Ideenwettbewerb „Studienbezogene Verstärkung der Exzellenzstrategie“

Mit dem Ideenwettbewerb „Studienbezogene Verstärkung der Exzellenzstrategie“ fördert die TUM Initiativen im Bereich Studium und Lehre, die darauf abzielen, den Einsatz digitaler Formen des Lehrens, Lernens und Prüfens an der TUM voranzutreiben sowie innovative transdisziplinäre Lehrformate zu entwickeln.

Wettbewerb 2021

Die Ausschreibung des Ideenwettbewerbs „Studienbezogene Verstärkung der Exzellenzstrategie“ 2021 zielte auf die Förderung digitaler und projektbasierter Lehr-, Lern- und Prüfungsformen. In den beiden Förderlinien „Digitale Lehr-, Lern- und Prüfungsformate“ und „Projektwochen“ konnten Anträge eingereicht werden.

Folgende Projekte werden in den einzelnen Kategorien gefördert:

Digitale Lehr-, Lern- und Prüfungsformate

TUM School of Social Sciences and Technology: Prof. Dr. Christian Djeffal

Im Rahmen des Projekts soll ein umfassender asynchroner Onlinekurs in englischer Sprache entwickelt werden, der für alle Studierenden und Forschenden an der TUM relevant ist, die datenbasiert arbeiten. Weil Data Science sich mittlerweile über alle Fächer erstreckt, vermittelt der Kurs essentielles rechtliches Wissen für zukünftige Generationen und soll der gesamten Universität zur Verfügung stehen. Er bildet damit das Fundament des Lehrexportangebots der Professur für Law, Science, and Technology und kann durch individuell maßgeschneiderte Präsenzveranstaltungen ergänzt werden, etwa zu einer Projektwoche.

Der Kurs Basics in Data Law and Governance ist deshalb einzigartig, weil er umfassend über wichtige Aspekte von Data Governance aufklärt. Es geht nicht nur um Datenschutz, sondern auch um das Teilen, Veröffentlichen und Zugänglichmachen von Daten und den damit verbundenen Umgang. Neben der Vermittlung der Grundstrukturen dieser dynamischen Regelungsmaterien lernen die Teilnehmenden Problemstellungen kennen, die ihnen in ihrer täglichen Praxis begegnen. Darunter fallen etwa Fragen, wie sie sich einen rechtlich korrekten Zugang zu Datenschätzen verschaffen können und welche Rechtspflichten im Hinblick auf das eigene Forschungsdatenmanagement bestehen. Weil wir die Bedürfnisse der Zielgruppe genau erheben, wird der Kurs exakt die Kenntnisse vermitteln, die für Studierende und Forschende an der ganzen TUM relevant sind. Ferner trägt der Kurs zur allgemeinen juristischen Grundbildung bei und bringt die Teilnehmenden dem Ideal ein Stück näher, Human-Centered Engineering selbstständig verwirklichen zu können.

TUM School of Engineering and Design: Prof. Dr.-Ing. Karsten Stahl, Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser, Prof. Dr.-Ing. Michael F. Zäh, Prof. Dr.-Ing. Wolfram Volk, Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner

Das Lehrkonzept connecTUM schafft eine bessere Vernetzung zwischen den Lehrenden, den Lehrinhalten sowie den Studierenden und fördert eine Innovationskultur in der Ingenieurausbildung am Department of Mechanical Engineering. Im Fokus des Lehrkonzepts, das die Bachelormodule vernetzt und die Studierenden im Sinne eines roten Fadens durch das Grundlagenstudium begleitet, steht die Entwicklung einer zentralen urbanen Seilbahnanlage. Das Zusammenwirken mechanischer und elektr(on)ischer Komponenten, Sensoren, Software und Steuergeräten erlaubt eine bessere interdisziplinäre Vermittlung der Lehrinhalte im Grundlagenstudium Maschinenwesen.

Im Rahmen des Projekts werden spielerische Lernelemente in Moodle integriert, um die Motivation der Studierenden bei der Auseinandersetzung mit den Lehrinhalten zu fördern. Die Verknüpfung der Lehrinhalte im Bachelorstudiengang Maschinenwesen soll den Studierenden sowie den Lehrenden über einen gemeinsamen Moodle-Kurs sowie eine Schlagwortliste transparenter vermittelt werden. Eine einheitlichere Navigation und verringerte Einarbeitungszeiten für Studierende werden über ein connecTUM-Corporate Design für Moodle-Kurse erreicht.

 

TUM School of Engineering and Design: Prof. Dr.-Ing. Konrad Nübel

Das Projekt soll dazu beitragen, reelle praktische Probleme aus dem Bauprojekt-Alltag in den Hörsaal zu bringen und diese mithilfe der online und asynchron vermittelten methodischen und theoretischen Modelle zu lösen. So werden filmische Baustellenexkursionen erarbeitet (die Baustelle im Hörsaal) und daraus Fallstudien entwickelt. Die Studierenden bearbeiten vor einer Präsenzveranstaltung die jeweilige Fallstudie. Die Ergebnisse und Lösungswege werden in der Veranstaltung besprochen und diskutiert. Durch diese Methode lernen die Studierenden unterschiedliche Projektsituationen kennen und das theoretisch erlernte Wissen in ein komplexes Umfeld zu übertragen.

TUM School of Medicine, Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften: Dr. phil. Mario Weichenberger, Prof. Dr. med. Martin Halle

Die anstehende richtungsweisende Bildung der School of Medicine & Health an der TUM erfordert innovative Lehr-Lern-Konzepte, um die Defizite bisheriger Lehrangebote insbesondere in interdisziplinären Fachgebieten wie der Prävention zu kompensieren. Da die Lehrangebote oft singulär und rudimentär sind, werden Synergieeffekte bisher zu wenig genutzt und die Schnittmenge der Fakultäten für Medizin und für Sport- und Gesundheitswissenschaften wird zu selten kollaborativ und einheitlich bearbeitet. Studierende formulieren zunehmend Bedarf an effektiven und zeitgemäßen digitalen Lernangeboten und haben – auch aufgrund unterschiedlichen Vorwissens und unterschiedlicher Interessen – verschiedene Anforderungen an die Lehre. Ziel unseres Projektes ist die Entwicklung einer digitalen Lernplattform, um das digitale Lehrangebot exemplarisch in der Prävention weiter ausbauen. Damit soll die Basis für eine zeitgemäße und zukunftweisende Online- und hybride Lehre an der TUM geschaffen und perspektivisch eine zentrale digitale Lernplattform für die School of Medicine and Health entstehen.

Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften: Rafael Krätschmer, Dr. Peter Spitzenpfeil, Dr. Fabian Stöcker, Dr. Martin Schönfelder

Mit dem Lehrkonzept „iMotion“ sollen sämtliche sportpraktische und wissenschaftspraktische Kurse an der Fakultät für Sport und Gesundheitswissenschaften mit einem Re-Live-Recording-Videoanalysetool ausgestattet werden. Sowohl in der wissenschaftspraktischen Ausbildung wie auch und vor allem in der sportpraktischen Ausbildung der Sportlehramt-Studierenden werden klassischerweise keine digitalen Medien oder EDV-Systeme eingesetzt. Mithilfe sogenannter Instant-Re-Live-Systeme, bei denen permanent das gewünschte Videobild in beispielsweise einem 30 Sekunden Aufnahmefenster aufgenommen wird, kann ein direktes videobasiertes Feedback des Unterrichtsszenarios stattfinden. Der/die Dozierende oder Studierende kann hierbei über einen „Buzzer“ (also einen Aufnahmeschalter) entscheiden, ob aus den letzten 30 Sekunden eine Aufnahme erzeugt werden soll. Diese Aufnahme wird gespeichert und kann sofort auf einem Bildschirm zur Analyse dargestellt werden. Der Vorteil ist, dass während der Analyse weitere Re-Live Aufnahmen erzeugt werden können; der Unterrichtsfluss wird also durch den Einsatz eines solchen Systems nicht gestört und Wartezeiten im sportpraktischen Unterricht können sinnvoll zur Analyse und Besprechung genutzt werden. Die Videosequenzen können per Cloud mit den Studierenden geteilt werden, sodass eine Nachbereitung der Inhalte außerhalb des Unterrichts gewährleistet werden kann.

