TUM - Aktuelles https://www.tum.de/ Aktuelle Meldungen der TU München de TUM Fri, 01 Jul 2022 18:26:07 +0200 Fri, 01 Jul 2022 18:26:07 +0200 Auszeichnung für digitale Therapie-Programme https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37488 Wie Start-ups europaweit Erfolg haben können, ob das israelische Ökosystem ein Vorbild ist und wie Europa eine technologische Souveränität erreichen kann – drei von zahlreichen Fragen, über die Gäste aus Wissenschaft und Wirtschaft gestern beim TUM Entrepreneurship Day diskutierten. „Joining forces to boost the European Innovation Ecosystem” war das Thema der Veranstaltung, die TUM und UnternehmerTUM diesmal mit ihren Partnern der EuroTech Universities Alliance aus Frankreich, Israel, den Niederlanden, Dänemark und der Schweiz ausrichtete. Gründungsinteressierte konnten zudem an Online-Workshops teilnehmen und sich mit erfolgreichen Gründerinnen und Gründern austauschen.

Am Abend wurde der TUM Presidential Entrepreneurship Award an drei Ausgründungen verliehen. Die Jury achtet bei der Auszeichnung auf Geschäftsideen, die maßgeblich auf Forschungsergebnissen beruhen, ein hohes Wachstumspotenzial haben und erste Finanzierungserfolge vorweisen können. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, gestiftet vom Bund der Freunde der TUM.

]]>
Künstliche Intelligenz Quantentechnologie Entrepreneurship klaus.becker@tum.de news-37488 Fri, 01 Jul 2022 10:47:00 +0200
Ein wenig Licht in das Dunkel des Proteoms https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37485 Histon-Deacetylase (HDAC)-Inhibitoren sind eine Klasse von Medikamenten, die in der Onkologie eingesetzt werden. Ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Technischen Universität München, der Cornell University in Ithaca (USA), des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, hat die Effekte einiger HDAC-Medikamente genauer untersucht. Das Forschungsteam wollte wissen, ob diese Medikamente auch andere Proteine als die HDACs, die sie hemmen sollen, angreifen. 

„Um das herauszufinden, haben wir zunächst neue chemische Werkzeuge - die so genannten Affinitätsmatrizen - entwickelt, die es uns erlauben, HDACs systematisch zu profilieren", erklärt Dr. Guillaume Médard, Gruppenleiter für chemische Proteomik am Lehrstuhl für Proteomik und Bioanalytik unter Leitung von Prof. Bernhard Küster.

]]>
Forschung katharina.baumeister@tum.de news-37485 Wed, 29 Jun 2022 09:33:33 +0200
Wie sieht die grüne Stadt der Zukunft aus? https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37478 In konkreten Erprobungsräumen, so genannten Reallaboren, entwickeln Forschende beispielhafte Stadtquartiere. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler modellieren dabei zum Beispiel Fassaden- und Dachbegrünungen und analysieren dann, welche Auswirkungen dies auf das Innen-und Außenklima hat. Bei den Campus Talks spricht Dr. Simone Linke darüber, welche Handlungsmöglichkeiten und Hemmnisse in der Stadt- und Freiraumplanung existieren und wie wichtig es ist, interdisziplinär und transdisziplinär zu forschen, also über die wissenschaftlichen Fächergrenzen hinweg und unter Einbeziehung der außerwissenschaftlichen Gesellschaft. 

]]>
Nachhaltigkeit TUM in den Medien katharina.baumeister@tum.de news-37478 Mon, 27 Jun 2022 07:34:00 +0200
Charakterisierung des Proteoms der Maus https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37476 Die Labormaus gehört zu den wichtigsten Versuchssystemen für die biomedizinische Forschung. Molekulare Referenzkarten solcher Modelle sind wertvolle Informationsinstrumente für Forschende. „Wir haben aus 41 gesunden Geweben der Maus einen quantitativen Entwurf des Proteoms und Phosphoproteoms, das sind zelluläre Ein- und Ausschalter von normalen Lebensvorgängen wie auch Krankheiten, erstellt“, sagt Bernhard Küster, Professor für Proteomik und Bioanalytik.

