Ergonomie – Human Factors Engineering

Master of Science (M.Sc.)

Der Masterstudiengang Ergonomie – Human Factors Engineering verfolgt das Ziel, Personen mit Bachelorabschluss interdisziplinär zur Erstellung, Implementierung und Bewertung zukünftiger Konzepte für die Interaktion zwischen Mensch und Technik in verschiedenen Anwendungsfeldern auszubilden.

TUM School of Engineering and Design

Eine Bewerbung für diesen Studiengang wird frühestens zum Sommersemester 2023 wieder möglich sein.

Eckdaten

Art des Studiums
  • Vollzeit
Regelstudienzeit
  • 4 (Vollzeit)
Credits Hauptstandorte
Art der Zulassung Beginn des Studiums
  • Zum Wintersemester und zum Sommersemester möglich
Kosten

Infos zum Studium

Moderne technische Produkte und Prozesse zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Menschen möglichst effizient unterstützen, einfach und komfortabel in der Anwendung sind und auch längerfristig keine schädlichen Auswirkungen auf den Menschen haben.

Dies zu realisieren, wird erschwert durch den Trend hin zu immer größerer Funktionsvielfalt und Leistungsdichte der technischen Produkte und Prozesse. Dabei stellen die Gesellschaft und der moderne Mensch immer höhere Anforderungen an Komfort, Sicherheit und Gesundheit im Umgang mit der Technik. Keine Wissenschaftsdisziplin kann vor diesem Hintergrund noch beanspruchen, dieses komplexe Zusammenspiel von teilweise konkurrierenden Anforderungen allein behandeln zu können. Ein Zusammenführen der Beiträge aus den Ingenieurswissenschaften, der Informatik, der Psychologie, der Medizin, der Bewegungs- und Gesundheitswissenschaft – um nur die bedeutsamsten zu nennen – ist notwendig.

Der Studiengang Ergonomie – Human Factors Engineering (HFE) soll Experten heranbilden, die in der Lage sind, diese Zusammenführung zu bewerkstelligen. 

Die umfassende Darstellung des Studiengangs finden Sie in der nachfolgenden Studiengangsdokumentation:

Der Studiengang dauert 4 Semester. In den ersten drei Semestern werden Grundlagen in den Bereichen Arbeitswissenschaft, Versuchsplanung und Statistik sowie Produkt- und Produktionsergonomie vermittelt.

Diese werden durch Wahlmodule ergänzt, in denen die Studierenden ein individuelles Kompetenzprofil herausbilden können. Mögliche Schwerpunkte im Studium sind:

  • Systemergonomie und Interaktionsdesign
  • Anthropometrie und Biomechanik
  • Sports Engineering 

Den Abschluss des Studiengangs bildet die Master’s Thesis im 4. Semester.

Absolventinnen oder Absolventen des Studiengangs weisen ein aus mehreren der vorgenannten Disziplinen stammendes Methodenwissen auf und sind hochgradig interdisziplinär geprägt. Sie sind für integrative Forschung ausgebildet, in der Lage wissenschaftliches und praktisches Wissen zu verbinden und über die Wechselwirkungen zwischen Technik und sozialen Systemen zu reflektieren. Sie verfügen über umfangreiche Fachkenntnisse hinsichtlich der Konzeption, Implementierung und Bewertung von Mensch- Maschine-Interaktionskonzepten in den Bereichen Automobil, Luftfahrt, Sportgeräte, Produktion und Software. Sie sind in der Lage, verschiedene Interaktionsprinzipien und Interaktionstechnologien gezielt einzusetzen, Automationsgrade gezielt zu gestalten sowie die zugehörigen Absicherungsexperimente (usability, controllability) hypothesengeleitet zu planen, durchzuführen und auszuwerten. 

