TUM - Aktuelles https://www.tum.de Aktuelle Meldungen der TU München de TUM Sat, 24 Oct 2020 15:26:52 +0200 Sat, 24 Oct 2020 15:26:52 +0200 Gut informiert, weniger engagiert https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36266/ Wie stark setzen sich Jugendliche mit globalen Themen wie Armut, Klimawandel oder Migration auseinander? Verstehen und wertschätzen sie andere kulturelle Sichtweisen? Setzen sie sich für das kollektive Wohlbefinden und eine nachhaltige Entwicklung ein?

Um herauszufinden, welche Einstellungen und Interessen Jugendliche zu diesen Fragen haben und wie sie ihr Wissen und ihre eigene Wirksamkeit selbst einschätzen, wurde die jüngste PISA-Studie erstmals mit einem Fragebogen zum Thema „Global Competence“ ergänzt. In Deutschland beantworteten rund 3.800 15-jährige Schülerinnen und Schülern im Frühjahr 2018 die Fragen. Lehrerinnen und Lehrer bekamen einen weiteren Fragebogen. Die Fragen wurden in insgesamt 66 Staaten bearbeitet, darunter in 27 Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die die Studie koordiniert.

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Forschung klaus.becker@tum.de news-36266 Thu, 22 Oct 2020 11:00:00 +0200
Stärkung der Neutronenforschung in Garching https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36265/ Dank ihrer besonderen Eigenschaften liefern Neutronen wichtige Erkenntnisse für viele Wissenschaftsbereiche, von der Biologie über Chemie und Physik bis zu den Geo-, Ingenieur- oder Materialwissenschaften. Damit trägt die Neutronenforschung direkt zur Lösung grundlegender Fragestellungen unserer Gesellschaft bei. Der FRM II gehört zu den wenigen Hochflussneutronenquellen für Forschungszwecke und zur Radioisotopenproduktion in Europa.

Angeführt von der Technischen Universität München, dem Forschungszentrum Jülich und dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht haben sich unter dem organisatorischen Dach des Heinz Maier-Leibnitz Zentrums (MLZ) Einrichtungen der Neutronenforschung zusammengeschlossen, um in Garching Forschungs- und Ausbildungsmöglichkeiten weiter auszubauen, sodass Deutschland auch zukünftig zu den weltweit führenden Nationen in der Neutronenforschung zählt. 

Derzeit arbeiten über 400 Menschen an MLZ und FRM II. Sie nutzen 27 wissenschaftliche Instrumente, sechs weitere sind im Bau. Da die Instrumente nur mit fachkundigen Operateurinnen und Operateuren betrieben werden können, wächst auch die Zahl der Mitarbeitenden kontinuierlich. Hinzu kommen jährlich bis zu 1.200 Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, davon über 50 Prozent aus dem Ausland, die ebenfalls Experimentier- und Büroflächen benötigen.

Die beiden neuen Gebäude erfüllen nun den stark gestiegenen Raumbedarf. Der südliche Bau entstand im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich und des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Das nördliche Gebäude entstand im Auftrag der Bayerischen Staatsregierung für die TUM. Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt rund 38 Millionen Euro. Die Projektleitung lag beim Staatlichen Bauamt Rosenheim.

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Campus andreas.battenberg@tum.de news-36265 Thu, 22 Oct 2020 08:58:00 +0200
Auf dem Weg zur europäischen Innovationsmetropole https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36262/ Die TUM und ihr An-Institut UnternehmerTUM, das Zentrum für Innovation und Gründung, haben bereits eine einzigartige Erfolgsgeschichte geschrieben: Mehr als 70 Technologie-basierte Start-ups werden hier jedes Jahr gegründet. Nun wollen die Partner ihre Entrepreneurship-Aktivitäten auf ein neues Niveau heben und ganze Deep-Tech-Familien von potentialreichen Unternehmensgründungen auf zukunftsfähigen Technologiefeldern fördern.

