Nora Pohle im Senat:

Credits für Projektarbeit

Portrait Nora Pohle
Nora Pohle vertritt ab 1. Oktober 2014 die Interessen der Studierenden im Senat der TUM. (Foto: privat)

Ab 1. Oktober 2014 sitzt neben Studierendenvertreter Peter Zarnitz eine Kommilitonin im Senat: Nora Pohle wurde bei den Hochschulwahlen mit über 3.500 Stimmen in das Gremium der TUM gewählt. Dass es für Projektarbeit im AStA drei Creditpunkte gibt, ist ihr ein wichtiges Anliegen. Ihr Ziel: Möglichst viele Fakultäten sollten dies anerkennen.

Nora Pohle stammt aus dem Süden von München. Die 21-jährige studiert Elektrotechnik im sechsten Semester. Mit 18 machte sie im ersten G8-Jahrgang Abitur. Energietechnik und speziell Erneuerbare Energien interessieren sie besonders. Wie lassen sich neue Energieformen einbinden, wie die alten ablösen? „Lösungen finden, die unser aller Zukunft betreffen, das finde ich sehr spannend.“, sagt Pohle.

Die angehende Ingenieurin denkt über die Disziplinen hinaus. Sie studiert nebenbei an der Hochschule für Philosophie. Sie empfindet das als „sehr schöne Ergänzung“. Es gebe durchaus Überschneidungen zur Elektrotechnik. Anregend ist der Austausch mit den Philosophiestudenten: „Die denken ganz anders, kommunizieren anders als die Kommiliton/innen an der TUM.“

Wichtige Soft skills


Seit dem dritten Semester engagiert sich Nora Pohle in der Fachschaft EI: „Mir gefiel von Anfang an, dass man wirklich was bewegen kann. Mir war vorher gar nicht bewusst, wieviel Service die Fachschaften anbieten: vom Druck von Abschlussarbeiten und Skripten bis hin zur Organisation von großen und kleinen Veranstaltungen.“

Das Engagement kostet Zeit, ist aber lohnend. Nora Pohle wird den Bachelor nicht in der Regelstudienzeit absolvieren. Das stört sie aber nicht: „Ich lerne so viel. Die sogenannten Soft skills, die ich bei der Arbeit in der Fachschaft erwerbe, sind viel wert - Wie funktioniert ein Team? Wie teile ich meine Zeit optimal ein? Wie formuliere ich ein wichtiges Schreiben?“

Belohnung für studentisches Engagement


Auf die beiden Studierendenvertreter im Senat warten im Wintersemester neben zahlreichen Sitzungen auch einige weitere Aufgaben. Ein großes Projekt der TUM ist die Digitalisierung der Lehre. Möglichst alle Vorlesungen sollen aufgezeichnet und im Netz verfügbar gemacht werden. „Wir unterstützen das Projekt, weil es viele Vorteile bietet: Man kann zum Beispiel zwei Veranstaltungen parallel belegen, die sich zeitlich überschneiden. Es gibt keine Kollisionen mehr im Stundenplan.“

Vom Pilotprojekt „Intelligentes Lernraummanagement“ in Garching wird es erste Ergebnisse geben. Die gilt es auszuwerten. Studentisches Wohnen ist im München immer ein großes Thema und die Bedingungen ab Wintersemester 2015 für das Semesterticket müssen mit der MVG neu verhandelt werden. Sehr am Herzen liegt Nora Pohle, dass sich mehr Student/innen in der studentischen Vertretung engagieren. „Die Projektarbeit bietet eine tolle Möglichkeit, in die Arbeit vom AStA und den Fachschaften hineinzuschnuppern.“ Daher wünscht sie sich, dass künftig noch mehr Fakultäten Projektarbeit im AStA und in den Fachschaften mit Credits belohnen.

Mehr Informationen:
www.asta.tum.de/
www.asta.tum.de/projektarbeit/