]]>
Forschung katahrina.baumeister@tum.de news-37476 Fri, 24 Jun 2022 11:18:11 +0200
Lange gesuchtes Tetra-Neutron entdeckt https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37472 Die Bausteine von Atomkernen sind die Nukleonen, die in zwei Arten vorkommen, den neutralen Neutronen und den positiv geladenen Protonen – den beiden sogenannten Isospin-Zuständen des Nukleons. Gebundene Kerne, die ausschließlich aus Neutronen aufgebaut sind, wurden bisher noch nie eindeutig nachgewiesen. Die einzigen bekannten gebundenen Systeme, die fast ausschließlich aus Neutronen bestehen, sind die Neutronensterne. Dabei handelt es sich um Endstadien der Sternentwicklung mit einem typischen Durchmesser von etwa zehn Kilometer. Diese Sterne sind stabil (gebunden) durch die Gravitation, die zu einer sehr hohen Neutronendichte im Inneren der Sternleichen führt. Atomkerne wiederum sind durch die starke Wechselwirkung gebunden, mit Präferenz eine vergleichbare Zahl an Neutronen und Protonen zu binden – das ist bekannt von den stabilen Kernen, wie sie auf unserer Erde zu finden sind.

Die Erforschung von reinen Neutronen-Systemen ist aber von großer Bedeutung, da sich nur so experimentelle Erkenntnisse über die Wechselwirkung mehrerer Neutronen untereinander und damit über die nukleare Wechselwirkung gewinnen lassen. Die Erforschung der bisher hypothetischen Teilchen könnte zudem helfen, die Eigenschaften von Neutronensternen besser zu verstehen. Herauszufinden, ob solche Neutronen-Systeme als Resonanzzustände oder gar gebundene Kerne vorliegen, ist daher ein seit langem bestehendes Bestreben der Kernphysik. Das internationale Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat dazu nun einen neuen Anlauf genommen und eine neue experimentelle Methode eingesetzt, die sich von allen bisherigen Versuchen unterscheidet.

]]>
Forschung presse@tum.de news-37472 Thu, 23 Jun 2022 15:06:00 +0200
KI und Robotik: Vorreiter aus Industrie und Forschung im Austausch https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37471 Der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder zeigte sich bei einem Rundgang begeistert von der munich_i im Rahmen der automatica: „Technologie verändert die Welt zum Positiven“, sagte Söder in seiner Eröffnungsrede des Hightech Summit. Wie diese Technologie aussehen kann, erläuterte Prof. Sami Haddadin, Leiter des Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) und neben Ethikprofessorin Alena Buyx im Direktorium der munich_i: „Wir wollen Technologie entwickeln, die die Gesellschaft voranbringt und sich an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert. Dazu gehört auch, die ethischen und sozialen Kontexte von künstlicher Intelligenz mitzudenken.“

Dabei sieht Haddadin den Standort als einen wichtigen Faktor. Der Freistaat Bayern fördert die entsprechende Forschung mit beträchtlichen Summen, wie Ministerpräsident Söder betonte: „Wir glauben an die Chancen: Darum investieren wir mit der Hightech-Agenda 3,5 Milliarden Euro in Forschung und Wissenschaft, davon rund eine halbe Milliarde Euro in KI mit rund 100 neuen Lehrstühlen - mehr als Länder wie Finnland, Dänemark oder sogar Kanada. Bayern ist Heimat der Technologie von morgen“, sagt Söder, „mit dieser Plattform für KI und Robotik setzt Bayern den Benchmark für die Zukunft!“

]]>
Künstliche Intelligenz Termin andreas.schmitz@tum.de news-37471 Wed, 22 Jun 2022 16:34:02 +0200
Bundespräsident Steinmeier würdigt 20 Jahre TUM Asia https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37467 Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte: „Ich freue mich, dass ich mit dem Besuch des Campus Asia der Technischen Universität München aus Anlass seines 20-jährigen Bestehens den ersten Auslandscampus einer deutschen Universität würdigen kann. Der Campus Asia ist ein herausragendes Beispiel des deutschen hochschulpolitischen Engagements in Südostasien. TUM-Asia bietet heute sieben ingenieurwissenschaftliche Master- und Bachelor-Studiengänge an, teilweise in Kooperation mit den großen Singapurer Universitäten. Seit 2010 besteht zudem TUM-CREATE als Forschungszweig von TUM-Asia mit einem Forschungsschwerpunkt zu Elektromobilität und modernen Verkehrskonzepten.“

TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann dankte dem Bundespräsidenten für dessen Besuch am Campus in Singapur: „Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung. TUM Asia ist eine wunderbare Erfolgsgeschichte. Wir verbinden deutsche Ingenieurskunst, Unternehmergeist und interkulturelle Sensibilität mit den Anforderungen des asiatischen Wissenschafts- und Wirtschaftsraums. Gemeinsam mit lokalen Wissenschaftseinrichtungen in Singapur wollen wir künftige Denker*innen, Macher*innen und Reformer*innen ausbilden, die als Führungspersönlichkeiten unser Leben und unser gesellschaftliches Zusammenleben in einer zunehmend vernetzten Welt gestalten können.“

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume sagte anlässlich des Jubiläums: „Herzlichen Glückwunsch zu einem ‚perfect match‘! 20 Jahre TUM Asia – so geht Wissenschafts- und Wirtschaftsaustausch. Die TUM ist der perfekte Botschafter für Bayern in Singapur, unser technologisch-akademisches Aushängeschild in der Welt.“

]]>
Campus Präsident news-37467 Tue, 14 Jun 2022 11:40:00 +0200
Webinar: Verborgene KI-Arbeit im Globalen Süden https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37469 Hinter Künstlicher Intelligenz steckt immer Arbeitskraft von Menschen. Neben der Programmierung von Algorithmen kann das beispielsweise in der Form von „Cloudwork“ geschehen, bei dem Menschen Machine-Learning-Algorithmen händisch trainieren. Auf einer anderen Ebene betrachtet, kann auch harte manuelle Arbeit „KI-Arbeit“ sein, etwa beim Abbau seltener Erden für die Produktion von Elektronik-Bauteilen. Viele Menschen, die KI im Alltag nutzen, sind sich der Existenz dieses Phänomens nicht bewusst.

Verborgene KI-Arbeit ist das Thema der zweiten Ausgabe einer Reihe öffentlicher Webinare, die vom TUM Campus Heilbronn und dem OII der University of Oxford ausgerichtet wird. Die Teilnehmenden werden unter anderem diskutieren, wie die Tatsache, dass diese KI-Arbeit im Verborgenen stattfindet, bestehende Ungleichheiten verschärfen könnte. Zudem wollen sie besprechen, was getan werden kann, um KI global gerechter zu gestalten.

]]>
Künstliche Intelligenz Campus Termin news-37469 Mon, 13 Jun 2022 09:38:56 +0200
Pilotanlage für erneuerbaren Wasserstoff https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37460 Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 treibhausgasneutral zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen unter anderem energieaufwändige Produktionsprozesse in der chemischen Industrie – etwa zur Herstellung von Wasserstoff – durch neue, nachhaltige Verfahren ersetzt werden. Im EU-Projekt Electrified Reactor Technology (EReTech) realisieren 14 Partner aus Wissenschaft und Industrie in Bayern eine Wasserstoff-Anlage, die mithilfe von Elektrizität aus erneuerbarer Energie betrieben wird. Gewonnen wird der Wasserstoff aus Biogas.

Die Anlage wird in der Nähe von Eichstätt gebaut und soll 130 Tonnen Wasserstoff im Jahr liefern. Dieser wird zum Beispiel für Wasserstofftankstellen verwendet. Die Fertigstellung ist für 2025 geplant.

]]>
Nachhaltigkeit Forschung stefanie.reiffert@tum.de news-37460 Thu, 09 Jun 2022 11:24:00 +0200
TUM erneut beste deutsche Universität https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37461 Der britische Hochschuldienstleister QS Quacquarelli Symonds führt für sein Ranking Umfragen in Wissenschaft und Unternehmen zur Qualität der Universitäten durch. Außerdem ermittelt er, wie oft Studien zitiert werden, wie das Betreuungsverhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden ausfällt und wie groß der Anteil internationaler Studierender und Mitarbeitender ist.

Die TUM verbessert sich weltweit auf Rang 49 und ist damit zum wiederholten Mal der deutsche Spitzenreiter - vor der LMU auf Rang 59. Innerhalb der EU ist die TUM die drittbeste Universität, nach der Pariser Université PSL und dem Institut Polytechnique de Paris.

