TUM - Aktuelles https://www.tum.de Aktuelle Meldungen der TU München de TUM Fri, 19 Jul 2019 13:51:42 +0200 Fri, 19 Jul 2019 13:51:42 +0200 Goldener Ehrenring für Staatspräsident a.D. Tony Tan https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35587/ Dr. Tony Tan habe die Ansiedlung der TUM in Singapur von Anfang an kräftig gefördert und so zur Erfolgsgeschichte der 2002 gegründeten TUM Asia Pte. Ltd. beigetragen, sagte Herrmann.

Dr. Tony Tan (geb. 1940) war von 2011 bis 2017 Präsident der Republik Singapur, nachdem er von 1995 bis 2005 in unterschiedlichen Ministerien das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten innehatte. Der an der National University of Singapore, dem MIT und der University of Adelaide ausgebildete Mathematiker und Ökonom schuf als Direktor der National Research Foundation (NRF) die Verbundforschungsstruktur CREATE, für die er seit 2010 internationale Spitzenuniversitäten zu gewinnen verstand (u.a. MIT, Berkeley, ETH Zürich, TUM, Hebrew University, Technion).

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Campus news-35587 Thu, 18 Jul 2019 15:19:52 +0200
„Es war das große Abenteuer der 60er-Jahre“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35584/ Herr Schreiber, wie sehr hat Sie die Mondlandung in Ihrer Jugend beeindruckt?

Es war nicht nur die Mondlandung als solches. Sondern mich haben vor allem die einzelnen Schritte, die zur Mondlandung geführt haben, wahnsinnig interessiert. Es war eine große technische Herausforderung. Zum Beispiel die Frage: Wie kann ich eine Rakete beschleunigen, um zum Mond zu gelangen? Damals waren die technischen Möglichkeiten noch begrenzt. Jeder Teilaspekt von diesem Megaprojekt hatte eine Menge Unwägbarkeiten. Es war das Super-Abenteuer, das man als Jugendlicher in den 60er-Jahren erleben konnte. Meine Geschwister, meine Klassenkameraden und ich waren mit Haut und Haaren dabei. Das hatte, glaube ich, auch Einfluss auf meine Berufswahl.

Was genau hat Sie so fasziniert?

Mir ging es vor allem um die Technik. Als Jugendlicher faszinierte mich der Aspekt, dass man sich außerhalb des normalen Lebensraums, also der Erde, bewegt und wie eine solche Mission realisiert werden kann. Nach dem Physik-Studium habe ich das Angebot bekommen, am Observatorium in Wettzell zu arbeiten. Und mich hat das Mondfieber wieder gepackt. Die Arbeit dort hat mit Laserentfernungsmessung zu tun, das hat mich sehr interessiert, aber es war vor allem die Herausforderung bei der Technik, die für mich der Treiber war.

Es gibt auch eine Verbindung von der Mondlandung zu den Laserentfernungsmessungen.

Um zu unterstreichen, dass keine militärische Motivation hinter der Mission steckte, gab es auch schon bei der ersten Mondlandung eine wissenschaftliche Komponente. Es waren im Wesentlichen zwei Experimente: Ein Seismometer, das Daten sammelt, welche Aufschluss über die Struktur und die Beschaffenheit des Mondes geben und ein Laserreflektor. Mittlerweile stehen auf dem Mond bereits fünf Reflektoren an sehr unterschiedlichen Stellen. Mithilfe der Reflektoren kann der Abstand von der Erde zum Mond sehr genau gemessen werden. Es reicht ja nicht, einfach nur mit dem Laser Pulse zum Mond zu senden, denn dann weiß ich nicht, von wo das Echo kommt, zum Beispiel vom Kraterboden oder von einem Berg. Und ich kann auch nicht sagen, ob ich heute die gleiche Stelle getroffen habe wie gestern. Bei einer Streckenmessung im Zentimeterbereich müssen der Anfangspunkt und der Endpunkt der Strecke ganz exakt bestimmt sein.

Wie funktioniert diese Messung genau?

Die Laserentfernungsmessung ist eine sehr elegante Technik, um Abstände über sehr große Distanzen zu messen. Das Prinzip ist einfach: Ich erzeuge kurze Laserpulse, die für eine bestimmte Zeit unterwegs sind, um zu dem Reflektor zu gelangen. Sie werden dort reflektiert und kommen auf dem gleichen Weg zurück. Ich kann am Boden sehr genau messen, wie lange sie unterwegs waren. Diese Zeit, circa 2,7 Sekunden, multipliziere ich mit der Lichtgeschwindigkeit, also etwa 300.000 Kilometer pro Sekunde. Da es sich um Hin- und Rückweg handelt, müssen wir das Ergebnis noch durch zwei teilen. Bevor ich diesen gemessenen momentanen Abstand verwenden kann, müssen noch einige Korrekturen, zum Beispiel für die Refraktion angebracht werden. Nach der ersten Mondlandung konnte man eine Messgenauigkeit im Bereich von Metern erreichen, heute liegt die Auflösung bei uns unter einem Zentimeter. Diese exakten Abstandsmessungen haben für die Bahnbestimmung, vor allem bei Satelliten, viele Vorteile.  

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Campus stefanie.reiffert@tum.de news-35584 Thu, 18 Jul 2019 14:00:00 +0200
Digitalen Wandel verstehen und gestalten https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35586/ Gemeinsam mit Wissenschaftsminister Bernd Sibler eröffnete der Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Prof. Thomas O. Höllmann gestern das BIDT. Das neue Institut soll tiefgreifende Auswirkungen des digitalen Wandels durch unabhängige Forschung vordenken und begleiten.

