Korbiniansapfel
Korbiniansapfel bei der Documenta 13 in Kassel (Bild: Historisches Archiv der TUM)
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TUMspotlightTUM bei Documenta: Korbiniansäpfel in Kassel

Einen Schatz aus dem Historischen Archiv der TUM hat die Documenta 13 gehoben: Die internationale Ausstellung für zeitgenössische Kunst in Kassel zeigt 402 Apfel-Zeichnungen des »Apfelpfarrers« Korbinian Aigner. Der bayerische Pfarrer und Apfelkundler (1885-1966) hat die postkartengroßen Aquarelle gemalt. Sie zeigen unterschiedlichste Apfelsorten. 

900 Motive zur Sortenbestimmung

Einige der Äpfel sind rund und rot gestreift, andere spitz und blass, wieder andere grün und flachgedrückt: Rund 900 Aquarellbilder von verschiedenen Apfel- und Birnensorten hat Korbinian Aigner zwischen 1912 und 1960 gemalt. Von jedem der ungefähr 900 Motive ist nur eine Darstellung überliefert. Sie dienten als Hilfsmittel für die Sortenbestimmung. Aigner vermachte die Bildsammlung dem Lehrstuhl für Obstbau der TUM. In der Obhut des Historischen Archivs der TUM sollen die Bilder nach ihrer Rückkehr von der Documenta digitalisiert werden.

Documenta mit „ökologischer Perspektive“

Die einzigartige Bildersammlung ist Teil einer »ökologischen Perspektive«, mit der die Documenta den Blick auf die Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten lenken soll. Ebenfalls zur Ausstellung gehören deshalb zwei Apfelbäumchen. Sie wurden im vergangenen Herbst im Außenareal gepflanzt. Eines davon ist ein nach Korbinian Aigner benannter »Korbiniansapfel«. Die Documenta läuft noch bis 16. September 2012.

Kontakt Historisches Archiv der TUM: Dr. Margot Fuchs, Tel. (089) 289 – 22531, E-Mail: margot.fuchs(at)tum.de.

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