Mit den TUM Venture Labs schaffen sie Innovationszentren, die weltweit wettbewerbsfähige Bedingungen für Gründerinnen und Gründer in je einem interdisziplinären Themengebiet bieten. Dazu bündeln die TUM Venture Labs herausragende Expertisen aus der Spitzenforschung, des Venturings und des Managements. Die unternehmerischen Talente arbeiten im unmittelbaren Umfeld der Wissenschaft und können Fachexpertisen, Netzwerke und Infrastruktur am Campus nutzen, um ihre Gründung vorzubereiten.

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Entrepreneurship news-36262 Wed, 21 Oct 2020 11:30:00 +0200
Wie das Virus in die Zellen gelangt https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36258/ Wie stark sich ein Virus verbreitet, hängt davon ab, wie ansteckend es ist. Das dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 verwandte Virus SARS-CoV führte 2003 beispielsweise zu einem viel kleineren Ausbruch als es bei der aktuellen Covid-19-Pandemie der Fall ist. Möglicherweise war SARS-CoV weniger ansteckend, weil die Infektion hauptsächlich die unteren Atemwege betraf. Bei Covid-19 sind hingegen auch die oberen Atemwege einschließlich der Nasenschleimhaut infiziert. Viren werden leichter ausgestoßen, etwa beim Niesen, und breiten sich schnell aus. Warum die beiden verwandten Viren sich unterscheiden, untersuchten Forschende der TUM, des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), der Universitätsmedizin Göttingen und der Universität Helsinki.

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Covid-19 Forschung lisa.pietrzyk@tum.de news-36258 Tue, 20 Oct 2020 16:00:00 +0200
Neue Ausgabe des eGovernment MONITOR https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36259/ Eine der größten Barrieren für die Nutzung aus der Vergangenheit ist nahezu überwunden: Das Bewusstsein für digitale Verwaltungsangebote steigt kontinuierlich, fast alle Internetnutzerinnen und -nutzer kennen mindestens einen Dienst (DE: 97% / AT: 99% / CH: 96%).

Am bekanntesten sind die Suche nach Informationen, das Herunterladen von Formularen zur Vorbereitung/Abwicklung von Behördengängen, die Vereinbarung von Terminen sowie die Abwicklung der elektronischen Steuererklärung.

Dies sind Ergebnisse des „eGovernment MONITOR 2020“, einer gemeinsamen Studie der Initiative D21 und der Technischen Universität München. Durchgeführt wurde sie von Kantar als Onlinebefragung (computergestütztes Webinterview (CAWI)) vom 9. bis 17. Juni 2020 mit 1.005 Interviews in Deutschland (DE), 1.008 in Österreich (AT) und 1.002 in der Schweiz (CH).

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Forschung andreas.battenberg@tum.de news-36259 Tue, 20 Oct 2020 08:46:08 +0200
Gesund essen – trotz Corona https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36255/ Seit Beginn der Corona-Pandemie essen Kinder mehr Süßigkeiten wie Schokolade, Gummibärchen, Kekse und Eis aber auch Obst. Dies ist eines der Ergebnisse einer Umfrage, die das EKFZ gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt hat. Vor allem Jungen konsumieren demnach häufiger als vor der Pandemie Knabberartikel (20 Prozent), Süßigkeiten (22 Prozent) und Softdrinks (12 Prozent). Insbesondere zehn- bis zwölfjährige Kinder konnten während des Lockdowns süßen (23 Prozent) oder salzigen (28 Prozent) Versuchungen seltener widerstehen. 

Das Forschungsteam befragte im September 2020 für die Studie 1.000 Elternteile von Kindern bis 14 Jahren. 38 Prozent geben an, ihr Kind habe sich seit Beginn der Pandemie weniger bewegt. Besonders häufig (57 Prozent) ist dies bei zehn- bis 14-Jährigen der Fall. Eine Zunahme des Körpergewichts ist besonders bei zehn- bis zwölfjährigen Kindern zu beobachten, wobei Jungen doppelt so häufig (27 Prozent) betroffen sind wie Mädchen (14 Prozent). 