„Mit dem BIDT wollen wir einer von vielen befürchteten digitalen Spaltung entgegenwirken.”— Alexander Pretschner, Professor für Software & Systems Engineering an der TUM und Direktoriumsvorsitzender des BIDT

Interdisziplinäre Forschung, Beratung und gesellschaftlicher Austausch

Als Einrichtung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften wird das BIDT die maßgeblichen Forschungsgruppen in Bayern zum Thema „Digitaler Wandel“ zusammen bringen. Ausgewählt und abgestimmt werden diese vom BIDT-Direktorium, das von Alexander Pretschner, Professor für Software & Systems Engineering an der TUM, geleitet wird. In interdisziplinärer Zusammenarbeit erforschen die Teams Veränderungen in den Bereichen Politik und Gesellschaft, Wirtschaft und Arbeit sowie Medien und öffentliche Kommunikation durch die Digitalisierung. Ziel ist es, durch ein tiefreifendendes Verständnis Akteure zu befähigen, Digitalisierungsprozesse aktiv zu gestalten.

Neben den Forschungsaktivitäten des BDTI wird ein Think Tank für Entscheidungsträgerinnen und -träger in der Politik, für die Wissenschaft und weitere gesellschaftliche Akteure Informationen aus dem Bereich Digitalisierung bereitstellen. Darüber hinaus schafft das BIDT mit seiner Web-Präsenz, Veröffentlichungen und Veranstaltungen eine Interaktionsplattform für den gesellschaftlichen Austausch.

Agieren statt reagieren

„Aktives Gestalten bedarf einer rationalen Grundlage und keiner Panikmache. Dazu brauchen wir das Miteinander und die kollektive Intelligenz von Technikern, Juristen, Ökonomen, Politikwissenschaftlern, Soziologen, Philosophen und vielen anderen. Mit dem BIDT wollen wir einer von vielen befürchteten digitalen Spaltung entgegenwirken und die Gesellschaft ermächtigen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen sowie bewusst zu entscheiden, wie wir in Bayern, in Deutschland und in Europa in Zukunft leben wollen – anstatt auf die neuesten technischen Entwicklungen aus dem Silicon Valley nur zu reagieren,“ sagt Direktoriumsvorstand Pretschner.

Ein wichtiger Knoten im Netzwerk neuer Digitalisierungsinitiativen

Das neue Forschungsinstitut ist eng mit weiteren Digitalisierungsinitiativen vernetzt. Etwa mit dem Kompetenznetzwerk Künstliche Maschinelle Intelligenz, in dem neben der TUM und der Fraunhofer-Gesellschaft die LMU München, das Helmholtz-Zentrum München und das Leibniz-Rechenzentrum kooperieren. Die Gründung des BIDT hatte vergangenes Jahr der Bayerische Ministerrat in seiner Kabinettssitzung an der TUM beschlossen.

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Campus news-35586 Thu, 18 Jul 2019 12:41:41 +0200
Physiologie des Überlebens https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35580/ Überleben und Wachstum von Zellen sind zentrale Faktoren in biologischen Systemen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie Ulrich Gerland, Professor für die Physik komplexer Biosysteme an der TU München, versuchen daher zu verstehen, wie die molekularen Bestandteile zusammenspielen, um auch in Stresssituationen die Lebensfähigkeit eines Zellverbandes zu erhalten.

Dem Team um Ulrich Gerland ist es nun gelungen, zwei für das Überleben eines Bakteriums entscheidende Faktoren zu identifizieren: den Grundenergieverbrauch einer Zelle und die Menge an Energie, die die überlebenden Zellen pro toter Zelle aus der Nachbarschaft gewinnen können, also eine Art Effizienz im Recycling von Biomasse.

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Forschung battenberg@zv.tum.de news-35580 Wed, 17 Jul 2019 17:00:00 +0200
Mit Radaraugen dem Klimawandel auf der Spur https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35578/ „Die Arktis ist ein Hotspot des Klimawandels“, erklärt Prof. Florian Seitz vom Deutschen Geodätischen Forschungsinstitut der Technischen Universität München (TUM). „Durch die steigenden Temperaturen gehen die Gletscher Grönlands zurück, gleichzeitig schmilzt das Meereis. Milliarden Liter Schmelzwasser gelangen so jedes Jahr in den Ozean.“ Die enormen Süßwassermengen, die in der Arktis freigesetzt werden, lassen nicht nur den Meeresspiegel ansteigen, sondern haben auch das Potenzial, das weltweite System von Meeresströmungen und damit unser Klima zu verändern.

Doch wie schnell steigt der Meeresspiegel? Und welche Auswirkungen hat dies im Detail? Um diese Fragen beantworten zu können, brauchen Klimatologen und Ozeanographen konkrete Messwerte über einen möglichst langen Zeitraum.

Gemeinsam haben Forscher der Technischen Universität Dänemark (DTU) und der TUM nun die Meeresspiegeländerung in der Arktis über mehr als zwei Jahrzehnte flächendeckend dokumentiert. „Diese Studie basiert auf Radarmessungen aus dem Weltraum mittels sogenannter Altimeter-Satelliten und umfasst den Zeitraum von 1991 bis 2018. So haben wir den bisher vollständigsten und genauesten Überblick über die Veränderungen des Meeresspiegels im Arktischen Ozean erhalten. Diese Informationen sind wichtig, um den zukünftigen Meeresspiegel im Zusammenhang mit dem Klimawandel abschätzen zu können“, sagt Stine Kildegaard Rose, Ph.D., von der DTU.

Mit Algorithmen Wasser finden

„Die Herausforderung lag darin, in den Messdaten die Signale des Wassers zu finden. Radarsatelliten messen nur den Abstand zur Oberfläche: Weite Flächen der Arktis sind jedoch mit Eis bedeckt, welches das Meerwasser verdeckt“, erklärt Dr. Marcello Passaro. Der TUM-Forscher hat Algorithmen entwickelt, mit denen sich die Echos des Ozeans dort identifizieren und auswerten lassen, wo er durch Risse im Eis an die Oberfläche dringt. Radarsignale, die hier reflektiert wurden, geben Aufschluss auf die Höhe des Meeresspiegels.

