Lehrende und Studierende diskutieren die Zukunft der Hochschuldidaktik im TUM Akademiezentrum Raitenhaslach
Bild: TUM / Astrid Eckert
  • Studium, Lehren

Welche Ziele sich die TUM für die Entwicklung der Lehre setztHochschuldidaktik für die Talente der Zukunft

Zentraler Bestandteil des Zukunftskonzepts TUM Agenda 2030 ist die Lehrreform, mit der sich die Technische Universität München einem grundlegenden Umbau verschrieben hat. Sie will einen Rahmen schaffen, in dem junge Talente ihre Fähigkeiten, ihre Kreativität und ihre Neugier noch besser ausleben und entfalten können. Dazu hinterfragt die TUM alte Gewohnheiten, baut neue Strukturen auf und entwickelt Lehrformate, die disziplinäre Grenzen überwinden.

Bereits im Jahr 2019 hat die TUM im Kontext der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder in ihrem Antrag „TUM. The Entrepreneurial University – Innovation by Talents, Excellence, and Responsibility“ Ziele, Maßnahmen und Formate der Ausbildung der Zukunft definiert: Absolventinnen und Absolventen sollen den Umgang mit offenen Lösungsräumen bei komplexen Fragestellungen beherrschen, mit innovativen Ideen neue Wertschöpfungen und Produkte entwickeln und im Miteinander unterschiedlicher Disziplinen Probleme ganzheitlich lösen. Dazu braucht es profunde Fachkompetenz, aber genauso ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit, an Teamfähigkeit und an Reflexionsfähigkeit.

"Unser Ziel muss es sein, dass unsere Lehre die Studierenden optimal auf ihre prägenden Rollen in der Gesellschaft vorbereitet"
Prof. Dr. Gerhard Müller, Geschäftsführender Vizepräsident für Studium und Lehre

Doch was bedeutet das konkret für die Lehre, für das Studium? Auf diese Frage bietet die TUM Lehrreform eine Antwort. Sie übersetzt die Ziele in konkrete Maßnahmen und Formate: Studiengänge orientieren sich in Zukunft über Professional Profiles noch stärker an Kompetenzprofilen, die gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft entwickelt werden. Neue Lehrformate wie Plug-in-Module oder Projektwochen ermöglichen eine breitere Vernetzung der Disziplinen, um mit neuen Perspektiven jenseits der bestehenden Fächergrenzen kreative Lösungen für aktuelle und künftige Herausforderungen zu finden.

In die Transformation der Lehre sind dabei alle Schools und Fakultäten, Einrichtungen und Institute, Lehrende und Studierende eingebunden. Gemeinsam arbeiten sie an ihrer Vision guter Lehre – zum Beispiel beim Symposium Lehre, das regelmäßig im TUM Akademiezentrum Raitenhaslach stattfindet. Zuletzt versammelten sich dort im April Lehrende, Studierende sowie Didaktikerinnen und Didaktiker, um aktuelle und zukünftige Entwicklungen in der Hochschullehre zu diskutieren und sich über neue Formate und ihre Erfahrungen auszutauschen. Einen Einblick in die Themen, Prozesse und Menschen hinter der TUM Lehrreform erhalten Sie in unserem Videobericht:

Technische Universität München

Stefan Kögler – TUM Center for Study and Teaching
koegler(at)zv.tum.de

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