Tipps für Ihre Abschlussarbeit
Mit Ihrer Abschlussarbeit zeigen Sie, dass Sie eine komplexe Aufgabe in Ihrem Fachgebiet selbstständig und mit wissenschaftlichen Methoden bearbeiten können. Von der Themenwahl über die Literaturrecherche und das Schreiben bis zur Abgabe: Hier finden Sie praktische Tipps für jede Phase Ihrer Bachelor- oder Masterarbeit.
Ein so großes Projekt wie eine Abschlussarbeit sollten Sie nicht ohne Arbeitsplan anpacken. Der Plan sollte alle Phasen umfassen: von der Themensuche bis zur Abgabe Ihrer Arbeit.
Wie detailliert Sie planen und wie viel Zeit Sie für die einzelnen Schritte vorsehen, hängt von Ihrem Thema und Ihrer Methode ab. Wichtig ist, dass der Plan Ihnen Orientierung gibt und trotzdem flexibel bleibt.
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Denken Sie nicht zu kleinteilig. Bei einem zu detaillierten Plan verbringen Sie schnell mehr Zeit mit dem Nachjustieren und weniger mit der eigentlichen Arbeit.
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Berücksichtigen Sie Schließzeiten und Abwesenheiten. Denken Sie zum Beispiel daran, wann das Labor oder die Universität geschlossen ist und wann Ihre Betreuungsperson Urlaub hat.
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Planen Sie realistisch und mit ausreichend Puffer. Es ist frustrierend, dem eigenen Arbeitsplan schon am zweiten Tag hinterherzuhinken.
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Setzen Sie sich verbindliche Zwischenziele. Koppeln Sie selbst gesetzte Deadlines zum Beispiel an Gespräche mit Ihrer Betreuungsperson oder Treffen mit anderen Studierenden. Das hilft Ihnen, dranzubleiben.
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Unterschätzen Sie die Schlussphase nicht. Reservieren Sie ausreichend Zeit, um Ihre Arbeit zu überarbeiten, zu korrigieren und zu formatieren.
Jeder Betreuer und jede Betreuerin arbeitet anders. Die einen legen Wert auf regelmäßige Updates, die anderen möchten nur bei konkreten Fragen einbezogen werden. Ein paar Dinge helfen aber bei jeder Zusammenarbeit:
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Werden Sie selbst aktiv. Vereinbaren Sie Termine rechtzeitig und bitten Sie um ein Gespräch, wenn Probleme auftreten oder Sie an einer Stelle nicht weiterkommen.
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Sagen Sie Bescheid, wenn etwas dazwischenkommt. Falls Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, informieren Sie Ihren Betreuer oder Ihre Betreuerin möglichst früh.
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Gehen Sie vorbereitet ins Gespräch. Fassen Sie kurz zusammen, woran Sie gerade arbeiten, welche Zwischenergebnisse Sie erreicht haben und wo es noch hakt. Notieren Sie vorher auch die Fragen, die Sie klären möchten.
Das passende Thema zu finden, ist oft gar nicht so leicht. Schließlich beschäftigen Sie sich damit über mehrere Monate. Nehmen Sie sich deshalb Zeit für die Auswahl und achten Sie darauf, dass das Thema zu Ihnen passt:
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Wählen Sie ein Thema, das Sie wirklich interessiert. So fällt es leichter, sich über einen längeren Zeitraum intensiv damit auseinanderzusetzen.
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Knüpfen Sie an Ihre Vorkenntnisse an. Vielleicht haben Sie bereits Lehrveranstaltungen dazu besucht oder erste Ideen, wie Sie an die Aufgabe herangehen können.
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Denken Sie auch an Ihre weiteren Pläne. Ein Thema kann besonders sinnvoll sein, wenn es für Ihre beruflichen Ziele oder ein weiterführendes Studium relevant ist.
Viele Lehrstühle schreiben Themen für Abschlussarbeiten auf ihren Websites oder in der TUMweiten Themenbörse aus. Wenn Sie dort nicht fündig werden, können Sie auch gemeinsam mit Ihrer künftigen Betreuungsperson ein Thema entwickeln oder eine eigene Idee konkretisieren. Informieren Sie sich vorher über die Forschungsgebiete des Lehrstuhls und nehmen Sie frühzeitig Kontakt auf.