„Mit Hilfe der homogenisierten und aufbereiteten Messungen können künftig Klimaforscher und Ozeanographen ihre Modelle überprüfen und verbessern”— Dr. Marcello Passaro, Forscher am Deutschen Geodätischen Forschungsinstitut der TUM

Mit Hilfe der Algorithmen gelang es Passaro 1,5 Milliarden Radarmessungen der Satelliten ERS-2 und Envisat aufzubereiten und zu homogenisieren. Das Team der DTU reprozessierte zusätzlich die Messwerte der aktuellen Radarmission CryoSat.

Vom Monatsmittel zum Klimatrend

Gemeinsam erstellten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für jeden Monat zwischen 1996 und 2018 eine Landkarte mit Gitterpunkten, welche die Höhe des Meeresspiegels anzeigt. Aus der Summe der Monatskarten lässt sich jetzt der langfristige Trend ablesen: Der Meeresspiegel in der Arktis stieg um durchschnittlich 2,2 Millimeter im Jahr.

Dabei gibt es erhebliche regionale Unterschiede: Innerhalb des Beaufort-Wirbels, nördlich von Grönland, Kanada und Alaska, stieg der Meeresspiegel doppelt so schnell als im Durchschnitt – um mehr als 10 Zentimeter in 22 Jahren. Der Grund: Hier sammelt sich das salzarme Schmelzwasser, gleichzeitig erzeugt ein steter Ostwind eine Strömung, die eine Durchmischung mit anderen Meeresströmungen verhindert. Entlang der Küste Grönlands hingegen sinkt der Meeresspiegel, an der Westküste sogar um mehr als 5 mm pro Jahr, weil durch das Abschmelzen der Gletscher die Gravitationskraft abnimmt.

„Mit Hilfe der homogenisierten und aufbereiteten Messungen können künftig Klimaforscher und Ozeanographen ihre Modelle überprüfen und verbessern“, resümiert Passaro.

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Forschung stefanie.reiffert@tum.de news-35578 Tue, 16 Jul 2019 10:00:00 +0200
Bauen um zu inspirieren https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35575/ Francis Kéré wurde in Burkina Faso geboren. Nach seinem Architekturstudium in Berlin gründete er 2005 das Büro Kéré Architecture und lehrte unter anderem an der University of Wisconsin Milwaukee und der Harvard Graduate School of Design. Mit der Kéré Foundation, seiner eigenen Stiftung, engagiert er sich für die Umsetzung nachhaltiger Architektur in seiner Heimatregion. Seine innovativen Entwürfe verbinden traditionelle Materialien mit modernen Bautechniken. Ein wichtiges Anliegen von Francis Kéré ist es, mittels Architektur nicht nur sehr gut funktionierende Räume zu schaffen, sondern Menschen durch die Bauten zu inspirieren.

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Termin a.schmidt@tum.de news-35575 Mon, 15 Jul 2019 10:23:26 +0200
„Wir wollen die Energiewende zum Verbraucher bringen“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35561/ Herr Hamacher, was ist ein Microgrid?

In Zukunft werden die passiven Verteilnetze, die den Strom zum Verbraucher bringen, zu aktiven Verteilnetzstrukturen umgebaut, den Microgrids. Diese organisieren durch die Schaffung neuer Marktstrukturen die Erzeuger, Speicher, flexiblen Verbraucher und Verbindungen zur übergeordneten Netzebene. Die Microgrids sind aber auch für die Bereitstellung von Netzdienstleistungen wie Frequenz- und Spannungshaltung verantwortlich. Da Microgrids aktive Elemente im Stromsystem sind, können sie die Regelung deutlich vereinfachen.

Wozu brauchen wir in Zukunft Microgrids?

Der starke Ausbau der erneuerbaren Energien verursacht zwei zentrale Probleme. Erstens: Wie können die Schwankungen der erneuerbaren Energien am besten integriert werden. Und zweitens: Wie können wir mehr Strom zum Verbraucher bringen, da die erneuerbaren Energien hauptsächlich Strom liefern und Strom auch effizienter genutzt werden kann. Beispiele für die neuen elektrischen Verbraucher sind Wärmepumpen für die Wärmeversorgung oder Elektroautos im Bereich der Mobilität. In beiden Fällen wird die Effizienz gesteigert, aber es wird insgesamt deutlich mehr Strom in den Häusern verbraucht. Die Hoffnung ist, dass die zusätzliche elektrische Leistung in das Microgrid ohne einen zusätzlichen Ausbau der Netzinfrastruktur möglich wird.

Was genau untersuchen Sie im neuen Labor?

Das Labor besitzt alle Elemente eines zukünftigen Microgrids, nur die Bewohner der Häuser fehlen. Wir untersuchen die Wechselwirkung zwischen Verbraucher und Energieerzeuger. Dabei simulieren wir vier Häuser und ein Mehrfamilienhaus, die unterschiedliche Heiztechniken nutzen. Als Heiztechnik kommt von konventionellen Gasbrennern über Blockheizkraftwerke bis zu Wärmepumpen alles zum Einsatz. Auch Wärmespeicher und eine kleines Nahwärmenetz können abgebildet werden. Diese Systeme haben wir im Labor nachgebaut. Damit bringen wir den erneuerbaren Strom mit der Wärmeversorgung zusammen. Wir wollen die Stromnutzung im gesamten Haushaltsbereich durchspielen. Auch die Ladestationen für Elektroautos, die sich vor unserem Gebäude, dem Zentrum für Energie und Information in Garching, befinden, werden in das System einbezogen. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Elementen kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden. Hier haben wir Kollegen mit entsprechendem Fachhintergrund mit in das Projekt einbezogen. Um ein solches Netz in Zukunft optimal zu betreiben, müssen gute Vorhersagen über das Verhalten der Nutzer und auch über das Wetter getroffen werden. Dabei werden Techniken der künstlichen Intelligenz eine Rolle spielen.

