TUM - Aktuelles https://www.tum.de Aktuelle Meldungen der TU München de TUM Sat, 17 Apr 2021 17:46:30 +0200 Sat, 17 Apr 2021 17:46:30 +0200 Wie Hochschulen digitaler und nachhaltiger werden https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36567/ Die Ringvorlesung “Digital Sustainability Transformation of, by and for TUM” findet immer montags von 18:30 bis 20 Uhr online über den Dienst Zoom statt. Die Veranstaltungen richten sich ausdrücklich auch an eine interessierte Öffentlichkeit außerhalb der Universität.

Thema der ersten öffentlichen Veranstaltung am 19. April 2021 ist „Der Weg zur nachhaltigen Hochschule“. Gäste sind Lara Lütke-Spatz, Geschäftsführerin des Netzwerks Hochschule & Nachhaltigkeit Bayern, und Miranda Schreurs, Professorin für Umwelt- und Klimapolitik an der TUM.

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Campus Termin news-36567 Thu, 15 Apr 2021 16:27:25 +0200
Klimawandel in der Natur veranschaulicht https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36526/ Mit Grünen Klimastreifen möchten Sie veranschaulichen, wie die Antwort der Natur auf die globale Erwärmung aussieht. Wie sind die farbigen Streifen zu decodieren?

Blaue Farben stehen für Jahre mit kalter Witterung und demzufolge auch mit später Blüte oder Blattentfaltung, grüne Streifen stehen für warme Jahre mit früherer Pflanzenentwicklung. Wir haben die Grünen Klimastreifen nun erstmals für Bayern und einige historische Beobachtungsreihen erstellt.

Ähnliche Bilder – nur in anderen Farben - kennen viele wahrscheinlich aus der Berichterstattung über die „Fridays for Future“ Demonstrationen…

Die Grünen Klimastreifen oder „green warming stripes“ sind eine Weiterentwicklung der bekannten Klimastreifen oder „warming stripes“ von Ed Hawkins, die in blau-roten Farben die Erwärmung über die letzten Dekaden einfach visualisieren und schnörkellos kommunizieren.

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Forschung katharina.baumeister@tum.de news-36526 Wed, 14 Apr 2021 13:42:00 +0200
Mit Fakten gegen Fake news https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36563/ „VACCtion“ ist 2019 als One-Woman-Show gestartet. Wie kam das?

Katharina Tartler: Ich habe drei Brüder und die haben mir immer wieder YouTube-Videos von Impfgegnern geschickt und sich darüber lustig gemacht. Dann sind auch in meinem Umfeld Verschwörungstheorien aufgetaucht. Das hat mich traurig gemacht, weil Impfungen eine der größten wissenschaftlichen Errungenschaften sind. Die WHO hat Impfgegner 2019 zu den zehn größten Bedrohungen der globalen Gesundheit erklärt.

Und Sie wollten das nicht hinnehmen?

Genau. Impfungen bringen ein Paradoxon mit sich. Mit steigenden Impfquoten sinken die Krankheitsinzidenzen. Doch je seltener eine Krankheit auftritt, desto weniger ist sie in den Köpfen der Menschen präsent. Sie wird weniger gefürchtet und die Impfquoten sinken. Die USA hatte man zum Beispiel schon für masernfrei erklärt. Beim Masernausbruch 2019 in den USA wurden bereits in den ersten vier Monaten des Jahres über 700 Fälle gemeldet. Weltweit stieg die Zahl 2019 auf über 870.000 gemeldete Fälle an; mit mehr als 200.000 Toten.

Den ersten Vortrag haben Sie noch allein gehalten - im August 2019 beim Seniorenclub Ihres Pfarrverbands. Inzwischen sind sie zu acht und eine ziemlich bunte Truppe.

Komplett allein war ich damals nicht. Mein Freund ist Chemiedoktorand und hat mich unterstützt, hat Korrektur gelesen, ein Video für mich geschnitten. Nach den Vorlesungen konnte ich dann Werbung für mein Projekt machen und bin superfroh, dass wir jetzt so viele sind.

Wie setzt sich die Gruppe zusammen?

Wir kommen aus unterschiedlichen Richtungen innerhalb der Naturwissenschaften und das hilft sehr. Doktoranden sind dabei und Lehramtsstudierende. Alle weiteren Vorträge sind gemeinsam entstanden, fast jeder hat schon selbst vorgetragen und wir sind bei den Vorträgen fast immer vollzählig. Auch Prof. Dietmar Zehn, Professor Tierphysiologie und Immunologie an der TUM School of Life Sciences hat sich sehr viel Zeit für uns genommen.

Wie gestalten Sie Ihre Vorträge?

Das unterscheidet sich von Publikum zu Publikum. Wir beschreiben erst allgemein, wie das menschliche Immunsystem und wie die aktiven und passiven Impfungen funktionieren, dass sie die natürlichen Mechanismen des Körpers ausnutzen und das Immunsystem quasi „vorwarnen“. Wir unterscheiden die aktiven Impfungen nach Lebend-, Tot- und genbasierten Impfstoffen, wie die Corona-Impfungen.

Mit welchen Impfbedenken setzen Sie sich auseinander?

Dass viele schädliche Zusatzstoffe drin sind, dass es starke Nebenwirkungen gibt bis hin zu der Ansicht „Impfungen sind nur eine Masche der Pharmaindustrie, um Geld zu verdienen“. Wir versuchen dann, diese Meinungen zu entkräften beziehungsweise in Relation zu setzen, zeigen etwa Grafiken zu den umsatzstärksten Arzneimitteln. Unter den Top Ten ist tatsächlich bloß eine einzige Impfung.

Welche?

Gegen Pneumokokken. Und die befindet sich im hinteren Bereich. Bei den genbasierten Corona-Impfungen ist die größte Befürchtung, dass sie sich in unser Erbgut einbauen. Die mRNA-Impfungen kommen gar nicht mit unserem eigenen Erbgut in Kontakt und werden auch sehr schnell wieder abgebaut. Auch die AstraZeneca-Impfung wird vergleichsweise schnell abgebaut und nicht in unser Genom eingefügt.

Wie unterscheiden sich die öffentlichen von den Schulvorträgen?