TUM School of Social Sciences and Technology, Fakultät für Chemie: Prof. Dr. Jenna Koenen, Prof. Dr. Roland Fischer, Prof. Dr. Tom Nilges

Vorwissen ist nach wie vor einer der wichtigsten Prädiktoren für Studienerfolg, dies gilt auch für das Fach Chemie. In den vergangenen Jahren zeigen sich jedoch nicht nur aufgrund der Corona-Pandemie verstärkt zentrale Lücken im Vorwissen der Studierenden. Hier setzt dieses Projekt an, indem ein Angebot für Studierende entwickelt wird, welches auf Grundlage von Erklärvideos in Kombination mit e-Quizes mit integrierter Feedback-Funktion und weiterführenden Hinweisen die Aufarbeitung von zentralen fachlichen Inhalten individuell und selbstreguliert ermöglicht. Dabei berücksichtigt das Angebot lehr- und lerntheoretische Gesichtspunkte und zeigt Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Inhalten auf.

Institute for LifeLong Learning: Dr. Andreas Fleischmann

In lnstructional-Design-Werkstätten werden Lehrende dabei unterstützt, ihre Lehrveranstaltungen didaktisch und technologisch sinnvoll weiterzuentwickeln; die Beratung durch Expertinnen und Experten von Pro Lehre | Medien und Didaktik wird ergänzt durch die Unterstützung durch studentische Hilfskräfte (E-Scouts), die von Prolehre in der E-Scout-Academy ausgebildet wer­den.

Fakultät für Informatik, TUM School of Medicine, Fachschaft Medizin: Johannes Reifenrath, Nick Seiferth, Nadine von Frankenberg und Ludwigsdorff, Prof. Marjo Wijnen-Meijer, PD Dr. Dr. med. Alexander Zink

Die aktuelle Auflage des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Medizin (NKLM) fordert eine Ausrichtung der medizinischen Lehre an klinischer Handlungskompetenz sowie die Stärkung interprofessioneller Kompetenz. Dazu soll ein longitudinales Online-Angebot in Form einer Smartphone-Applikation geschaffen werden, mittels derer Studierende in Kleingruppen einen virtuellen Patienten oder eine virtuelle Patientin interdisziplinär betreuen (Interdisziplinäre longitudinale virtuelle Patientenversorgung, ILVI). Dieser Fall begleitet die jeweilige Studierendengruppe über die Semester hinweg, wobei sich auftretenden Beschwerde- und Krankheitsbilder an dem jeweiligen Curriculumsplan orientieren. Idealtypische medizinische Versorgungen werden zu definierten Zeitpunkten aufgezeigt und im Kontext der von den einzelnen Studierendengruppen gewählten Behandlungs- bzw. Versorgungsentscheidungen diskutiert und miteinander verglichen.

TUM School of Engineering and Design: Prof. Wolfgang Polifke

Im Rahmen des Projektes soll das Modul Thermodynamik I gemäß der bekannten Prinzipien des inverted classrooms umgestaltet werden. Das Bearbeiten unterschiedlicher Typen von Aufgaben – eigenständig oder in kleinen Arbeitsgruppen im Rahmen von Tutorübungen – wird dabei in das Zentrum der studentischen Lernaktivität gerückt. Auch inhaltlich sollen neue Schwerpunkte gesetzt werden: weg von den klassischen Beispielanwendungen – von der Dampfmaschine bis zum Verbrennungsmotor –, hin zu aktuellen Herausforderungen, die aus Energiewende und Klimakrise resultieren. Beispielhaft seien hier Wärmepumpen und Geothermie, Wasserstoff- und thermische Speicher oder auch Carnot-Batterien, CO2-Separation und Sequestrierung oder das Thermomanagement von Hochleistungsbatterien genannt.

TUM School of Engineering and Design: Prof. Dr.-Ing. Kai-Uwe Bletzinger, Máté Péntek, Anoop Kodakkal, Guilermo Martínez-López

Das „i(nteractive) WindLab“ zielt darauf ab, die Vorteile der heute verfügbaren digitalen Werkzeuge zu nutzen, um die Interaktion zwischen Studierenden und Lehrenden in allen Phasen des Lernprozesses zu verbessern. Die Neugestaltung des Kurses wird durch das Konzept des „inverted classroom“ beeinflusst. Die digitalen Ressourcen für den Kurs werden den Studierenden in Form von Videos, Dokumenten und Arbeitsblättern zur Verfügung gestellt, um das zeitunabhängige Selbststudium zu fördern. Die Live-Veranstaltungen werden für interaktive Aktivitäten genutzt, um sicherzustellen, dass die Studierenden die angestrebten Lernergebnisse erreichen und die erforderlichen Kompetenzen entwickeln. Wissen und Fertigkeiten treffen in der Projektarbeit aufeinander, die in Gruppen mit Mitgliedern mit sich ergänzenden Fähigkeiten durchgeführt wird, die ein reales ingenieurtechnisches Problem aus dem Bereich des konstruktiven Windingenieurwesens bearbeiten. Der Arbeitsablauf vermittelt den Studierenden moderne Fähigkeiten wie die effiziente Zusammenarbeit in Remote-Teams und die Nutzung von Cloud-basierten Rechenressourcen.

TUM School of Social Sciences and Technology: Arne Bewersdorff, Prof. Dr. Claudia Nerdel

In dem Projekt sollen digitale Open Educational Resources zu den Zukunftstechnologien Künstliche Intelligenz, Augmented Reality, Mobile Devices und 3D-Druck entwickelt und online verfügbar gemacht werden. Durch die Bereitstellung dieser digitalen Lehr-Lernmaterialien soll ein Beitrag zur Steigerung der Resilienz der universitären Lehre gegen pandemische Auswirkungen geleistet sowie die Sichtbarkeit und Reichweite von Lehrkräftebildung und -fortbildung der TUM erhöht werden. Dozierende werden durch die digitalen Lehr-Lernmaterialien im flexiblen Baukastenprinzip bei der Konzeption innovativer Lehr-Lernkonzepte zu Zukunftstechnologien in ihrem spezifischen fachlichen Kontext unterstützt.

TUM School of Medicine: Dr. med. Bastian Fatke, Dr. med. Sophie Roenneberg, Prof. Dr. Marjo Wijnen-Meijer

Ein wichtiger Aspekt der medizinischen Ausbildung ist das so genannte „klinische Denken“ (Clinical Reasoning). Das bedeutet, dass Studierende lernen, die Schritte des klinischen Denkprozesses zu durchlaufen, um korrekt und effizient zu Diagnosen zu kommen. Ziel dieses Projektes ist es, eine neue digitale Lehrmethode in Form des „Medical Exhibition Seminar“ zu entwickeln und im Curriculum zu implementieren, die sowohl das Clinical Reasoning, aber zusätzlich auch die zentrale ärztliche Fähgikeit zur Teamarbeit zwischen den Studierenden fördert.