Von der Energiewende wird ja schon lange gesprochen, denken Sie, dass sie nun wirklich umgesetzt wird?

Wir haben nie aufgehört, daran zu arbeiten. Mit unserer Forschung wollen wir die Energiewende zum Verbraucher bringen. Um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, Deutschland bis 2050 klimaneutral zu machen, muss die Energiewende in den nächsten 20 Jahren umgesetzt werden. Wir wollen der Politik die nötigen Informationen liefern, um die Regulierung zu gestalten. Die Menschen müssen aber bereit sein, bei den Veränderungen mitzumachen. Der Energiesektor kann nicht über Nacht umgestellt werden. Das ist eine Aufgabe für Jahrzehnte. Dabei geht es nicht nur um die Regulierung, sondern es stellen sich auch Fragen wie: Wer übernimmt die technische Umsetzung? Wir brauchen Leute, die Elektrotechnik und Heizungsbau verbinden können. Hier müssen wir es schaffen, als Universität mit Bildungsauftrag einen Schritt weiterzugehen als wir es sonst tun. Und zwar nicht nur fähige Ingenieure auszubilden, sondern zum Beispiel auch Fortbildungsmöglichkeiten für Handwerker anzubieten.

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Campus stefanie.reiffert@tum.de news-35561 Fri, 12 Jul 2019 10:00:00 +0200
Was ist die perfekte Quantentheorie? https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35570/ Hund oder Katze? Die Unterscheidung ist ein Paradebeispiel für maschinelles Lernen: Künstliche neuronale Netzwerke können darauf trainiert werden Bilder zu analysieren, indem sie nach Mustern suchen, die auf bestimmte Objekte hindeuten. Hat das System diese Muster gelernt, erkennt es Hund oder Katze auf beliebigen Bildern.

Nach demselben Prinzip können neuronale Netzwerke auf radiologischen Aufnahmen Veränderungen im Gewebe aufspüren. Physiker nutzen die Methode jetzt, um Momentaufnahmen von Quantensystemen zu analysieren und herauszufinden, welche Theorie die dort beobachteten Phänomene am besten beschreibt.

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Forschung battenberg@zv.tum.de news-35570 Fri, 12 Jul 2019 07:00:00 +0200
Auszeichnung für soziales Design-Projekt https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35571/ Von der Laptop-Tasche bis zur Gartenbank – über den Online-Shop „Haftsache.de“ kann eine breite Palette an Design-Produkten mit besonderer Herkunft bestellt werden. Das gemeinsame Projekt „Haftsache“ des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz und der TUM soll Inhaftierte bei ihrer Wiedereingliederung unterstützen – und gleichzeitig Studierenden die Möglichkeit geben, unter realen Bedingungen zu lernen.

Design für Bildung und Beschäftigung im Vollzug

Mit der Herstellung der Produkte können Strafgefangene sich etwas dazu verdienen. Außerdem erfahren sie durch die handwerkliche Arbeit Wertschätzung und können die Zeit ihrer Haft sinnvoll nutzen. Besonders wichtig sei aber, dass diese Arbeit es den Inhaftierten ermögliche, eine Ausbildung abzuschließen, die nach der Haftstrafe eine gute Grundlage für eine neue Existenz sein könne, sagt Fritz Frenkler, Professor für Industrial Design an der TUM. Wer im Online-Shop eine „Haftsache“ kauft, leistet also einen Beitrag zur erfolgreichen Wiedereingliederung von Strafgefangenen.

Ein Studienprojekt unter realen Bedingungen

„Haftsache“ sei aber auch ein großer Zugewinn für seine Studierenden, so Frenkler. Ihre Design-Entwürfe mussten sie auf die Produktionsbedingungen in den Gefängniswerkstätten zuschneiden – und dabei eng mit den Inhaftierten zusammenarbeiten. So kamen die Studierenden in Kontakt mit Themen von gesellschaftlicher Relevanz und konnten unter realen Bedingungen üben, was für das Design von Produkten wichtig ist. Gestalterisch hatten sie viel Freiheit – die einzigen Vorgaben: Die Produkte müssen sich verkaufen lassen und aus möglichst natürlichen und hochwertigen Materialien bestehen.

Darüber hinaus eigneten sich die Studierenden wichtiges Grundwissen über Wirtschaft und Recht an, welches sie später im Beruf dringend benötigen: Da die Produkte tatsächlich produziert und im Online-Shop vertrieben werden, mussten sie sich beispielsweise mit dem Abschluss von Lizenzverträgen beschäftigen.

Design überzeugt Fachleute und Konsumentinnen und Konsumenten

Damit setzte „Haftsache“ sich beim diesjährigen Wettbewerb des Münchner Instituts für Universal Design gegen mehr als 70 Konkurrenten durch. Die eigens geschaffene Marke überzeugte sowohl eine Fachjury als auch eine 90-köpfige Konsumentengruppe. Mit den beiden Awards UNIVERSAL DESIGN EXPERT 2019 und UNIVERSAL DESIGN CONSUMER 2019 werden die generationsübergreifende, breite, einfache und intuitive Nutzbarkeit der Produkte ausgezeichnet. Dass allein 2017 rund 5.000 Design-Objekte über den Online-Shop bestellt wurden, bestätigt die Überzeugungskraft von Frenklers Design unter realen Marktbedingungen.

Stellvertretend für die Gestalterinnen und Gestalter und aller weiteren am Projekt Beteiligten nahm der Bayerische Staatsminister der Justiz Georg Eisenreich die Auszeichnungen bei einer feierlichen Preisverleihung im Vorhoelzer Forum der TUM entgegen.

