TUM IDEAward Pitch Event & Preisverleihung
Jedes Jahr am letzten Donnerstag im November veranstalten TUM und UnternehmerTUM den TUM IDEAward, die Preisverleihung zum gleichnamigen Ideenwettbewerb. Unterstützt wird der IDEAward von der Zeidler-Forschungsstiftung.
TUM IDEAward 2026
Zehn Gründerteams warten darauf, ihre aufregenden und innovativen Ideen und/oder Technologien dem Publikum zu präsentieren. Sie wurden aus unzähligen Wettbewerbs-Einsendungen von einer Fachjury vorselektiert und haben es bis in die Endrunde der Finalisten geschafft. Wer wird gewinnen und das Preisgeld der Zeidler Research Foundation erhalten? Holen Sie sich Ihr kostenloses Ticket und finden Sie es heraus!
SAVE THE DATE:
Donnerstag, den 26. November
18:00 – 21:30 Uhr
Foyer des TUM Audimax, Arcisstraße 21, 80333 München
JETZT TICKET SICHERN!
Über die Veranstaltung
Beim TUM IDEAward werden nach spannenden Final-Pitches die drei vielversprechendsten Gründungsideen ausgezeichnet, die aus der Wissenschaft kommen und ein großes Marktpotential erwarten lassen. Die Gewinnerinnen und Gewinner dürfen sich auf Preisgelder von insgesamt 37.500 Euro freuen.
Neben den spannenden Pitches, gibt es in der Networking-Session die Gelegenheit, die Finalistenteams sowie zahlreiche Vertreter:innen des TUM- und UnternehmerTUM-Ökosystems kennenzulernen.
Bitte beachten Sie: die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Beim Eintreffen an der Location handeln wir nach dem "first come, first serve" Prinzip. Sollte die volle Kapazität des Standorts erreicht sein, können wir leider keinen Zutritt gewähren. Danke für ihr Verständnis.
PROGRAMM
18:00 – 19:45 Uhr
- Opening
- Pitch der TUM IDEAward Finalisten 2026
- Preisverleihung
19:45 Uhr – 21:30 Uhr
- Get Connected – Networking Session
GET CONNECTED
Wir wollen Menschen zusammenbringen und den Austausch zwischen Gründerinnen und Gründern, Studierenden, Forschenden, Corporates und Investorinnen und Investoren fördern. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich im zweiten Teil des Abends mit unseren 10 IDEAward Finalistinnen und Finalisten persönlich auszutauschen, sowie sich über die aktuellen Angebote zur Gründungsförderung von TUM und UnternehmerTUM zu informieren.
Egal, ob Sie das Thema Innovation & Gründung gerade erst für sich entdecken oder bereits ein erfahrener Themenexperte sind: Bei uns sind alle Start-up-Interessierten herzlich willkommen. Wir freuen uns auf eine bunte Vielfalt an Gästen aus dem Innovationsökosystem von TUM und UnternehmerTUM, auf alte Bekannte sowie neue Gesichter.
Die Finalisten des TUM IDEAward 2026 in der Kurzvorstellung:
Was passiert mit einem Wirkstoff, nachdem er in den Körper gelangt- wo reichert er sich an, wie wird er abgebaut und welche Stoffwechselwege beeinflusst er? Solche Prozesse lassen sich mit isotopenmarkierten Molekülen verfolgen. Das stabile, nicht radioaktive Kohlenstoffisotop ¹³C verhält sich wie gewöhnlicher Kohlenstoff, kann aber analytisch eindeutig unterschieden werden und dient deshalb als molekularer Marker in Pharmaforschung, Diagnostik, Stoffwechselanalyse und medizinischer Bildgebung. Gleichzeitig ist Europa bei der Versorgung mit ¹³C stark von außereuropäischen Lieferketten abhängig, und viele spezialisierte ¹³C-markierte Moleküle sind teuer, nur mit langen Lieferzeiten oder gar nicht verfügbar. IsoSphere Technologies entwickelt neue technologische Lösungen, um den Zugang zu ¹³C-markierten Molekülen in Europa einfacher, flexibler und verlässlicher zu machen. Ein besonderer Fokus liegt auf Molekülen mit genau den Markierungspositionen und Spezifikationen, die für konkrete Forschungs- und Entwicklungsanwendungen benötigt werden. Der Bedarf wurde bereits in mehr als 60 Kundengesprächen und durch 14 Letters of Intent aus Industrie und Forschung bestätigt. Unser Ziel ist es, die Verfügbarkeit von ¹³C-markierten Molekülen langfristig zu verbessern und damit Forschung und medizinische Innovation in Europa zu beschleunigen.
