Studierende mit TUM-Präsident Thomas F. Hofmann (links außen) Fragen, die sie besonders bewegen. (Bild: Astrid Eckert/TUM)
TUM-Präsident Thomas F. Hofmann und Cara Coetzee
Eine Tasse Kaffee mit dem Präsidenten: Cara Coetzee beim TUM Student Presidential Lunch. (Bild: Astrid Eckert/TUM)