TUM-Lehrfonds / Innovationsfond

Der TUM-Lehrfonds / Innovationsfonds fördert neuartige Lehr- und Prüfungs­projekte, die zur Verbesserung und Weiter­ent­wick­lung von Formaten, Strukturen und Inhalten im Bereich Lehre bzw. von Prüfungs­methoden beitragen – von der Umstrukturierung oder Neugestaltung von Lehrveran­staltungen und Prüfungen bis hin zu E-Learning-Formaten. Er wurde 2018 letztmalig vergeben.

Zielgruppe

Ziel­gruppe des Lehrfonds waren alle Mit­­glieder der TUM, die in der Lehre tä­tig sind:

  • Professorinnen und Professoren
  • Mitglieder des wissenschaftlichen Mittelbaus
  • Lehrbeauftragte
  • nicht-wissenschaftliche Angestellte, die mit der Ent­wicklung von Lehre und Lehr­formaten beauf­tragt sind

Es konnten sich sowohl Einzel­­personen als auch Teams um eine För­derung be­werben. Kosten­­pflich­tige Studien­­program­me (z.B. Weiter­bildung) oder grundständige Lehre sind nicht för­der­ungs­­fähig.

Förderung

Die Förderung erfolgte aus Mitteln des Projekts TUM: Agenda Lehre, gefördert durch das Bund-Länder-Programm für bessere Studien­bedingungen und mehr Qualität in der Lehre (Qualitätspakt Lehre), das am 31.12.2020 endete.

Der TUM-Lehrfonds / Innovationsfonds förderte Lehr- und Prüfungsprojekte, die zu einer kreativen und innovativen Verbesserung und Weiterentwicklung von Formaten, Strukturen und Inhalten im Bereich Lehre bzw. von Prüfungsmethoden beitragen oder die neuartige Lehr- oder Prüfungskonzepte beinhalten. Dies umfasste ein breites Spektrum, unter anderem:

  • eLearning-Elemente oder -Einheiten
  • Gestaltung oder Weiterentwicklung kompetenzorientierter Prüfungsformate
  • Umstrukturierung oder Neugestaltung von Lehrveranstaltungen / Formaten (beispielsweise im Hinblick auf die Themenschwerpunkte Individualisierung, Internationalisierung)
  • Innovative Beratungs- und Betreuungskonzepte
  • Tutorien- oder Praktikumsformate

Im Rahmen des Lehrfonds / Innovationsfonds konnten sich Professorinnen und Professoren der TUM, die ein Lehrprojekt reali­sieren möchten, für den Entwicklungs­zeitraum von ihrer Lehr­ver­pflichtung befreien lassen. Die Mittel aus dem Lehrfonds / Innovationsfonds konnten in diesem Fall zur Kompensation verwendet werden.

Auswahlkriterien

Eine Jury unter dem Vorsitz des Vize­präsidenten für Studium und Lehre und mit Vertreterinnen und Vertretern der Studierenden, des wissen­schaftlichen Mittelbaus, der Professoren­schaft sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von TUM ProLehre Medien und Didaktik bewertete die einge­gangenen Bewerbungen anhand folgender Kriterien nach ihrer Förderungs­würdigkeit: 

  • Formal vollständiger und inhaltlich schlüssiger Antrag
  • Langfristiger Mehrwert gegenüber vor­handenem Lehr-/Lern­angebot bzw. Prüfungs­methoden, der sich unter anderem dadurch zeigt, dass
    • Neues erprobt oder implementiert wird
    • Bestehendes innovativ weiter­entwickelt und nach­haltig ver­bessert wird
    • Konzepte, Strukturen oder didaktische Materialien bzw. Erfahrungen entstehen, die lang­fristig verwertbar sind
    • das Vorhaben auch auf andere Lehr­veranstaltungen übertragen werden kann
  • Einbezug von Gender- und Diversity­aspekten (Berücksichtigung einer heterogenen Studierendenschaft)
  • Erfolgsfaktoren guter Lehre beachtet werden wie Lern­ergebnis­orientierung, Kompetenz­orientierung, Erfahrungs­orientierung, Aktivierung, Visualisierung, Lernenden- und Problem­lösungs­zentrierung 
  • Einbeziehung der wissenschaftlichen Forschung
  • Effizienz durch angemessenes Kosten-/Nutzen­verhältnis
  • Realistisches Umsetzungs­konzept

Innvoationsfonds

Mit dem Innovationsfonds sollten kreative, fakultätsübergreifende Ideen mit Fokus auf Individualisierung, Internationalisierung, kompetenzorientiertem Prüfen und innovative Studienzeitmodelle gefördert werden, um Best Practices zu entwickeln. 2018 erfolgte eine gemeinsame Ausschreibung von Lehrfonds und Innovationsfonds.

Innovationsfonds-Preisträger 2016:

  • Dr. Martin Buchschmid, Ingenieurfakultät Bau Geo Umwelt
    Kompetenzorientierte Beschreibung von Lehrinhalten: Weiterentwicklung eines datenbankbasierten Konzepts zur kompetenzorientierten Beschreibung von Lehrinhalten als Basis für kohärente Modulbeschreibungen und Hilfsmittel für kompetenzorientierte Prüfungsformate.
  • Dr. Andreas Bauer, PD Dr. Friedrich Esch und Dr. Christoph Scheurer, Fakultät für Chemie
    Marktplatz der Möglichkeiten – ein modernes naturwissenschaftliches Praktikum: Tiefgreifende, dynamische Modularisierung eines interdisziplinären naturwissenschaftlichen Praktikums zur Individualisierung einer forschungsnahen Lehr-, Lern- und Prüfungsumgebung für Studierende und Lehrende auf der Basis moderner, IT-gestützter Verfahren.
  • Prof. Massimo Fornasier, Fakultät für Mathematik
    TUM Data Innovation Lab (TUM-DI-LAB): Einrichtung eines Joint Labs zum Thema Big Data, bei dem Studierende aller Fakultäten und lokale Unternehmen gemeinsam Projekte realisieren und sich mit ähnlichen internationalen Laboren austauschen können.
  • Prof. Pascal Berberat, Fakultät für Medizin
    Kompetenzbasiertes Prüfen im klinischen Unterricht – What You Test Is What They Learn: Kompetenzbasierte Prüfungsformate (u.a. OSCE, MiniCEX und DOPS) werden passend zum praktischen Unterricht aufgebaut und fest im Curriculum des Medizinstudiums verankert.