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Campus lisa.pietrzyk@tum.de news-35571 Thu, 11 Jul 2019 13:44:47 +0200
Erfolgreiches T-Zell-Engineering mit Genschere https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35559/ Es gibt zwei Möglichkeiten der T-Zell-Therapie: Entweder erhält ein Empfänger Zellen von einem Spender oder die eigenen T-Zellen werden entnommen, im Labor genetisch neu programmiert und zum Beispiel gegen eine bestehende Infektion oder einen Tumor gerichtet. Während die erste Methode in klinischen Modellen schon erfolgreich ist, treten bei der Neuprogrammierung der T-Zellen noch Probleme auf.

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Forschung vera.siegler@tum.de news-35559 Thu, 11 Jul 2019 13:26:00 +0200
Neuer Lehrstuhl im Schnittfeld von IT und Jura https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35569/ Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche führt zu völlig neuen juristischen Herausforderungen. Die Rechtsordnung muss die technischen Entwicklungen nicht nur berücksichtigen, Technologien ermöglichen bereits eine automatisierte Rechtsdurchsetzung. Mit der Berufung des Juristen Dirk Heckmann zum Professor für Recht und Sicherheit der Digitalisierung eröffnet die TUM jetzt ein neues Feld in der Forschung zur Digitalisierung und setzt dabei konsequent auf die Verschränkung der Sozial- und Technikwissenschaften. Mit diesem fachübergreifenden Ansatz will sie dazu beitragen, den gesellschaftlichen Wandel durch rasante technologische Entwicklung zu verstehen und verantwortungsbewusst zu gestalten.

Dirk Heckmann ist ein ausgewiesener Spezialist für das Datenschutzrecht, das IT-Sicherheitsrecht, E-Government und Rechtsinformatik. Seine Forschungsarbeit dient seit vielen Jahren der Rechtsgestaltung für einen menschenwürdigen und dem Gemeinwohl dienenden digitalen Wandel, etwa in den Bereichen Persönlichkeitsschutz im Internet oder Digitalisierung des Gesundheitswesens. Heckmann, bislang Professor für Öffentliches Recht, Sicherheitsrecht und Internetrecht an der Universität Passau, wird seine Professur an der TUM am 1. Oktober 2019 antreten. Als nebenamtlicher Verfassungsrichter am Bayerischen Verfassungsgerichtshof und Botschafter für Verbraucherbelange im Zentrum Digitalisierung Bayern widmet sich Heckmann besonders dem Grundrechtsschutz der Bürgerinnen und Bürger. Er war Mitglied der Ethikkommission des Bundesverkehrsministeriums zum Autonomen und Vernetzten Fahren und wurde 2018 in die Datenethikkommission der Bundesregierung berufen. Er ist zudem Direktor im Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt).

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Campus paul.hellmich@tum.de news-35569 Thu, 11 Jul 2019 09:00:00 +0200
Boltzmann-Medaille für Herbert Spohn https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35564/ Gestern erhielt TUM Emeritus of Excellence Herbert Spohn in Buenos Aires, Argentinien, als erster Deutscher die Boltzmann-Medaille der Internationalen Union für Reine und Angewandte Physik (IUPAP). Die Boltzmann-Medaille wird alle drei Jahre an herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich der statistischen Physik verliehen, die noch nicht den Nobelpreis erhalten haben.

Spohn war von 1998 bis zu seiner Emeritierung 2012 Ordinarius für Angewandte Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistische Physik an der Fakultät für Mathematik der Technischen Universität München (TUM). Seine Arbeiten werden durch Fragen aus der Physik motiviert, insbesondere der Elektrodynamik, der Quantenmechanik und dem Kristallwachstum. Vor allem widmet er sich Vielteilchensystemen und deren thermodynamischen Grenzfällen, asymptotischen Entwicklungen dieser Systeme und dem Einfluss zufälliger Störungen. Bekanntheit erlangte Herbert Spohn durch seine Arbeiten zur mikroskopischen Herleitung der Boltzmann-Gleichung und zum hydrodynamischen Limes wechselwirkender stochastischer Teilchensysteme. Mit der Boltzmann-Medaille wurde Spohn aufgrund seiner sehr umfangreichen und einflussreichen Arbeit zur statistischen Beschreibung von Nichtgleichgewichtssystemen geehrt.

1993 erhielt Spohn den Max-Planck-Forschungspreis, 2011 den Dannie-Heinemann-Preis für mathematische Physik und den Leonard Eisenbud Prize der American Mathematical Society, 2014 die Georg-Cantor-Medaille, 2015 den Henri-Poincaré-Preis und 2017 die Max-Planck-Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

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Campus lisa.pietrzyk@tum.de news-35564 Wed, 10 Jul 2019 15:41:00 +0200
Tanzende Roboter, Satellitenbilder und Insektenhotels https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35563/ Die TUM ist zwischen Museen mitten im Münchner Kunstareal zu Hause. Zum vierten Mal laden die Einrichtungen des Quartiers zu einem zweitägigen Fest ein. Die TUM ist mit den folgenden Programmpunkten dabei:

Rundgang „Bauten und künstlerische Ausgestaltung der TUM“

Beim Rundgang über das Stammgelände der TUM gibt es viele spannende Geschichten und Details zu den Bauten von der Gründung 1868 bis zur Gegenwart zu entdecken, zum Beispiel die Reste des im Krieg zerstörten Neureutherbaus oder Gangways, die aus dem Flughafen Riem stammen.