]]>
TUM in Rankings news-37461 Thu, 09 Jun 2022 10:11:36 +0200
Auf dem Weg zur Super-Batterie https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37453 Wird ein Elektro-Auto aufgeladen, steigt die Ladeanzeige anfangs schnell, zum Schluss aber deutlich langsamer. „Das ist wie beim Einräumen eines Schranks: Am Anfang ist es einfach, Gegenstände in den Schrank zu stellen, aber je voller er wird, desto mehr muss man sich anstrengen einen freien Platz zu finden“, erklärt Dr. Anatoliy Senyshyn von der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) der Technischen Universität München (TUM).

Wie die innere Struktur einer Batterie vor und nach dem Laden aussieht, ist bereits bekannt. Ein Forschungs-Team unter Leitung des Heinz Maier-Leibnitz Zentrums an der TUM beobachtete nun erstmals auch die Lithium-Verteilung einer Batterie während des kompletten Lade- und Entladeprozesses am Materialforschungsdiffraktometer STRESS-SPEC. Die Messungen überprüften sie am hochauflösenden Pulverdiffraktometer SPODI

]]>
Nachhaltigkeit Forschung presse@tum.de news-37453 Wed, 08 Jun 2022 10:47:00 +0200
munich_i und die Zukunft der Robotik https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37455 Das EU-Projekt Sea Clear der TUM zeigt, wie Roboter Menschen optimal unterstützen können. Sea Clear, kurz für SEarch, identificAtion and Collection of marine Litter with Autonomous Robots, befreit Meeresböden von Müll, indem er erkannt und lokalisiert wird. Mit diesen Informationen geht ein weiterer Roboter auf den Weg, der den Müll gezielt einsammelt. Maschinelles Lernen macht den Aufräumroboter mit der Zeit immer effizienter. Der Schutz der Umwelt steht auch in A-RIFT, kurz für „Accessible Robot Interface for Telemanipulation“, im Mittelpunkt, ein Projekt des Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) der TUM, in dem Umweltdaten gesammelt und per Telepräsenz an Experten übermittelt werden. Das sind nur zwei von rund 30 praktischen Demos, die auf der rund 500 Quadratmeter großen Sonderfläche namens AI.Society präsentiert werden und neben dem Bereich „Zukunft der Umwelt“ (mit Sea Clear und A-RIFT) auch die Sektoren Arbeit, Gesundheit und Mobilität adressieren. 

]]>
Künstliche Intelligenz Termin andreas.schmitz@tum.de news-37455 Tue, 07 Jun 2022 15:23:47 +0200
„Das Unsichtbare zeigen“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37452 In der Ausstellung „Picturing the Invisible“ beschäftigen sich Fotografinnen und Fotografen mit dem Leben nach der dreifachen Katastrophe aus Erdbeben, Tsunami und Reaktorunglück, die 2011 das japanische Fukushima erschütterte. Die Künstlerinnen und Künstler sind in den betroffenen Gebieten den unsichtbaren Folgen des Unglücks nachgegangen - Strahlung und Traumata aber auch der Resilienz der Menschen in und um Fukushima. Ihre Werke werden in der Ausstellung um Essays von renommierten Autorinnen und Autoren aus Politik, Literatur, Wissenschaft und Umweltsschutz ergänzt. Die Ausstellung war bereits in der Royal Geographical Society in London zu sehen.

]]>
Campus Termin news-37452 Tue, 07 Jun 2022 13:20:00 +0200
„Ich lerne jeden Tag etwas dazu“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37374 Ein Arbeitstag beginnt für Mohaa Vyas mit einem Kaffee – und etwas Sport. „Ich versuche, aktiv zu bleiben“, sagt sie. Denn: „Wegen der Pandemie verbringe ich viel Zeit zuhause, zu viel“, findet die 37-Jährige. Dabei liebt sie es, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, mit ihnen zu interagieren, sich auszutauschen. Genau das ist seit 2020 ihre Aufgabe als Liaison Officer bei TUM Mumbai.

