TUM IDEAward Preisverleihung & Event

Jedes Jahr am letzten Donnerstag im November, veranstalten TUM und UnternehmerTUM den TUM IDEAward,die jährliche Preisverleihung zum gleichnamigen Ideenwettbewerb, unterstützt von der Zeidler-Forschungsstiftung.

Zehn Gründerteams warten an diesem Tag darauf ihre aufregende und innovative Ideen und/oder Technologien dem Publikum zu präsentieren. Sie wurden aus unzähligen Wettbewerbs-Einsendungen von einer Fachjury vorselektiert und haben es bis in die Endrunde der zehn Finalisten geschafft.

Ausgezeichnet werden am Ende die drei vielversprechendsten Gründungsideen aus der Wissenschaft, die ein großes Marktpotential erwarten lassen und erhalten damit die Chance auf Preisgelder von insgesamt 37.500 Euro.

Neben spannenden Ideen-Pitches, wird das Bühnenprogramm jährlich durch Keynote Speaker, Start-up Q&A und Preisverleihung begleitet. Zudem gibt es im Anschluss in der Networking-Session noch einmal die Gelegenheit sich live mit den Teams auszutauschen. In 2021 wird zudem auch erstmalig der neue TUM Global Deep Tech IDEAward verliehen. 

Programm 2021:​​​​​

17:00 Uhr

Welcome!

17:05 Uhr

Keynote: I have an answer, who has a question? – How to transform great research into real customer value (Antoine Leboyer, Managing Director TUM Venture Lab Software/AI)

17:30 Uhr

Global Deep Tech Venture IDEAward – Finalisten & Preisverleihung

18:00 Uhr

IDEAward Throwback – Q&A mit Laura Schütz, Co-Founder Stella Medical & Gewinner TUM IDEAward 2020

18:10 Uhr

Pitch der TUM IDEAward Finalisten

19:10 Uhr

Preisverleihung TUM IDEAward 2021

19:30 Uhr                  

Get Connected – Networking Session

Die Finalisten des IDEAward 2021 in der Kurzvorstellung:

Biokunststoffe stellen eine exzellente Möglichkeit für eine nachhaltige Entwicklung dar. Gleichzeitig werden sie oft kritisiert, da sie nicht immer biologisch abbaubar sind. Außerdem werden Biokunststoffe in der Regel aus landwirtschaftlichen Rohstoffen hergestellt, was zu einem Zielkonflikt zwischen Ernährungssicherheit und Kunststoffproduktion führt.

Als Antwort auf diese Problematik entwickeln wir einen Biokunststoff aus der Meeresalge Ulva lactuca. Dies garantiert eine substanzielle Reduktion des Verbrauchs von fossilen Brennstoffen, Pestiziden und Süßwasser in der Kunststoffindustrie sowie einen Rückgang der Treibhausgasemissionen und der Abfallproduktion. Unser Geschäftsmodell zielt darauf ab, in Zusammenarbeit mit den Küstengemeinden Meeresalgen in ihrer natürlichen Umgebung anzubauen.

Indem wir das Potenzial des Meeres nutzen, können wir eine kosteneffiziente Biokunststoffverpackung herstellen, die es unseren Kunden ermöglicht, ihre Produkte sicher zu liefern und gleichzeitig ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern.en, können wir eine kosteneffiziente Biokunststoffverpackung herstellen, die es unseren Kunden ermöglicht, ihre Produkte sicher zu liefern und gleichzeitig ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern.

Weltweit gibt es mehr als 500 Millionen Menschen, die an verschiedenen Atemwegserkrankungen leiden. Allein 65 Millionen Menschen leiden an der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und 3 Millionen sterben jedes Jahr daran. Dies macht sie zur dritthäufigsten Todesursache weltweit. Patienten, die an Atemwegserkrankungen leiden, wird von Ärzten eine Atemtherapie verschrieben. Während die Patienten in Einzeltherapiesitzungen mit ihren Physiotherapeuten Atem- und Körperübungen durchführen, müssen sie diese Übungen zu Hause ohne die Aufsicht von Experten weiterführen. Breathment ist eine webbasierte Software, die die Atemtherapie für Physiotherapeuten und ihre Patienten digitalisiert. Sie leitet die Patienten an, wie sie ihre Übungen richtig durchführen und überprüft gleichzeitig die Ausführung der Übung über die Kamera ihres Mobilgeräts. Breathment gibt den Patienten durch seine Technologie mit künstlicher Intelligenz (KI) sofortiges Feedback zu ihrer Leistung. Darüber hinaus bietet es Physiotherapeuten ein datengesteuertes Werkzeug, um die Behandlung auf der Grundlage der individuellen Bedürfnisse ihrer Patienten zu optimieren und zu kontrollieren, ohne dass sie selbst anwesend sein müssen.