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Covid-19 Forschung katharina.baumeister@tum.de news-36255 Fri, 16 Oct 2020 08:37:56 +0200
Mit maschinellem Lernen gegen Corona https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36253/ Mit einem eigenen Förderschwerpunkt will die Bayerische Forschungsstiftung die Forschung zum neuartigen Coronavirus im Freistaat beschleunigen und einen Beitrag zur Eindämmung und Bewältigung der Corona-Pandemie. Fünf interdisziplinäre TUM-Projekte waren im Antragsverfahren erfolgreich und werden nun gefördert.

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Covid-19 Forschung katharina.baumeister@tum.de news-36253 Thu, 15 Oct 2020 05:45:00 +0200
Ersatz für Tierversuche https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36251/ Der menschliche Darm ist essentiell für die Verdauung und die Aufnahme von Nährstoffen und Medikamenten. Für die Forschung rund um den Darm benötigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Forschungsmodelle, die die physiologische Situation beim Menschen möglichst gut widerspiegelt.

Gewöhnliche Zelllinien und Tierversuche haben einige Nachteile. Ein Hauptproblem ist die mangelnde Übertragbarkeit der Forschungsergebnisse auf den Menschen. Ein multidisziplinäres Forschungsteam aus den Bereichen Ernährungswissenschaften, Medizin und Chemie hat jetzt an der TUM gezeigt, wie ein modernes in vitro Modell, das aus menschlichen Darmbiopsien hergestellt wird, Fragen rund um die molekularen Vorgänge im Darm beantworten kann.

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Forschung katharina.baumeister@tum.de news-36251 Wed, 14 Oct 2020 08:46:00 +0200
TUM und Tsinghua-Universität schließen „Flaggschiff-Partnerschaft“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36249/ Seit rund 30 Jahren arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TUM und der Tsinghua-Universität zusammen, ein lebendiger Studierendenaustausch hat zahlreichen Talenten neue Sichtweisen auf ihr Fach und bereichernde kulturelle Erfahrungen ermöglicht. Die 1911 gegründete Pekinger Hochschule gilt nicht nur als führende Technische Universität Chinas, sondern als eine der besten Universitäten weltweit. Im aktuellen „QS World University Ranking“ steht sie auf Rang 15.

Nun haben die Partner eine Intensivierung ihrer Kooperation vereinbart, die sich auf alle Bereiche der Universitäten erstreckt. In der Forschung werden sie die Zusammenarbeit bei Zukunftsthemen wie Mobilität, Umwelt, Maschinenintelligenz, Luft- und Raumfahrt sowie Intelligent Manufacturing stärken. Doppelabschluss-Programme für Masterstudierende sind ebenso geplant wie gemeinsame Aktivitäten zu Lebenslangem Lernen und der Entrepreneurship-Förderung. Die langfristige deutsch-chinesische Zusammenarbeit fokussiert in besonderer Weise auch auf den Standort der Tsinghua-Universität im südchinesischen Shenzhen, eine der potentialreichsten Innovationsmetropolen Chinas.

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news-36249 Fri, 09 Oct 2020 12:10:16 +0200
TUM-Forscherinnen bei den „Campus Talks“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36246/ TUM in den Medien Katharina.Baumeister@tum.de news-36246 Thu, 08 Oct 2020 08:24:00 +0200 Gibt es fischverträgliche Wasserkraftwerke? https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36247/ Wasserkraftwerke leisten einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung. Sie sind emissionsarm und damit klimafreundlich. Doch sie beeinflussen den Lebensraum von Fischen und anderen Lebewesen im Fließgewässer. Jürgen Geist, Professor für Aquatische Systembiologie an der TUM, untersucht mit seinem Team seit 2014 Wasserkraftanlagen hinsichtlich ihrer Wirkung auf abwärts wandernde Fische sowie deren Auswirkungen auf den Gewässerlebensraum. 
Sieben Anlagen mit vier unterschiedlichen Kraftwerkstechnologien hat das Forschungsteam bisher in Bayern analysiert. Dies sind sowohl moderne Wasserkraftwerke als auch konventionelle Anlagen.