]]>
Campus tumcampus@tum.de news-37374 Tue, 07 Jun 2022 10:00:00 +0200
Ressourceneinsparung durch „Precision Agriculture“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37416 Die eigentliche Idee hinter Precision Agriculture, also der „Präzisionslandwirtschaft“, ist einfach: Je mehr Bauern über die Bodenbedingungen, das Wetter sowie Pflanzen und Tiere wissen, umso besser können sie ihre Entscheidungen an die Umstände anpassen. Mit diesem Wissen und der geeigneten technischen Ausstattung können die Erträge erhöht und gleichzeitig Ressourcen eingespart werden. Wird beispielsweise Dünger gezielt entsprechend den Bedürfnissen der Pflanzen und der Beschaffenheit des Bodens eingesetzt, muss der Bauer seinen Traktor nicht so häufig benutzen – was CO2 spart. Daher ist es notwendig, dass Wissenschaftler eine große Menge an verlässlichen Daten sammeln, die dann analysiert und ausgewertet werden können. Dies ist oftmals die größte Herausforderung für diesen Forschungsbereich.

Heinz Bernhardt, Professor für Agrarsystemtechnik an der TUM, und seine Arbeitsgruppe haben verbundene Messsysteme  zur Erfassung großer Mengen verlässlicher Daten entwickelt. „Sensorsysteme in der Landwirtschaft müssen sehr robust sein, wenn sie zum Beispiel an landwirtschaftlichen Maschinen angebracht werden. Sie müssen in der Lage sein, unabhängig von Temperatur, pH-Wert-Änderungen oder mechanischen Einflüssen präzise Messungen vorzunehmen“, erklärt Bernhardt. Er und sein Team entwickeln diese „Hardware“-Bauteile für die Datenerfassung auf dem Feld und im Tierstall.

]]>
Nachhaltigkeit Entrepreneurship Forschung vera.spaett@tum.de news-37416 Fri, 03 Jun 2022 09:30:00 +0200
Wohl dem, der Wärme liebt https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37448 Der Klimawandel hat in Mitteleuropa längst Einzug gehalten. Dass er auch die Populationen und Verbreitungsgebiete von Tieren und Pflanzen beeinflusst, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Wie sich die Bestände unserer heimischen Tierarten über Jahre und Jahrzehnte verändern, ist eine Fragestellung, mit der sich das BioChange Lab der TUM beschäftigt. „Dazu kommt, dass nicht nur das Klima sich wandelt, sondern auch die Art und Intensität der Landnutzung. Hierzu zählen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Besiedlung und Verkehr“, sagt Dr. Christian Hof, Leiter der Forschungsgruppe BioChange an der TUM.

Mögen Veränderungen in der Tier- und Pflanzenwelt in bestimmten Gebieten oder für einzelne Arten gut dokumentiert sein, so ist die flächendeckende Datenlage über viele Arten und vor allem über längere Zeiträume hinweg nur lückenhaft. Dies erschwert generelle Rückschlüsse darüber, wie sich Populationen heimischer Arten entwickeln und welche treibenden Faktoren für die Veränderung der biologischen Vielfalt eine Rolle spielen. Gerade Erkenntnisse zur Entwicklung des Artenbestandes über einen möglichst ausgedehnten Zeitraum in Zusammenhang mit Faktoren wie Landnutzung und Klima lassen valide Schlussfolgerungen zum Arten-, Biotop- und Klimaschutz zu.

]]>
Nachhaltigkeit Forschung katharina.baumeister@tum.de news-37448 Fri, 03 Jun 2022 08:11:00 +0200
Bioinspirierte Herzklappen aus dem 3D-Drucker https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37445 Im menschlichen Körper sorgen vier Herzklappen dafür, dass das Blut in die richtige Richtung gelenkt wird. Es ist dabei entscheidend, dass die Herzklappen sich richtig öffnen und schließen. Um diese Funktion zu gewährleisten, ist das Herzklappengewebe heterogen aufgebaut, was bedeutet, dass die Herzklappen innerhalb ihrer Struktur verschiedene biomechanische Eigenschaften aufweisen.

Ein Forschungsteam um Petra Mela, Professorin für Medizintechnische Materialien und Implantate an der Technischen Universität München (TUM), und Professorin Elena De-Juan Pardo von der University of Western Australia, hat nun erstmals diese heterogene Struktur mit einem 3D-Druckverfahren namens Melt Electrowriting imitiert. Zu diesem Zweck haben sie eine Fertigungspattform entwickelt, die das hochpräzise Drucken von individuellen Mustern und Kombinationen davon ermöglicht. Dadurch waren sie in der Lage, verschiedene mechanische Eigenschaften innerhalb der Grundstruktur einer Herzklappe genau anzupassen.

