TUM-Studierendenvertreterin im Senat Miriam Neuhäuser
Will "mit 100 Prozent reingehen": TUM-Studierendenvertreterin im Senat Miriam Neuhäuser
Bild: Astrid Eckert / TUM
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Neue Studierenden-Vertreterin im Senat Miriam NeuhäuserFasziniert vom Austausch

Miriam Neuhäuser vertritt ab 1. Oktober 2021 zusammen mit Henry Winner die Studierenden im Senat der TUM. Die Studentin der Ernährungswissenschaften hat sich in den vergangenen Jahren tief in die Hochschulpolitik eingearbeitet. Was steht auf ihrer Agenda?

Der Senat berät über komplexe Dinge wie Rechtsvorschriften, Berufungen, Studiengangssatzungen. Wie werden Sie sich informieren und vorbereiten?

Henry Winner (Anmerk.: Studierendenvertreter im Senat seit Oktober 2020) hat mich schon gebrieft (lacht). Wir bekommen die Tagesordnung weit vor der Sitzung und können bei vielen verschiedenen Gremien und Stellen Meinungen einholen. Es gibt zum Beispiel eine Vorbesprechung, man bekommt Stellungnahmen von denjenigen Fachschaften, deren Studiengang betroffen ist.

Ein enger Kontakt zu den Fachschaften ist sicher wichtig.

Ja. Mit ihnen setzt man sich zusammen und tauscht sich auch mit dem Fachschaftenrat aus, denn die haben einen guten Überblick und viel Wissen über die Struktur oder Neuigkeiten. Dort gibt es auch einen Lenkungsausschuss, in dem alle Themen diskutiert werden. Ich finde es für mich wichtig, dass man mit jedem redet, der in das Thema involviert ist.

Sie sind seit langem in der Fachschaft Ernährungswissenschaften aktiv und gut vernetzt und dennoch klingt das sehr alles aufwendig.

Ich denke, Henry und ich sind ein sehr gutes Team. Er ist der alte Hase, der sich hochschulpolitisch in der TUM hervorragend auskennt und ja ein weiteres Jahr in den Senat gewählt worden ist. Und ich die junge Neue, die noch nicht so viel weiß, aber auch noch neue Energie reinbringt. Wir wollen wirklich mit 100 Prozent reingehen und werden uns die vielen Aufgaben aufteilen. So lässt sich sicher ein guter Mittelweg finden. Henry hat mich beruhigt: Man könne schon noch studieren…

Auf Ihrer persönlichen Senats-Agenda steht eine gute und bezahlbare Anbindung zu den TUM- Standorten. Was noch?

Im Herbst wird das Bayerische Hochschulinnovationsgesetz verabschiedet. Wie agieren die Universitäten künftig, wie wird sich die Struktur der TUM verändern, wie kommen wir als Studierende darin vor, wir können wir diese Struktur zusammen aufbauen, dass alle repräsentiert sind… das sind sicher Themen im kommenden Jahr. Außerdem sollten die Formate, die wir in der digitalen Lehre aufgebaut haben und die gut funktionieren, die Präsenzlehre interaktiver gestalten. Zum Beispiel haben Profs zwischen den Vorlesungen ein Moodle-Quiz angeboten, um zu schauen, ob die Studierenden den Stoff richtig verstanden haben.

Was möchten Sie noch in einem Jahr erreicht haben?

Senatsunabhängig wäre es mir wichtig, dass wir in der Präsenzlehre vor allem diejenigen, die im Wintersemester 20/21 angefangen haben und die jetzigen Erstis sehr an die Hand nehmen, um sie in den normalen Unibetrieb zu integrieren: etwa zusätzlich Campusführungen oder Veranstaltungen anzubieten, um sich kennenzulernen und zu vernetzen. Das Thema Nachhaltigkeit ist mir noch wichtig, etwa dem Sustainability Office den Rücken zu stärken.

Wie kommt’s, dass Sie sich so für die Arbeit hinter den TUM-Kulissen interessieren und engagieren?

Ich bin hauptsächlich zur Fachschaft gekommen, weil ich Kontakte knüpfen und mir ein Netzwerk aufbauen wollte. Und im nächsten Moment war ich im Vorstand der Fachschaft. Da wird man automatisch in die Hochschulpolitik reingezogen. Als ich dann noch in den Fachschaftenrat gegangen bin, hat‘s mich total gepackt: Ich hatte das Gefühl, dass wir eine Gemeinschaft sind, mit unterschiedlichen Meinungen, aber mit demselben Ziel. Mich hat das so fasziniert, sich mit Studierenden aus komplett anderen Studiengängen auszutauschen.

Mehr Informationen:

  • Miriam Neuhäuser, 24, wird privat oft mit einer Ernährungsberaterin verwechselt und nach Diättipps gefragt.
  • Ihr Vater hat sie vor einigen Jahren vom Jiu Jitsu zum Kickboxen gebracht, „ideal zum Auspowern und an die Grenzen zu gehen“.

Technische Universität München

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Kontakte zum Artikel:

Miriam Neuhäuser
Senat der TUM
senat(at)fs.tum.de

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