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Forschung katharina.baumeister@tum.de news-36247 Wed, 07 Oct 2020 11:42:56 +0200
Premiere für den TUM Talk https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36244/ Wie können Wirtschaft und Gesellschaft den tiefgreifenden technologischen Wandel gestalten? Wie verändern die digitalen Technologien Zusammenarbeit und Führung in Unternehmen? Wie kann die aktuelle Krise als Chance genutzt werden, gemeinschaftlich Innovationen voranzubringen? Diese Fragen diskutierte Präsident Hofmann mit Vorstandsvorsitzenden, Personalleiterinnen, Wissenschaftlerinnen und weiteren Expertinnen und Experten beim ersten TUM Talk.

Die neue Veranstaltungsreihe findet am TUM Campus Heilbronn statt. Hier erforscht die TUM, wie Unternehmen die digitale Transformation gestalten können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf mittelständischen Familienunternehmen und Start-ups.

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Campus news-36244 Fri, 02 Oct 2020 18:16:12 +0200
Erforschung von Artenvielfalt und Klimawandel in den Alpen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36242/ Rupert Seidl, Professor für Ökosystemdynamik und Waldmanagement in Gebirgslandschaften an der TUM und Leiter des Sachgebiets Forschung und Monitoring der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden, und sein Mitarbeiter Dr. Sebastian Seibold stellten heute am Königssee ein langfristiges Biodiversitätsmonitoring vor, das belastbare Daten über die Bestände verschiedenster Arten von Pilzen und Pflanzen über Insekten bis hin zu Vögeln und Fledermäusen generieren soll. 

„Der Verlust der Artenvielfalt ist ein weltweites Phänomen. Es hat Ausmaße angenommen, die nicht nur bestehende Naturschutzansätze in Frage stellen, sondern auch Einbrüche der Leistungsfähigkeit von Ökosystemen befürchten lassen“, sagt Seidl. Ein Rückgang der Arten sei auf allen Ebenen der Nahrungskette zu verzeichnen. 

Der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber, TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann und Nationalparkleiter Dr. Roland Baier bekräftigten heute ihre Kooperation, die um zusätzliche personelle Mittel erweitert wird. Die Partnerschaft war 2018 vereinbart worden, um die Ökosysteme des Alpenraums und die Auswirkungen des Klimawandels zu erforschen. Die Erkenntnisse sollen auch für Ökosysteme anderer Gebirgsregionen nutzbar gemacht werden. Prof. Seidl leitet in Personalunion die neu geschaffene Professur der TUM und die Forschung des Nationalparks. 

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Forschung katharina.baumeister@tum.de news-36242 Fri, 02 Oct 2020 08:48:09 +0200
Die TUM setzt ihre Strukturreform in Gang https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36240/ Vor exakt 20 Jahren hatte die TUM drei Fakultäten miteinander zum Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt gebündelt und die traditionsreichen Fächer in den Bereichen Agrar, Forst und Lebensmittel in die interdisziplinären Lebenswissenschaften integriert. Diese strukturelle Reform wurde zum Vorbild in der Wissenschaftslandschaft. Nun wird der Wissenschaftscampus Weihenstephan erneut zum Vorreiter. Am 1. Oktober 2020 startet die neue TUM School of Life Sciences. Sie ist die erste von künftig sieben Schools in der innovationsfördernden, neuen Organisationsstruktur der Universität.

