Milchkönigin Katharina Schlattl
Masterstudentin am WZW der TUM: Die aktuelle Bayerische Milchkönigin Katharina Schlattl. (Foto: Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft (LVBM))
  • Studium

Katharina Schlattl aus Fürstenstein:TUM-Studentin ist die Bayerische Milchkönigin 2013/2014

Würdenträgerin und Masterstudentin: Katharina Schlattl (24) ist seit April die Bayerische Milchkönigin 2013/2014. Sie steht am Ende des Masterstudiengangs Agrarmanagement am WZW. TUMstudinews-Reporterin Verena Pongratz hat sich mit ihr getroffen, um ihr ein paar Fragen zu ihrer Leidenschaft zu stellen.

Wie bist du auf die Idee gekommen, dich als Bayerische Milchkönigin 2013 zu bewerben?

Das Amt, das alle 2 Jahre ausgeschrieben wird, ist in der Landwirtschaft sehr bekannt. Da ich aus einem Milchviehbetrieb mit 130 Kühen komme, bin ich mit dem Thema „Milch“ sehr vertraut. Ich weiß, wo sie herkommt und wie sie weiterverarbeitet wird. Deshalb dachte ich mir, dass das eine super Möglichkeit für mich wäre, meine Begeisterung und meine Überzeugung für die Landwirtschaft weiterzugeben.

Was sind deine Aufgaben als Vertreterin des Milchlands Bayern?

Ich gebe der Milch ein Gesicht. Ich habe dadurch eine gewisse Verantwortung und stehe regelmäßig in der Öffentlichkeit. Zum Beispiel bei Messen, Festveranstaltungen und Versammlungen, nicht nur in Bayern sondern beispielsweise auch in Köln, Berlin oder Brüssel. Dort spreche ich meistens ein Grußwort, halte einen kurzen Vortrag oder überreiche Preise. Man ist ständig im Gespräch mit Fachleuten und Verbrauchern. Am 6. November halte ich in Weihenstephan einen wissenschaftlichen Vortrag zum Thema: „Wo kommt die Milch her und welche Produkte entstehen daraus?“ Es wird eine Milch- und eine Käseverkostung geben. Darauf freue ich mich schon sehr.

Wie lassen sich diese ganzen Termine mit dem Studium vereinen?

Zu der Zeit, als ich mich für das Amt beworben habe, hatte ich bereits mein Thema für die Masterarbeit. Es geht um die Zusammenarbeit von Direktvermarktung und regionaler Gastronomie. Ich habe im Sommer mit der Arbeit begonnen und werde sie in diesem Wintersemester abschließen. Während der Vorlesungszeit hätte ich das Amt wegen den oft 2-3 Terminen unter der Woche nicht ausführen können.

Hat dir dein Studium bei der Wahl zur Bayerischen Milchkönigin geholfen?

Das Praxiswissen habe ich mir im Betrieb von meinen Eltern angeeignet. Doch die theoretischen Hintergründe habe ich an der TUM in Weihenstephan gelernt. Sie hat in der Agrarbranche einen sehr guten Namen. Bei der Wahl hat man ein langes Jurygespräch rund um das Thema Land- und Milchwirtschaft, ohne das breite Fachwissen hätte ich dabei mit Sicherheit nicht so gut abgeschnitten.

Wo siehst du dich in ein paar Jahren?


Ich möchte auf jeden Fall „nach draußen“ zur praktischen Landwirtschaft und nicht in die Forschung. Deshalb habe ich mich auch für den Master Agrarmanagement entschieden. Derzeit arbeite ich nebenher im Bereich Direktvermarktung beim Bayerischen Bauernverband in München. Meine Ziele für die Zukunft sind aber noch offen.

Die Landwirtschaft füllt einen großen Teil deines Lebens aus. Was interessiert dich außerdem?

Da ich noch nie etwas anderes machen und immer schon in der Landwirtschaft bleiben wollte, ist das kein Wunder. Den „Stress“ von der Arbeit bau ich am liebsten daheim im Stall bei den Tieren ab. Außerdem habe ich sehr gern mit Leuten zu tun, ich war lange Zeit Bedienung in einem Gasthof. Ich verbringe gern Zeit in der Natur beim Radeln und Spazieren gehen und treffe mich gern mit Freunden. Das kommt leider zurzeit wegen den vielen Terminen etwas zu kurz. Ich sehe das Amt der Milchkönigin jedoch auf keinen Fall als Arbeit an. Das zählt zur Freizeit und macht ja auch viel Spaß.

Katharina Schlattl (24) stammt aus der Gemeinde Fürstenstein im Landkreis Passau und studiert im 4. Mastersemester Agrarmanagement am WZW der TUM. Zur Bayerischen Milchkönigin 2013/14 wurde sie im April gewählt. Das Amt hat sie zwei Jahre lang inne. Katharina Schlattl auf facebook

Technische Universität München

Corporate Communications Center