]]>
Forschung carolin.lerch@tum.de news-37445 Thu, 02 Jun 2022 18:32:00 +0200
Sechs Millionen Euro für die Ernährungsmedizin https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37447 „Das EKFZ schlägt eine fruchtbare Brücke zwischen der TUM School of Life Sciences und den Fakultäten für Medizin und Sport- und Gesundheitswissenschaften, welche ab Oktober 2023 die neue TUM School of Medicine and Health begründen werden. Das EKFZ ist damit ein Ausdruck des innovativen Ansatzes, moderne Ernährungswissenschaften mit medizinischer Spitzenforschung und neuen Präventionsansätzen zu verbinden“, sagt TUM-Präsident Thomas Hofmann bei der Vertragsunterzeichnung mit der Stiftung. „Ich freue mich, dass unsere langjährige Zusammenarbeit mit der Else Kröner-Fresenius-Stiftung weitergeführt wird und wir mit ihr einen verlässlichen Partner haben.“

Die EKFS hatte zur Jahrtausendwende den Aufbau des EKFZ initiiert und mit elf Millionen Euro finanziert. 2018 schloss sich eine weitere Förderung für fünf Jahre mit insgesamt fünf Millionen Euro an. Das EKFZ ist mittlerweile eine national und international anerkannte Einrichtung auf dem Gebiet der Ernährungsmedizin. Nun wird es für weitere fünf Jahre mit sechs Millionen Euro gefördert. 

Der Stiftungsratsvorsitzende Dr. Dieter Schenk konstatiert: „Die Stiftung sieht es als ihre Aufgabe an, das Wissen um Ursache, Diagnostik und Therapie von Erkrankungen zum Wohle der Patientinnen und Patienten zu mehren.“ Der Vorstandsvorsitzende der EKFS, Prof. Michael Madeja, betont: „Die EKFS ist eine der größten privaten Förderorganisationen der Medizin in Deutschland. Die Ernährungsmedizin war der Stiftung schon früh ein Anliegen. Und so unterstützen wir die Weiterförderung und den damit verbundenen Ausbau des Else Kröner Fresenius Zentrums für Ernährungsmedizin an der TUM als wichtigen Baustein einer kurativ wie präventiv ausgerichteten Gesundheitsversorgung.“

]]>
Campus katharina.baumeister@tum.de news-37447 Thu, 02 Jun 2022 09:16:56 +0200
Quanteningenieur Prof. Wille vom Freistaat ausgezeichnet https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37418 Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume sagt: „Stark im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe: Mit der milliardenschweren Hightech Agenda Bayern von Ministerpräsident Dr. Markus Söder und unserem Spitzenprofessurenprogramm holen wir Top-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler nach Bayern! Wir statten unsere Hochschulen mit der nötigen finanziellen Schlagkraft aus, um im weltweiten Wettbewerb an der Spitze konkurrieren zu können. Während der Bund in Wissenschaft und Forschung kürzt, investieren wir massiv. Dadurch können brillante Köpfe wie Prof. Dr.-Ing. Robert Wille bei uns in Bayern entscheidende Beiträge zu Lösungen für hochkomplexe Problemstellungen unserer Zeit leisten. Mit Wissenschaft auf Top-Niveau bauen wir unsere technologische Brillanz weiter aus und nutzen die Zukunftschancen von morgen!“

TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann dankt der Staatsregierung für diese erstklassige Forschungsförderung: „Die bayerische Spitzenprofessur zeigt die notwendige Hebelwirkung, um herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Bayern zu holen. Jeder Euro, der in Talente wie Prof. Wille investiert wird, wird sich mehrfach auszahlen im wissenschaftlichen Erfolg, in der Förderung von Studierenden und wissenschaftlichen Nachwuchs sowie im Technologietransfer zur Sicherung des technologischen Führungsanspruchs und Arbeitsplätzen in Bayern.“