Im Prinzip entspricht die Methode „Medical Exhibition Seminar“ einer Kunstausstellung, wobei die Studierenden medizinische Krankheitsbilder betrachten und durch Beobachtung, Diskussion und Bewertung der Bilder ihre Fähigkeit des Clinical Reasoning verbessern. In diesem Projekt wollen wir die Methode auf Fachgebiete ausweiten, die weniger bildbasiert und stärker konzeptbasiert sind. Diese Methode erweist sich als eine gute Ergänzung zu den traditionellen Methoden und wird in anderen Ländern von Studierenden und Dozierenden sehr positiv aufgenommen. Dieses Projekt beinhaltet sowohl die technische als auch die inhaltliche Entwicklung dieser Methode, kombiniert mit einer Schulung für Dozierende zur Entwicklung und Anwendung dieser Lehrmethode.

Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften: PD Dr. Felix Ehrlenspiel

Ein Studium verlangt allgemein von den Studierenden die eigenständige Steuerung von Lernprozessen. Dazu gehört nicht nur, dass gelernt wird (Motivation), sondern vor allem wie gerlernt wird (Lernstrategien). So müssen Studierende beispielsweise entscheiden, ob sie lieber Texte zusammenfassen oder Skripte auswendig lernen wollen. Die gerade seit Beginn der Corona-Pandemie entstandenen Online-Angebote mit asynchroner Lehre stellen an diese Steuerung von Lernprozessen („Selbstreguliertes Lernen“, SRL) besonders hohe Anforderungen. Moodle als Lernplattform der TUM bietet prinzipiell Funktionalitäten zur Förderung von SRL, diese werden aber bislang noch wenig genutzt und es gibt nur einzelne Angebote zur Unterstützung von SRL für Studierende und Lehrende. Daher sollen zunächst im Austausch mit dem Educational Technology Team von ProLehre SRL-Funktionalitäten in Moodle aktiviert, integriert und ggf. programmiert werden (z.B. Nutzung von „Analytics“, „Aktivitätsabschluss“). Parallel wird ein Selbstlernkurs auf Moodle entwickelt, in dem Strategien und Methoden des Selbstregulierten Lernens vermittelt werden. Erprobt wird der Ansatz zunächst im auf der TUM-Lernplattform Moodle organisierten asynchronen Modul „Learning and Behavior“. Die Erkenntnisse aus der Anwendung werden dann genutzt, um über einen Moodlekurs zu SRL für Studierende zu erstellen und einen entsprechenden Moodle-Fortbildungskurs für Dozierende anzubieten.

Institute for LifeLong Learning: Dr. Andreas Fleischmann (gemeinsam mit Carsten Schultz und Martin Zach, Hörsaaltechnik)

Um den Ausbau von Vorlesungsaufzeichnungen und Vorlesungsstreaming voranzutreiben, sollen Startschwierig­keiten ausgeräumt, die Gewöhnung an die neuen Prozesse und Hardware unterstützt und die Erhöhung der Akzeptanz der neuen Hardware, Software und Prozesse bei Lehrenden und Studierenden gefördert werden. Das Projekt zielt darauf, die Nutzungszahlen zu steigern, die didaktische Vielfalt bei der Einbindung von Aufzeichnungen und Streamings in hybriden Lehrformaten zu vergrößern, Aufzeichnungsmöglichkeiten in die Lehrformate dauerhaft zu integrieren und die langfristigen Kosten zu senken. Dafür sollen die technischen Betreuung intensiviert, Anleitungen und Informationsangebote ausgebaut, notwendige Software angeschafft und mediendidaktische Unterstützung systematisiert werden.

Projektwochen

Fakultät für Informatik: Univ.-Prof. Dr. Hans-Joachim Bungartz, Gerasimos Chourdakis, Hasan Ashraf, Dr. rer.nat. Tobias Neckel

Der Masterstudiengang Computational Science and Engineering (CSE) bringt jedes Jahr etwa 50 Studierende aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen und Bildungssystemen zusammen, die alle über sehr unterschiedliche digitale Kompetenzen und Vorerfahrungen im Bereich Programmierung verfügen. Der Einführungsblockkurs „CSE Primer“ schafft eine gemeinsame Grundlage für die technischen Fähigkeiten, die im gesamten CSE-Lehrplan des ersten Semesters benötigt werden. Bisher lag der Schwerpunkt des Kurses auf der Programmiersprache und em Toolkit MATLAB. Vor kurzem wurde der Kurs um die Grundlagen des Linux-Betriebssystems und erste Schritte in der Programmiersprache C++ erweitert. Das Projekt zielt darauf ab, den Kurs zu einer ganzen Woche praktischer Ausbildung zu erweitern, eine Teamprojektkomponente hinzuzufügen, ihn für einen skalierbaren hybriden Unterricht anzupassen und ihn für Studierende ähnlicher Studiengänge (oder perspektivisch als adaptives Paketangebot für andere Studiengänge) zu öffnen, um eine nachhaltige Entwicklung und Verbreitung zu erreichen.

TUM School of Social Sciences and Technology: Prof. Dr. Stefan Wurster, Dr. Markus Siewert

Ziel des Lehrprojekts ist es, mittels des Konzepts „Digitainability“ die beiden Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Positiven wie Negativen miteinander zu denken und ihre Interdependenzen in den Blick zu nehmen. Dabei soll es um die vielfältigen Potenziale und Innovationsmöglichkeiten
gehen, die es zu heben gilt; gleichzeitig müssen aber auch zentrale Herausforderungen für Politik, Unternehmen und Gesellschaft adressiert werden.

Das Themenfeld „Digitainability“ stellt ein ideales Lern-, Übungs- und Anwendungsfeld zum Erwerb zentraler „21st Century Skills“ für unsere Studierenden dar. Das auf zwei Jahre ausgelegtes Lehrprojekt soll Studierenden aus allen Fachbereichen der TUM die Möglichkeit geben, neueste theoretische und praktische Erkenntnisse an der Schnittstelle von Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu erlangen und an konkreten Lösungen und Anwendungen für spezifische Problemstellungen zu arbeiten. Im Fokus stehen dabei mit „Responsible Digital Literacy“, „Sustainable Smart Cities“, „Sustainable Industry 4.0“ und „Responsible E-Participation“ vier Themenbereiche, die sich durch eine hohe gesellschaftliche wie wirtschaftliche Relevanz auszeichnen, zentrale Felder in Forschung und Lehre an der TUM aufgreifen und ein hohes thematisches Synergie- wie Integrationspotenzial für die neue TUM School of Social Sciences and Technology aufweisen. Projektwochen zu diesen Themen sollen den Studierenden die Möglichkeit eröffnen, spezifisches Wissen zu erlangen und kritisch zu reflektieren sowie im Rahmen von Sprint Challenges in interdisziplinären Teams nach Lösungen für konkrete Problemstellungen zu suchen.

Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik: Prof Dr.-Ing Klaus Diepold, Dr. Alexandra Strasser

Mit dem Projekt sollen zentrale berufsqualifizierende Kompetenzen wie Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie Kreativität in Lehrveranstaltungen für Studierende aller Schools und Fakultäten integriert und ihr praktischer Nutzen für die Studierenden so unmittelbar erlebbar werden. Dieser Gedank soll exemplarisch im Rahmen der Projektwochen „Computer und Kreativität“ umgesetzt werden, an denen Studierende aus allen Schools und Fakultäten der TUM teilnehmen können. Der Fokus liegt hier auf dem Thema maschineller Kreativität. Studierende mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen sollen dabei im Rahmen einer Projektaufgabe in heterogen zusammengestellten Teams eine kreative Projekt- oder Produktidee (kreative Software) konzipieren und dabei technische genauso wie gesellschaftliche und ethische Aspekte integrieren. 

