Sind die Pflanzen nicht gegen Spätfrost gewappnet, kann dieser die Ernte zerstören. (Foto: VolkovaIrina / iStock)
Sind die Pflanzen nicht gegen Spätfrost gewappnet, kann dieser die Ernte zerstören. (Foto: VolkovaIrina / iStock)
  • TUM in den Medien

Xenius: Interview mit Prof. Brigitte PoppenbergerSteroidhormone – Doping für Pflanzen

In den vergangenen Jahren sind die Winter in Deutschland immer wärmer geworden und Spätfrost ist keine Seltenheit mehr. Molekularbiologin Prof. Brigitte Poppenberger und ihr Team haben herausgefunden, dass sich manche Pflanzenarten eine Art "molekularen Winterspeck" zulegen, um sich gegen Klimaveränderungen zu schützen. Wie sich die Ergebnisse der Grundlagenforschung auf die Praxis auswirken, wird in der Sendung Xenius erklärt.

Den Beitrag in der Mediathek ansehen (25:52)

Die Verfügbarkeit der Inhalte ist in Mediatheken unter Umständen zeitlich begrenzt.

Mehr Informationen:

Technische Universität München

Corporate Communications Center

Weitere Artikel zum Thema auf www.tum.de:

In der Landwirtschaft und im Gartenbau wird Frühfrost (früh im Jahr; noch in der Vegetationsperiode) gefürchtet, weil er – genau wie Spätfrost – zu Ernteausfällen führen kann. Bei Frühfrostgefahr wird frostberegnet etwa bei Apfelbäumen. (Foto: mit Genehmigung v. D. Mitterer-Zublasing)

Mit Hormonen Frost und Kälte trotzen

Pflanzen können sich nicht einfach ein geeigneteres Umfeld suchen, wenn ihnen die Standortbedingungen nicht mehr passen. Stattdessen haben sie ausgeklügelte molekulare Anpassungsmechanismen entwickelt. Wie Wissenschaftler…

Wuchsdefekte der Modellpflanze Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana), die durch fehlende Steroidhormonwirkung ausgelöst werden (linke Seite), konnten durch Wiederherstellen der Gibberellinproduktion behoben werden (rechte Seite). (Foto: Brigitte Poppenberger / TUM)

Pflanzenwachstum: Teamwork zweier Hormone nötig

Es gibt zwei wachstumsfördernde Stoffgruppen in Pflanzen, die unabhängig voneinander bei Kulturpflanzen eingesetzt werden: Die Phytohormone Gibberelline und die Brassinosteroide. Nun haben Wissenschaftler der Technischen…

Das Foto zeigt, wie wichtig Brassinosteroide für die Entwicklung von Pflanzen sind: Ein Mangel des Pflanzenhormons (rechts) führt zu Wachstumsstörungen, hier bei Gurkenpflanzen.

Wie Steroidhormone Pflanzen wachsen lassen

Pflanzen können sich außergewöhnlich schnell an Veränderungen in ihrer Umgebung anpassen. Dabei helfen ihnen Botenstoffe, die unmittelbar nach Licht- und Temperaturreizen aktiv werden. Eine Schlüsselstellung nehmen hier…