Prof. Wille selbst erklärt seine Forschung so: „Im Prinzip lösen wir große Puzzles für die heutige Technik. Nahezu alle elektronischen Geräte von heute bestehen aus zahlreichen Komponenten, die auf ganz bestimmte Weise zusammenspielen müssen. Das ist wie ein Puzzle mit Hunderttausenden, Millionen oder gar Milliarden von Komponenten – also Puzzleteilen. Das bekommt ein Mensch manuell nicht mehr hin. Sehr verallgemeinert gesprochen: Methoden, die wir entwickeln, erlauben es, dass elektrische Systeme effizienter werden. Sie stellen sicher, dass Flugzeuge nicht abstürzen oder autonome Fahrzeuge sicherer durch die Straßen fahren.“

]]>
Quantentechnologie Präsident news-37418 Wed, 01 Jun 2022 07:51:40 +0200
Ideen für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37414 „Unsere heutige Wirtschaftsweise und die Verbrauchsgewohnheiten bezahlen wir mit der Schädigung der Natur und dem Verlust an Biodiversität in der Luft, auf der Erde und unter Wasser und beschneiden damit die Grundlagen unserer Existenz“, sagt TUM-Präsident Thomas Hofmann. „Diejenigen, die am wenigsten Zugang zu den Vorteilen der menschlichen Entwicklung haben, leiden am meisten unter den unerwünschten Nebenwirkungen unseres Handelns. Wir gefährden unsere eigene Zukunft. Und dies erfordert unser dringendes Handeln.“

Das Buch "Circular Economy", erschienen im Verlag TUM.University Press, fasst die Ergebnisse eines Symposiums im Sommer 2021 zusammen. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft haben dabei Handlungsempfehlungen herausgearbeitet, aber auch Forschungsbedarf identifiziert. Die Veranstaltung fand unter der Schirmherrschaft von Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann statt. Das Symposium ist Teil der Initiative „TUM Forum Sustainability“, die 2016 von der TUM Senior Excellence Faculty gestartet wurde. Die Veranstaltungen werden regelmäßig in Kooperation mit dem Institute for Earth System Preservation (IESP) und dem TUM Institute for Advanced Study (IAS) organisiert.

Gruß- und Geleitworte für das Buch verfassten Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Präsident Thomas F. Hofmann, Prof. Gerhard Kramer, Vizepräsident Forschung und Innovation der TUM, sowie Prof. Michael Molls, Sprecher der Senior Excellence Faculty und Direktor des Institute for Advanced Study der TUM. Das Buch umfasst neben den Ergebnissen des Symposiums auch Kapitel über die TUM-Initiative CirculaTUM (TUM Sustainability-Preis 2021), den TUM Campus Straubing und die Nachhaltigkeitsinitiative TUM Forum Sustainability der TUM Senior Excellence Faculty. Das Buch wird bei der IFAT, der Weltleitmesse für Umwelttechnologien, die vom 30. Mai bis 3. Juni 2022 in München stattfindet, vorgestellt. Es ist als Printversion über den Buchhandel erhältlich und als Download gratis verfügbar.

]]>
Nachhaltigkeit katharina.baumeister@tum.de news-37414 Tue, 31 May 2022 07:31:00 +0200
Multifunktionales Pflaster zur Wundheilung https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37409 Bei kleineren Schürfwunden auf der Haut leisten konventionelle Pflaster gute Dienste. Schwieriger wird es bei Verletzungen von Weichgewebe wie der Zunge oder sensiblen Oberflächen wie dem Darm. Welches Material hält dort, ohne das Gewebe zu beschädigen oder an angrenzenden Stellen zu haften? Wie lassen sich dort Wunden vor äußeren Einflüssen und Bakterien schützen? Welche Substanz ermöglicht es Zellen, sich darunter zu regenerieren, und baut sich anschließend rückstandsfrei ab?

Trotz Entwicklungsfortschritten bei einzelnen Anforderungen, bleibt die Kombination möglichst vieler Eigenschaften eine Herausforderung. Ein Team um Oliver Lieleg, Professor für Biomechanik an der Technischen Universität München (TUM), hat einen Film zur Wundheilung entwickelt, der im Vergleich zu ähnlichen Entwicklungen besonders vielfältige Eigenschaften vereint. Das neuartige Pflaster aus Biomolekülen lieferte in der kürzlich veröffentlichten Studie bereits vielversprechende Ergebnisse und wird noch weiter getestet und entwickelt.