Bei Schülerinnen und Schülern erklären wir das Immunsystem und die verschiedenen Krankheitserreger ausführlicher und wir sind interaktiver. Mit der mentimeter-App holen wir von den Schülern ein Echtzeit-Feedback ein, das in einer Word-map für alle sichtbar wird. Während des Vortrags können Fragen im Chat gestellt werden. Unser Team bündelt sie und wir versuchen diese nach dem Vortragsteil bestmöglich zu beantworten.

Sie suchen noch Verstärkung, oder?

Ja, immer. Wir suchen für den Aufbau einer Webseite dringend jemanden, der zum Beispiel Informatik studiert, damit wir mehr haben als nur unseren Instagram-Kanal.

(Interview: Barbara Link)

 

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Covid-19 Campus news-36563 Tue, 13 Apr 2021 14:22:42 +0200
„Die Infektion frühzeitig unter Kontrolle bringen“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36561/ Wie schädigt das Immunsystem den Körper bei Covid-19?
Die Aktivierung des Immunsystems ist wichtig, damit wir Infektionserreger und Tumorzellen kontrollieren können. Genauso wichtig ist aber auch das Abschalten der aktivierten Immunzellen. Denn: Ein überaktives Immunsystem bei Covid-19 hat viele Facetten, etwa den Überschuss von Antikörpern und Botenstoffen, die besonders stimulierend auf weitere Immunantworten sind. Diese Parameter lassen sich auch sehr gut messen – wahrscheinlich gibt es noch weitere Formen der überschießenden Aktivierung. 
Geschädigt werden dabei verschiedene Organe wie Lunge, Herz, Leber und Gehirn. Aber vor allem auch das Gefäßsystem. Besonders die Schädigung des Gefäßsystems hat das Potenzial, schwere Krankheitsverläufe hervorzurufen.


Was sind die Folgen?
Schäden in den jeweiligen Organen sind zum Teil nur schwer reparabel. Das bedeutet wiederum auch lange Verläufe in der Genesung. 


Was lässt sich dagegen tun?
Man muss die Infektion frühzeitig unter Kontrolle bringen, bevor sich Covid-19 entwickelt - etwa durch eine Impfung. Denn: Wenn Covid-19 eingetreten ist, haben wir leider immer noch wenige Medikamente, die Organschäden verhindern können. Gute Erfahrungen wurden bisher mit Kortison gemacht, das alle Formen der Immunantwort abschaltet. Zudem auch mit Antikörpern gegen bestimmte Botenstoffe. 

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Covid-19 Termin a.schmidt@zv.tum.de news-36561 Tue, 13 Apr 2021 10:53:09 +0200
Ein Ausblick auf das Studium im Sommersemester 2021 https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36552/ Kann ich das Semester online studieren? Finden meine Prüfungen statt – und wie? Kann ich mein Praktikum absolvieren? Verlängert sich die Regelstudienzeit? Es gibt viele Fragen zum Studium im Sommersemester und nicht auf alle eine Antwort. Die Pandemie bleibt unberechenbar und verlangt große Flexibilität genauso wie vorausschauendes Handeln. Mit der Erfahrung der vergangenen Semester hat die TUM Regelungen erlassen, die allen Studierenden ein sicheres und erfolgreiches Studium ermöglichen, auch wenn sie wegen der Pandemie nicht vor Ort sein können. Diese werden auf www.tum.de/corona/studium laufend aktualisiert.

Hybride Lehre – was ist das?

Die Lehre im Sommersemester wird wieder hybrid. Das bedeutet, dass Online-Veranstaltungen mit Lehrformaten am Campus kombiniert werden. Digitale Lehrformate stellen sicher, dass viele Veranstaltungen unabhängig von Ort und Zeit zugänglich bleiben. Das gilt vor allem für Vorlesungen, an denen sich viele Studierende beteiligen.

Wenn es das Pandemiegeschehen zulässt, wird die Onlinelehre durch Präsenzveranstaltungen unterstützt, etwa Tutorien oder kleine Projektgruppen. Dabei kann sich das Verhältnis von Digital und Präsenz im laufenden Semester verändern. Besonders neue Studierende sollen die Möglichkeit bekommen, ihren Campus kennenzulernen. 

Trotzdem bleibt die Planungssicherheit gewährleistet: Alles, was digital startet, wird auch digital beendet. So können auch internationale Studierende ihr Semester zuverlässig planen.

Hygienekonzept: mit Tests, Maske und QR-Codes gegen das Virus

Lehrveranstaltungen wie Vorlesungen oder Seminare lassen sich gut digitalisieren, manche Kurse können aber nur am Campus durchgeführt werden. Es gibt zum Beispiel Laborpraktika, die sich auch mit höchstem Aufwand nicht aus der Ferne absolvieren lassen.

Für diese Fälle hat die TUM ein umfangreiches Hygienekonzept entwickelt, mit dem die Sicherheit und Gesundheit von Studierenden und Lehrenden geschützt werden. Zentral dabei: Abstand – Hygiene – Masken. Zusätzlich werden über das System QRONITON die Kontaktdaten von allen Personen erfasst, die an Lehrveranstaltungen oder Prüfungen in Präsenz teilnehmen. Dabei gelten höchste Standards bei Datenschutz und Transparenz.

Und was ist mit den Prüfungen?

Die TUM setzt weiterhin auf elektronische Fernprüfungen, an denen alle Studierenden teilnehmen können, egal wo sie sind. Bei beaufsichtigten Fernprüfungen gibt es auch weiterhin die Möglichkeit, die Prüfung alternativ am Campus abzulegen.

Welche Prüfungen online stattfinden und welche am Campus, hängt von der Entwicklung der kommenden Wochen und Monate ab. Sicher ist: Die TUM wird alles tun, um Einschränkungen bei den Prüfungen wo immer möglich zu vermeiden.

Werden prüfungsrechtliche Fristen verlängert?

Auch im Sommersemester gilt die individuelle Regelstudienzeit. Sie stellt sicher, dass wegen Corona niemand den BAföG-Anspruch verliert. Eine entsprechende Bestätigung ist auf der Immatrikulationsbescheinigung zu finden.

Gleichzeitig wird die Studienfortschrittskontrolle verlängert – pauschal für alle, die eingeschrieben und nicht beurlaubt sind. Damit haben alle ein Semester länger Zeit, um die nötigen Leistungen für den Studienfortschritt zu erbringen.

Das alles gilt zusätzlich zu den Regelungen der vergangenen Semester. Bereits beschlossene Verlängerungen der Studienfortschrittskontrolle oder der Regelstudienzeit bleiben bestehen.

