Bläser:innen der TUM JazzBand beim Auftritt in Uppsala
Endlich wieder Auftreten nach langer, pandemiebedingter Pause: Matthias Stadter (2.v.l.) mit der TUM JazzBand beim STORK-Festival im schwedischen Uppsala.
Bild: Johannes Menzel / STORK
  • Campus, Studium
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Unterwegs mit der TUM JazzBand in Schweden„Initialzündung in eine neue musikalische Zeit“

Alle zwei Jahre treffen sich im Frühling Musikbegeisterte im schwedischen Uppsala beim STORK – einem kunterbunten Festival für studentische Bands. In diesem Jahr war die TUM JazzBand mit dabei. Am 3. Juli 2022 gibt sie ihr Jahreskonzert im Audimax.

Matthias Stadter, TUM-Alumnus Maschinenwesen und Trompeter der JazzBand, war mit in Uppsala und hat seine Eindrücke für uns aufgezeichnet:

Jahreskonzert der TUM Jazzband am 3. Juli 2022

Das Jahreskonzert der TUM Jazzband findet am 3. Juli 2022 im Audimax der TUM, Arcisstr. 21, 80333 München, statt. Einlass ab 18 Uhr, Beginn 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

„1.700 Kilometer und die Ostsee liegen zwischen München und Uppsala. Fern genug, damit der Name der viertgrößten Stadt Schwedens manchen nur als scherzhafter Ausruf der eigenen Verwunderung bekannt sein dürfte. Doch tatsächlich zählt Uppsala zu den wichtigsten und traditionsreichsten Universitätsstädten Schwedens.

Festival nach zwei Jahren Pause

Im April waren auch wir für drei Tage Teil des reichen Unilebens in Uppsala. Wir, die TUM JazzBand, das sind 25 musikbegeisterte Studierende der Münchner Hochschulen, die als Big Band der TUM normalerweise bei universitären Veranstaltungen wie dem Dies academicus, studentischen Festivals oder eigenen Konzerten zu hören sind.

Doch im April 2022 machten wir uns auf nach Schweden, um am STORK – dem „Studentorkesterfestivalen” – teilzunehmen. Das Festival für studentische Bands findet im jährlichen Wechsel in Uppsala und in Linköping statt.

Nach zwei Jahren Pause aufgrund der COVID-19-Pandemie konnte 2022 das STORK wieder stattfinden – mit rund 40 Bands und 1.000 Teilnehmenden aus ganz Schweden, die drei Tage lang ihre Musik zelebrieren. Und wir wollten dabei sein! Im Eiltempo wurde die Reise geplant: Eine Woche zwischen Ostern und Vorlesungsbeginn, inklusive zweier tagesfüllender Zugreisen sowie Proben in Stockholm.

Zugreise mit Hindernissen

Doch einmal unterwegs, endete das Eiltempo bereits in Schleswig: Streckensperrung. Als uns danach noch der Zug des dänischen Königshauses ausbremste, war uns eine ungeplante Nacht in Kopenhagen sicher. Wir standen unter Zeitdruck, denn Corona hatte uns auch musikalisch ausgebremst. Deshalb wollten wir, schließlich in Stockholm angekommen, intensiv proben, um das vom vormaligen Präsidenten der TUM Wolfgang A. Herrmann vergebene Prädikat „exzellente Big Band“ erneut zu rechtfertigen.

Bei Equipment und Proberäumen war uns das Promenadorquestern behilflich, die Studierendenband der Königlichen Technischen Hochschule. Unter dem Dach einer verfassten Studierendenschaft haben studentische Bands in Schweden größere Freiheiten. Denn die Studierendenvertreter verwalten ihren eigenen Gebäudekomplex auf dem Campus, in dem es neben Mensa oder Lernräumen auch Raum für kulturelles Leben gibt.

40 Bands aus ganz Schweden – und eine aus München

Nach anderthalb konzentrierten Probentagen und einer kleinen Sightseeing-Tour machten wir uns am Freitag auf den kurzen Weg nach Uppsala. Dort ist die Innenstadt stark von der Universität geprägt. Auch das Unileben ist besonders vielfältig, denn statt einer einzelnen Studierendenschaft gibt es hier 13 „Nationen”, benannt nach historischen Landesteilen.

Traditionell wurden Studierende nach ihrer regionalen Herkunft eingeteilt, heute kann jeder und jede frei wählen. Das Festival fand in der größten Nation, Norrlands, statt. Was wir dort in zwei Tagen erleben durften, lässt sich mit nichts aus dem deutschen Unialltag vergleichen.

Besonderes Musikerlebnis

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause war Uppsala für uns die Initialzündung in eine neue musikalische Zeit: Vier Bühnen auf engem Raum, kurze Auftritte ständig wechselnder Bands in knallbunten Uniformen oder Overalls, teilweise mit Tanzeinlagen der zugehörigen „Baletter”. Wir hatten als Erkennungszeichen nur unsere blauen TUM-Caps von früheren Uni-Auftritten anzubieten.

Da die schwedischen Bands gerne Andenken wie Aufnäher oder Medaillen austauschen, wurde die TUM-Cap aber zum begehrtesten Mitbringsel beim STORK. Dafür gesorgt haben dürfte vor allem unsere Musik: Diese hat voll eingeschlagen, denn bereits bei unserem zweiten Auftritt war es vor der Bühne voll mit begeisterten Zuhörern und Zuhörerinnen.

Die Erinnerungen an unsere Erlebnisse – inklusive erfolgreicher Werbeaktion für die TUM – tragen uns auch Wochen später noch durch das Semester. Unser großer Dank gilt dem Goethe-Institut, das diese Reise mit großzügiger Förderung ermöglicht hat. Abschließend noch eine Bitte an die Verantwortlichen des TUMshop: Bringen Sie die TUM-Caps mit geradem Schirm zurück – wir können sie beim Festival im nächsten Jahr brauchen!“

Mehr Informationen:

  • Zu Semesterbeginn sucht die TUM JazzBand stets neue Mitmusikerinnen und -musiker, im Wintersemester 2022/23 insbesondere am Alt-/Tenorsaxophon und am Schlagzeug. Studierende aller Münchner Hochschulen sind willkommen.
  • Zukünftig ist zudem mit Gastkonzerten schwedischer Bands zu rechnen, die sommers gerne nach Deutschland reisen.
  • www.jazzband.tum.de

Technische Universität München

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