SO4ward entwickelt mit CatLyst eine innovative Technologie zur Bekämpfung von PFAS-Kontaminationen, die die Behandlung von PFAS in wässrigen Medien grundlegend verändern soll. PFAS, oft als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet, stellen weltweit zunehmende Herausforderungen für Umwelt und Gesundheit dar. Unsere modulare Lösung lässt sich in bestehende Wasseraufbereitungsanlagen integrieren oder als dezentrales System an Standorten wie Deponien einsetzen. Anders als gängige Verfahren, die Schadstoffe lediglich abtrennen, nutzt CatLyst eine In-situ-Oxidation, um ausgewählte PFAS-Verbindungen, darunter PFOA, aktiv abzubauen. Die Technologie ist skalierbar, energieeffizient und auf geringen Wartungsaufwand ausgelegt. Angesichts des wachsenden regulatorischen Drucks und der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Sanierungslösungen adressiert CatLyst einen schnell wachsenden Markt. Durch die Verbindung von Wirtschaftlichkeit und messbarem Umweltnutzen möchte SO4ward Kommunen dabei unterstützen, den Weg in eine sauberere, PFAS-freie Zukunft zu gehen.
Mit RiboTAB entwickelt RNAvia das weltweit erste oral einzunehmende RNA-Therapeutikum für die gezielte Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CED). RNA-Therapeutika bieten hochspezifische Behandlungsmöglichkeiten für eine Vielzahl von Erkrankungen, die mit herkömmlichen Arzneimitteln bislang nur schwer oder gar nicht behandelt werden können. Ihre Anwendung ist jedoch nach wie vor aufwändig, da die meisten RNA-Therapeutika als Injektion oder über andere spezielle Verabreichungswege gegeben werden müssen und nicht einfach als Tablette eingenommen werden können. RiboTAB ist eine oral einzunehmende Tablette, die therapeutische RNA in Hybrid-Nanopartikeln enthält. Diese Formulierung schützt die RNA während ihres Weges durch den Magen-Darm-Trakt und ermöglicht ihre gezielte Freisetzung im Darm. Dadurch soll die Therapie direkt am Ort der Entzündung wirken und gleichzeitig krankheitsauslösende Mechanismen innerhalb der Zellen adressieren. Gelingt die Entwicklung, könnte RiboTAB eine völlig neue Klasse oral verfügbarer RNA-Arzneimittel begründen und den Zugang zu diesen innovativen Therapien für Patienten deutlich vereinfachen.
IARET ist ein technologiegetriebenes Start-up, das ein neuartiges elektrochemisches Verfahren zur Rückgewinnung von Edelmetallen aus Altfahrzeugkatalysatoren entwickelt. Diese enthalten wertvolle Platingruppenmetalle (PGM) wie Platin, Palladium und Rhodium, die für zahlreiche industrielle Anwendungen unverzichtbar sind und von der Europäischen Union daher als kritische Rohstoffe eingestuft werden. Etablierte Recyclingverfahren sind in der Regel auf hohe Prozesstemperaturen, aggressive Chemikalien und energieintensive Verfahrensschritte angewiesen. Hier setzt IARET an: Durch die selektive elektrochemische Rückgewinnung in unseren Elektrolysemodulen vereinfachen wir den Prozess und senken die Investitionskosten erheblich. Unser Verfahren ist so konzipiert, dass auch Katalysatortypen, die von konventionellen Recyclingunternehmen derzeit abgelehnt werden, ohne aufwendige Vorsortierung verarbeitet werden können. Damit stärkt unsere Technologie die Kreislaufwirtschaft und erschließt aus Fahrzeugabfällen hochwertige Sekundärrohstoffe, die bislang ungenutzt bleiben. Unsere Vision ist es, umweltfreundliches elektrochemisches Recycling kritischer Rohstoffe als neuen Standard zu etablieren und so die Rohstoffresilienz der Europäischen Union zu stärken.
AccessMRI entwickelt eine neue Generation kompakter MRT-Systeme, die hochwertige Bildgebung näher an den Ort der medizinischen Versorgung bringen soll.