Auch die Pflichtanmeldung für Prüfungen wird für ein weiteres Semester ausgesetzt. Aber: Alle Prüfungen, für die man sich freiwillig anmeldet, zählen auch regulär.

Der Rahmen für das Sommersemester 2021 schafft noch an weiteren Stellen zusätzlichen Spielraum, zum Beispiel bei GOPs, Modulprüfungen aus den Grundlagen oder auch bei Abschlussarbeiten. Aktuelle Informationen zu den genauen Bestimmungen stellen wir unter www.tum.de/corona/studium bereit.

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Campus goetschel@zv.tum.de news-36552 Mon, 12 Apr 2021 15:33:00 +0200
Multidimensionaler Blick auf das Coronavirus https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36558/ Gelangt ein Virus in eine Zelle, beginnt ein Wechselspiel zwischen Eiweißmolekülen des Erregers und denen des Körpers. Die Vervielfältigung des Virus, aber auch Gegenmaßnahmen der Zellen sind das Ergebnis komplexer Protein-Signalfolgen. Ein Team um Andreas Pichlmair, Professor für Immunpathologie von Virusinfektionen am Institut für Virologie der TUM, und Matthias Mann, Leiter der Abteilung Proteomics und Signaltransduktion am Max-Planck-Institut für Biochemie, hat systematisch festgehalten, wie menschliche Lungenzellen auf einzelne Proteine des Covid-19-Erregers SARS-CoV-2 und des schon länger bekannten SARS-Coronavirus reagieren.

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Covid-19 Forschung paul.hellmich@tum.de news-36558 Mon, 12 Apr 2021 12:29:09 +0200
Prof. Francis Kéré erhält renommierte Jefferson-Medaille https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36554/ Der burkinische Architekt und TUM-Professor Francis Kéré ist weltweit für seine innovativen Entwürfe bekannt, in denen er traditionelle Baumaterialien mit moderner Ingenieurtechnik vereint. Seine architektonisch herausragenden Gebäude stehen gleichzeitig für soziales Engagement. Für seine architektonische Leistung und seinen Einsatz für das Allgemeinwohl wird er nun mit der Jefferson-Medaille ausgezeichnet. Der renommierte Preis wird seit 1966 von der Thomas Jefferson Foundation und der University of Virginia vergeben. Preisträger sind unter anderem die Architekten Ludwig Mies van der Rohe, I. M. Pei, Frank O. Gehry, Zaha Hadid, Toyo Ito und David Adjaye. In Deutschland ist Kéré der breiten Öffentlichkeit vor allem durch seine Entwürfe für Christoph Schlingensiefs Operndorf bekannt.

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Campus stefanie.reiffert@tum.de news-36554 Mon, 12 Apr 2021 08:46:41 +0200
Covid-19: Perspektiven auf die aktuelle Forschung https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36551/ Neben medizinischen Themen rund um die Impfung, die Rolle des Immunsystems, mögliche neue antivirale Therapien, die Auswirkungen von Covid-19 auf das Nervensystem und die Frage, was die Haut über die Erkrankung verrät, beleuchtet die Vorlesungsreihe gesellschaftliche, ethische und wirtschaftliche Aspekte der Pandemie.

Wie etwa können wir im Homeoffice fit bleiben und wann darf man nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 wieder mit Sport beginnen? Und wie sieht es eigentlich mit der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen aus? Welche Innovationen macht die Krise für Wirtschaft und Politik erforderlich und welche Rolle spielen digitale Technologien dabei? Wie sollte mit dem Thema Datenschutz im Gesundheitssystem in der Pandemiesituation umgegangen werden? Wie beeinflusst die Pandemie mit Social Distancing und Lockdowns die Häufigkeit von häuslicher Gewalt in Deutschland und weltweit? Wie wirkt die Pandemie sich auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und die Kapitalmärkte aus? Und wie lässt sich mithilfe Künstlicher Intelligenz die Einsatzplanung von Ärzten und Bettenkapazitäten sowohl kosteneffizient als auch mitarbeiter- und patientenfreundlich optimieren?

Die Vorlesungsreihe findet jeweils mittwochs von 18.15 bis 19.50 Uhr statt.

 

Programm:

14.04.2021 - Wie schädigt das Immunsystem den Körper bei COVID-19?

Prof. Percy Knolle, Direktor des Instituts für Institut für Molekulare Immunologie und Direktor des Instituts für Experimentelle Onkologie

21.04.2021 – Die Virus-Wirt-Interaktion oder wie man die Achilles-Ferse des Virus für neue antivirale Therapien trifft

Prof. Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie
Prof. Andreas Pichlmair, Institut für Virologie

28.04.2021 – Sport in der Pandemie

Prof. Martin Halle, Direktor der Poliklinik für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin

05.05.2021 – Datenschutz im Gesundheitssystem: Hindernis oder Notwendigkeit in der Pandemiesituation

Prof. Martin Boeker, Lehrstuhl für Medizinische Informatik
Prof. Alena Buyx, Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin
Prof. Dirk Heckmann, Lehrstuhl für Recht und Sicherheit der Digitalisierung, TUM School of Governance

12.05.2021 – Das nächste Kapitel von Führung & Governance: Warum wir Innovationen in Wirtschaft und Politik dringend brauchen

Prof. Isabell M. Welpe, Lehrstuhl für Strategie und Organisation, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

19.05.2021 – Häusliche Gewalt an Frauen und Kindern während der COVID-19 Pandemie

Prof. Janina Steinert, Professur für Global Health, TUM School of Governance
Prof. Heidi Stöckl, London School of Hygiene and Tropical Medicine

09.06.2021 – Personaleinsatzplanung und Bettenplannung im Krankenhaus

Prof. Alexander Hübner, Lehrstuhl für Supply and Value Chain Management, TUM School of Management
Prof. Clemens Thielen, Professur Komplexe Netzwerke

16.06.2021 – Auswirkungen der Pandemie auf unterschiedliche Wirtschaftszweige (KMU)

Prof. Guther Friedl, Lehrstuhl für Controlling, Dekan der TUM School of Management

23.06.2021 – Reaktionen bei COVID19 und Corona-Impfung: Die Haut im Auge behalten

Prof. Tilo Biedermann, Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie

30.06.2021 – Infektionsprävention: lokale und nationale Strategien

Prof. Clarissa Prazeres da Costa, Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene
Dr. Nina Wantia, Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene

07.07.2021 – Neuro-Covid und Post-Covid-Syndrom: akute und chronische Auswirkungen auf das Nervensystem

Prof. Andrea Winkler, Klinik und Poliklinik für Neurologie
Prof. Paul Lingor, Klinik und Poliklinik für Neurologie

14.07.2021 – Auswirkung der Pandemie auf Kapitalmärkte

Prof. Christoph Kaserer, Lehrstuhl für Finanzmanagement und Kapitalmärkte

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Covid-19 Campus lisa.pietrzyk@tum.de news-36551 Fri, 09 Apr 2021 13:47:40 +0200
Abnehmen durch Sport https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36531/ Laut einer Statistik der Deutschen Adipositas Gesellschaft sind in Deutschland rund zwei Drittel (67 Prozent) der Männer und die Hälfte (53 Prozent) der Frauen übergewichtig. Sie haben demnach einen Body-Mass-Index (BMI) von über 25*. Zudem wollen laut Verbrauchs- und Medienanalyse 2020 rund 7,17 Millionen Menschen in Deutschland an Gewicht verlieren.

Wer abnehmen will, muss mehr Energie verbrauchen, als er zu sich nimmt. Eine Rolle spielt dabei auch die körperliche Bewegung. Denn durch Sport werden mehr Kalorien verbraucht als im Sitzen, Stehen oder Liegen. Doch welchen Einfluss hat Sport auf das (un-)mittelbare Ernährungsverhalten? Dieser Fragestellung ist ein internationales Forschungsteam der TU München und der University of Nebraska in Lincoln (USA) nun erstmalig nachgegangen.

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Forschung battenberg@zv.tum.de news-36531 Wed, 07 Apr 2021 15:44:42 +0200
TUM Innovation Networks gehen an den Start https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36527/ TUM-Präsident Thomas F. Hofmann setzt dabei auf die Erschließung von künftigen Innovationsfeldern über Disziplinen, Denk- und Arbeitskulturen hinweg: „Mit den TUM Innovation Netzworks fördern wir den Pioniergeist unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in potentialreichen Bereichen, die sich nur durch interdisziplinäre Forschungsansätze erfolgreich begegnen lassen. Dazu nutzen wir das kreative Potential der gesamten Universität durch neue wissenschaftliche Verbindungen zwischen unseren Schools und Departments und erschließen wissenschaftlich unkartiertes Terrain. Und wir gehen auch ins Risiko. Das heißt, wir nehmen bewusst in Kauf, dass Projekte auch mal scheitern können, aber zugleich schaffen wir die Voraussetzungen für wirklich bahnbrechende Innovationen.“

In einem kompetitiven Prozess wurden aus 32 Anträgen die drei innovativsten Projektideen ausgewählt und gehen nun als TUM Innovation Networks zum 1. April 2021 an den Start:

  • Neurotechnology for Mental Health (NEUROTECH)
  • Artificial Intelligence powered Multifunctional Material Design (ARTEMIS)
  • Robot Intelligence in the Synthesis of Life (RISE)
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Künstliche Intelligenz Campus news-36527 Wed, 31 Mar 2021 14:00:36 +0200
Die Wissenschaft von der perfekten Pizza https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36518/ Filippo Licciardo und die Wissenschaftler PD Dr. Mario Jekle und Thekla Alpers stellen in der Quarks-Sendung „Die Wissenschaft von der perfekten Pizza?“ die Unterschiede heraus, die sich ergeben, wenn eine Pizza im Steinofen für 90 Sekunden bei 350 Grad Celsius gebacken wird, oder aber im Backofen unter verschiedenen Temperatureinstellungen und Bedingungen. Neben verschiedenen Temperaturmessungen, unter anderem mit Wärmebildkameras machen die Forschenden mittels eines Texture Analyzers, der den Beißvorgang imitieren kann, auch objektive Aussagen zur Knusprigkeit des Teiges.

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TUM in den Medien news-36518 Tue, 30 Mar 2021 12:40:12 +0200
Neues Frühwarnsystem für selbstfahrende Autos https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36508/ Um künftige selbstfahrende Autos sicher zu machen, setzen viele Entwicklungen auf ausgefeilte Modelle, mit denen die Fahrzeuge das Verhalten aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Straßenverkehr beurteilen können. Was aber, wenn die Modelle für manche komplexe oder unvorhergesehene Situationen aktuell noch nicht ausreichen?

Ein Team um Prof. Eckehard Steinbach, Inhaber des Lehrstuhls für Medientechnik und Mitglied des Board of Directors der Munich School of Robotics and Machine Intelligence (MSRM) der TUM, verfolgt einen neuen Ansatz. Dank Künstlicher Intelligenz (KI) kann ihr System aus vorausgegangenen Situationen lernen, in denen selbstfahrende Testfahrzeuge im realen Straßenverkehr an ihre Systemgrenzen gestoßen sind. Das sind Situationen, in welchen der Mensch wieder die Kontrolle über das Auto übernimmt – entweder, weil das Auto ihn zum Eingreifen aufgefordert hat oder weil er sich selbst aus Sicherheitsgründen dazu entschieden hat.

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Künstliche Intelligenz Mobilität Forschung christine.lehner@tum.de news-36508 Tue, 30 Mar 2021 10:14:00 +0200
Stabile Schweißnähte für Luft- und Raumfahrt https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36510/ Das Verfahren des Rührreibschweißens wird immer häufiger bei Bauteilen eingesetzt, bei denen die Nähte besonders dicht und stabil sein müssen. Etwa im Flugzeugrumpf, im Kühlsystem des Autos oder auch beim Treibstofftank einer Rakete. Im Gegensatz zu anderen Schweißverfahren benötigt das Rührreibschweißen kein zusätzliches Schweißmaterial, und die Temperaturen bleiben in der Regel unter der Schmelztemperatur. Damit ist das Verfahren besonders für temperaturempfindliche Materialien wie das leichte Aluminium geeignet.

Sind die Bauteile fest eingespannt, wird an deren Grenzfläche der schnell drehende Schweißstift des Schweißgerätes entlanggeführt. Der Stift weicht das Material durch Reibungswärme auf, ohne es zu schmelzen. Während sich der Stift voran bewegt, verrührt er die beiden Bauteile an der Grenzfläche und sorgt nach dem Abkühlen für eine besonders feste Naht.