Die neue TUM School of Life Sciences richtet sich mit einem ganzheitlichen Forschungs- und Lehransatz auf das Gesamtökosystem Mensch - Tier - Pflanze -  Boden - Klima aus. Untergliedert in drei Departments schöpft die School ihr Innovationspotential aus der fachübergreifenden Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die nicht mehr aufgrund unterschiedlicher Untersuchungsobjekte wie beispielweise Mensch, Tier oder Pflanze künstlich getrennt voneinander arbeiten, sondern gemeinsam an interdisziplinären Fragestellungen forschen und neuen Methoden entwickeln.

  • Das Department „Molecular Life Sciences“ erforscht die biomolekularen Grundlagen vom Molekül über die Zelle bis zum Organismus von Mensch, Tier und Pflanze.   
  • Das Department „Life Science Engineering“ verbindet die Ingenieurwissenschaften mit biologischen Systemen und der Lebensmittelforschung, entwickelt Verfahren der additiven Fertigung unter Nutzung innovativer Biomaterialien und gestaltet die Digitalisierung von Wertschöpfungsketten.
  • Das Department „Life Science Systems“ untersucht Systeme im Forst- und Agrarbereich, einschließlich ökologischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Aspekte, wie beispielweise der Ursachen und Folgen des Klimawandels.

„Mit dieser neuen Aufstellung wollen wir entscheidende Beiträge zur Lösung der bedeutendsten Herausforderungen der Menschheit leisten, wie zur gesunden Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung, zur Bewältigung der Klimawandelfolgen, zur Nachhaltigkeit der Agrarproduktion sowie zur Nutzung natürlicher Ressourcen“, sagt Prof. Thomas F. Hofmann, Präsident der TUM.

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Campus news-36240 Thu, 01 Oct 2020 08:54:50 +0200
Sternenexplosion nahe der Erde https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36197/ Das Leben von Sternen mit einer Masse, die mehr als zehn Mal größer ist als die unserer Sonne, endet in einer Supernova, einer gewaltigen Sternenexplosion. Bei dieser Explosion bilden sich unter anderen Eisen, Mangan und weitere schwere Elemente.

Ein Forschungsteam angeführt von Physikern der TU München hat nun in etwa zweieinhalb Millionen Jahre alten Schichten von Mangankrusten neben Eisen-60 nun auch Mangan-53 nachgewiesen.

„Man könnte die erhöhten Konzentrationen von Mangan-53 auch als „smoking Gun“ bezeichnen, den endgültigen Beweis dafür, dass diese Supernova tatsächlich stattgefunden hat“, sagt Erstautor Dr. Gunther Korschinek.

Während eine sehr nahe Supernova das Leben auf der Erde massiv schädigen könnte, war diese jedoch weit genug entfernt. Sie verursachte nur eine mehrere tausend Jahre andauernde Erhöhung der kosmischen Strahlung. „Allerdings kann diese zu verstärkter Wolkenbildung führen“, sagt Mitautor Dr. Thomas Faestermann. „Vielleicht ist es kein Zufall, dass vor 2,6 Millionen Jahren das Pleistozän begann, die Periode der Eiszeiten.“

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Forschung battenberg@zv.tum.de news-36197 Wed, 30 Sep 2020 06:30:00 +0200
3D-Bilder von Pflanzenorganen bis ins kleinste Detail https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36237/ Pflanzenorgane wie die Wurzel, die Sprossachse, die Blätter und die Blüten haben mannigfaltige Aufgaben. Sie sorgen dafür, dass die Pflanze sich entwickeln kann und wächst und dass sie durch Bildung von Samen den Fortbestand ihrer Art sichern kann. Doch wie formen Pflanzen ihre Organe? Wie wird die genetische Information genutzt, um die dreidimensionale Form – die Gestalt – eines Organismus aufzubauen? 

Kay Schneitz, Professor für Entwicklungsbiologie der Pflanzen an der Technischen Universität München (TUM), befasst sich mit den molekularen Grundlagen der Blütenentwicklung und der pflanzlichen Reproduktion. Er ist Ko-Sprecher einer Forschungsgruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG-FOR 2581), die untersucht, wie Zellen ihr Verhalten koordinieren, um der Pflanze eine Gestalt zu geben (Morphogenese).