Sie können die Risiken, mögliche Nebenwirkungen und vor allem die gesellschaftlichen Wirkungen unterschiedlicher Interaktionskonzepte und Produkte präventiv einschätzen und diskutieren, in Kooperation mit anderen Disziplinen Bedarfsanalysen planen und durchführen und entsprechenden Zielprozessen zuführen. Ferner durchdringen diese Studierenden die Bedeutung adaptiver, kooperativer und automatisierter Konzepte für die Mobilität, Produktion, Arbeitsprozesse und Freizeitgestaltung. Sie verfügen über ein breites, detailliertes technologisches, methodisches und sozialwissenschaftliches Verständnis, sie kennen den Stand der Technik auf internationaler Ebene und sind in der Lage, Lösungen auch im internationalen Kontext zu entwickeln.

Absolventinnen und Absolventen können in einer Vielzahl von techniknahen Berufsfeldern eine Perspektive finden. Dazu gehören Tätigkeiten in der Entwicklung, Gestaltung und Evaluation technischer Produkte, Konsumgüter, Sport- und Freizeitartikel oder auch von Software und Websites. Weitere mögliche Betätigungsfelder sind Beratungsfunktionen bei der Arbeitsplatzgestaltung oder bei der Entwicklung komplexer Mensch-Maschine-Systeme wie Leitwarten, Produktionsmaschinen oder auch Flugzeug- und Fahrzeugcockpits. 

Bewerbung und Zulassung

Mindestvoraussetzungen für ein Masterstudium an der TUM sind ein erster anerkannter Hochschulabschluss (z.B. Bachelor) sowie das erfolgreiche Durchlaufen eines sogenannten Eignungsverfahrens. In diesem prüft die Fakultät Ihre individuelle Begabung und Motivation.

Allgemein gilt jedoch, dass Sie sich während der Bewerbungsfrist über das Bewerbungsportal TUMonline bewerben. Ihre Dokumente für die Zulassung laden Sie dabei direkt in TUMonline hoch.

Nur wenn Sie eine Zulassung erhalten, müssen Sie für eine Immatrikulation zusätzlich einige Dokumente als beglaubigte Kopien in Papierform einreichen.

Studieninteressierte, die ihre Masterzugangsberechtigung (z.B. einen Bachelorabschluss) außerhalb der EU / EWR erworben haben, müssen in der Regel vorab eine Vorprüfungsdokumentation bei uni-assist anfordern.

Im Detail:

    • Je nach Ihrer Vorbildung und Herkunft benötigen wir eventuell noch weitere Bewerbungsunterlagen. Welche Unterlagen das sind, erfahren Sie bei der Onlinebewerbung über TUMonline.
       
    • Bitte beachten Sie, dass Sie für die Einschreibung in diesen Studiengang die Abschlussdokumente (Zeugnis & Urkunde) innerhalb eines Jahres nachreichen können.

    Die Auswahl erfolgt über ein sog. Eignungsverfahren. Das ist ein zweistufiger Prozess, bei dem die Fakultät nach einer offiziellen Bewerbung prüft, ob Sie die spezifischen Anforderungen für den Masterstudiengang erfüllen.

    In der ersten Stufe werden dabei die Bachelor-Abschlussnote und die eingereichten Unterlagen mittels eines Punktesystems ausgewertet. Je nach Höhe der erreichten Punktzahl werden die Bewerber/innen entweder sofort zugelassen, abgelehnt oder zu einem Auswahlgespräch eingeladen.

    Ein Praktikum ist in diesem Studiengang nicht verpflichtend und auch keine Zulassungsvoraussetzung. Jedoch empfiehlt es sich grundsätzlich, früh praktische Erfahrungen zu sammeln. Im Eignungsverfahren wird ein Praktikum im Bereich Ergonomie berücksichtigt.

    Im Eignungsverfahren wird ein Praktikum im Bereich Ergonomie berücksichtig.

    Wie kann es nach dem Studiengang weitergehen?

    Master geschafft und nun wollen Sie ins Berufsleben starten? Bei Fragen zur Berufsorientierung, Jobsuche und Bewerbung unterstützt Sie das Team von TUM Alumni & Career.

    Wenn Sie weiter wissenschaftlich arbeiten wollen, informieren Sie sich doch über eine Promotion an der TUM.

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