Das Problem bei dem erst 30 Jahre alten Verfahren sind fehlende Erfahrungswerte. Bei jedem neuen Bauteil und Material müssen die Einstellungen des Geräts durch Ausprobieren bestimmt werden. Durch eine automatische Regelung, welche die Einstellungen selbst bestimmt und anpasst, würde sich die Effizienz des Verfahrens enorm verbessern. Dafür hat Dr. Andreas Bachmann in seiner Forschungsarbeit an der TUM ein Regelungskonzept entwickelt.

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Forschung presse@tum.de news-36510 Mon, 29 Mar 2021 10:26:00 +0200
Hybrid-Rad ermöglicht mehr Autonomie https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36499/ „Handbiken ist für mich Freizeit und Freiheit“, erklärt Anna Schaffelhuber, siebenfache Paralympic-Siegerin im Monoskifahren. Das Handbike stehe für sie außerdem für die Natur: „Ich kann damit in die Berge fahren.“ Die Ausnahmesportlerin hat mit dem Handbike sogar die Alpen überquert. Sie war daher auch die erste Ansprechpartnerin für den Ingenieur Emil Wörgötter. Er beschäftigte sich in seiner Masterarbeit an der TUM mit der Verbesserung dieses Sportgerätes für Menschen mit Behinderungen. 

Denn die bisherigen Systeme haben auch Nachteile: Sie funktionieren gut, solange die Fahrerin oder der Fahrer darin sitzt, aussteigen ist nicht möglich. Wer auf Tour ist, hat den Rollstuhl nicht dabei und ist daher auf fremde Hilfe angewiesen, wenn er Pause machen und auf die Toilette gehen oder eine Erfrischung kaufen möchte. „Das ideale Sportgerät für gehbehinderte Menschen, das Bewegungsfreiheit und Autonomie vereint, wäre ein Handbike mit integriertem Rollstuhl“, resümiert Wörgötter. Doch ein solches Hybrid-Rad gibt es bisher nicht auf dem Markt.  

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Mobilität Forschung stefanie.reiffert@tum.de news-36499 Thu, 25 Mar 2021 10:50:00 +0100
Wie aktivierte T-Zellen die Leber zerstören https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36502/ Starke Fettleibigkeit geht häufig mit einer Fettleber-Entzündung einher. Bisher war weitgehend unbekannt, wie es zu der Erkrankung kommt. Das Team um den Immunologen Prof. Percy Knolle von der TUM hat diesen Prozess Schritt für Schritt in Modell-Systemen an Mäusen erforscht – und liefert damit richtungsweisende Einblicke in die Entstehung der Fettleber-Hepatitis beim Menschen. „Alle Schritte, die wir in Modell-Systemen gesehen haben, konnten wir auch bei Patienten beobachten“, betont Knolle. Die Ergebnisse publizierte das Team im renommierten Fachjournal „Nature“.

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Forschung lisa.pietrzyk@tum.de news-36502 Wed, 24 Mar 2021 17:00:00 +0100
„Bei 6G wird der Mensch im Mittelpunkt stehen“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36501/ Das 6G Zukunftslabor Bayern an der TUM gilt als größtes universitäres Forschungsprojekt in Deutschland zur sechsten Mobilfunkgeneration. Es ist Teil der 6G-Initiative Bayern, für die das Bayerische Wirtschaftsministerium mindestens fünf Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung stellen wird. Zwölf Professuren werden in den nächsten drei Jahren grundlegende Mechanismen für 6G entwickeln und eine Roadmap für die Standardisierung und Einführung erarbeiten. Projektleiter Prof. Wolfgang Kellerer ist zugleich einer der beiden Sprecher der heute gestarteten Plattform Thinknet 6G von Bayern Innovativ, einem weiteren Baustein der bayerischen Initiative, die alle relevanten Akteurinnen und Akteure vernetzen will.

Der Mobilfunkstandard 5G ist noch nicht flächendeckend eingeführt, da arbeiten Sie mit 6G schon an der nächsten Generation. Ist 5G etwa schon wieder überholt?

5G wird weiter im Einsatz sein, auch wenn die nächste Mobilfunk-Generation eingeführt ist. Aber es wird Unterschiede in der Anwendung geben: 5G spielt eine entscheidende Rolle für die Industrie 4.0, es ermöglicht eine neue Dimension der Kommunikation von Maschinen untereinander. Bei 6G sollen der Mensch und seine Umgebung im Mittelpunkt stehen.

Damit meinen Sie aber nicht den Menschen mit seinem Handy?

Nicht in erster Linie. Es geht vielmehr um eine Vielzahl an Technologien, die in unsere Lebenswelt eingebunden sind und mit denen wir dank höchster Mobilfunkqualität und Sensorik ganz selbstverständlich interagieren. Das können Assistenzroboter im Haushalt sein, hochaufgelöste 3D-Karten für autonome Fahrzeuge oder Hologramme, mit denen wir beispielsweise Gesprächspartner visualisieren können. Auch die Steuerung von medizinischem Operationsgerät aus der Ferne und weitere Anwendungen, bei denen es um millimetergenaue Positionierungen geht, wird der 6G-Standard ermöglichen.

Wie hoch wird die Übertragungsgeschwindigkeit bei 6G sein?

Wir gehen davon aus, dass durch die höheren Frequenzen, mit denen 6G arbeitet, eine Übertragungsrate von einem Terabit pro Sekunde erreicht werden kann. In unserem Forschungsprogramm interessieren uns allerdings weniger die Geschwindigkeitsrekorde. Wir wollen die Grundlagen legen für größte Ausfallsicherheit, kürzeste Latenzzeiten, höchste Energieeffizienz und neue Verfahren, die auch beim Einsatz von Quantencomputern Datensicherheit bieten.

Das klingt zunächst nach Sekundärtugenden.

Im Gegenteil sind es für die Hightech-Anwendungen, die 6G möglich machen soll, die entscheidenden Punkte. Denken Sie an die Telearbeit bei Operationen – wenn es um das Leben eines Menschen geht, dürfen wir uns nicht mit 99,9 Prozent Zuverlässigkeit zufriedengeben. Für das 6G-Netz streben wir eine Ausfallsicherheit von 99,999999999 Prozent an.

