TUM Gründergeflüster: neurotrim Systems

Stand: Dezember 2021

Welches Problem löst ihr mit eurem Produkt? 
Subjektive Erkenntnisse und Standardverschreibungen machen Physiotherapie fehleranfällig für die einzelnen PatientInnen. Allein durch Wiederverletzung von Sprunggelenk, Knie, Hüfte und Rücken trotz Rehabilitation entstehen allein in Deutschland über 1 Milliarde Euro Kosten jedes Jahr. Wir glauben, es ist Zeit für Therapie 4.0. Mit unserem N1. System – eine Hightech Hardware Software Lösung – wollen wir in Zukunft bis zu 25 Prozent dieser Kosten und der dahinterstehenden Leidensgeschichten verhindern.

Welche Technologie steht hinter dem Produkt?
Unser Machine Learning Algorithmus wertet Daten von Druck-, Bewegungs- und in Zukunft Bildsensoren aus. Mit nur wenigen Übungen kann ein physiologisches Bild der PatientInnen erstellt werden, das mangelnde Muskelansteuerung, Schon- und Fehlhaltungen erkennt und direkt Übungen zu deren Behebung auf dem N1. System bereitstellt.

Wie habt ihr als Team zusammengefunden? 
Rebekka Mirlach und Maximilian Schiff haben Sie im TUM BWL Studium kennengelernt. Über das Entrepreneurship-Stipendium Manage&More haben die beiden David Hack kennengelernt. Seit 2019 wird gemeinsam an neurotrim Systems gearbeitet, das mittlerweile durch das EXIST GS und „Start?Zuschuss!“ gefördert wurde und „Invest“ zuschussfähig ist.

Welchen Bezug haben eure Teammitglieder zur TUM? 
Alle drei GründerInnen haben an der TUM studiert. Maximilian und Rebekka haben Abschlüsse in TUM BWL. David beendet gerade seine Masterarbeit über die Entrepreneurial MasterClass in Maschinenbau und Management, sowie Medizintechnik. Aktuell sitzen wir auch mit einem wunderbaren Team aus motivierten MitarbeiterInnen im TUM Inkubator in Garching.

Was macht eure Idee einzigartig? 
Die neurotrim Methode ist seit 2010 in Entwicklung von Maximilians Vater Michael Schiff. Als einzigartige Kombination von Koordinations-, Balance- und Propriozeptionsübungen – gepaart mit eigenen Erweiterungen – wurde bisher mit über 500 PatientInnen und SportlerInnen gearbeitet. Die Resultate haben die Vorstellungen der Schulmedizin gesprengt und immense Möglichkeiten aufgezeigt. Wir machen diese Erfolge mit dem N1. System Millionen von Menschen zugänglich. Die Verletzungsrehabilitation ist dabei erst der Anfang, da die Arbeit mit der neurotrim Methode auch vielversprechende Ansätze in der Geriatrie, bei neurodegenerativen Erkrankungen und zur Leistungssteigerung im Sport gezeigt hat.

Welche Zielgruppe bedient ihr? 
Wir starten im Profisport. Die Entwicklung der Methodik hatte im Leistungssport begonnen, der medizinische Ansatz ist dann in der Weiterentwicklung entstanden. Wir bieten das N1. System Profisportvereinen zum Leistungsscreening ihrer Sportler, zur Leistungssteigerung und zur Verletzungsprophylaxe an. Mit erfolgter Medizinproduktzertifizierung können auch Rehazentren und Kliniken mit unserer Lösung ihren PatientInnen helfen.

Was sind die nächsten Schritte? 
Das Produkt steht fast in den Startlöchern. Anfang 2022 möchten wir launchen. Zum Januar müssen wir den TUM Inkubator leider verlassen und schauen gerade nach unserem nächsten Office. Aktuell sind wir außerdem auf der Suche nach Business Angels, die Teil von etwas Großartigem werden möchten und unserer Vision mit Know-how und Kapital zur Seite stehen.

Wer im Team übernimmt welche Aufgaben? 
Die Rollen im Gründerteam haben wir tatsächlich klassisch verteilt, so wie es unsere „Titel“ auch andeuten. David entwickelt als CPO das Produkt und koordiniert Produktion und Logistik. Maximilian, unser CEO, kümmert sich um unseren Auftritt und Kontakt nach außen, also PR, Marketing, Sales und Finanzierungsrunden. Rebekka ist als COO für HR und Finanzen zuständig und konnte uns bereits ein großartiges Team aufbauen, das wichtige Kernstellen wie Head of Software Development, Medizinproduktzertifizierung und Research abdeckt.

Was ist euch bei der weiteren Entwicklung eures Start-ups besonders wichtig?
Wir möchten Menschen helfen, außergewöhnliches in Sachen Gesundheit und Fitness zu erreichen. Uns ist es wichtig, dass wir nicht nur eine Firma aufbauen, um auch einmal Gründer gewesen zu sein. Wir möchten einen Impact schaffen und unsere Vision Wirklichkeit werden lassen. Wir wollen gemeinsam als Team Großes erreichen. Bis jetzt sind wir auf einem guten Weg.