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Sarah Barreto Ornellas von der Yale University:

Menschliche Bewegungskontrolle

Zu Gast an der TUM: Sarah Barreto Ornellas studiert im vierten Semester Biomedical Engineering in Yale. (Foto: Uli Benz)
Zu Gast an der TUM: Sarah Barreto Ornellas studiert im vierten Semester Biomedical Engineering in Yale. (Foto: Uli Benz)
In den Sommerferien ein Forschungsprojekt an der TUM begleiten und dabei München und Deutschland kennenlernen – das ermöglicht das PREP-Programm des TUM International Center Studierenden nordamerikanischer Eliteuniversitäten. Die Yale-Studentin Sarah Barreto Ornellas ist Teilnehmerin am diesjährigen PREP-Austausch. Was sind bisher ihre Erfahrungen an der TUM und in München?

TUMstudinews: Sarah, Du bist seit Ende Mai in München. Was genau machst Du hier?

Sarah Barreto Ornellas: Ich nehme am PREP-Programm teil, das Studenten aus Nordamerika ermöglicht, ein Forschungspraktikum an Fakultäten der TUM zu absolvieren. Ich arbeite am Lehrstuhl für neuromuskuläre Diagnostik der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften. Wir erforschen die Prinzipien menschlicher Bewegungskontrolle – beispielsweise wie der Mensch bei Veränderungen von Umweltbedingungen reagiert und seine Bewegungen an diese Veränderungen anpasst.

Das klingt sehr spannend. Wie bist Du darauf gekommen?


Ich studiere im vierten Semester Biomedical Engineering in Yale. Während des Semesters haben wir zwar auch kleine Forschungsprojekte im Rahmen unserer Kurse, doch die Zeit für umfassende Projekte fehlt. Ich wollte die Sommerferien also nutzen, um einmal von Anfang bis Ende an einem Gesamtprojekt mitzuwirken. Da habe ich mich für das PREP-Programm der TUM beworben und bin nun seit Mai in München.

Wo liegen die großen Unterschiede zwischen Studieren in Yale und in München?

In Yale wohnen die Studenten auf dem Campus und das ganze Leben spielt sich dort ab. Man kann in fünf Minuten vom Wohnheim zum Seminarraum laufen. Hier wohne ich in der Studentenstadt in einem ganz anderen Viertel der Stadt und die Uni ist auf viele Standorte verteilt. Weil Yale den Ansatz „liberal art education“ verfolgt, gehören zu meiner Ausbildung auch sozialwissenschaftliche Fächer, obwohl ich eigentlich etwas Technisches studiere.

Dein Praktikum nähert sich schon langsam dem Ende. Was ist Dein bisheriges Fazit?

Es war eine fantastische Erfahrung, die ich bisher in München gemacht habe. Das Praktikum hat mir ermöglicht, das deutsche Hochschulsystem kennenzulernen und wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln. Ich mag auch die Stadt sehr gerne, weil man hier viel erleben kann. Ich war oft mit Freunden im Biergarten oder beim Wandern. Das PREP-Programm bietet uns Teilnehmern auch ein sehr abwechslungsreiches Rahmenprogramm und kümmert sich um alles. Das ist wirklich super.

Gibt es auch etwas, was Dir nicht so gut gefallen hat?

Was ich gar nicht mag, ist, dass die Geschäfte in München nur bis 20 Uhr geöffnet sind. Daran habe ich mich bis jetzt auch nicht gewöhnen können (lacht).

Welche Pläne hast Du für die Zeit nach dem Praktikum?

Wenn ich nach Hause komme, habe ich noch zwei Wochen Sommerferien und werde mich ein bisschen erholen. Auf längere Sicht werde ich meinen Bachelor beenden und möchte anschließend einen Master machen. In Frage kommen dabei auch Studiengänge im Ausland. Vielleicht komme ich ja dann nach München an die TUM zurück.


Sarah Barreto Ornellas, 20, kommt aus Brasilien und studiert seit zwei Jahren an der Elite-Universität Yale in den USA Biomedical Engineering. Ihre große Schwester studiert derzeit in Frankreich und so konnten sich die beiden Schwestern gegenseitig besuchen. Nach dem Studium möchte Sarah im Bereich Health Care Technology arbeiten und dafür vielleicht auch zurück nach Brasilien gehen.

Mehr Informationen:
Practical Research Experience Program der TUM

Sarah erklärt dem Probanden die virtuelle Bewegungsaufgabe: Mit dem Arm soll das Robotermanipulandum bewegt werden. (Foto: Uli Benz)
Sarah erklärt dem Probanden die virtuelle Bewegungsaufgabe: Mit dem Arm soll das Robotermanipulandum bewegt werden. (Foto: Uli Benz)
Durch eine Monitor-Spiegel-Konstruktion sieht der Proband den eigenen Arm nicht, sondern eine in die Bewegungsebene hineinprojizierte virtuelle Aufgabe. (Foto: Uli Benz)
Durch eine Monitor-Spiegel-Konstruktion sieht der Proband den eigenen Arm nicht, sondern eine in die Bewegungsebene hineinprojizierte virtuelle Aufgabe. (Foto: Uli Benz)
Sarah analysiert die experimentell erhobenen Bewegungstrajektorien auf das motorische Lernverhalten des Probanden. (Foto: Uli Benz)
Sarah analysiert die experimentell erhobenen Bewegungstrajektorien auf das motorische Lernverhalten des Probanden. (Foto: Uli Benz)

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