Studierende sollen Werkzeuge für konstruktive Kommunikation und eine zielgerichtete Teamarbeit kennenlernen und praktisch einüben. Zu diesem Zweck verbinden wir Design-Thinking-Prozesse mit Übungen aus dem Improvisationstheater. Durch die Verbindung dieser beiden Methoden erleben die Studierenden direkt, wie Kreativität enstehen udn was sie leisten kann. Sie entwickeln dabei ein intuitives Verständnis für gelungene Kommunikation (Improtheater) und zielgerichtete Teamarbeit (Design Thinking) und können diese Erlebnisse im Rahmen einer Projektarbeit konkret erfahren und reflektieren.

TUM School of Medicine: Prof. Dr. Pascal Berberat, Katharina Mosene

In Anbetracht einer Welt im Wandel, getrieben von Krisen und immer neuen Anpassungs-Anforderungen und Herausforderungen an sich rasant verändernde Lebensumstände, Strukturen und Systemlogiken findet ein Schlüsselwort zunehmend Eingang in den Kompetenzkatalog Zukunftsfähigkeit: Selbstwirksamkeit.

Das Projekt will Studierende unterstützen, sich einerseits selbstwirksam zu erleben und andererseits ihr 4K-Skillset (kritisches Denken, Kreativität, Kommunikation und Kollaboration) auszubauen, um eine stabile Grundlage auszubilden, von der aus sie Selbstwirksamkeit erfahren können. Selbstwirksamkeit wird dabei als das entscheidende Gegengefühl zur frustrierenden und beängstigenden Gesamtsituation in 21. Jahrhunderts begriffen.

Im Rahmen einer TUMMEC OPEN Week, gestaltet vom bereits etablierten TUMMEC InnovationLab in Kooperation mit der Fachschaft Medizin und der MindYourHealth-Gruppe sowie externen Expertinnen und Experten aus dem Bereichen Engineering, Politics, Economics und Education, soll ein aktives Erfahren von Selbstwirksamkeit und ein Stärken der zugrundeliegenden individuellen Ressourcen und Kompetenzen ermöglicht werden.

Wettbewerb 2020

Die Ausschreibung im Jahr 2020 zielte mit den Förderlinien „Virtuelle Labore“, „Digitale Lehr- und Prüfungsformate“ und „Studentisches Lernen“ insbesondere auf die Förderung des Einsatzes digitaler Lern-, Lehr- und Prüfungsformen.

Folgende Projekte wurden in den einzelnen Kategorien gefördert:

Virtuelle Labore

Ingenieurfakultät Bau Geo Umwelt: Prof. Dr.-Ing. Stephan Freudenstein

Mithilfe moderner Kameratechnik soll die Vermittlung der Bedeutung empirischer Erkenntnisse für die Modellbildung im Bauingenieurwesen optimiert werden. In einem Virtual Lab können z.B. optische 3D-Verfomungsmessungen für Forschung und Lehre genutzt werden. Das Ziel besteht darin, den Studierenden einen intensiven Einblick in die Versuchskonzeption und -durchführung sowie die darauf basierende Ergebnisanalyse zu geben.

Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, Munich School of BioEngineering: Prof. Dr.-Ing. Werner Hemmert

In diesem Projekt wird ein Messtechnik-Praktikum aufgebaut, das von den Studierenden eigenständig zuhause durchgeführt werden kann. Mit minimalem Aufwand können elektronische Schaltungen aufgebaut und mit einem Audio-Interface messtechnisch charakterisiert und am PC ausgewertet werden. Die Studierenden können dabei grundlegende Prinzipien der Messtechnik anhand von praktischen Versuchen erlernen. Durch den eigenen physikalischen Aufbau der Experimente werden Lerninhalte unmittelbar erfahrbar.

Fakultät für Maschinenwesen: Prof. Dr.-Ing. Karsten Stahl, Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner, Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser, Prof. Dr.-Ing. Wolfram Volk, Prof. Dr.-Ing. Michael F. Zäh

Ein vollumfänglicher digitaler Zwilling eines realen Demonstrators soll z.B. Bewegungsabläufe in Getrieben sichtbar machen oder Möglichkeiten zur Anlagenprogrammierung bieten. Über eine Moodle-Schnittstelle wird den Studierenden ein digitales Abbild eines Subsystems der Projektbasierten Demonstrator-Anlage, in Form einer „urbanen Seilbahnanlage“,  zur Verfügung gestellt. Durch das gemeinsame digitale Abbild werden die Lernergebnisse besser systematisch vernetzt.

Fakultät für Medizin, TUM MEC: Prof. Dr. Thomas Misgeld, Prof. Dr. Helmuth Adelsberger, Michael Brunnhuber

Um praktische Lernerfahrungen auch mit digitaler Fernlehre zu ermöglichen, wird ein Online-Home Lab-Kurs für praktische Module des Studiengangs Biomedical Neuroscience entwickelt. Hierbei wird eine Kombination von Online-Lehre, virtuellen Laboren und Heim-Experimentiersets (home lab kits) eingesetzt. Heim-Experimentiersets ermöglichen den Studierenden die Durchführung kleiner Experimente von zuhause aus, und unterstützen somit die Vermittlung praktischer Erfahrungen und Fähigkeiten.

ProLehre | Medien und Didaktik: Dr. Andreas Fleischmann

ProLehre | Medien und Didaktik wird Expertise für digitale Labordidaktik hochschulweit zur Verfügung stellen und Lehrende bei der didaktischen Konzeption und technischen Umsetzung von Virtual Labs und Remote Labs unterstützen.

ProLehre | Medien und Didaktik: Dr. Andreas Fleischmann

Im InnovationLab von ProLehre | Medien und Didaktik soll das Potential von Augmented Reality als Unterstützung von Laborpraktika analysiert und erprobt werden.

Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften: Dr. Martin Schönfelder, Dr. Fabian Stöcker, Dr. Peter Spitzenpfeil, Prof. Dr. Henning Wackerhage

Ein Online-Lehrlabor soll in Modulen der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften eingesetzt werden. Hierdurch wird zum einen die Methodenlehre unterstützt und mit Onlinemedien erweitert. Zum anderen können die Studierenden in einem virtuellen Labor interaktive Experimente durchführen.

Weitere Informationen zum Projekt

Wissenschaftszentrum Weihenstephan: Prof. Dr. Thomas Becker

An einer virtuellen Demonstrationsanlage können Studierende das Engineering, die Automatisierung und den Betrieb von Produktionsanlagen aus der Getränke-, Lebensmittel und Bioprozesstechnologie erlernen. Ein digitalisiertes Übungs- und Lehrkonzept inklusive Webcasts ermöglicht den Studierenden eigenständiges Abreiten an der virtuellen Anlage.

Weitere Informationen zum Projekt

Wissenschaftszentrum Weihenstephan: Dr. Martin Döllerer

Studierende aus dem Bereich der Umweltwissenschaften erhalten die Möglichkeit, digitale Zwillinge von real existierenden Waldparzellen in einer virtuellen Umgebung intensiv zu analysieren. Die Waldparzellen können außerdem auch direkt vor Ort besichtig und mit Hilfe von Augmented Reality studiert werden. Mit den angefertigten Modellen können verschiedene Effekte untersucht werden, z.B. Walddynamik, Klimawandel, Extremereignisse.