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Forschung katharina.baumeister@tum.de news-36237 Tue, 29 Sep 2020 08:46:22 +0200
Gezielte Medikamentenlieferung in die Zelle https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36235/ Unser Körper ist aus Milliarden von Zellen aufgebaut. Bei einer Krebserkrankung ist das Genom einiger dieser Zellen krankhaft verändert, sodass diese sich unkontrolliert teilen. Auch bei Virusinfektionen befindet sich die Ursache der Erkrankung in den betroffenen Zellen. Mithilfe von Medikamenten wird etwa während einer Chemotherapie versucht, diese Zellen zu zerstören. Allerdings wirkt die Therapie auf den gesamten Körper, auch gesunde Zellen werden geschädigt, und es kommt zu teils heftigen Nebenwirkungen.  

Ein Forschungsteam um Prof. Oliver Lieleg, Inhaber der Professur für Biomechanik und Mitglied bei der Munich School of BioEngineering der TUM, und um Prof. Thomas Crouzier von der KTH haben ein Transportsystem entwickelt, durch das der Wirkstoff nur innerhalb der betroffenen Zellen freigesetzt werden soll. „Die Wirkstoffträger werden zwar von allen Zellen aufgenommen“, erklärt Lieleg. „Aber die Fähigkeit, den Wirkstoff freizusetzen, sollen nur die erkrankten Zellen besitzen.“

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Forschung stefanie.reiffert@tum.de news-36235 Fri, 25 Sep 2020 10:50:00 +0200
Mehrfaches Quantenecho https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36233/ Kleine Teilchen können einen Drehimpuls haben, der in eine bestimmte Richtung zeigt – den sogenannten Spin. Durch ein Magnetfeld lässt sich dieser Spin manipulieren. Das nutzt man etwa für die Magnetresonanztomographie aus, wie sie in Krankenhäusern eingesetzt wird. 

Nun stieß ein internationales Forschungsteam auf einen überraschenden Effekt bei einem System, das sich besonders gut für die Verarbeitung von Quanteninformation eignet: die Spins von Phosphor-Atomen in Silizium. 

Regt man diese Spins geschickt mit Mikrowellen-Pulsen an, so kann man nach einer bestimmten Zeit ein so genanntes Spin-Echosignal detektieren – das eingespeiste Pulssignal wird als Quantenecho wieder ausgesendet. 

Erstaunlicherweise stellt sich dieses Quantenecho nicht nur einmal ein, sondern es lässt sich eine ganze Serie von Echos detektieren. Das eröffnet neue Möglichkeiten, wie mit solchen Quantensystemen Information verarbeitet werden kann.

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Forschung andreas.battenberg@tum.de news-36233 Thu, 24 Sep 2020 08:31:16 +0200
Insekten als Futter für Nutztiere https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36231/ Die Unternehmensgründer von FarmInsect, Wolfgang Westermeier, Thomas Kühn und Andre Klöckner, entwickelten ein Prinzip der Kreislaufwirtschaft, wonach Reststoffe, die in der Region anfallen, etwa Ernte- oder Schälreste eines landwirtschaftlichen Betriebs oder Reststoffe der regionalen Lebensmittelindustrie, wie Biertreber oder Altbrot, genutzt werden können, um Insektenlarven zu mästen und zu verfüttern. 

Seit Ende 2017 ist die Verwendung von Insektenmehl in der Aquakultur gesetzlich zugelassen. Eine Zulassung für die Geflügel- und Schweinemast wird für 2021 erwartet. Die Verfütterung lebender Insekten ist jedoch bereits heute für Hühner, Schweine und Fische erlaubt. 

