Thomas F. Hofmann mit Studierenden
Bei der Begrüßung der neuen Erstsemester: Thomas F. Hofmann (2. v.l.) ist der neue Präsident der Technischen Universität München. (Bild: Andreas Heddergott)
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Stabwechsel an der Spitze der TUMThomas F. Hofmann neuer Präsident

Eine Ära ist zu Ende gegangen: 24 Jahre lang war Wolfgang A. Herrmann Präsident der TUM. Am 30. September 2019 hat er die Amtskette feierlich an seinen Nachfolger Thomas F. Hofmann überreicht.

Hofmann war bereits seit zehn Jahren Mitglied des Hochschulpräsidiums und als Geschäftsführender Vizepräsident für Forschung und Innovation zuständig. „Die Zukunft gehört unseren Studierenden und Alumni.“, betonte er in seiner Antrittsrede. Wichtig sei es, so der neue Präsident, die jugendliche Neugier der Studierenden zu fördern, nicht „durch Uniformität, sondern durch die individuelle Erweiterung ihres Horizonts über die fachliche Engführung hinaus“.

Verknüpfung mit anderen Disziplinen

Grundkompetenzen in den Datenwissenschaften hob er als besonders wichtig hervor: „Neben Mathematik, Chemie, Physik müssen deshalb digitale Schlüsselkompetenzen und Informationstechnologien ein essentielles Element im Fächerkanon jedes unserer Studiengänge werden.“

Auch müsse, so Hofmann, die Fähigkeit der Studierenden geschärft werden, sich effektiver mit anderen Disziplinen zu verknüpfen: „Nur wenn sie in der Lage sind, die Kompetenzen aus den Datenwissenschaften, der Psychologie, der Neuro- und der Wirtschaftswissenschaften auch zu verknüpfen, werden wir zum Beispiel menschliche Entscheidungsprozesse besser verstehen lernen.“

Studentischer Wettbewerb zur Lehre

Besonderes Gewicht möchte der neue Präsident auf die Zukunft der Lehre legen. Um neue Freiräume zu schaffen, wolle man online-Lehrformate ausbauen. Sie müssten geschickt mit neuen Präsenzformen der Campuslehre kombiniert werden.

Die „humane Interaktion von Studierenden und Lehrenden und zwischen den Studierenden selbst“ sei dabei ebenso wichtig wie die „interdisziplinäre Verknüpfungsfähigkeit der Fächer erlebbar“ zu machen, so Hofmann weiter. Man werde verstärkt auf „problemorientiertes und projektbasiertes Lernen in Teams“ setzen.

Um die Studierenden bei der Entwicklung stärker einzubinden, kündigte Hofmann einen Wettbewerb um „die besten Vorschläge für Maßnahmen zur zukunftsfähigen Gestaltung unserer Lehre“ an. Die besten Ideen daraus würden umgesetzt, finanziert aus der Exzellenzstrategie.  

Mehr Informationen:
Interview mit Thomas F. Hofmann

Pressemitteilung zum Amtsantritt von Thomas F. Hofmann

Video zum Amtantritt von Thomas F. Hofmann
 

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