Weitere Informationen zum Projekt

Digitale Lehr- und Prüfungsformate

TUM Center for Study and Teaching: Dr. Cornelia Gotterbarm

Bei der coronabedingt sehr kurzfristigen Umstellung des Vorlesungsbetriebs auf digitale Lehre im Sommersemester 2020 unterstützen studentische Hilfskräfte, die in der eScout-Academy bei ProLehre | Medien und Didaktik geschult werden, die Lehrenden bei der Erstellung von Lehrvideos wie auch bei der Durchführung der digitalen Lehre. Da jedoch nicht jede/jeder Professor:in über eigene Hilfskräfte verfügt bzw. diese für die digitale Lehre einsetzen kann, werden mit dem Projekt „E-Scouts zur Verstärkung in der digitalen Lehre“ Professor:innen auf Antrag der Fakultät von der TUM bei der Finanzierung zentral und niederschwellig unterstützt.

Fakultät für Chemie: Prof. Dr. Fritz E. Kühn

Für das Projekt werden chemische Experimente und Sachverhalte filmisch dokumentiert und plausibel gemacht, die sowohl für Studium als auch für Gesellschaft von Interesse und Relevanz sind. Es wird dazu zunächst ein Pilotprojekt auf der Basis grundlegender Lehrinhalte erstellt. Außerdem werden digitale „Lernspiele“ (vergleichbar mit einer App) zur Prüfungsvorbereitung der Studierenden konzipiert.

TUM School of Governance: Prof. Dr. Stefan Wurster, Dr. Markus Siewert

Ziel des Projekts ist die Konzeption und Durchführung einer interdisziplinären, digitalen Lehr-Lern-Einheit, die sich mit dem Zusammenspiel von nachhaltiger Entwicklung und digitaler Transformation an Hochschulen auseinandersetzt. Die Lehr-Lern-Einheit umfasst u.a. online Vorlesungen, interaktive Formate sowie Seminare, die sich sowohl aus theoretischer wie praktischer Sicht mit Chancen und Risiken der Digitalisierung für eine nachhaltige Entwicklung beschäftigen. So sollen u.a. gemeinsam mit den Studierenden konkrete Projekte entwickelt, die sich mit der Gestaltung einer digitalen Nachhaltigkeits-Transformation durch, mit und für die TUM befassen.

Weitere Informationen zum Projekt

Fakultät für Maschinenwesen, Fakultät für Informatik, Ingenieurfakultät Bau Geo Umwelt, TUM School of Education, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, Fakultät für Psychologie und Pädagogik der LMU: Prof. Birgit Vogel-Heuser, Prof. H. Seidl, Prof.  A. Borrmann, Prof. S. Hofer, Dr. F. Reinhold

Auch für Ingenieure werden Kenntnisse im Bereich Software Engineering immer wichtiger. Für das Erlernen der notwendigen Abstraktionsfähigkeit, welche für Programmiersprachen und Modellierungsaufgaben notwendig ist, ist das individuelle Feedback ein wichtiger Faktor für den Lernerfolg der Studierenden. Es soll ein Konzept entwickelt werden, welches individualisiertes und interaktives Feedback für die Studierenden auch in der Online-Lehre ermöglicht, sowie lehr-/lernpsychologische Gesichtspunkte berücksichtigt.

Fakultät für Maschinenwesen: Prof. Dr.-Ing. Karsten Stahl, Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner, Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser

Für Module der Lehrstühle für Automatisierung und Informationssysteme, Fördertechnik Materialfluss und Logistik sowie Maschinenelemente wird ein Konzept entwickelt, welches Formate der Onlinelehre und Präsenzlehre zu einem gemeinsamen, hybriden Lehrkonzept vereint und insbesondere Studienleistungen in Form von semesterbegleitenden Prüfungen berücksichtigt. Das Format soll im Jahr 2020 erprobt werden und der TUM als Best Practice verfügbar gemacht werden.

Fakultät für Medizin, TUM MEC: Prof. Dr. Marjo Wijnen-Meijer, Dr. med. Christopher Holzmann-Littig, Prof. Dr. med. Pascal Berberat

Eine digitale Toolbox wird erarbeitet, um ein valides digitales Angebot für das spezifisch medizinische Lernformat der klinischen Entscheidungsfindung zu entwickeln. Eine externe Software wird als Vorlage genutzt, die von Dozierenden selbstständig mit Patientenfällen aus dem klinischen Alltag befüllt werden kann. Anhand der digitalen Fälle und auf Basis realer Anamnesegespräche, Befunde und Bilder lernen die Studierenden diagnostische Pfade und Entscheidungen verknüpft mit Hintergrundwissen zu den jeweiligen Krankheitsbildern. Parallel wird ein entsprechendes Schulungsprogramm für Dozierende entwickelt und ein Didaktik-Konzept, zur flexiblen Einbindung der digitalen Formate in der Lehre, erarbeitet.

Fakultät für Medizin: PD Dr. Friederike Schmidt-Graf, Dr. Henrik Heitmann, Prof. B. Hemmer

Die Anwendbarkeit und Effektivität von E-Learning mit einem Flipped-Classroom-Konzept wird in einem praxisbezogenen Kurs, dem Bedside-Kurs der Neurologie, untersucht. Auf Basis der Erkenntnisse soll das Flipped-Classroom-Konzept für praxisbezogene Lehrformate weiterentwickelt werden. Insbesondere soll dadurch das Verhältnis von Theorie zu Praxis an den Präsenzkurstagen optimiert werden.

ProLehre | Medien und Didaktik: Dr. Andreas Fleischmann

Elektronische Fernprüfungen bieten eine Alternative zu Prüfungen in Präsenz. Eine zentrale Rolle nehmen dabei die online-beaufsichtigten Prüfungen ein. Bei online-beaufsichtigten Fern-Prüfungen findet die Prüfung am Rechner statt, die Beaufsichtigung erfolgt über die Software Proctorio.Der Einsatz von Proctorio ist zunächst geplant für das Sommersemester 2020 und das Wintersemester 2020/2021.

ProLehre | Medien und Didaktik: Dr. Andreas Fleischmann

Digitale Prüfungen gewinnen zunehmend an Bedeutung, bei ProLehre | Medien und Didaktik soll daher die Unterstützung für dieses Thema ausgebaut werden, um Beratung und Support für digitale Prüfungsformate anbieten zu können.

Studentisches Lernen

TUM Center for Study and Teaching: Andrea Kick

Virtuelle Seminare zur Entwicklung geeigneter Lernstrategien werden angeboten, um Studierende in Zeiten von Online-Lehre speziell bei Herausforderungen des virtuellen Lernens zu unterstützen. Der Fokus der Seminarangebote “Erfolgreich durchs Studium” liegt dabei besonders auf der Förderung des Selbstmanagements der Studierenden.

Workshops „Erfolgreich durchs Studium“

TUM Center for Study and Teaching: Andrea Kick

TUM4Mind ist ein Projekt, das sich dem Thema „mentale Gesundheit im Studium“ widmet. Es werden digitale, interaktive Unterstützungsangebote für TUM-Studierende entwickelt, um Studierenden die Interaktion mit Expert:innen, Betroffenen und Gleichgesinnten auch in digitaler Form zu ermöglichen.

Webseite TUM4Mind

TUM Center for Study and Teaching: Andrea Kick

Es wird eine virtuelle Informationsmesse zur Studienorientierung hinsichtlich Masterstudiengängen an der TUM angeboten. Studierende der TUM sowie Masterinteressenten aus dem In- und Ausland können sich in virtueller Form über Studienmöglichkeiten an der TUM informieren und beraten lassen. Die virtuelle Messe ist dabei optisch einer üblichen Präsenzmesse nachempfunden. Informationen können in Form von Videoformaten und Präsentationen ansprechend vermittelt werden. Eine individuelle Beratung findet per Chat statt.