„Unser dezentrales Verfahren zur Insektenproduktion bietet die Möglichkeit, dass die Larven lebend verfüttert werden können, weil keine langen Transportwege anfallen. Dies stimuliert die Tiere, ihren natürlichen Trieb zu picken und zu wühlen besser auszuleben und fördert so das Tierwohl“, sagt Co-Gründer und Agrarwissenschaftler Wolfgang Westermeier.

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Entrepreneurship katharina.baumeister@tum.de news-36231 Tue, 22 Sep 2020 08:25:02 +0200
ERC fördert zukunftsweisende Projekte an der TUM https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36229/ Forscherinnen und Forscher an der TUM konnten bislang insgesamt 135 der renommierten Förderungen des European Research Councils (ERC) einwerben. Diese werden jedes Jahr in verschiedenen Kategorien vergeben.

Starting Grants sollen dabei exzellenten aufstrebenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Umsetzung neuer Forschungsansätze ermöglichen. Sie sind mit bis zu zwei Millionen Euro dotiert.

Proof-of-Concept Grants werden an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die prüfen wollen, ob aus ihren ERC-Forschungsprojekten marktfähige Innovationen entstehen können. Als unternehmerische Universität legt die TUM auf diesen Aspekt der Forschung großen Wert und fördert gezielt Firmengründungen durch Forschende und Studierende.

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Campus battenberg@zv.tum.de news-36229 Fri, 18 Sep 2020 08:38:28 +0200
„Liebling, ich habe den Detektor geschrumpft“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36227/ Seit der Entwicklung der medizinischen Ultraschall-Bildgebung in den 1950ern beruhte die zentrale Technologie zur Messung von Ultraschallwellen hauptsächlich auf dem Einsatz von piezoelektrischen Detektoren, die den Druck von Ultraschallwellen in elektrische Spannung umwandeln. Die mit Ultraschall erreichte Bildgebungsauflösung hängt von der Größe des verwendeten piezoelektrischen Detektors ab. Das Verringern seiner Größe führt zu einer höheren Auflösung und ermöglicht die Herstellung kleinerer, dichter bestückter ein- oder zweidimensionaler Ultraschall-Arrays, die Merkmale im dargestellten Gewebe oder Material besser unterscheiden können. Wird die Größe von piezoelektrischen Detektoren jedoch weiter reduziert, beeinträchtigt das deren Empfindlichkeit wesentlich. Dadurch sind sie nicht für die praktische Anwendung geeignet.

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Forschung stefanie.reiffert@tum.de news-36227 Thu, 17 Sep 2020 14:05:06 +0200
Die Unfall-Vermeider https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36225/ Das Auto fährt auf eine Kreuzung zu. Aus der Querstraße kommt ein Auto, noch ist nicht zu erkennen, ob es rechts oder links abbiegt. Gleichzeitig läuft direkt vor dem Auto ein Fußgänger auf die Fahrbahn, auf der anderen Straßenseite steht eine Fahrradfahrerin. Ein Mensch, der bereits Routine im Straßenverkehr hat, schafft es in den meisten Fällen, die Bewegungen der anderen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer richtig einzuschätzen.

„Für autonome Fahrzeuge, die durch Computerprogramme gesteuert werden, ist eine solche Situation eine enorme Herausforderung“, erklärt Prof. Matthias Althoff, Professor für Cyber-Physical Systems an der TUM. „Doch autonomes Fahren wird nur dann auf Akzeptanz in der Bevölkerung stoßen, wenn man sicher sein kann, dass die Fahrzeuge – egal wie unübersichtlich die Verkehrssituation ist – keine anderen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gefährden.“

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Forschung stefanie.reiffert@tum.de news-36225 Tue, 15 Sep 2020 13:00:22 +0200
Satellitenbilder zeigen Veränderungen des Waldzustandes https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36222/ Erstmals ist es einem Forschungsteam gelungen, eine hochaufgelöste Karte aller Öffnungen im Kronendach europäischer Wälder zu erstellen. Rupert Seidl, Professor für Ökosystemdynamik und Waldmanagement in Gebirgslandschaften an der TUM, und sein Mitarbeiter Cornelius Senf, Erstautor der Studie, haben dafür mehr als 30.000 Satellitenbilder analysiert und darin über 36 Millionen Flächen identifiziert, auf welchen große Bäume einer Freifläche oder jungen Bäumen gewichen sind. Dies entspricht einem Verlust des Kronendaches auf 17 Prozent der europäischen Waldfläche in 30 Jahren.

