Projektwochen
Ob Nachhaltigkeit, KI oder Entrepreneurship: Viele der wichtigsten Themen unserer Zeit sprengen Fachgrenzen. Die Projektwochen schaffen einen Rahmen, in dem Studierende und Lehrende über Disziplinen, Curricula und Standorte hinweg an innovativen Lösungen für aktuelle Probleme arbeiten.
Projektwochen 2026/27
Auch im Wintersemester 2026/27 können Studierende der TUM wieder in interdisziplinären Teams an Zukunftsthemen aus Bereichen wie AI & Digitization, Creativity & Design, Entrepreneurship, Health, Social oder Sustainability arbeiten.
Die Projektwochen im Wintersemester 2026/27 finden vom 11. bis 15. Januar 2027 statt.
Die Anmeldung für die einzelnen Lehrveranstaltungen erfolgt in der Regel während der üblichen Fristen über TUMonline.
Alle Informationen für Lehrende, die eine Projektwoche anbieten möchten, sowie die Unterlagen zur Antragstellung finden Sie unter collab.dvb.bayern/x/3lA2B.
AI & Digitization
In der Projektwoche beschäftigen sich die Teilnehmende mit der Zukunft selbstregulierten Lernens im Zusammenspiel von Mensch und KI. Die Studierende arbeiten in interdisziplinären Teams zusammen, um ein Werkzeug zur kognitiven Aktivierung, Active-AI, zu konzipieren und umzusetzen. Ziel ist es, Lernende beim Erwerb zentraler aktiver Lern- und Studierstrategien zu unterstützen.
Mithilfe von Technologien zur Erkennung von Interaktionsmustern sowie von adaptiven Feedbackschleifen entwickeln die Teams interaktive Mikrointerventionsszenarien. Dabei erkennt die Software passive Nutzungsmuster, bewertet das Ausmaß der Lernaktivität anhand definierter Schwellenwerte und reagiert in Echtzeit mit gezielten kognitiven Übungen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die technische Entwicklung. Vielmehr geht es darum zu verstehen, wie KI-gesteuerte Unterstützung strategisch eingesetzt werden kann, um eine tiefere Informationsverarbeitung und nachhaltigen Wissenserwerb zu fördern.
Für: Masterstudierende aller Disziplinen und Schools
Lehrveranstaltungsnr.: 0000005607
ECTS: 6
Zeitraum: 2. bis 13. November 2026, 11. bis 15. Januar 2027
Designing for Creativity ist ein studierendenzentrierter Intensivkurs, in dem sich die Teilnehmenden mit kreativen Tätigkeiten im Zusammenspiel mit Künstlicher Intelligenz und damit verbundenen Fragen der KI-Ethik auseinandersetzen, indem sie KI-basierte Umgebungen entwerfen, die andere Menschen in ihrer Kreativität unterstützen. In interdisziplinären Teams arbeiten die Studierenden gemeinsam mit generativer KI, wenden ethische Bewertungsrahmen an und entwickeln (greifbare) Prototypen.
Der Kurs verbindet kreative Gestaltung mit kritischer Reflexion über die Chancen und Herausforderungen des KI-Einsatzes. Die Teilnehmenden lernen, wie generative KI verantwortungsvoll und zielgerichtet in kreative Prozesse integriert werden kann, und berücksichtigen dabei ethische, soziale und pädagogische Aspekte des Technologieeinsatzes. Den Höhepunkt des Kurses stellt die Präsentation der entwickelten Konzepte vor einer „Shark Tank“-Jury aus unterschiedlichen Bildungsakteurinnen und -akteuren dar. In diesem Pitch stellen die Teams ihre Ideen vor, verteidigen ihre Designentscheidungen und erhalten Feedback aus verschiedenen Perspektiven.
Für: Bachelor- und Masterstudierende aller Disziplinen und Schools
Lehrveranstaltungsnr.: 0000002091
ECTS: 3
Zeitraum: 11. bis 15. Januar 2027
Im interdisziplinären Projekt „FEM for FSI with Open Source Software“ geht es um die Herausforderungen gekoppelter Phänomene in Natur und Technik und deren numerische Simulation mit FEM. International anerkannte Expertinnen und Experten geben Einblick in die neuesten Innovationen aus Forschung und High-Performance Computing sowie in die Umsetzung verschiedener Lösungsstrategien für FSI in der Open-Source-Software Kratos Multiphysics. In der Projektarbeit tauchen die Studierenden in diese numerische Umgebung ein und lösen in interdisziplinären Teams verschiedene Challenges aus dem Bereich der Fluid-Struktur-Interaktion.