Samstag, 13. Juli, 11 bis 12.30 Uhr: Anmeldung (die Platzzahl ist begrenzt)
Sonntag, 14. Juli, 11 bis 12.30 Uhr: Anmeldung (die Platzzahl ist begrenzt)

Kinder- und Jugendbaustelle: „Insektenhotel – Bauen mit Holz“

Wie ist Holz beschaffen und was kann man damit bauen? Das erfahren Kinder und Jugendliche spielerisch, indem sie gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Professur für Entwerfen und Holzbau sägen, hämmern und leimen. Die fertigen Insektenhotels werden im Anschluss an verschiedenen Orten der Stadt in Betrieb gehen.

Sonntag, 14. Juli, 14 bis 17 Uhr, Anmeldung (die Platzzahl ist begrenzt)
Stand der TUM, Gabelsbergerstraße

Roboter tanzen im Museum

Hightech im Kunstmuseum: Der kleine humanoide Roboter Nao zeigt in der Pinakothek der Moderne sein Können. Er tanzt, spielt Fußball und kann sogar auf Fragen antworten. Am Lehrstuhl für Kognitive Systeme wird der Roboter vor allem in der Lehre eingesetzt.

Sonntag, 14. Juli, von 10 bis 17 Uhr, jeweils zur vollen Stunde.
Foyer der Pinakothek der Moderne
Barer Str. 40, 80333 München
Keine Anmeldung nötig, Eintritt frei

Ausstellung: Der blaue Planet von oben

Satellitenbilder zeigen die Welt wie sie ist – und noch mehr als das bloße Auge in der sichtbaren Landschaft erkennen kann. Die vom Lehrstuhl für Hydrologie und Flussgebietsmanagement gestaltete Ausstellung macht die versteckte Schönheit von hydrologischen Untersuchungsgebieten sichtbar.

Samstag, 13. Juli, 10 bis 16 Uhr sowie Sonntag 14. Juli, 11 bis 16 Uhr
Vorhoelzer Forum, Arcisstr. 21
TUM-Hauptgebäude, 5. OG, Südflügel

Workshop „Actions of Participation“

Architektur zum Mitmachen – wie funktioniert das? In einem Workshop des Lehrstuhl für Architectural Design and Participation bezieht ein „Stadtmöbel“ die Community mit ein. Die Ergebnisse inspirieren zukünftige architektonische und urbane Strategien für das Kunstareal.

Sonntag, 14. Juli, ganztätig
Stand der TUM, Gabelsbergerstraße

pflücken: Erinnerungen gestalten Räume

Die Initiative „pflücken“ fördert zwischenmenschliche Beziehungen über das Medium der Architektur und öffnet das System Altenheim für das Außen: Über ihre Erinnerungen gestalten alte Menschen räumliche Interventionen und realisieren sie generationenübergreifend in ihrer Umgebung.

Samstag, 13. Juli, 11 bis 15 Uhr
Sonntag, 14. Juli, 11 bis 15 Uhr
Vor dem Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst

Kunstaktion „Porträt“

Während eines Picknicks auf der Pinakothekenwiese geben Studierende vom Lehrstuhl für Bildende Kunst Einblicke in ihre Arbeiten zum Thema Porträt: Image, Profil und Identität. So etwa ein Porträt der Fakultät für Architektur mithilfe einer Zitatensammlung. Besucherinnen und Besucher sind außerdem dazu eingeladen, auf besondere Art ihr eigenes Porträt zu zeichnen.

Samstag, 13. Juli, 13 bis 16 Uhr
Pinakothekenwiese

Performance: Mit zeitgenössischem Tanz städtische Räume gestalten

In der Performance „transposition“ interagieren die Tänzer und Tänzerinnen durch Klang und Bewegung mit den umliegenden architektonischen Räumen. Die Performances dauern jeweils 45 Minuten.

Samstag, 13. Juli, 17.30 Uhr
Sonntag, 14. Juli, 15.30 Uhr
Eingang Pinakothek der Moderne

Achtung! Die Programmpunkte “Baue dein Spiel für zuhause” und “Wie funktioniert ein Stromkreislauf?” entfallen.

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Termin lisa.pietrzyk@tum.de news-35563 Tue, 09 Jul 2019 12:01:20 +0200
Das Erbe der Bretton-Woods-Konferenz https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35562/ Während das vor 75 Jahren bei der Konferenz von Bretton Woods im US-Bundesstaat New Hampshire beschlossene Währungssystem gut 30 Jahre später zusammenbrach, haben sich zwei damals geschaffene Einrichtungen zu einflussreichen Akteuren der Weltpolitik entwickelt: die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF). Beide prägen das internationale Geschehen stärker, als bei ihrer Gründung abzusehen war.

Eugénia da Conceição-Heldt, Professorin für European and Global Governance und Gründungsdekanin der TUM School of Governance ist Herausgeberin eines Sonderbands des „Review of International Political Economy“ zum 75. Jahrestag der Konferenz. In zwei Beiträgen untersucht sie mit ihren Co-Autoren, wie sich Weltbank und IWF verändert haben und auf welche Weise sie neue Institutionen prägen.

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Forschung paul.hellmich@tum.de news-35562 Tue, 09 Jul 2019 11:00:00 +0200
Weitblick für das autonome Fahren https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35558/ Autos, die selbstständig unterwegs sind, müssen ihre Umgebung erkennen können, vor allem den Abstand zu anderen Objekten. Dafür wird in der Entwicklung des autonomen Fahrens größtenteils die Lasersensorik Lidar eingesetzt. Das Problem: Bisherige Technologien sind für die Serienfertigung entweder sehr teuer oder zu unpräzise. Denn der Laser muss permanent einen weiten Bereich abtasten, weshalb ein recht großes und mechanisch komplexes System mit einer Vielzahl von beweglichen Teilen notwendig ist, die den Laser in die verschiedenen Richtungen abstrahlen.