Der Grund der Kronendachöffnung reicht dabei von geregelter Holznutzung bis hin zu Windwurf oder Waldbrand. Wie die Wissenschaftler herausfanden, war die Größe und Form der Öffnungen im Kronendach sehr unterschiedlich. 

So hat zum Beispiel Schweden die größten Öffnungen im Kronendach vorzuweisen (im Durchschnitt knapp zwei Hektar), wohingegen in Portugal die höchste Anzahl an Öffnungen des Kronendaches zu verzeichnen war. Die im Schnitt kleinsten Öffnungen gibt es in der Schweiz. Sie sind mit gerade einmal 0,6 Hektar kleiner als ein Fußballfeld, während die durchschnittliche Flächengröße in Deutschland bei 0,7 Hektar, in Italien bei 0,75 Hektar lag. Die größte von den Forschern dokumentierte Öffnung im Kronendach trat in Spanien auf. Hier hat ein Feuer im Jahr 2012 ganze 17.000 Hektar auf einmal verbrannt. 

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Forschung katharina.baumeister@tum.de news-36222 Mon, 14 Sep 2020 17:00:00 +0200
Per Onlinekurs den Wandel der Luft- und Raumfahrt erleben https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36221/ Wie wird Künstliche Intelligenz in der Satellitenforschung eingesetzt? Welchen Einfluss hat die Automatisierung auf Produktionsprozesse in der Luftfahrt? Wie verändern Robotik und Digitalisierung die Geschäftsabläufe in den Unternehmen der Branche? Um diese und viele weitere Fragen zum technologischen Wandel der Luft- und Raumfahrt zu beantworten, haben das Forschungsnetzwerk Munich Aerospace und die Technische Universität München (TUM) einen englischsprachigen Online-Kurs produziert. Der MOOC ist ab heute auf der Lernplattform Coursera frei verfügbar.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TUM, der Universität der Bundeswehr München (UniBwM), des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und von Bauhaus Luftfahrt sowie Referenten von Unternehmen, wie Airbus oder dem Analyse- und Testdienstleister IABG, erklären die Einflüsse der Digitalisierung auf Produktion, Wartung und Zertifizierung in der Luft- und Raumfahrt. In einem Grußwort erklärt die Bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, welche Rolle die Luft- und Raumfahrtforschung für die bayerische Digitalisierungsstrategie spielt.

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Campus news-36221 Mon, 14 Sep 2020 11:29:24 +0200
Detektor für hochenergetische kosmische Teilchen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36219/ Astronomen beobachten das Licht, das von entfernten Himmelsobjekten zu uns kommt, um das Universum zu erkunden. Licht verrät jedoch nichts über hochenergetische Ereignisse außerhalb unserer Galaxie, wie etwa über die Jets aktiver galaktischer Kerne, Gammastrahlenausbrüche oder Supernovae. Denn auf ihrem langen Weg durch das Universum verlieren Photonen mit extrem hohen Energien einen Teil ihrer Energie durch Interaktion mit anderen Teilchen.

Genau wie Licht durchqueren Neutrinos das Universum mit (beinahe) Lichtgeschwindigkeit, interagieren jedoch äußerst selten mit anderen Teilchen. Sie behalten Energie und Richtungen bei, was sie zu einzigartigen Botschaftern des hochenergetischen Universums macht. 

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Forschung andreas.battenberg@tum.de news-36219 Wed, 09 Sep 2020 08:34:31 +0200