Kontakt: Dr. Ann-Kathrin Goldbach
Für: Bachelor- und Masterstudierende aller Disziplinen und Schools, insbesondere der TUM School of Natural Sciences, TUM School Life Sciences und TUM School of Medicine Health
Lehrveranstaltungsnr.: 0000002027
ECTS: 3
Zeitraum: 11. bis 15. Januar 2027
Die Regulierung der Digitalmärkte durch die Europäische Union (EU) – darunter der Artificial Intelligence Act (AIA), der Digital Markets Act (DMA), der Digital Services Act (DSA) und der Data Act – sind von erheblichen Kontroversen begleitet worden. Die USA etwa haben die EU-Technologieregulierung scharf kritisiert und behauptet, sie diskriminiere US-amerikanische Technologieunternehmen und untergrabe deren globale Wettbewerbsfähigkeit. Innerhalb der EU wiederum argumentieren verschiedene politische und wirtschaftliche Akteure, dass diese Regulierungen Innovationen behinderten und Verbraucherinnen und Verbrauchern sogar schadeten.
Dennoch hat die EU im Rahmen an der Regulierung festgeahlten, um ihre digitale Souveränität zu stärken, Abhängigkeiten und Verwundbarkeiten zu verringern sowie den vielfältigen Risiken und Schäden entgegenzuwirken, die durch Technologieunternehmen entstehen können. Gleichzeitig hat die Europäische Kommission die Durchsetzung der Regeln intensiviert und verhängt regelmäßig hohe Geldstrafen gegen Technologieunternehmen – mit politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen, die weit über die EU hinausreichen. Als Reaktion darauf haben die USA damit gedroht, Exportkontrollen und Zölle gegen die EU sowie andere Staaten einzuführen, die Regulierungsmaßnahmen zur Kontrolle US-amerikanischer Technologieunternehmen erwägen. Im Januar 2026 verhängte die US-Regierung sogar Visasperren gegen mehrere EU-Beamtinnen und -Beamte, die an der Durchsetzung des DMA und des DSA beteiligt waren.
Zu verstehen, wie die EU digitale Märkte reguliert – und wie geopolitische Überlegungen die Durchsetzung der entsprechenden Vorschriften beeinflussen und begrenzen –, ist nicht nur für Informatikerinnen und Informatiker sowie Ingenieurinnen und Ingenieure von Bedeutung. Ebenso relevant ist dieses Wissen für Unternehmensführungen, politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie für informierte Bürgerinnen und Bürger, die sich für technologische Innovationen in den Bereichen Information, Datenverarbeitung und Kommunikationsinfrastrukturen, Datenschutz und Datennutzung, Cybersicherheit und viele weitere Aspekte des digitalen Zeitalters interessieren.
Mit besonderem Fokus auf den Digital Markets Act (DMA) bietet dieses Modul einen vertieften Einblick in die Regulierung digitaler Märkte in der Europäischen Union und deren Durchsetzung. Durch innovative Lehr- und Lernformate wie Moot Courts, E-Learning-Angebote und den Einsatz generativer KI-Tools lernen die Studierenden, die Kluft zwischen Theorie und Praxis zu überbrücken. Sie setzen sich kritisch mit Fragen der europäischen Technologiepolitik auseinander, bewerten die Wirksamkeit und Grenzen der Regulierung digitaler Märkte, analysieren, wie die EU ihre Regulierungsmaßnahmen in einem von geopolitischen Spannungen geprägten Umfeld durchsetzt, und beurteilen die Rolle der Europäischen Union als globale Norm- und Regelsetzerin.
Für: Masterstudiernde aller Disziplinen und Schools
Lehrveranstaltungsnr.: 0000000932
ECTS: 6
Zeitraum: 11. bis 15. Januar 2027