Ein Team aus Wissenschaftlern und Absolventen der Technischen Universität München (TUM) hat deshalb einen Lidar-Sensor entwickelt, der sowohl leistungsfähig ist als auch kostengünstig produziert werden kann. Die Entwickler setzen Silizium ein, um einen Spiegel mit einer komplexen Mikrostruktur zu erzeugen, der ein sehr weites Blickfeld abdecken kann. „Damit machen wir den aufwendigen Aufbau der herkömmlichen Systeme überflüssig“, sagt der Robotik-Experte Dr. Florian Petit.

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Entrepreneurship klaus.becker@tum.de news-35558 Tue, 09 Jul 2019 10:30:00 +0200
Virtuell planen, effizienter bauen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35557/ „Digitale Methoden im Bauwesen können den Zeitaufwand und die Kosten bei Bauprojekten drastisch verringern“, erklärt Prof. André Borrmann vom Lehrstuhl für Computergestützte Modellierung und Simulation. „Auf der technischen Seite konnten hier in den vergangenen Jahren viele Fragen gelöst werden.“ Die größte Herausforderung liege nun in der organisatorischen Umsetzung in der sehr fragmentierten Baubranche. In der Regel ist eine Vielzahl unterschiedlicher Unternehmen an einem Projekt beteiligt. Dazu kommt, dass viele rechtliche Vorgaben eingehalten werden müssen. „Es gibt hier einen starken Bedarf nach Standards“, erklärt Borrmann. „Der Impuls muss daher vom Bund als wichtigster Auftraggeber im Bauwesen kommen.“

Um die Digitalisierung der Baubranche zu fördern, haben das Verkehrsministerium und das Bauministerium ein nationales BIM-Kompetenzzentrum auf den Weg gebracht. Damit fördert die Bundesregierung die Digitalisierung des Bauwesens mit insgesamt 10 Millionen Euro. Das Kompetenzzentrum soll als zentraler Ansprechpartner fungieren und die notwendigen Entwicklungen koordinieren und vorantreiben.

Der TUM-Lehrstuhl für Computergestützte Modellierung und Simulation ist Teil eines Konsortiums aus 19 Partnern, die den Zuschlag für die Planung und Betrieb des Kompetenzzentrums erhalten haben. Borrmann: „Wir haben in den letzten Jahren eine umfassende Expertise in der modellgestützten Planung und Ausführung von Bauprojekten sowie der Entwicklung von Datenaustauschstandards gesammelt. Diese bringen wir nun gerne im Kompetenzzentrum ein.“

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Campus stefanie.reiffert@tum.de news-35557 Mon, 08 Jul 2019 10:48:28 +0200
„Augen“ für den Autopiloten https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35553/ Auf großen Flughäfen ermöglicht das Instrumentenlandesystem (ILS) die präzise automatische Landung von Verkehrsflugzeugen. Antennen senden Funksignale an den Autopiloten, um ihn sicher auf die Landebahn zu navigieren. Momentan werden außerdem Verfahren entwickelt, mit denen eine automatische Landung über GPS-Verfahren möglich ist. Auch hier wird ein bodengestütztes Ergänzungssystem benötigt.

Für die allgemeine Luftfahrt auf kleineren Flughäfen stehen diese Systeme nicht zur Verfügung. Ein Problem bei schlechter Sicht – die Flugzeuge können in diesem Fall nicht fliegen. „Aber gerade für zukünftige Aufgaben der Luftfahrt ist eine automatische Landung essentiell“, sagt Martin Kügler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Flugsystemdynamik der TUM. Etwa für den Fall, dass automatisierte Flugzeuge Fracht transportieren sollen, und natürlich wenn Passagiere automatisierte Flugtaxis nutzen.

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Forschung stefanie.reiffert@tum.de news-35553 Thu, 04 Jul 2019 10:13:00 +0200
Aktivität von Brennstoffzellen-Katalysatoren verdoppelt https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35554/ Statt aus Batterien könnten auch Brennstoffzellen den Strom für Elektroautos liefern. Sie verbrennen Wasserstoff – ein Gas, das beispielsweise aus überschüssigem Strom von Windkraftwerken erzeugt werden könnte. Allerdings ist das in Brennstoffzellen verwendete Platin selten und extrem teuer, was die Einsatzmöglichkeiten bislang stark einschränkte.

Ein Forschungsteam der TU München um Roland Fischer, Professor für Anorganische und Metallorganische Chemie, Aliaksandr Bandarenka, Professor für Physik der Energiewandlung und -speicherung und Alessio Gagliardi, Professor für Simulation von Nanosystemen zur Energieumwandlung, hat nun die Größe der Platin-Partikel so optimiert, dass sie doppelt so leistungsfähig sind wie die besten derzeit kommerziell verfügbaren Verfahren.

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Forschung battenberg@zv.tum.de news-35554 Wed, 03 Jul 2019 09:06:35 +0200
Das Geheimnis der Pilzfarben https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35550/ In der Natur erfüllen bestimmte Farben und Muster meist einen Zweck: Der Feuersalamander signalisiert seinen Feinden mit seiner auffälligen Zeichnung, dass er giftig ist, eine rote Kirsche soll Vögel anlocken, die diese fressen und damit den Samen weiterverbreiten. Andere Tiere wie das Chamäleon dagegen schützen sich mit Tarnfarben vor der Entdeckung durch Fressfeinde.  

Aber auch das Klima spielt bei der Färbung eine Rolle: Besonders Insekten oder Reptilien sind in kälteren Klimazonen dunkler gefärbt. Die wechselwarmen Tiere sind bei der Regulierung ihrer Körpertemperatur auf die Außentemperatur angewiesen. Durch die dunkle Färbung können sie die Wärme schneller aufnehmen. Derselbe Mechanismus könnte auch bei Pilzen eine Rolle spielen, vermuteten die Forscher um Franz Krah, der seine Doktorarbeit zu diesem Thema an der TUM verfasst hat und Dr. Claus Bässler, Mykologe an der TUM und Mitarbeiter im Nationalpark Bayerischer Wald. Denn auch Pilze könnten von der Sonnenenergie profitieren, um sich besser fortzupflanzen.

