Plug-in-Module
Interdisziplinär, innovativ und kooperativ: In Plug-in-Modulen arbeiten Studierende mit Kommilitoninnen und Kommilitonen aller Schools an Projekten, die Fachgrenzen sprengen. So entwickeln sie individuelle Talente und Kompetenzen in unterschiedlichsten Zukunftsfeldern.
Plug-in-Module im Wintersemester 2026/27
AI & Digitization
Nach Abschluss des Kurses sind die Studierenden in der Lage, fortgeschrittene computergestützte Methoden auf ihre eigenen Forschungsprojekte anzuwenden. Sie können Daten sammeln, aufbereiten und effizient verarbeiten.
Dieser Kurs untersucht, wie künstliche Intelligenz Branchen, Arbeit, Führung und Geschäftsprozesse verändert. Die Studierenden erhalten wissenschaftliche Einblicke in die Auswirkungen von KI auf Berufe, Aufgaben von Mitarbeitenden und Führungskräften sowie auf Prozessanalyse und Automatisierung. Der Kurs verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit praktischen Beispielen und praxisorientierten Projekten. In Workshops und Gruppenarbeiten lernen die Studierenden, KI-gestützte Arbeits-, Führungs- und Prozesslösungen im organisatorischen Kontext kritisch zu bewerten, zu gestalten und zu steuern.
Das Modul kann als Vorlesung (3 ECTS) oder als Vorlesung und Seminar (6 ECTS) gewählt werden. Die Studierenden erwerben darin ein vertieftes Verständnis dafür, wie generative KI-Systeme mit gesellschaftlichen Werten in Einklang gebracht werden können. Ein besonderer Fokus liegt auf Fairness, Rechenschaftspflicht und Transparenz. Durch praxisnahe Erfahrungen lernen sie, Verzerrungen (Biases) in KI-Modellen zu erkennen und zu reduzieren, und entwickeln gleichzeitig die Fähigkeit, Innovation und ethische Verantwortung in realen Anwendungskontexten miteinander zu vereinbaren.
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AI-Agents werden häufig als der nächste große Fortschritt der digitalen Technologie angesehen. Gleichzeitig besteht jedoch noch erhebliche Unsicherheit darüber, was genau AI-Agents ausmacht und wie sie menschliches Handeln sinnvoll ergänzen können. Dieses Seminar knüpft an die vielfältigen philosophischen Diskussionen über AI-Agents an und widmet sich grundlegenden Fragen wie: Was sind AI-Agents, und worin besteht ihre Handlungsfähigkeit? Welche Rolle spielen Intentionalität, Bewusstsein, Wille und Verständnis dabei? Können AI-Agents eigenständig als vollständige Akteure gelten oder sind sie grundsätzlich auf menschliches Handeln angewiesen? Gibt es grundlegende Grenzen dessen, was sie leisten können? Und wie können AI-Agents am besten mit Menschen zusammenarbeiten?
Diese Fragen werden anhand zentraler philosophischer Texte diskutiert, die die Studierenden aus einer vorgegebenen Liste auswählen. Eigene Vorschläge sind ebenfalls möglich. Das Seminar umfasst sowohl regelmäßige Präsenzsitzungen als auch Austauschformate mit Mitarbeitenden von SAP, die im Unternehmenskontext mit AI-Agents arbeiten. Darüber hinaus untersucht das Seminar das transformative Potenzial von KI für Wirtschaft und Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf ihr besonderes Verhältnis zu Sprache und Bedeutung. Teile der Diskussion über die Auswirkungen von KI auf Arbeit und Gesellschaft sowie über die damit verbundenen ethischen Herausforderungen finden gemeinsam mit Mitarbeitenden von SAP – Europas größtem IT-Unternehmen – und weiteren Praktikerinnen und Praktikern zu KI in der Wirtschaft statt.
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In diesem Modul lernen Studierende, wie digitale Daten unsere Welt beeinflussen und wie sie kritisch mit der Erhebung, Analyse und Nutzung von Daten umgehen. Dabei setzen sie sich mit grundlegenden Fragen auseinander: Was sagen uns Daten wirklich? Wie können sie genutzt werden, um gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen oder sogar zu verändern? Und welche Rolle spielen Werkzeuge wie Datenvisualisierung und Modellierung im Kontext datenbasierter Entscheidungsfindung?
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Das Modul kann als Vorlesung oder als Vorlesung und Seminar gewählt werden. Es umfasst die folgenden Themen:
- Data Governance Act: gemeinsame Nutzung von Daten; Datenaltruismus; Datenvermittler
- Data Act: Zugang zu Daten; Cloud-Switching; Interoperabilität
- DS-GVO und Grundlagen: Politik, Grundrechte, Geschichte und Relevanz; Anwendungsbereich; betroffene Personen, Verantwortliche, gemeinsam Verantwortliche, Auftragsverarbeiter und Dritte; Grundsätze; Grundsatz der Rechtmäßigkeit; Rechte der betroffenen Personen; Pflichten der Verantwortlichen und Auftragsverarbeiter; Drittlandtransfers; Durchsetzung, Rechtsmittel, Haftungsbehörden und Schadensersatz; sektorspezifische Datenschutzgesetze und Konflikte.