Webseite virtuelle Mastermesse

Fakultät für Medizin, TUM MEC: Alexander Nißlein, M.Ed., Veronika Becker, M.Sc., Meike Dirmeier, M.A., Prof. Dr. med. Pascal Berberat, Maria Heimbach

Das Projekt „How to … train your medical skills at home!“ soll Medizinstudierenden auch von zuhause aus die Möglichkeit bieten, interaktiv ihre klinisch-praktischen Fertigkeiten innerhalb von Peergroups zu trainieren. Hierzu wird eine digitale Plattform konzipiert, die E-Learning Einheiten und praktische Übungen enthält, sowie eine Möglichkeit zum interaktiven Austausch bietet.

Fakultät für Medizin, TUM MEC, Fachschaft Medizin: Johannes Reifenrath, Theresa Wilhelm, Nick Seiferth; Prof. Dr. Marjo Wijnen-Meijer

Es werden vorlesungsbegleitende, studentische Tutorien in Form von Integrated Clinical Case Discussions (ICCD) konzipiert, d.h. peer-moderierte Clinical Case Discussions werden mit klinischen Wissensexkursen kombiniert. Medizinstudierende erarbeiten einen Patientenfall im Selbststudium mit digitalen Tools. Unter Moderation eines studentischen Tutors werden diese Fälle anschließend vorgestellt (Clinical Case Discussion) und mit wichtigen Differentialdiagnosen in Bezug gesetzt (klinische Wissensexkurse), wodurch ärztliche Entscheidungskompetenz, klinische Handlungsautomatismen und soziale Interaktion gefördert werden.

Fakultät für Medizin, TUM MEC, Fachschaft Medizin: Prof. Dr. med. Pascal Berberat, Katharina Mosene, Daniel Teufel, Georg Prokop, Dominik Heim, Isa Riedel, Tiziana Neurohr, Luisa Gründel, Nick Seiferth

In Form eines 36 Stunden andauernden Events soll ein Hackathon TUMMEC OPEN für Studierende, Dozierende und Mitarbeitende in der Medizin stattfinden. Die Herausforderungen, Gegebenheiten und Lösungspotenziale für ein digitales Studium im medizinischen Studienumfeld werden im Hackathon fokussiert. In kreativen Teamprozessen sollen Ideen und Lösungsansätze angestoßen werden, welche in einem Innovationslabor weiterverfolgt werden.

Bericht über den ersten Hackathon

ProLehre | Medien und Didaktik: Dr. Andreas Fleischmann

Ausgehend von der E-Scout Academy von ProLehre | Medien und Didaktik sollen Studierende zu „Student Information Officers“ ausgebildet werden. Student Information Officers sollen auf studentischer Ebene die Digitalisierung der Hochschullehre begleiten und die studentische Perspektive in den Diskurs um die Weiterentwicklung digitaler Lehre einbringen.

Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Center for Digital Technology and Management (CDTM): Prof. Isabell Welpe

Das Projekt unterstützt Lehrende und Studierende der TUM dabei, praktische Kurse in digital angepasste Formate zu überführen. Ziel dabei ist es, für Studierende die Universität in einen digitalen Begegnungsort zu verwandeln. Es wird ein umfassender Best-Practice-Katalog zur Planung und Durchführung von Kursen erstellt. Der Katalog soll dazu dienen eine hohe Interaktion zwischen Studierenden zu ermöglichen. Zum unmittelbaren Austausch von Best-Practices werden Train-The-Trainer Workshops für Lehrende konzipiert und durchgeführt.

Wissenschaftszentrum Weihenstephan: Prof. Dr. Michael Suda, Dr. Anika Gaggermeier

Um die Online-Lehre attraktiv und spannend im Bereich der Wald- und Umweltpolitik zu gestalten, werden Szenen mit unterschiedlichen Akteuren, Statements und kabarettistischen Einlagen professionell vom Filmteam ProLehre der TUM aufgenommen und in für die Lehre geeignete Formate überführt. Darauf aufbauend werden unterschiedliche Fragestellungen formuliert, die dann die Basis für Diskussionen, Einzelübungen und Gruppenarbeiten liefern. Darüber hinaus werden aktuelle Forschungsergebnisse in ansprechender Form über Videos dargestellt. Abgerundet werden die filmischen Darstellungen durch humorvolle Szenen, damit das Lachen auch online möglich bleibt.

Wettbewerb 2019

Im Jahr 2019 waren die Förderlinien "Fakultätsübergreifende Module", "Plug-in-Module" und “Spirit” ausgeschrieben. Ein besonderer Schwerpunkt der Förderung lag dabei auf der Entwicklung innovativer fakultätsübergreifender und transdisziplinärer Formate.

Folgende Projekte wurden in den einzelnen Kategorien gefördert:

Fakultätsübergreifende Module

Fakultät für Architektur: Mark Michaeli, Prof. Dipl.-Arch. ETH SIA; Werner Lang, Prof. Dr.-lng., M.Arch.II (UCLA)

Die Zukunft der Städteplanung bedarf einer Vernetzung von verschiedenen Disziplinen. Im Fokus des Projekts steht die Entwicklung einer interdisziplinären Ringvorlesung (verbunden mit einem Seminar), bei welcher Dozierende unterschiedlicher Fachrichtungen ihre Schnittstellen zum Thema Stadt vorstellen, und urbane Fragestellungen wie z.B. die Zukunft der Mobilität und der klimagerechten Lebensumgebung betrachtet werden.

Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik: Prof. Dr. Gordon Cheng, Prof. Dr. Sabine Maasen, Benjamin Lipp, Nicolas Berberich

Ziel des Projekts ist die Erstellung eines fakultätsübergreifenden Moduls, das Studierende anhand eines konkreten Projekts in das Human.Centered (Neuro-) Engineering einführt. Gemeinsam mit Menschen mit physischer Behinderung (sog. Piloten) entwickeln die Studierenden in gemischten Teams Assistenzsysteme wie z.B. Neuroprothesen und Brain-Computer Interfaces, mit welchen die Piloten alltägliche Aufgaben wie Brotschneiden bewältigen können sollen. Am Modul werden Studierende aus den Ingenieurswissenschaften und MCTS-Studierende teilnehmen.

 

Fakultät für Maschinenwesen: Prof. Klaus Bengler, Prof. Dr. Georg Schmidt

In der Mensch-Technik Forschung wird zunehmend Feedback der zukünftigen Anwender/innen durch Probandenstudien generiert. Hierbei sind ethische Grundsätze und Richtlinien zu wahren. In einem 2-tägigen Blockseminar werden den Studierenden die Grundlagen zu ethischen Grundfragen und Anwendungsgebieten in den Ingenieurswissenschaften vermittelt. Ethische Grundsätze in der Datenerhebung mit Menschen werden erläutert und die Erstellung eines Ethikantrags zur Vorlage bei der Ethikkommission wird an einem praktischen Beispiel geübt.

Fakultät für Maschinenwesen: Prof. Klaus Bengler

Ziel des Projektstudiums ist es, Studierenden verschiedenster Fachrichtungen mit den Grundlagen sowie der Anwendung menschenzentrierter Entwicklung vertraut zu machen. Durch das Projekt sollen Studierende Erfahrungen mit agilen und kreativen Arbeitsweisen und der Arbeit in interdisziplinären Teams sammeln. In den Teams soll gemeinsam eine konkrete Lösung für eine zukunftsweisende Themenstellung entwickelt werden.