Konventionelle MRT-Systeme sind groß, teuer und an spezialisierte Infrastruktur gebunden. AccessMRI will dies mit einer neuartigen Permanentmagnet-Array-Technologie verändern, die kompakte und kostengünstigere MRT-Systeme ermöglicht und durch computergestützte Bildrekonstruktion, künstliche Intelligenz und cloudbasierte Dienste ergänzt wird. Die erste Anwendung ist die muskuloskelettale Bildgebung direkt am Point of Care, insbesondere in orthopädischen Praxen, mit Fokus auf Gelenke wie Knie, Sprunggelenk, Handgelenk, Hand und Ellenbogen. Ein zentraler Ansatz besteht darin, technische Komplexität von teurer Hardware hin zu leistungsfähiger Software und Bildrekonstruktion zu verlagern. Erste Technologiebausteine, darunter eine Permanentmagnet-Array-Architektur, Rekonstruktionsverfahren und eine Cloud-Infrastruktur, sind bereits vorhanden und werden derzeit zu einem integrierten Prototyp zusammengeführt. Ziel ist es, MRT-Untersuchungen mit deutlich geringeren Investitions-, Infrastruktur- und Betriebsanforderungen zu ermöglichen und dadurch diagnostische Wege für Patientinnen und Patienten zu verkürzen. Langfristig soll AccessMRI eine skalierbare Plattform für dezentrale MRT-Bildgebung schaffen und damit den Zugang zu dieser wichtigen diagnostischen Technologie deutlich erweitern.
Cellium Biotech entwickelt eine neue Generation von Bioreaktoren im Labormaßstab, die von Grund auf für die nahtlose Zusammenarbeit mit künstlicher Intelligenz konzipiert sind. Moderne Technologien in Bereichen wie der synthetischen Biologie, mikrobiellen Konsortien, Co-Kulturen und Präzisionsfermentation ermöglichen die Entwicklung einer stetig wachsenden Zahl vielversprechender Bioprozesse mit enormem Potenzial. Die Überführung dieser Prozesse vom Labor in die industrielle Produktion dauert jedoch nach wie vor Jahre. Viele vielversprechende Innovationen erreichen niemals den kommerziellen Maßstab. Insbesondere die begrenzte Verfügbarkeit experimenteller Daten erschwert die Prozessoptimierung, die Skalierung und die wirtschaftliche Bewertung erheblich. Cellium Biotech setzt genau an diesem Engpass an: Unsere Technologie kombiniert einen eigens entwickelten, mit zahlreichen Sensoren ausgestatteten Bioreaktor mit einem integrierten digitalen Zwilling, der jeden Fermentationsprozess in Echtzeit abbildet. Das System erfasst bei jedem Versuch deutlich mehr Daten als herkömmliche Anlagen und stellt diese direkt KI-Modellen zur Verfügung. Diese können das Prozessverhalten vorhersagen, nicht direkt messbare Prozessgrößen abschätzen und die vielversprechendsten nächsten Schritte für die Optimierung, Skalierung und wirtschaftliche Rentabilität vorschlagen. Durch die Beschleunigung der Bioprozessentwicklung möchte Cellium Biotech dazu beitragen, wirtschaftlich tragfähige und nachhaltige Produkte schneller auf den Markt zu bringen und die zirkuläre Bioökonomie voranzutreiben.
Fibrose kann nahezu jedes Organ im Körper befallen und führt zu fortschreitenden, oft tödlichen Erkrankungen wie der idiopathischen Lungenfibrose (IPF) und der systemischen Sklerose (SSc). Trotz der Fortschritte sind die meisten fibrotischen Erkrankungen nach wie vor schwer zu behandeln, und es gibt nur begrenzte Möglichkeiten, das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten oder umzukehren. Als therapeutisch ausgerichtetes, plattformgestütztes Unternehmen haben wir uns zum Ziel gesetzt, neuartige antifibrotische Medikamente gegen diese fibrotischen Erkrankungen zu entwickeln. Unser Lead-Asset (N23Ps) ist eine hochwirksame Klasse von Antifibrotika, die sich derzeit in fortgeschrittenen präklinischen Tests zur Behandlung von Lungen- und Hautfibrose befindet. Durch die Ausweitung und Integration von KI in unsere Arzneimittelentwicklungspipeline können wir Projekte wesentlich schneller und effektiver entwickeln und validieren. Unsere KI-Modelle, die anhand von Screening-Daten aus fibrotischen Zellen von Patienten trainiert wurden, können bereits vielversprechende Wirkstoffkandidaten mehr als fünfmal so häufig identifizieren wie bei einer zufälligen Prüfung von Wirkstoffverbindungen. Dieser integrierte Ansatz wird uns somit dabei helfen, die Forschung voranzutreiben, Entwicklungszyklen zu verkürzen und den Patienten schneller bessere Medikamente zur Verfügung zu stellen.