Mit einem Elektroenzephalogramm (EEG) wird die Gehirnaktivität von Videospiel Spielern gemessen, durch ein neuronales Netz in Emotionen übersetzt und den einzelnen Elementen des Spiels zugeorndet. Dadurch zeigt Brainsight akkurat und objektiv welche Emotionen Spieler in jedem Moment und an jedem Ort eines Spiels fühlen. Für Spieleentwickler stellt das Testen von Spielen (Playtesting) eine der wichtigsten Schritte des gesamten Entwicklungsprozesses dar. Jedoch verfügen sie über keine Methoden um Videospiele objektiv zu testen, weshalb in den meisten Fällen lediglich Umfragen zum Testen der Spiele durchgeführt werden. Dieser Ansatz ist maximal subjektiv, enorm zeitintensiv und nicht sehr informativ. Brainsight bietet das erste und einzige objektive Playtesting an. Der Informationsgehalt der gemessenen Daten ist extrem hoch und dank eingänglicher Visualisierungen leicht für die Spieleentwickler zu interpretieren. Spieleentwickler sind somit in der Lage Probleme schneller zu finden und eine bessere User Experience (UX) zu kreieren. Die zentrale Innovation besteht in der Technologie, welche aus der mit dem EEG gemessenen Gehirnaktivität Emotionen extrahiert und diese automatisiert den einzelnen Sekunden und Orten des Spiels zuordnet, Dabei werden verschiedene Machine Learning (ML) Algorithmen angewendet.

Ein papierbasierter POC-Test zur Erkennung von antimikrobiellen Resistenzen bei Harnwegsinfektionen

Bakterielle Infektionen und die massive Zunahme von Antibiotikaresistenzen auf der ganzen Welt stellen eine der größten Herausforderungen des globalen Gesundheitswesens dar. Mit über 150 Millionen Erkrankungen jährlich, zählen Harnwegsinfektionen (HWI) zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit, betroffen sind vor allem Frauen. Gleichzeitig sterben jährlich fast 1 Million Patient*Innen an, durch resistente Bakterien verursachten, Infektionen.

BugSense entwickelt einen kostengünstigen, papierbasierten Point-of-care-Test, der HWI sowie antibiotikaresistente Pathogene detektiert und mit Hilfe einer Smartphone-Applikation auswertet. Einfach zu handhaben, benötigt der Test weder medizinisches Fachpersonal noch eine aufwändige Probenlogistik oder Labore und kann daher auch in abgelegenen Gebieten, ohne Zugang zu medizinischer Versorgung, angewendet werden. Der Test ermöglicht eine personalisierte Behandlung und verringert damit Behandlungszeiten, das Risiko für Komplikationen und die Entstehung von Antibiotikaresistenzen. Mit der Diagnostik von HWI einhergehende Umweltbelastungen werden reduziert, da der Test ohne Plastik-Verbrauchsmaterial auskommt und Transportwege für Proben und Patient*Innen wegfallen.

90 % des Handels werden auf dem Seeweg abgewickelt, aber die überwiegende Mehrheit der heute eingesetzten Frachtschiffe wird mit dem schmutzigsten Kraftstoff betrieben, den es gibt. Gleichzeitig ist die Schifffahrtsindustrie nicht in der Lage, auf eine zunehmend dynamische und dezentralisierte Wirtschaft zu reagieren. Wir adressieren diese Probleme mit einem innovativen, zum Patent angemeldeten, autonomen Mikro-Frachtschiff, das ausschließlich durch Windenergie angetrieben wird. Man kann sich das Ganze als das Segelschiff des 21. Jahrhunderts vorstellen, nur viel schneller, effizienter und vor allem zuverlässig. Der Hauptantrieb des Schiffes ist ein Airborne Wind Energy System, dessen Hauptbestandteil ein Kite ist, der in einer Höhe von 100 bis 300 m fliegt. Unser neu konzipierter Schiffsrumpf ermöglicht es, die Windenergie auf die effizienteste Weise zu nutzen und sie direkt in eine Vorwärtsbewegung des Schiffes umzuwandeln. Damit eliminiert unsere Lösung nicht nur alle Emissionen, sondern beschleunigt auch die Lieferung der Ware und ermöglicht dank der angepassten Transportkapazität von 16 Containern eine individuelle Routenplanung.