Ein anderes Beispiel ist die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. Wenn solche Assistenten im Alltag oder in der Pflege eingesetzt werden, kommen sie den Menschen sehr nah. Deshalb darf es bei ihrer Steuerung so gut wie keine Latenz geben, also keine Verzögerung bei der Verarbeitung der Funksignale. Schließlich könnte eine falsche Reaktion schon binnen Sekundenbruchteilen dazu führen, dass der Roboter jemanden verletzt oder etwas zerstört. Für 6G streben wir Latenzzeiten an, die deutlich unter einer Millisekunde liegen.

Diese Eigenschaften sollen auch für die Ende-zu Ende-Kommunikation garantiert werden und über die verschiedenen Netze hinweg. Es wird ja in der Regel nicht nur innerhalb des Netzes eines Anbieters kommuniziert. Was sich vielleicht trivial anhört, sind enorme Herausforderungen. Und schließlich wollen wir das Gesamtnetz intelligent machen.

Was bedeutet Intelligenz für ein Mobilfunknetz?

Mit Künstlicher Intelligenz soll das Netz in der Lage sein, selbst Berechnungen durchzuführen und sich permanent zu optimieren. Es soll so flexibel und anpassungsfähig sein, dass es zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle die benötigte Leistung zur Verfügung stellt.

6G wird die erste Mobilfunkgeneration sein, bei der das Netz und eine Unmenge an Sensoren zusammenarbeiten, die in den im Netz betriebenen Geräten eingesetzt sind, also beispielsweise in Robotern und autonomen Fahrzeugen. Dabei kann das Netz erstmals auch selbst zum Sensor werden, weil wir anhand der Funksignale bestimmte Informationen gewinnen können, etwa ob sich ein Objekt zwischen Sender und Empfänger befindet. Aus der Summe der Informationen kann sich die Künstliche Intelligenz ein Bild der Umgebung des Nutzers und der benötigten Kommunikationsleistungen machen und daraufhin wiederum das Netz anpassen.

Die große Herausforderung ist, Netzarchitekturen zu entwickeln, die die Eigenschaften verschiedener Sensoren optimal nutzen können und gleichzeitig trainierbar sind. Ein Kernstück unserer Forschung sind deshalb sogenannte digitale Zwillinge. Das sind virtuelle Abbilder eines Objekts, die schon in der Industrie eingesetzt werden. Man legt heute am Computer beispielsweise eine digitale Version einer Produktionsanlage an, die exakt der realen Anlage gleicht, um so deren Arbeit nachvollziehen und weiterentwickeln zu können. Solche Zwillinge wollen wir vom Netz und seinen einzelnen Komponenten erarbeiten, um sie mit maschinellem Lernen zu optimieren.

Wann wird 6G im Einsatz sein?

Die Entwicklung einer neuen Mobilfunkgenerationen dauert erfahrungsgemäß rund zehn Jahre. Damit wir Anfang der 30er Jahre tatsächlich einen großen Wurf haben, wollen wir in der Grundlagenforschung die Weichen von Anfang an gemeinsam mit den anderen Akteurinnen und Akteuren stellen. Wir wollen von Wirtschaft und Gesellschaft wissen, welche Anforderungen sie haben. Diese Vernetzung geschieht nun auf der Plattform Thinknet 6G.

Im Zyklus der Mobilfunkgenerationen starten wir diesmal übrigens früher mit der Entwicklung der nächsten Generation als üblich.

Hat Deutschland damit die Chance, eine führende Rolle bei 6G zu spielen?

Ja, wir wollen die Grundlagen schaffen, dass Unternehmen ganz vorn dabei sein können, dass Start-ups entstehen und dass in unseren Studiengängen die besten Expertinnen und Experten ausgebildet werden.

Bei einer solchen Schlüssel-Infrastruktur geht es letztlich auch um Souveränität. Wenn Komponenten dieses Netzes ausfallen, müssen wir unter allen Umständen selbst in der Lage sein, jede einzelne davon zu ersetzen.

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Künstliche Intelligenz Mobilität Forschung klaus.becker@tum.de news-36501 Wed, 24 Mar 2021 10:00:00 +0100
Wie Grünland auf den Klimawandel reagiert https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36503/ „Die Wissenschaft hat aufgrund von Freilandexperimenten mit erhöhter Kohlendioxidkonzentration, künstlicher Erwärmung und modifizierter Wasserversorgung recht gute Vorstellungen darüber, wie sich der künftige Klimawandel auf die Grünlandvegetation auswirken wird, während solche Kenntnisse bezüglich des Klimawandels im letzten Jahrhundert weitgehend fehlten“, sagt Hans Schnyder, Professor für Grünlandlehre an der TUM.

Auf der Grundlage des Park Grass Experiments in Rothamsted zeigen Forscherinnen und Forscher zum ersten Mal, inwiefern für die Zukunft prognostizierte Effekte des Klimawandels auf den Nährstoffstatus von Grünlandbeständen bereits in der jüngeren Geschichte des Klimawandels im letzten Jahrhundert eingetreten sind.

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Forschung katharina.baumeister@tum.de news-36503 Wed, 24 Mar 2021 05:29:24 +0100
Ein Meeresspiegel für alle https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36496/ Wie hoch ist der Mount Everest? 8848 Meter? 8844 Meter? Oder 8850 Meter?  Lange konnten sich China und Nepal nicht einigen. 2019 bestieg ein nepalesisches Vermesser-Team den höchsten Berg der Welt, im Jahr darauf ein chinesisches. Im vergangenen Dezember gaben beide Regierungen gemeinsam das Ergebnis der Neuvermessung bekannt: 8848,86 Meter.

Dass sowohl China, als auch Nepal diesen Wert anerkennen, ist ein diplomatischer Erfolg. Möglich wurde dieser durch das Internationale-Höhen-Referenz-System, kurz IHRS, das die Geodätinnen und Geodäten für ihre Neuvermessung erstmals verwendet haben. An dessen Entwicklung waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TUM federführend beteiligt. Das neue Referenzsystem schafft eine allgemeingültige Höhe Null, auf die sich Vermessungen künftig beziehen können. Es ersetzt damit den traditionellen mittleren Meeresspiegel, der als Null-Niveau die Grundlage für Vermessungen und damit aller topographischen Karten war. Über die wissenschaftlichen Hintergründe, das theoretische Konzept des IHRS und die Strategie für dessen konkrete Umsetzung berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TUM gemeinsam mit internationalen Forschungsgruppen im Fachmagazin Journal of Geodesy.