]]>
Forschung carolin.lerch@tum.de news-37409 Mon, 30 May 2022 10:53:00 +0200
Gleiches Symptom – andere Ursache? https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37407 Anhand der Symptome definieren und diagnostizieren Ärztinnen und Ärzte heutzutage die meisten Krankheiten. Das muss aber nicht bedeuten, dass Patientinnen und Patienten mit ähnlichen Symptomen auch die gleiche Krankheitsursache oder gleiche molekulare Veränderungen aufweisen. In der Biomedizin spricht man dabei oft von molekularen Mechanismen einer Krankheit, also wie sich die Regulation von Genen, Proteinen oder Stoffwechselwegen bei dem Ausbruch einer Krankheit ändert. Das Ziel von stratifizierter Medizin ist es, Erkrankte auf molekularer Ebene in unterschiedliche Subtypen einzuteilen, um ihnen eine gezieltere Behandlung zukommen zu lassen.

Um Krankheits-Subtypen aus großen Patientendaten zu identifizieren, können neue Algorithmen aus dem Bereich des maschinellen Lernens helfen. Diese haben das Ziel, selbstständig Muster und Zusammenhänge von umfangreichen klinischen Messungen zu erkennen. Die Nachwuchsforschungsgruppe LipiTUM um Gruppenleiter Dr. Josch Konstantin Pauling vom Lehrstuhl für Experimentelle Bioinformatik hat einen solchen Algorithmus entwickelt.

]]>
Künstliche Intelligenz Forschung katharina.baumeister@tum.de news-37407 Fri, 27 May 2022 07:38:00 +0200
Wie die Sportintensität das Infektionsrisiko beeinflusst https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37406 Bereits vor der Studie war bekannt, dass sich das Atemvolumen untrainierter Menschen von etwa fünf bis fünfzehn Litern pro Minute in der Ruhe auf über 100 Liter pro Minute beim Sport erhöht. Sehr gut trainierte Sportler erreichen sogar mehr als 200 Liter pro Minute. Bekannt war auch, dass sich häufig Menschen bei körperlicher Belastung in geschlossenen Räumen mit SARS-CoV-2-Viren angesteckt haben.

Bisher unklar war hingegen, wie sich die Intensität körperlicher Belastung auf die Konzentration von Aerosolpartikeln in der Atemluft sowie auf den konkreten Ausstoß von Aerosolpartikeln durch eine Person pro Minute und damit auch auf das potentielle Ansteckungsrisiko für Infektionskrankheiten wie SARS-CoV-2 auswirkt. Diese Informationen werden jedoch dringend benötigt, um zum Beispiel für den Schulsport, Hallenvereinssport, Fitnessstudios wie auch Diskotheken gezielte Schutzmaßnahmen bei schwerwiegenden Infektionswellen abzuleiten und möglicherweise Schließungen vermeiden zu können.

]]>
Covid-19 Forschung henrike.boden@tum.de news-37406 Wed, 25 May 2022 14:00:00 +0200
Wandelbare Energie https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37402 Der Beitrag auf der Webseite der Podcast-Reihe „Exzellent erklärt“ (Episode 11, 1.5.2022, 27 min)
 

Bettina Lotsch, Professorin für Nanochemie an der LMU München und Direktorin am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart, ist ebenfalls am Beitrag beteiligt.

]]>
TUM in den Medien news-37402 Tue, 24 May 2022 09:24:40 +0200
Veränderungen im Mobilitätsverhalten nach Entlastungspaket erfassen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37399 Die Befragung läuft über die Webseite der HfP. Die Teilnehmer werden bis Jahresende dreimal zu ihrem Mobilitäts- und Energieverhalten befragt. Die Anmeldedaten werden entsprechend strenger Datenschutzbestimmungen nur bei der TUM verwahrt. Außerdem bekommen 1000 Interessierte die Möglichkeit, ihr Bewegungsverhalten bis Ende September sogar automatisch per App erfassen zu lassen – natürlich unter Einhaltung des strengen deutschen Datenschutzes. Die Registrierung dafür erfolgt auch über die Webseite. Für die vollständige Teilnahme gibt es eine Entschädigung von mindestens 30 Euro. Unter diesen Teilnehmern werden zusätzlich 2 x 200 Euro an Gutscheinen verlost.

]]>
Mobilität news-37399 Mon, 23 May 2022 08:45:16 +0200