In den letzten zehn Jahren wurden zielgerichtete Therapeutika zu einem wichtigen Eckpfeiler der pharmazeutischen Industrie. Die Wirkstoffentwicklung ist jedoch zeitaufwendig und teuer. Um dieses Problem zu lösen entwickeln wir einen neuartigen molekularen Sensor, der ein kostengünstiges und schnelles Screening von Molekülen ermöglicht, um neue zielgerichtete Therapeutika zu finden. Die Idee hat ihren Ursprung in unseren Doktorarbeiten am Lehrstuhl für Biochemie (Prof. Michael Groll) der TUM: Im Gegensatz zu etablierten Methoden kommt unser Screening-Ansatz ohne teure Analysegeräte aus und kann in einem parallelisierten, voll automatisierbaren Arbeitsablauf bereits nach 2 Stunden Ergebnisse liefern. Wir planen, unsere Idee als Grundlage für ein Fee-for-Service-Modell zu entwickeln, um Pharmaunternehmen beim Screening ihrer Protein-Targets mit unserer Wirkstoff-Bibliothek zu unterstützen.

Nepsum entwickelt eine schwimmende Offshore-Wind- und Wellenkraftplattform. Eine Plattform die in der Lage ist Strom oder Wasser für Hunderttausende von Menschen zu produzieren, in der notwendigen Größenordnung um unsere Klimaziele vollständig zu erreichen. Unser Design ist einfach und skalierbar, so dass es sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern eingesetzt werden kann. Wie die Auswirkungen des Klimawandels, ist auch unser Team international und global ausgerichtet. Studenten von verschiedenen Universitäten haben sich zusammengetan um an dem Projekt zu arbeiten: unser Zuhause ist die TU München. Wir setzen uns dafür ein, das umzusetzen was uns beigebracht wurde: eine besser Zukunft zu sichern. In der alle Länder ein zuverlässiges Netz für erneuerbare Energien und Wasserknappheit zu eliminieren.

Quantentechnologien zielen darauf ab, grundlegende Eigenschaften der Materie, wie Verschränkung oder Quantenkohärenz, zu kontrollieren, um sie für Berechnungen, Kommunikation oder Sensorik zu nutzen. Eine entscheidende Quantenplattform ist das Stickstoff-Fehlstellen-Zentrum (NV-Zentrum) in Diamanten, das bei Raumtemperatur ein voll funktionsfähiges Qubit darstellt. Die Fähigkeiten der NV-Zentren wurden eindrucksvoll als hervorragender Quantensensor für magnetische Felder, Temperaturen und Druck demonstriert, mit weitreichenden Anwendungen von der Medizin bis zur Luft- und Raumfahrt. Derzeit werden Diamanten jedoch nur nach ihren kristallographischen Eigenschaften verkauft. Daher müssen Forschungsgruppen und die Industrie die NV-Zentren in einem komplizierten und langwierigen mehrstufigen Prozess erzeugen, der viel Zeit, finanzielle Mittel und Fachwissen erfordert. Wir entwickeln und verfeinern die Erzeugung von NV-Zentren, um Diamanten mit optimierten Quanteneigenschaften herzustellen, die für ihre jeweilige Quantenanwendung einsatzbereit sind. Die kommerzielle Verfügbarkeit solcher NV-Diamanten wird die Grundlage für einen vereinfachten Einstieg und eine Beschleunigung von Forschung und Entwicklung im Bereich der Quantentechnologien schaffen.

Der TUM IdeAward wird seit 2012 jährlich verliehen. Hier finden Sie Informationen zu den vergangenen Preisverleihungen.

Unsere Kooperationspartner

UnternehmerTUM, Zentrum für Innovation und Gründung an der TUM, unterstützt Unter­nehmen und Start-ups dabei, Herausfor­derungen unserer Zeit zu nutzen und daraus erfolgreich neues Geschäft zu realisieren.

Die Zeidler-Forschungs-Stiftung fördert u.a. die Forschung auf den Gebieten der Natur- und Ingenieurwissenschaften und unterstützt die Heranbildung wissenschaftlichen Nachwuchses in diesen Fachrichtungen.

Do you have any further questions?


Have a look at our FAQ section or contact our employees personally.

TUMentrepreneurship – TUM ForTe - Forschungsförderung & Technologietransfer
Technical University of Munich, Arcisstr. 21, 80333 Munich, Germany – Phone +49 (0)89-289-25236