• 1.2.2018

Studis helfen Studis

Die Nightline München hört zu

Liebeskummer, Prüfungsangst, Stress in der WG: typische Probleme im studentischen Alltag. Wenn niemand sonst ein offenes Ohr dafür hat – die Nightline München hört zu. Bei diesem Zuhörtelefon nehmen sich Studierende aller Hochschulen und Fachrichtungen der Sorgen ihrer Kommilitonen an - anonym, kostenlos und vertraulich.

Kummer-Nummer für Studis in München: Die Nightline ist dienstags und donnerstags von 21 bis 0:30 Uhr zu erreichen. (Foto: Nightline München)
Kummer-Nummer für Studis in München: Die Nightline ist dienstags und donnerstags von 21 bis 0:30 Uhr zu erreichen. (Foto: Nightline München)

Die Idee des Zuhörtelefons von Studierenden für Studierende stammt aus Großbritannien, wo die Nightline mittlerweile fester Bestandteil an vielen Hochschulen ist. Die erste Nightline Deutschlands entstand 1994 in Heidelberg; heute gibt es deutschlandweit 15 Nightlines.

Konzept von Carl Rogers

Beim Münchener Zuhörtelefon, zum Wintersemester 2010/11 gegründet, engagieren sich ausschließlich ehrenamtliche Studierende der Münchner Hochschulen. Sie werden von erfahrenen „Nightlinern“ geschult, damit sie auch mit belastenden Anrufen gut umgehen können. Nach dem Konzept des Psychologen Carl Rogers, der den Begriff der klientenzentrierten Psychoanalyse geprägt hat, geben die Nightliner keine Ratschläge.

Vielmehr steht das aktive Zuhören im Mittelpunkt, wie Nightliner Adrian betont: „Unsere Hauptaufgabe ist Zuhören. Wenn wir die Gedanken des Anrufers nur ein bisschen strukturieren, entwickelt sich da schon ganz viel. Wir wollen nichts vorgeben, das am Ende nicht zu dem Anrufer passt.“ Denn der kennt sein Problem am besten und kann auch am besten eine Lösung dafür erarbeiten. Die Nightliner unterstützen dabei.

Auf Augenhöhe mit dem Anrufer

Von den Gesprächen, die mal zehn Minuten, mal aber auch eine Stunde dauern können, nehmen auch die Nightliner selbst etwas mit: „Man lernt das Zuhören, sich auf den anderen einzulassen und sich Zeit für sein Gegenüber zu nehmen“, erklärt Adrian. „Außerdem lernt man, sich selbst Grenzen zu ziehen und diese auch mitzuteilen. Wir wären nicht authentisch, wenn wir als Nightliner nicht auch sagen dürften, wenn uns ein Problem gerade zuviel wird. Wir wollen auf Augenhöhe mit dem Anrufer sein, und da ist es ganz wichtig, zum einen empathisch, zum anderen authentisch zu sein.“

  • Zu erreichen ist die Nightline dienstags und donnerstags von 21 bis 0:30 Uhr unter Tel. (089) 3571-3571.

Mehr Informationen:
Nightline München

Technische Universität München

Corporate Communications Center

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