ChondroVene entwickelt eine Stammzelltherapie zur Regeneration von echtem, dauerhaftem Knorpel bei Patientinnen und Patienten mit Gelenkverletzungen und beginnender Arthrose (OA). Global leiden über 600 Millionen Menschen an Arthrose – nicht eingerechnet die mehr als 210 Millionen jüngeren Personen mit traumatischen Gelenkschäden, etwa durch Sportverletzungen. Da adulter Gelenkknorpel keine intrinsische Selbstheilungsfähigkeit besitzt, lindern bestehende klinische Eingriffe lediglich Symptome oder erzeugen schwächeres, fibröses Ersatzgewebe, das schnell degeneriert. Basierend auf jahrelanger gemeinsamer Forschung der Miterfinder an der University of Cambridge und den US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH) nutzt unsere Plattform diese Erkenntnisse, um humane induzierte pluripotente Stammzellen (iPSCs) präzise in funktionellen, nativen Gelenkknorpel zu differenzieren. Diese gewebetechnologisch hergestellte Matrix wird über einen einzigen, minimalinvasiven chirurgischen Eingriff in das geschädigte Gelenk eingebracht. Im Gegensatz zu derzeitigen autologen Verfahren, die mehrere Operationen erfordern oder auf knappes Spendergewebe angewiesen sind, überwindet unser Ansatz zentrale Engpässe bei der Herstellung und Skalierbarkeit. Durch die Entwicklung einer skalierbaren, spenderbasierten (allogenen) Therapie bietet ChondroVene Orthopädinnen und Orthopäden eine universelle Off-the-Shelf-Lösung. Unser Ziel ist es letztlich, diesen Bereich der orthopädischen Versorgung von einer temporären Symptombehandlung hin zu einer echten Krankheitsmodifikation zu führen – und den vollständigen Gelenkersatz gänzlich zu verhindern
Sona8 baut KI-Sprachagenten, die Mitarbeitende zu ihrer täglichen Arbeit befragen. Der Agent spricht mit allen Mitarbeitenden, per Telefon oder im Browser, und hakt nach. Unternehmen nutzen die Antworten, um ihre Prozesse zu verstehen und zu verbessern. Typische Projekte sind KI-Transformation, Operational Excellence und Mitarbeiterbefragungen. Sona8 wird auch genutzt, um die Mitbestimmung von Mitarbeitenden zu fördern. Die Teilnahme ist freiwillig, und niemand sieht, wer was gesagt hat. Sona8 entstand aus der Promotion von Thilo Tamme an der TUM. Mehr als 20 Masterstudierende arbeiten mit Sona8, in Abschlussarbeiten und IDPs. Sona8 hat bereits mehr als 10.000 Interviews geführt und wird von Y Combinator unterstützt.
EcoWeave ist ein Startup-Konzept in der Frühphase, das darauf abzielt, die Freisetzung von Mikroplastikfasern aus synthetischen und natürlichen Textilien zu verhindern. Die geplante Innovation umfasst die Entwicklung einer flexiblen, dünnen und robusten Beschichtung aus biobasierten Polymeren, die mittels eines Extrusionsverfahrens direkt auf Textilgarne aufgebracht werden kann. Die Mission von EcoWeave ist es, die Freisetzung von Mikroplastik zu unterbinden, indem freiliegende Fasern bereits vor der Verarbeitung zu Geweben stabilisiert werden. Zudem soll der Mikroplastikaustritt während des Waschens, Tragens und der täglichen Nutzung verhindert werden, ohne dabei die Atmungsaktivität, Flexibilität, Funktionalität (z. B. Insektenschutz und Flammhemmung), den Tragekomfort oder die Haltbarkeit des fertigen Textils zu beeinträchtigen. Das Unternehmen nutzt Prinzipien der nachhaltigen Chemie zur Formulierung einer Garnbeschichtung, die dazu beiträgt, die Meeresverschmutzung zu verringern und die Sicherheit für die menschliche Gesundheit zu erhöhen. Die Formulierung basiert auf natürlichen Quellen und erfüllt damit entsprechende Ziele für nachhaltige Entwicklung.