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Forschung stefanie.reiffert@tum.de news-36496 Tue, 23 Mar 2021 10:00:00 +0100
Berufsschullehramt: Neue Ausbildung für digitalen Wandel https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36494/ Dass die Digitalisierung nahezu alle Berufsfelder ändert, ist heute unumstritten, ebenso dass Schülerinnen und Schüler gut auf den Wandel vorbereitet werden sollten. Aber welche Kompetenzen brauchen Lehrerinnen und Lehrer, um dieses Ziel im Unterricht zu erreichen?

Für die beruflichen Schulen stellen sich besondere Herausforderungen: Der Unterricht lässt sich weniger denn je auf fachspezifische Inhalte eingrenzen, weil beispielsweise im Gesundheitsbereich medizinische, technologische und ethische Fragen ineinanderfließen – und weil sich die Berufsfelder ständig wandeln. Ihren Schülerinnen und Schülern müssen die Lehrkräfte verstärkt Problemlösekompetenz, Kreativität und kommunikative Fähigkeiten vermitteln. „Im Studium ist es nicht damit getan, den künftigen Lehrerinnen und Lehrern beizubringen, wie sie den Jugendlichen digitale Medien erklären“, sagt Eveline Wittmann, Professorin für Berufspädagogik an der TUM. „Wir müssen vielmehr die beruflichen Schulen und damit auch das Lehramtsstudium neu denken.“

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Campus klaus.becker@tum.de news-36494 Mon, 22 Mar 2021 13:45:00 +0100
TUM und BLSV kooperieren https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36495/ Ziel der Kooperation ist, „die Gesundheitsförderung und Prävention durch Bewegung und Sport wissenschaftlich zu erfassen und zu verbessern“, heißt es in der Vereinbarung, die der Präsident des BLSV, Jörg Ammon, und die Dekanin der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der TUM, Prof. Renate Oberhoffer-Fritz, unterzeichnet haben.

Themenschwerpunkte der Kooperation sind das Bewegungs- und Ernährungsverhalten von Freizeit-, Leistungs- und Breitensportlern. Auch die Fitness und Gesundheit über die gesamte Lebensspanne, die Feststellung und Förderung einer flächendeckenden motorischen und kognitiven Diagnostik sollen untersucht werden.

Die Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung für Sport und Bewegung von Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichen Umgebungen, wie zum Beispiel in der Schule, bildet einen weiteren Fokus der Kooperation Dabei liegt der spezielle Fokus auf Sport und Bewegung von Kindern und Jugendlichen in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendbetreuung sowie in der Nachwuchsförderung im Leistungssport.

Im Rahmen der Zusammenarbeit von BLSV und TUM werden Maßnahmen und Projekte konzeptioniert und durchgeführt und mit wissenschaftlicher Methodik evaluiert. Beide Akteure verfolgen in ihren unterschiedlichen Rollen dasselbe Ziel, nämlich den Sport bestmöglich weiter zu entwickeln. Die Kooperation ist zunächst bis Ende 2025 vereinbart.

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Campus battenberg@zv.tum.de news-36495 Mon, 22 Mar 2021 13:23:42 +0100
Planungshilfe für Lastenrad-Logistik https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36491/ Bereits vor der Pandemie hat der Online-Handel einen Boom erlebt. Ein Mausklick genügt und wenig später steht ein Lieferwagen vor der Tür. Doch die Lieferung nach Hause hat auch ihren Preis für Mensch und Umwelt: Ein erheblicher Teil des Autoverkehrs in Städten wird durch die Zustellung von Paketpost verursacht. Eine Alternative zu Lieferwagen bieten Lastenfahrräder. Ladeboxen, die größer sind als bei den privat genutzten Modellen, fassen rund 50 Pakete. Doch bislang werden die E-Räder von Logistikunternehmen nur vereinzelt eingesetzt.

Mobilitäts- und Wirtschaftswissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) haben nun am Beispiel von München und Regensburg das Potenzial der Lastenräder untersucht und ein Planungstool entwickelt. „Wir zeigen mit unserer Studie, welche zusätzliche Infrastruktur notwendig ist, damit die Fahrräder effizient eingesetzt werden können: sogenannte Mikro-Depots, die es strategisch geschickt in den Städten zu platzieren gilt“, erklärt Studienleiter Pirmin Fontaine, Juniorprofessor für Operations Management an der KU. Waren werden mit Lastwagen zu diesen Containern gebracht und von dort mit Lastenrädern zu den Kundinnen und Kunden geliefert. Die Depots können zu Zeiten mit geringem Verkehrsaufkommen beliefert werden.

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Mobilität Forschung klaus.becker@tum.de news-36491 Thu, 18 Mar 2021 11:29:24 +0100
„Bei Nachhaltigkeit geht es um Nachdenken, Respekt und Verantwortung“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36472/ Herr Prof. Kramer, überall wird derzeit über Nachhaltigkeit gesprochen – was bedeutet dieses Wort für Sie?

Nachhaltigkeit zu beschreiben ist nicht einfach, es ist ein Konzept, über das man zunächst nachdenken muss. Es geht um Respekt – vor der Umwelt, aber auch vor dem Menschen. Dann geht es um Verantwortung im Handeln. Ich würde Nachhaltigkeit also mit folgenden Worten beschreiben: Nachdenken, Respekt und Verantwortung. Auf Englisch klingt das Ganze etwas poetischer: Research, Respect and Responsibility.

Respekt und Verantwortung, wie können wir uns das konkret vorstellen?

Viele denken bei Nachhaltigkeit zunächst an die Umwelt. Aber es geht um mehr: Der Mensch steht im Zentrum. Nachhaltigkeit hat auch eine soziale Komponente – und eine ökonomische. Ein konkretes Beispiel ist das Thema Gender and Diversity. Es stellt sich hier die Frage: Was ist nachhaltig für eine Firma oder eine Hochschule? Ich würde sagen: nur das, was auch die einzelne Person respektiert. Es wäre zum Beispiel nachhaltig, wenn es sozial besser akzeptiert wäre, dass jede Person sich fachlich in die Richtung entwickelt, die sie interessiert und in der sie ihre Stärken hat. Ein anderes Beispiel ist die Internationalität. Unsere Universität ist in den letzten Jahren viel internationaler geworden. Das hat damit zu tun, dass wir darin einen Wert erkannt haben. Möglich war die Internationalisierung aber nur, weil wir anderen Kulturen respektvoll begegnen. Ein letztes Beispiel ist der ökonomische Aspekt: Wie finanziert man etwas nachhaltig? Als Universität, die zu großen Teilen aus Steuergeldern finanziert ist, haben wir eine große Verantwortung denen gegenüber, die diese Steuern zahlen.