Sie können Ihre Abschlussarbeit auch in einem Unternehmen, an einer anderen Universität oder an einer außeruniversitären Forschungseinrichtung schreiben.
Bitte beachten Sie: Für die offizielle Themenstellung, Anmeldung und Benotung muss weiterhin eine Professorin oder ein Professor der TUM verantwortlich sein. Sprechen Sie deshalb rechtzeitig vor der Anmeldung mit Ihrem Betreuer oder Ihrer Betreuerin darüber, wie die Zusammenarbeit mit der externen Einrichtung aussehen soll.
Verschaffen Sie sich schon während der Themenwahl einen ersten Überblick über die Literatur. Sobald Ihr Thema feststeht, können Sie Ihre Suche gezielt vertiefen:
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Beginnen Sie mit einführenden Büchern und Artikeln.
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Sammeln Sie zentrale Suchbegriffe sowie relevante Autorinnen und Autoren.
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Suchen Sie damit im TUM OPAC und in Datenbanken nach weiterer Literatur.
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Prüfen Sie die Literaturverzeichnisse geeigneter Publikationen, um zusätzliche Quellen zu finden.
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Planen Sie für die erste intensive Recherchephase eine feste Frist ein. So bleibt genügend Zeit, die gefundene Literatur auszuwerten und mit dem Schreiben zu beginnen.
Die Universitätsbibliothek bietet Kurse an, in denen Sie lernen, wie Sie eine Recherchestrategie entwickeln, Datenbanken und andere Tools effektiv nutzen und passende Fachliteratur finden. Wenn Sie Ihre Kenntnisse in der Literaturrecherche vertiefen möchten, können Sie den Aufbaukurs Literaturrecherche besuchen.
Erfassen Sie Ihre Quellen von Anfang an vollständig. Damit Sie wichtige Inhalte später schnell wiederfinden, notieren Sie am besten:
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kurze Zusammenfassungen der wichtigsten Inhalte,
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Seitenzahlen relevanter Zitate,
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eigene Gedanken und Bezüge zu Ihrer Arbeit.
Mit einem Literaturverwaltungsprogramm können Sie auch bei vielen Quellen den Überblick behalten, Literaturverweise einfügen und automatisch Literaturverzeichnisse erstellen.
Für Citavi und EndNote stellt die TUM kostenlose Campuslizenzen zur Verfügung. Außerdem unterstützt Sie die Universitätsbibliothek mit Basiskursen zu Citavi, EndNote und Zotero.
Ist das Thema Ihrer Abschlussarbeit zunächst noch sehr breit, sollten Sie es spätestens nach der ersten Sichtung der Literatur eingrenzen. Legen Sie fest, welche konkrete Fragestellung Sie beantworten und welche Methode Sie dafür nutzen. So gewinnen Sie Klarheit über Ihr Vorhaben.
Eine gute Gliederung kann Ihnen die Arbeit erheblich erleichtern. Dabei ordnen Sie Ihre Argumentation und prüfen, ob der Aufbau klar und nachvollziehbar ist. Gleichzeitig teilen Sie die Abschlussarbeit in überschaubare Einheiten auf. Statt nur den großen „Berg“ vor sich zu sehen, erkennen Sie wie auf einer Wanderkarte die einzelnen Wegabschnitte und können sich Kapitel für Kapitel vorarbeiten.
Die Gliederung bietet außerdem eine gute Grundlage für Gespräche mit Ihrem Betreuer oder Ihrer Betreuerin. Fragestellung, Aufbau und Umfang der Arbeit lassen sich daran leichter besprechen.
Tipp: Erstellen Sie eine kommentierte Gliederung. Ergänzen Sie zu jedem Gliederungspunkt einige Stichpunkte, erste Sätze oder Literaturhinweise. So können Sie die einzelnen Kapitel später leichter ausformulieren. Wenn sich beim Schreiben neue Zusammenhänge ergeben, lässt sich die Gliederung jederzeit anpassen.
Arbeitsplan, Gliederung, ein Berg gelesener Literatur und vielleicht schon abgeschlossene Experimente, Befragungen oder Untersuchungen helfen wenig, wenn Sie nicht anfangen, Ihre Gedanken aufzuschreiben. Klingt einfach, ist es aber oft nicht.
