Stipendiatin Katharina Kollenda
In der studentischen Fachschaft engagiert: Katharina KollendaBild: Mohammadpour/TUM

Katharina Kollenda: "Mein Studium mitgestalten"

Katharina Kollenda studiert Ingenieurwissenschaften an der Munich School of Engineering (MSE). Seit April 2013 wird die gebürtige Münchnerin mit dem Deutschlandstipendium gefördert. Im Interview erzählt sie unter anderem von ihrem Engagement in der Fachschaft – und warum sie den Einsatz in studentischen Organisationen nur weiterempfehlen kann.

Warum studieren Sie Ingenieurwissenschaften?

Katharina Kollenda: Allemeine Ingenieurwissenschaften an der MSE bieten mir ein breites, naturwissenschaftlich-technisches Grundlagenstudium. Wir erlernen Herangehensweisen an Problemstellungen aus verschiedenen Blickwinkeln, von Professoren unterschiedlicher Disziplinen. Das ist anspruchsvoll – und ideal als Vorbereitung für interdisziplinäre Berufe. Außerdem werden wir gut betreut und können Vieles mitgestalten. Und mich hat gereizt, dass ein großer Teil der Vorlesungen auf Englisch gehalten wird.

Und später…?

Katharina Kollenda: Mich interessiert vor allem die Energietechnik. Ich möchte mich in Richtung elektrische Energieversorgung spezialisieren und auch einen Master in dieser Richtung machen. Deswegen ist für mich die Förderung durch Siemens Energy auch eine besondere Chance, potentielle Berufsfelder besser kennenzulernen.

Wie studiert es sich an der TUM?

Katharina Kollenda:
Ich persönlich fühle mich an der TUM sehr wohl und genieße meinen Studienalltag! Man fällt als Frau in einer technischen Fachrichtung zwar noch immer auf, aber man sollte sich dadurch nicht in seiner Studienwahl beeinflussen lassen. Ich kann angehende Studentinnen also nur ermutigen, sich auch für ein Ingenieurstudium zu entscheiden. Die TUM bietet mir, genauso wie jedem ihrer Studierenden, viele Möglichkeiten, mich weiter zu entwickeln. Sei es im Studium oder in meiner Persönlichkeit.

Wie haben Sie denn vom Deutschlandstipendium erfahren?

Katharina Kollenda: Ich habe von Kommilitonen an der TUM und durch Flyer vom Programm erfahren. Dann habe ich mich auf der Webseite informiert und mich mit Stipendiaten unter­halten. Als ich beschlossen hatte, mich zu bewerben, war ich sehr dankbar für das schnelle und unkomplizierte Onlineverfahren. Die Zusage habe ich mitten in der Prü­fungs­vor­be­rei­tung erhalten – das war ein ganz besonderer  Motivationsschub!

Was erwarten Sie als neue Stipendiatin?

Katharina Kollenda: Ich bin gespannt auf die Urkundenverleihung und freue mich darauf, Mitarbeiter meines Förderers Siemens Energy kennenzulernen. Es wäre toll, als Stipendiatin Einblicke ins Unternehmen zu bekommen, vielleicht sogar einen persönlichen Ansprechpartner dort zu haben. Und ich hoffe sehr, es ergibt sich auch ein reger Austausch unter den Stipendiaten!

Was denken Sie bisher über das Programm und die Auswahlkriterien?

Katharina Kollenda: Ich finde es richtig, dass an der TUM auch das ehrenamtliche Engagement der Studierenden im Auswahlverfahren wertgeschätzt wird. Denn den persönlichen Einsatz der Mitglieder für ihre Gemeinschaft halte ich für besonders wichtig. Als Leiterin der Fachschaft MSE möchte ich meinen Teil zu einer guten Studienzeit für meine Kommilitonen und mich beitragen.

Und wie sieht Ihr Engagement in der Fachschaft genau aus?

Katharina Kollenda: Seit drei Semestern bin ich Fachschaftsleiterin bei der MSE und verantwortlich für die Arbeit und Ausrichtung der Fachschaft. Ich möchte mein Studium aktiv mitgestalten und die Studieren­denvertretung bietet mir dazu die besten Möglichkeiten. Wir organisieren Aktivitäten, die für  Zusam­men­halt unter den Studierenden sorgen und vertreten deren Interessen in Hochschulgremien. Damit leisten wir unseren Beitrag zum Leben an der TUM. Ich würde mir wünschen, dass sich noch mehr Leute einbringen, denn die Arbeit in der Studierendenvertretung macht auch unglaublich viel Spaß. Im Team neue Ideen zu entwickeln und gemeinsam umzusetzen, aber auch persönliche Kontakte zu Professoren und Mitarbeitern der TUM zu knüpfen, finde ich spannend. Die eigene Uni mal aus deren Blickwinkeln zu sehen, ist eine große Bereicherung.

(Interview: Lilian Mohammadpour, Juni 2013)