Trotz Quarantäne gemeinsam gegen das Corona-Virus: Beim Hackathon der Bundesregierung haben tausende digital vernetzte Teams in kurzer Zeit Projekte für den Kampf gegen die Pandemie entwickelt. Auch Angehörige der TUM haben sich eingebracht.
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  • Covid-19, Campus
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Projekte aus dem Hackathon #WirVsVirus der BundesregierungProgrammieren gegen die Folgen der Pandemie

Mehr als 40.000 Menschen haben vom 20. bis 22. März am Hackathon #WirVsVirus der Bundesregierung teilgenommen. Gemeinsam haben sie Lösungen für Probleme entwickelt, die sich aus der Corona-Pandemie ergeben – von Apps, die vor Ansteckungsgefahr warnen, über Websites um lokale Geschäfte zu unterstützen, bis hin zu Programmen, die Fake News identifizieren. Auch Studierende, Forschende, und andere aktuelle und ehemalige Angehörige der Technischen Universität München (TUM) haben sich in den Teams eingebracht. Hier stellen wir einige der Projekte vor.

Check the Fact

Dieses Team hat eine Website entwickelt, auf der Informationen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie geprüft werden können. Nutzerinnen und Nutzer können dazu selbst beitragen.

CleverAckern

In der Landwirtschaft fehlen durch Einreisebeschränkungen Saisonarbeitskräfte. Auf einer Onlineplattform will dieses Team landwirtschaftliche Betriebe und potenzielle Erntehelferinnen und -helfer - beispielsweise Studierende und Schülerinnen und Schüler zusammenbringen.

CoViD Mythbuster

Mit einer Erweiterung für den Webbrowser Chrome will dieses Team Fake News zu Covid-19 automatisch erkennen und Informationen aus verlässlichen Quellen anzeigen.

epiLAMP - TestEmAll

Der von der WHO empfohlene Standardtest für Covid-19 beinhaltet Arbeitsschritte, die besonders Zeit- und Ressourcen-aufwendig sind. Dieses Team will eine möglichst flexible Testalternative entwickeln.

Fusionbase

Um Daten zu Corona-Fällen auf Landkreis-Ebene in Apps oder Websites zu integrieren, benötigt man die Informationen der einzelnen Gesundheitsämter. Häufig werden dort Fallzahlen aber nur in Pressemitteilungen oder PDF-Dateien veröffentlicht und nicht über eine Programmierschnittstelle (API). Dieses Projekt sammelt die Daten aus den Landkreisen und macht sie über eine API öffentlich zugänglich. So lassen sich beispielsweise interaktive Karten zu den Infektionen erstellen.

 

Helfen.München

Geschäfte, die derzeit nicht öffnen dürfen, um das Risiko einer Verbreitung des Coronavirus zu verringern, sind durch die fehlenden Einnahmen teilweise von der Insolvenz bedroht. Dieses Projekt ermöglicht es Kundinnen und Kunden, über eine Website Gutscheine von Geschäften in München zu erwerben, die nach Wiedereröffnung eingelöst werden können.

Projekt auf der Hackathon-Website

IMIS

Das Infektionsmelde- und Informationssystem IMIS soll Krankenhäuser, Praxen und Gesundheitsämter entlasten, indem der Meldeprozess für Infektionen vereinfacht wird.

Projekt auf der Hackathon-Website

 

KMU vs. Corona

Für kleine und mittlere Unternehmen entstehen durch die Corona-Krise zahlreiche Probleme. Auf der Website dieses Projekts werden Lösungsansätze und Hilfsangebote gesammelt.

Machbarschaft

Dieses Projekt bringt Hilfswillige und Menschen, die während der Corona-Pandemie Unterstützung beim Einkauf benötigen, zusammen. Ziel des Teams war es, ein Bindeglied zwischen Digital Natives und Menschen zu schaffen, die mit nicht dem Gebrauch digitaler Medien vertraut sind. Hilfsgesuche werden telefonisch registriert und über eine App weitergegeben. Das Projekt ist eines der 20  Gewinner-Projekte des Hackathons.

match4healthcare

In der Corona-Krise wollen viele Medizinstudierende und Auszubildende in Gesundheitsberufen helfen, medizinische Einrichtungen wiederum sind nicht selten auf solche Hilfsangebote angewiesen. Dieses Projekt will beide über eine Webplattform schnell und unkompliziert zusammenbringen.

PANDOA

Die App PANDOA soll Bewegungsdaten lokal auf dem Telefon speichern und informiert bei einer Infektion Personen, die gefährdet sein könnten. PANDOA nutzt Daten anonym und ist Open Source zur Anbindung an andere Projekte.

PIRAT

Dieses Team hat eine App entwickelt, über die sich Anbieter und Suchende von medizinischen Hilfsmitteln schnell vernetzen können. Dadurch sollen Ressourcen in Notsituationen effizienter erfasst und verteilt werden. Beispielsweise könnten Labore an Universitäten mit  Testlaboren vernetzt werden, wenn letztere zu wenig Kapazitäten für diagnostische Tests auf SARS-CoV-2 haben.

Prävention gegen häusliche Gewalt

Durch Ausgangsbeschränkungen besteht die Gefahr, dass mehr Menschen Opfer häuslicher Gewalt werden. Dieses Projekt will mit einer On- und Offline-Kampagne über Hilfsangebote informieren und die Gesellschaft zur Mithilfe aufrufen.

ShoppingTime

Eine für Mobilgeräte optimierte Webseite soll den Andrang auf Geschäfte reduzieren und so das Infektionsrisiko senken. Über die Website sollen Nutzerinnen und Nutzer „Tickets“ für bestimmte Zeitslots erwerben können.

Projekt auf der Hackathon-Website

TestHive

Dieses Team will Zusammenarbeit zwischen Forschungslaboren fördern und vereinfachen und dadurch mehr Kapazitäten für Covid-19-Tests schaffen.

Technische Universität München

Corporate Communications Center

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