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Forschung stefanie.reiffert@tum.de news-35550 Tue, 02 Jul 2019 10:05:21 +0200
„Take-off“ der Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35548/ Miniaturisierung, Hochleistungsantriebe und -werkstoffe, Additive Fertigungsverfahren und Künstliche Intelligenz konvergieren in den neuen Herausforderungen der Luft- und Raumfahrt mit der Geodäsie als Klammerfunktion. Als Folge stehen gesellschaftsverändernde Umbrüche bevor: Reisen mit dem Flugtaxi, extrem genaue Erfassung von Klimaveränderungen und Satellitenschwärme, die eine lückenlose Internetverbindung ermöglichen. Neue Geschäftsmodelle mit neuen Wertschöpfungsketten lassen grundlegend veränderte Wirtschaftsstrukturen erwarten.

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Campus presse@tum.de news-35548 Mon, 01 Jul 2019 12:16:00 +0200
Innovative Materialien mit Carbonfasern aus Algen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35546/ Herstellungsverfahren, die mehr Kohlendioxid (CO2) verbrauchen als sie selbst freisetzen, stuft der aktuellste Weltklimareport (IPCC Special Report on Global Warming of 1.5 °C) als wichtige Option ein, den Klimawandel doch noch in den Griff zu bekommen.

Ziel des heute gestarteten Projekts mit dem Titel „Green Carbon“ ist es, auf Algenbasis Herstellungsverfahren für Polymere und carbonfaserbasierte Leichtbaumaterialien zu entwickeln, die beispielsweise in der Flug- und Automobilindustrie eingesetzt werden können.

Begleitet wird die Entwicklung der unterschiedlichen Prozesse von technologischen, ökonomischen und Nachhaltigkeitsanalysen. Die Forschungsarbeiten der TU München fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 6,5 Mio. Euro.

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Forschung battenberg@zv.tum.de news-35546 Mon, 01 Jul 2019 07:00:00 +0200
Immer der Reihe nach https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35540/ Immer mehr Menschen werden mit mehreren verschiedenen Medikamenten behandelt. Oftmals müssen sie die Mittel in festen Zeitabständen anwenden, was den Alltag kompliziert macht und die Gefahr in sich birgt, dass einzelne davon vergessen werden.

Oliver Lieleg, Professor für Biomechanik und Mitglied der Munich School of BioEngineering an der TUM, und Doktorandin Ceren Kimna haben nun ein Verfahren entwickelt, das Grundlage von Präparaten werden könnte, die verschiedene Wirkstoffe enthalten und diese im Körper absolut zuverlässig in einer vorgegebenen Reihenfolge und zu festgelegten Zeitpunkten abgeben. „So könnte zum Beispiel eine Salbe, die auf eine Operationswunde aufgetragen wird, Schmerzmittel, Entzündungshemmer und abschwellend wirkende Mittel nacheinander freisetzen“, erklärt Oliver Lieleg.

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Forschung paul.piwnicki@tum.de news-35540 Fri, 28 Jun 2019 10:00:00 +0200
Hochschulwahlen am 2. Juli 2019 https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35534/ Campus news-35534 Wed, 26 Jun 2019 08:53:00 +0200 Gymnasium in der Universität: 10 Jahre TUM-Kolleg https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35537/ Ein Tag in der Woche ist „TUM-Tag“. Dann tauschen jeweils rund 15 ausgewählte Schülerinnen und Schüler des Gautinger Otto-von-Taube-Gymnasiums und des Garchinger Werner-Heisenberg-Gymnasiums ihr Klassenzimmer gegen Labor und Uni-Bibliothek. In den ersten Monaten der Oberstufe lernen sie die Themen der TUM-Fakultäten kennen und arbeiten sich mit Übungen in die Methoden der verschiedenen Fächer ein. Dann tauchen sie selbst in die Wissenschaft ein: Ein ganzes Jahr lang bearbeiten sie eine Forschungsfrage, die sie gemeinsam mit einem Lehrstuhl entwickelt haben. Sie recherchieren die wissenschaftliche Literatur, führen Experimente aus, interpretieren die Ergebnisse und schreiben ein Studienpapier.

Forschungsthemen waren beispielsweise die „Interaktion zwischen Zellbestandteilen von Mikroalgen und magnetischen Nanopartikeln“, die „Simulation der Temperaturverhältnisse am Südpol des Mondes“ und die „max-plus Algebra in algebraischen Strukturen und der Spektralanalyse“.

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Campus klaus.becker@tum.de news-35537 Tue, 25 Jun 2019 17:30:00 +0200
TUM Presidential Entrepreneurship Award für Scintomics https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35536/ Bereits seit 2006 vertreibt und installiert Scintomics vollautomatisierte Produktionssysteme für etablierte Radiopharmaka in klinischen Einrichtungen weltweit. In den letzten Jahren dringt das Unternehmen zunehmend auch in den pharmazeutischen Sektor vor. Dies gelingt Scintomics durch hoch-innovative Radio-Diagnostika und Therapeutika, die größtenteils an der TUM entwickelt und patentiert wurden. Scintomics begleitet somit den gesamten Prozess, von der Produktion bis zur Zulassung neuer Radiopharmaka. Auch die fachlichen Voraussetzung des interdisziplinären unternehmerischen Ansatzes haben ihren Ursprung an der TUM: Gründer Prof. Hans-Jürgen Wester ist Inhaber des Lehrstuhls für Pharmazeutische Radiochemie an der TUM, während Geschäftsführerin Saskia Kropf an der TUM Maschinenwesen studiert hat.

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Entrepreneurship a.schmidt@tum.de news-35536 Tue, 25 Jun 2019 10:42:39 +0200