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Dieses Modul macht Studierende mit zentralen Debatten über die Auswirkungen der Digitalisierung auf Demokratie und Autoritarismus vertraut und ordnet diese in breitere Diskussionen über den globalen Rückgang der Demokratie ein. Die Studierenden vergleichen und bewerten die positiven und negativen Auswirkungen der Digitalisierung auf Demokratie und Autoritarismus und untersuchen ihre Folgen für mehrere wichtige politische Dynamiken. Darüber hinaus entwickeln sie mögliche Gegenmaßnahmen gegen die negativen Auswirkungen der Digitalisierung sowie mögliche Strategien, um ihre positiven Effekte zu nutzen.
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Nach erfolgreichem Abschluss dieses Moduls verfügen die Studierenden über ein theoretisches und praktisches Verständnis der Methoden der sozialen Netzwerkanalyse und sind in der Lage, dieses Wissen auf ihre eigenen Projekte anzuwenden. Die Studierenden können: (1) Netzwerkdaten sammeln, aufbereiten und visualisieren, (2) Methoden der sozialen Netzwerkanalyse anwenden, und (3) bestehende Pakete in der Programmiersprache Python zur Analyse von Netzwerkdaten nutzen.
Dieses Modul kann als Vorlesung (3 ECTS) oder als Vorlesung und Seminar (6 ECTS) gewählt werden. Es vermittelt ein umfassendes Verständnis der Prinzipien von Open Science, einschließlich Open Access, Forschungsdaten und Open-Source-Projekten, mit einem Schwerpunkt auf der Demokratisierung von Wissen. Durch praxisnahe Übungen und Fallstudien erwerben die Studierenden die Fähigkeiten, Open-Science-Praktiken in ihrem späteren Berufsleben anzuwenden und so zu einer inklusiveren und zugänglicheren Wissensökonomie beizutragen.
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Dieses Modul vermittelt zentrale Kenntnisse in der Philosophie und Ethik von Entscheidungssystemen. Im Fokus stehen die ethischen Herausforderungen, die durch den Einsatz datenbasierter und automatisierter Technologien in zeitgenössischen Gesellschaften entstehen. Die Studierenden analysieren Risiken, Diskriminierungspotenziale und Fragen gesellschaftlicher Verantwortung im Umgang mit solchen Systemen. Anhand theoretischer Ansätze und praxisnaher Beispiele fördert das Modul die kritische Reflexion über den Einfluss technologischer Entscheidungsprozesse. Es richtet sich sowohl an Studierende mit als auch ohne technischen Hintergrund und erfordert keine Programmierkenntnisse.
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Big Data ist ein hochgradig politischer Begriff, der ebenso vielschichtig wie widersprüchlich ist: Einerseits bildet Big Data die Grundlage für das Versprechen von mehr Information, größerer demokratischer Handlungsfähigkeit und erfolgreicher politischer Steuerung. Andererseits schürt es die Sorge vor staatlicher und wirtschaftlicher Überwachung, Verhaltensbeeinflussung und gesellschaftlicher Fremdbestimmung. Das Seminar analysiert das Themenfeld „Big Data Politics“ in seiner gesamten Komplexität. Im Mittelpunkt stehen die Themenbereiche „Datenwelt“, „algorithmische Steuerung“ und „digitale Vernetzung“, die als gesellschaftliche Herausforderungen betrachtet werden.
Behandelt werden neue technologische Entwicklungen wie Predictive Analytics, Smart Cities und das Internet der Dinge (Internet of Things), der digitale Strukturwandel der politischen Öffentlichkeit durch soziale Netzwerke sowie die politischen Herausforderungen des Datenschutzes und der informationellen Selbstbestimmung. Eine zentrale Rolle spielen dabei veränderte Machtstrukturen sowie die Frage nach Freiheit, Sicherheit und den zukünftigen Voraussetzungen demokratischer Gesellschaften. Grundlage der Seminardiskussionen bildet einschlägige Fachliteratur aus den Bereichen Politikwissenschaft, Technikforschung und Philosophie, die eine kritische und erweiterte Perspektive auf die aktuellen Entwicklungen der Digitalisierung eröffnet.
Der Kurs bietet eine Einführung in Public Interest Technologies (PIT) als Forschungs- und Anwendungsfeld an der Schnittstelle von Technologie und Gemeinwohl. Im Mittelpunkt stehen gesellschaftliche Herausforderungen und Chancen technologischer Entwicklungen, darunter „Data for Good“ und ethische Künstliche Intelligenz (KI). Durch Vorlesungen, interaktive Fallstudien und Diskussionen entwickeln die Studierenden ein Verständnis dafür, wie Technologien verantwortungsvoll gestaltet und eingesetzt werden können, um zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beizutragen.
Generative KI transformiert zunehmend menschliches Verhalten, Interaktion, Erleben, Sinn und Denken. Ihre Anwendung wirft zahlreiche ethische Fragen auf. Die ethischen Fragen und der mögliche Umgang mit KI hängen dabei stark von der Konzeption von KI ab. Ist KI eine Art künstliches Wesen oder lediglich ein Werkzeug? Oder verändert sie menschliches Denken, Erleben, Verhalten und die Existenz auf völlig neue Weise? Wir untersuchen weitverbreitete, aber fundamental verschiedene Konzeptionen von KI und diskutieren ihre ethischen Konsequenzen anhand von wissenschaftlichen Artikeln und Fallbeispielen.
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