Bericht über das Projekt

Fakultät für Maschinenwesen: Arbeitsgruppe PDAV (Prof. Dr.-Ing. Karsten Stahl, Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser, Prof. Dr. Markus Zimmermann, Prof. Dr.-Ing. Michael F. Zäh, Dr. Birgit Spielmann, Prof. Dr.-Ing. Wolfram Volk, Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner, Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Ing. Tim C. Lüth)

Im Grundlagenstudium Maschinenwesen wird eine komplexe maschinenbauliche Anlage in Form einer „urbanen Seilbahnanlage“ verankert. Die Anlage begleitet das Grundlagenstudium als roter Faden und vernetzt die Lehrveranstaltungen untereinander. Die „urbane Seilbahnanlage“ besteht aus unterschiedlichen Modulen, an denen die Studierenden das Zusammenwirken mechanischer und elektr(on)ischer Komponenten, Sensoren, Software und Steuergeräten erfahren. Daneben besteht viel Spielraum zur Demonstration und Anwendung von Produktions- und Produktentwicklungsmethoden. Die Studierenden bearbeiten im Verlauf des Studiums die Maschinen-Subsysteme (Hard- und Software) in Teilaufgaben und tauschen sich über die Semestergrenzen hinweg aus. Die für die Studierenden erlebbare Vernetzung der Module im Grundlagenstudium zielt auf eine Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit von Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums Maschinenwesen, insbesondere für die Herausforderungen von Industrie 4.0.

Fakultät für Maschinenwesen: Prof. Dirk Weuster-Botz

Ein digitales Projektmodul soll für Masterstudierende der Molekularen Biotechnologie (TUM School of Life Sciences in Weihenstephan), der Chemischen Biotechnologie (Campus Straubing) und der Industriellen Biotechnologie (Munich School of Engineering, Garching) aufgebaut werden. Das Modul soll mit einem mehrtägigen Workshop zur Teamfindung starten, gefolgt von digitaler Projektarbeit in gemischten Studierendenteams. Fächerübergreifende Themenfelder sollen  von den Studierenden in virtueller Teamarbeit unter Verwendung von internetbasierten Methoden zum gemeinsamen Verfassen und Editieren von Dokumenten bearbeitet werden.

Fakultät für Maschinenwesen: Prof. Klaus Bengler, Prof. Dr. Eugenia da Conceição-Heldt

Im Rahmen eines Seminars sollen sich Studierende unterschiedlicher Fakultäten intensiv mit Aspekten der Interdisziplinarität auseinandersetzen und diese reflektieren. Es soll ein Bogen gespannt werden zwischen Theorie, Praxis und Methoden der Interdisziplinarität.

Fakultät für Mathematik: Prof. Dr. Gabriele Chiogna, Prof. Dr.-Ing. Markus Disse, Prof. Dr. Barbara Wohlmuth

Ein interdisziplinär angelegtes Modul soll den Studierenden Kompetenzen im Bereich der Unsicherheitsquantifizierung vermitteln, mit einem besonderen Fokus auf Problemstellungen in der Hydrologie. Interdisziplinäre Studierendenteams bearbeiten im Modul eine Problemstellung von praktischer Relevanz.

Plug-in-Module

Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik: Prof. Dr.-Ing. Klaus Diepold

Das Plug-in-Modul soll Grundlagen und Werkzeuge aus dem Bereich der Linearen Algebra vermitteln. Diese sollen durch praktische Programmierkenntnisse im Anwendungsfeld “Maschinelles Lernen” vertieft werden. Das Modul richtet sich an Studierende nicht-technischer Studienfächer und zielt darauf ab, die Anschlussfähigkeit an weitergehende technische Module und technische Fächer zu fördern.

Munich Center for Technology in Society (MCTS): Prof. Dr. Christian Djeffal

Ein Erfolgsfaktor für Technologieentwicklungsprojekte in öffentlichen und wirtschaftlichen Kontexten ist der souveräne Umgang mit rechtlichen Anforderungen. In vielen Bereichen treffen neue Technologien auf ein hoch reguliertes Umfeld, sodass Lösungen oft in interdisziplinären Teams erarbeitet werden müssen. Durch das Plug-In Modul sollen Studierende die Zusammenhänge zwischen Recht und Technik verstehen lernen und juristische Schlüsselkompetenzen anhand konkreter Beispiele erwerben können. Das erworbene Wissen soll abschließend in einer Wissensplattform aufbereitet werden, welche insbesondere positive Beispiele für rechtskonforme Technikgestaltung beinhaltet.

Spirit

Ingenieurfakultät Bau Geo Umwelt: Dr.-Ing. Francesca Taddei, Quirin Aumann, Prof. Dr.-Ing. Gerhard Müller

Klassische Projektarbeiten am Lehrstuhl für Baumechanik sollen um digitale Komponenten zum kollaborativen, Peer-basierten Lernen erweitert werden. Tools wie ein Wiki oder das in Moodle integrierte Peer-Review-Verfahren werden eingesetzt, um den fachlichen Austausch zwischen den Projektgruppen zu fördern und Synergien aufzudecken. Die Studierenden können Projektergebnisse in das Wiki einarbeiten und damit eine stetig wachsende Wissensdatenbank schaffen.

Ingenieurfakultät Bau Geo Umwelt: Univ. Prof. Dr.-Ing. Konrad Nübel

Die Vorlesungsreihe des Bauprozessmanagements soll nach dem Prinzip des Flipped-Classroom-Konzepts umgestaltet werden. Dazu werden die Vorlesungsinhalte sukzessive in Online-Formate überführt. Für verschiedene Inhalte werden unterschiedliche Online-Konzepte verwendet, wie z.B. klassische Vorlesungsabschnitte aber auch Interviews, Kurzpräsentationen oder Inhaltsfilme wie das Video "Civil Vision 2030", das Video "Bauen ist Teamwork" oder das Video "Erfolgreiches Projektmanagement". In den Präsenzveranstaltungen werden dann über interaktive Formate und Fallstudien komplexe Probleme aus der Praxis der Bauabwicklung in den Hörsaal gebracht und dort diskutiert. Methoden wie Peer Instruction, Gruppenarbeit und Rollenspiele kommen in diesem Format zum Einsatz.

TUM School of Education: Dr. Johannes Krugel

Das Ziel des Projekts besteht in der Verbesserung der Startbedingungen von Studienanfängerinnen und -anfängern in MINT-Studiengängen, die ohne (schulische) Informatikkenntnisse ihr Studium beginnen. Mit Hilfe eines Massive Open Online Course (MOOC) können Kenntnisse im Bereich der objektorientierten Programmierung erlernt und vertieft werden. Der Kurs basiert insbesondere auf zahlreichen interaktiven Übungen und Programmieraufgaben mit automatischem, didaktisch fundiertem Feedback.

Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik: Prof. Dr.sc.tech. Gerhard Kramer

Zwei E-Learning Projekte des Lehrstuhls für Nachrichtentechnik sollen (weiter-)entwickelt werden: Zum einen soll eine Webseite zum Thema fehlerkorrigierende Codes (pretty-good-codes.org) weiter ausgebaut werden. Zum anderen soll die virtuelle Lehrveranstaltung LNTwww weiterentwickelt und angepasst werden.

Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik: Prof. Dr.-lng. Georg Sigl

Lehrveranstaltungen im Bereich Informationssicherheit sollen mit Online-Programmieraufgaben und Videopodcasts angereichert und weiterentwickelt werden. Durch Online-Programmieraufgaben werden die praktischen Fähigkeiten der Studierenden im Bereich der Umsetzung von sicheren Systemen geschult. Videopodcasts bieten den Studierenden Musterlösungen und Hilfestellungen für praktische Aufgabenstellungen, welche sehr gut für ein Selbststudium genutzt werden können und so den individuellen Lernfortschritt der Studierenden unterstützen können. Um auf das teils sehr unterschiedliche Vorwissen der Studierenden einzugehen, werden sowohl detaillierte Einführungen in jedes Thema, als auch Videos mit weiterführenden Inhalten für besonders Interessierte angeboten.

Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik: Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Kellerer

Das Modul "Broadband Communication Networks" wird in ein Blended Learning-Format überführt. In dem entstandenen neuen Modul "Data Networking" werden anhand von Video-Podcasts in kurzen Episoden real erfahrbare Aspekte der Mobilkommunikation und Vernetzung in der alltäglichen Welt erläutert. Mit den Podcasts werden die Studierenden in die jeweils nächste Lehreinheit eingeführt. Bereits vorhandenes Vorwissen und Alltagserfahrungen sollen dadurch aktiviert werden. Speziell entwickelte Aufgaben verknüpfen die konkreten Inhalte des Moduls mit der Lernsituation.

Fakultät für Maschinenwesen: Moritz Sattler, Prof. Daniel Rixen

Um die Ausstattung der TUM um eine innovative Art der Lehrvideoaufzeichnung zu ergänzen wird ein LightBoard zur Verfügung gestellt. Ein LightBoard ist eine moderne gläserne Tafel, welche Vorteile der traditionellen Tafel und der Präsentation vereint. Die Dozierenden können an der Glastafel Zusammenhänge Schritt für Schritt aufbauen und dabei immer wieder in Richtung der Kamera schauen, also Blickkontakt zu den Zuschauern aufbauen. Die Idee des LightBoard nutzt somit Möglichkeiten, die bei Präsenzveranstaltungen nicht möglich sind, und eignet sich deshalb besonders gut, um zeiteffizient und kostengünstig hochqualitative Videos für die digitale Lehre zu drehen.

Weitere Informationen zum Projekt

Fakultät für Maschinenwesen: Arbeitsgruppe PDAV (Prof. Dr.-Ing. Karsten Stahl, Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser, Prof. Dr. Markus Zimmermann, Prof. Dr.-Ing. Michael F. Zäh, Dr. Birgit Spielmann, Prof. Dr.-Ing. Wolfram Volk, Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner, Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Ing. Tim C. Lüth)

Im Grundlagenstudium Maschinenwesen wird eine komplexe maschinenbauliche Anlage (z.B. in Form einer Recyclinganlage) verankert, welche das Grundlagenstudium als roter Faden begleitet und die Lehrveranstaltungen untereinander vernetzt. Die Studierenden bearbeiten im Verlauf des Studiums die Maschinen-Subsysteme (Hard- und Software) in Teilaufgaben und tauschen sich über die Semestergrenzen hinweg aus. Das Projekt zielt auf eine Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit von Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums Maschinenwesen, insbesondere für die Herausforderungen von Industrie 4.0.

Fakultät für Maschinenwesen: Moritz Sattler, Felix Sygulla, Prof. Daniel Rixen

Dieses Projekt schafft Möglichkeiten, digitale Lehre und Betreuung vor Ort mit möglichst großem Mehrwert zu kombinieren. Neue Inhalte werden in einer eigens entwickelten Lernplattform mit Hilfe einer kontinuierlichen Abfolge kurzer Videos und interaktiver Aufgaben vermittelt – LearningFlow. Die gewonnene Zeit der Lehrenden ermöglicht eine Intensivierung der Präsenzbetreuung. Hier sollen Diskussionen in kleinen Gruppen und Einzelgespräche Lernende individuell fördern. Die Lernplattform soll aufgrund ihrer schlichten Gestaltung nicht vom Inhalt ablenken, unterstützt die Lehrmethode LearningFlow und bietet einen interaktiven Aufgabentyp, in dem Lernende mathematische Ausdrücke aus Elementen selbst aufbauen können.

Weitere Informationen zum Projekt

Fakultät für Medizin: Katharina Mosene, Salome Rathfelder, Prof. Dr. med. Pascal Berberat

Das Projekt Digital Literacy stellt neben den Herausforderungen der digitalen Lehre die Entwicklung digitaler Kompetenzen von Medizinstudierenden in den Fokus. An der medizinischen Fakultät sollen Studierende im Hinblick auf die digitalen Herausforderungen im späteren Arztberuf vorbereitet werden. Dabei sollen digitale Kompetenzen im Sinne einer Digital Literacy weiterentwickelt werden. Hier wird mithilfe der eScouts ein Blended-Learning Kurs aus erprobten Flipped classroom-Formaten sowie Serious Games entwickelt.

Fakultät für Medizin: Daniel Teufel, Katharina Mosene, Prof. Dr. med. Pascal Berberat

Um den professionellen und persönlichen Herausforderungen ihres Berufsalltags gewachsen zu sein, brauchen (angehende) Ärztinnen und Ärzte ein ausgeprägtes Reflexions- und Resilienzvermögen. Um dies zu fördern, gibt es bereits seit 2016 am TUM MEC das professionsorientierte Programm LET ME (kurz für Lettered Medicine/ Lettered Medical Education). Durch LET ME… touch base! sollen bestimmte Einheiten dieses Programm allen Studierenden und Dozierenden der medizinischen Fakultät sowie allen Ärztinnen und Ärzten des Uniklinikums in Form einer zeit- und ortsunabhängigen digitalen Plattform zugänglich gemacht werden.

Weitere Informationen zum Projekt

ProLehre I Medien und Didaktik: Dr. Andreas Fleischmann

Es sollen weitere Hörsäle mit Vorlesungsaufzeichnungssystemen ausgestattet werden. Derzeit sind zwölf Hörsäle mit Aufzeichnungssystemen ausgestattet. Es sollen jährlich drei weitere Hörsäle aufgerüstet werden.

ProLehre I Medien und Didaktik: Dr. Andreas Fleischmann

Das Projekt soll den Aufbau eines hochschulweiten Angebots für Scannerklausuren unterstützen. Für Lehrende sollen Anleitungen erstellt werden, wie sie das System nutzen können.

ProLehre|Medien und Didaktik: Dr. Andreas Fleischmann

Das Projekt der Vorlesungsaufzeichnungen soll fortgeführt werden. In Hörsälen mit fest verbauter Aufzeichnungstechnik werden Aufzeichnungen organisiert und durchgeführt. Für mobile Aufzeichnungen werden externe Dienstleister vermittelt. Außerdem werden neue Funktionalitäten eingeführt zur besseren didaktischen Einbettung der Aufzeichnungen in Lehrstrategien.

ProLehre I Medien und Didaktik: Dr. Andreas Fleischmann

Um Lehrende der TUM bei der Überarbeitung ihrer Lehrveranstaltungen hin zu guter digitaler Lehre zu unterstützen, startet ProLehre eine lnstructional Design Initiative. Über einen Zeitraum von zwölf Monaten erfolgt eine fachkundige didaktische Begleitung durch Expertinnen und Experten von ProLehre und eine pragmatische Unterstützung durch eigens geschulte studentische Hilfskräfte (E-Scouts). Es wird pro Jahr eine Lehrveranstaltung pro Fakultät begleitet.

ProLehre I Medien und Didaktik: Dr. Andreas Fleischmann

Um elektronische Fernprüfungen weiter auszubauen, sollen weitere umfangreiche Tests dazu durchgeführt werden. Technische und rechtliche Rahmenbedingungen müssen hierbei beachtet werden.

Fakultät für Wirtschaftswissenschaften: Prof. Dr. Gunther Friedl, Dr. Peter Schäfer

Die Veranstaltung Kostenrechnung/Cost Accounting ist mit über 1000 Studierenden eine der größten Lehrveranstaltungen der Fakultät. Für die Veranstaltung soll ein Onlinekurs-Format entwickelt werden, um im Sinne eines Flipped Classroom Konzepts die Präsenzzeit im Hörsaal für Diskussionen und das Arbeiten an praxisnahen Fallstudien nutzen zu können. Der Onlinekurs soll außerdem zukünftig als MOOC zur Verfügung stehen.