Sie müssen nicht sofort fertige Kapitel zu Papier bringen. Starten Sie am besten mit einem Teilkapitel, das Ihnen leichtfällt. Gerade am Anfang dürfen es auch Stichpunkte und unvollständige Sätze sein. Ausformulieren und überarbeiten können Sie später.
Beim Recherchieren, Lesen und Schreiben kann es passieren, dass Sie Ihre Fragestellung oder Ihre Thesen nach und nach aus den Augen verlieren. Prüfen Sie deshalb zwischendurch: Beantwortet Ihre Argumentation noch die Fragestellung? Ist der rote Faden erkennbar?
Wenn Sie sich unsicher sind, bitten Sie andere Studierende, Freundinnen, Freunde oder Familienmitglieder um eine ehrliche Einschätzung. Gerade Menschen, die sich mit Ihrem Thema nicht auskennen, haben oft ein gutes Gespür dafür, ob Ihre Argumentation nachvollziehbar ist.
Wissenschaftliche Arbeiten müssen nachvollziehbar sein. Kennzeichnen Sie deshalb alle Inhalte und Gedanken, die Sie aus anderen Quellen übernehmen, und geben Sie die jeweilige Quelle an. Das gilt für Texte ebenso wie für Abbildungen, Tabellen und Daten:
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Setzen Sie wörtliche Zitate in Anführungszeichen und geben Sie die Quelle an.
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Kennzeichnen Sie auch Inhalte, die Sie sinngemäß übernehmen, mit einer Quellenangabe.
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Geben Sie bei Abbildungen, Tabellen und den zugrunde liegenden Daten ebenfalls die Quelle an.
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Führen Sie alle verwendeten Quellen vollständig im Literaturverzeichnis auf.
Ergänzen Sie die Quellenangaben direkt beim Schreiben. So vermeiden Sie, dass Angaben fehlen oder sich später nicht mehr eindeutig zuordnen lassen. Bei der Abgabe bestätigen Sie schriftlich, dass Sie Ihre Arbeit selbstständig verfasst und nur die angegebenen Quellen und Hilfsmittel verwendet haben (§ 18 Abs. 9 APSO).
Im Kompaktkurs Zitieren der Universitätsbibliothek lernen Sie, wie Sie Quellenangaben im Text und im Literaturverzeichnis erstellen und auch Bilder, Tabellen, Forschungsdaten oder KI-Tools korrekt als Quellen angeben.
Nichts ist ärgerlicher, als einen mühsam formulierten Gedanken oder gleich mehrere Stunden Arbeit zu verlieren. Speichern Sie Ihre Abschlussarbeit deshalb nicht nur am Ende des Tages, sondern regelmäßig auch zwischendurch.
Legen Sie außerdem Sicherungskopien an einem zweiten Speicherort ab. Mit Ihrem TUM-Account können Sie den zentralen Online-Speicher nutzen. Dort steht Ihnen eine persönliche Dateiablage zur Verfügung, auf die nur Sie zugreifen können. Über sogenannte Snapshots können Sie gelöschte oder beschädigte Dateien sowie ältere Dateiversionen wiederherstellen.
Alle Kapitel sind fertig? Herzlichen Glückwunsch! Ganz am Ziel sind Sie allerdings noch nicht: Jetzt geht es darum, Ihre Arbeit abgabefertig zu machen. Planen Sie dafür ausreichend Zeit und Ruhe ein.
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Lassen Sie Ihre Arbeit gegenlesen. Nach vielen Wochen mit dem eigenen Text wird man schnell betriebsblind und übersieht Tipp-, Rechtschreib- oder Grammatikfehler. Bitten Sie deshalb andere Studierende, Freundinnen, Freunde oder Familienmitglieder um Unterstützung.
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Prüfen Sie Verzeichnisse und Querverweise. Stimmen alle Seitenangaben? Sind Abbildungen, Tabellen und Übersichten richtig beschriftet und nummeriert? Ist das Literaturverzeichnis vollständig?
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Beachten Sie die formalen Vorgaben. Informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihrer School, welche Anforderungen für die Formatierung, das Deckblatt und die Abgabe gelten. Je nach Studiengang kann zum Beispiel vorgeschrieben sein, ob Sie die Arbeit digital oder gedruckt einreichen und wie viele Exemplare benötigt werden.