„Viele denken bei Nachhaltigkeit zunächst an Umwelt, aber es geht um mehr.“

Wo steht die TUM im Bereich Nachhaltigkeit?

Für die TUM spielt die Nachhaltigkeit schon seit langem eine Rolle – in vielen Bereichen. Ich möchte mit dem Thema Klimawandel und Ökologie beginnen. Das ist heute in den Medien sehr präsent und interessiert insbesondere Studierende. Sie bringen sich für dieses Thema an der TUM stark ein: Zum Beispiel organisieren sie die Ringvorlesung Umwelt und engagieren sich in studentischen Initiativen wie dem Referat für Umwelt – und seit 2018 gibt es das Green Office Straubing. Die TUM unterstützt und fördert dieses Engagement – zum Beispiel haben wir im Rahmen unserer Future Learning Initiative mit den „Sustainable Living Labs“ ein Projekt von Studierenden ausgezeichnet, das anderen Studierenden dabei helfen soll, an nachhaltigen Ideen für die Zukunft zu arbeiten. Auch haben wir unser Angebot an Studiengängen im Nachhaltigkeitsbereich über die Jahre deutlich ausgebaut. Dass Nachhaltigkeit für uns einen hohen Stellenwert hat, sieht man unter anderem daran, dass wir einen eigenen Campus haben, der sich dem Thema widmet: der TUM Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit. Aber auch an anderen Fakultäten gibt es sehr viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Forschung sich mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinandersetzt. Trotz alledem kann man nicht leugnen, dass wir noch Potenzial haben, uns zu verbessern. All diese Aktivitäten in Forschung, Lehre und auf Seiten der Studierenden sind bislang recht verteilt auf die verschiedenen Standorte der TUM und in unterschiedlichen Sphären. Sie sind noch nicht überall gleichermaßen stark vernetzt.

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Campus lisa.pietrzyk@tum.de news-36472 Mon, 15 Mar 2021 13:16:00 +0100
TUM erneut beste Start-up-Rampe in Deutschland https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36487/ Hackathons, bei denen Forschende und Studierende aus unterschiedlichsten Fächern zu eingeschworenen Teams werden und geniale Produktideen entwickeln. Professorinnen und Professoren, die junge Entrepreneure motivieren und über Jahre begleiten. Wettbewerbe wie der TUM IdeAward, die gerade gestartete Gründungsteams anspornen. Erfolgreiche Gründerinnen und Gründer, die immer wieder an ihre Universität zurückkehren und ganze Generationen inspirieren. An der TUM ist eine einmalige unternehmerische Kultur entstanden.

Diese Kultur ist auch ein Faktor im „Gründungsradar“, mit dem der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft regelmäßig die deutschen Hochschulen begutachtet. Weitere Indikatoren beleuchten, wie stark das Thema institutionell verankert ist und welche Partner vernetzt sind, wie konkret die Hochschulen Gründungen unterstützen und wie viele Unternehmen tatsächlich entstehen.

Die TUM erreicht nahezu die höchstmögliche Punktzahl (57,2 von 60) und ist damit zum vierten Mal in Folge Spitzenreiter in der Kategorie der großen Hochschulen. TUM und UnternehmerTUM, das Zentrum für Innovation und Gründung an der TUM, unterstützen Start-ups mit Programmen, die exakt auf die Phasen der Gründung, die Erfahrung der Teammitglieder und einzelne Themenfelder zugeschnitten sind – von der Konzeption eines Geschäftsmodells bis zum Management-Training, vom Markteintritt bis zum möglichen Börsengang.

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Entrepreneurship TUM in Rankings news-36487 Thu, 11 Mar 2021 15:46:22 +0100
Kontaktlos zu hohen Leistungen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36485/ Bei kleinen Geräten wie Mobiltelefonen oder elektrischen Zahnbürsten hat sich die kontaktlose Energieübertragung bereits zur Schlüsseltechnologie für das Laden der Akkus entwickelt. Auch für große elektrische Maschinen wie Industrieroboter, Medizingeräte oder Elektrofahrzeuge wünschen sich Anwender Möglichkeiten zur kontaktlosen Aufladung. 

Man könnte sie immer dann auf einer Ladestation platzieren, wenn sie gerade nicht im Einsatz sind. Auch kurze Stillstandzeiten ließen sich so effektiv zum Nachladen der Akkus nutzen. Allerdings sind derzeit verfügbare Übertragungssysteme bei hohen Leistungen ab dem Kilowatt-Bereich bislang groß und schwer, denn sie basieren auf Kupferspulen. 

Im Rahmen einer Forschungskooperation mit den Unternehmen Würth Elektronik eiSos und Theva Dünnschichttechnik ist es nun einem Team von Physikern um Christoph Utschick und Rudolf Gross gelungen, eine Spule mit supraleitenden Drähten herzustellen, die Leistungen von mehr als fünf Kilowatt (kW) kontaktlos und ohne große Verluste übertragen kann. 

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Forschung andreas.battenberg@tum.de news-36485 Wed, 10 Mar 2021 12:10:41 +0100
Einzigartiges Sensornetzwerk zur Messung von Treibhausgasen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36481/ Das Sensornetzwerk MUCCnet (Munich Urban Carbon Column network) besteht aus fünf hochpräzisen optischen Instrumenten, welche das Spektrum des Sonnenlichts analysieren. Sie messen die Konzentration der Gase Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Kohlenstoffmonoxid (CO). Da jedes Gas seinen ganz speziellen spektralen „Fingerabdruck“ besitzt, können durch die Analyse der entsprechenden Wellenlängen die Konzentrationen dieser Gase in der Luftsäule zwischen dem Messgerät und der Sonne ermittelt werden.  

„Durch die Messung einer vertikalen Säule der Atmosphäre können lokale Störungen, zum Beispiel der überproportionale Einfluss eines benachbarten Schornsteins, beseitigt werden. Daher gilt diese Art der Treibhausgasbilanzierung als besonders robust und genau“, sagt Prof. Jia Chen.

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Forschung katharina.baumeister@tum.de news-36481 Mon, 08 Mar 2021 13:05:43 +0100