TUM – Technische Universität München Menü
Die Celonis-Gründer Bastian Nominacher, Alexander Rinke und Martin Klenk (v.l.)
Die TUM-Absolventen Bastian Nominacher, Alexander Rinke und Martin Klenk (v.l.) gehören zu Deutschlands erfolgreichsten Unternehmensgründern.
Bild: Deutscher Zukunftspreis / Ansgar Pudenz
  • Entrepreneurship
  • Lesezeit: 2 MIN

Ausgründung der TUM Finalist beim Preis des Bundespräsidenten

Celonis für Deutschen Zukunftspreis nominiert

Das Software-Unternehmen Celonis ist einer von drei Nominierten für den Deutschen Zukunftspreis 2019. Gegründet wurde das Start-up an der Technischen Universität München (TUM). Es bietet eine Process-Mining-Software an, mit der Unternehmen sämtliche digitale Geschäftsprozesse analysieren können. 2018 wurde Celonis mit einer Milliarde US-Dollar bewertet.

Die Celonis-Gründer Bastian Nominacher, Martin Klenk und Alexander Rinke haben als Studenten der TUM eine Software für das sogenannte Process Mining entwickelt. Diese untersucht die alltäglichen Abläufe in Unternehmen, zeigt die Analysen in verständlichen Grafiken und schlägt Verbesserungen vor. Die automatisierte Unternehmensberatung lässt sich für alle möglichen Prozesse anwenden, die digitale Spuren hinterlassen, egal ob es um die Produktion eines Pharmaherstellers oder die Logistik eines Handelskonzerns geht.

Das 2011 gegründete Start-up schrieb eine rasante Erfolgsgeschichte: 2015 war Celonis bereits das am schnellsten wachsende Technologieunternehmen Deutschlands, ein Jahr später gründeten die Münchner eine Niederlassung in New York. 2018 wurde das Unternehmen in seiner zweiten Finanzierungsrunde mit einer Milliarde US-Dollar bewertet und gehört damit zu den seltenen deutschen „Einhörnern“. Global Player und Mittelständler in 20 verschiedenen Branchen nutzen die Software, darunter ein Drittel der DAX-Unternehmen. Damit gilt Celonis als Weltmarktführer beim Process Mining.

Enge Verbindung zur Universität

Die Gründung des Start-ups wurde an der TUM gefördert. Neben der TUM Gründungsberatung halfen die Lehrstühle für Wirtschaftsinformatik, Industrial Design und Entrepreneurship, das Geschäftsmodell und eine Corporate Identity zu entwickeln. Auch heute noch ist die Verbindung zwischen Universität und Unternehmen eng. Mehr als ein Viertel der 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kommen von der TUM.

Mit dem Deutschen Zukunftspreis zeichnet der Bundespräsident einmal im Jahr die zukunftsträchtigsten Technologien aus. Kriterien für die Jury sind vor allem der wissenschaftlich-technische Innovationsgrad, die Marktreife, das Potenzial für neue Arbeitsplätze und der Beitrag zur nachhaltigen Wertschöpfung. Der Preis ist mit 250.000 Euro dotiert. Die Entscheidung und die Preisverleihung finden am 27. November in Berlin statt. 2017 wurde der heutige Direktor der Munich School of Robotics and Machine Inteligence der TUM, Prof. Sami Haddadin, mit seinem Team für die Entwicklung von Assistenzrobotern ausgezeichnet.

Mehr Informationen:

Jedes Jahr werden an der TUM mehr als 70 technologieorientierte Unternehmen gegründet. TUM und UnternehmerTUM, das Zentrum für Innovation und Gründung, unterstützen Start-ups mit Programmen, die exakt auf die einzelnen Phasen der Gründung zugeschnitten sind – von der Konzeption eines Geschäftsmodells bis zum Management-Training, vom Markteintritt bis zum möglichen Börsengang. Bis zu 30 Teams gleichzeitig können Büros im „TUM Inkubator“ nutzen, um sich auf den Start ihres Unternehmens vorzubereiten – mit den aussichtsreichsten reist die TUM für zwei Wochen ins Silicon Valley. UnternehmerTUM bietet mit dem „MakerSpace“ eine 1.500 Quadratmeter große Hightech-Werkstatt für den Prototypenbau und mit der „Bio.Kitchen“ ein Biotechnologielabor für Experimente. Diese Förderung ist laut „Gründungsradar“ die beste an den großen deutschen Hochschulen.

Corporate Communications Center

Technische Universität München Klaus Becker
klaus.becker(at)tum.de

Weitere Artikel zum Thema auf www.tum.de:

Vier der besten „Innovatoren unter 35“ haben an der TUM studiert und ihre Start-ups mit Unterstützung von TUM und UnternehmerTUM gegründet.

Auszeichnung für junge Gründerinnen und Gründer

Raketen-Antriebe mit flüssigem Sauerstoff, haltbarere Akkus für Elektrofahrzeuge, maßgeschneiderte Implantate aus dem 3D-Drucker und automatisiertes Management von Gewebeproben. Mit diesen Geschäftsideen haben vier Alumni...

Die Blickfeld-Gründer Mathias Müller, Florian Petit und Rolf Wojtech (v.l.).

Weitblick für das autonome Fahren

Das Start-up Blickfeld hat „Start me up!“ gewonnen, den höchstdotierten deutschen Gründungspreis. Das an der Technischen Universität München (TUM) gegründete Unternehmen hat eine besonders leistungsfähige und zugleich...

Thiersch Turm und Frauenkirche im Abendlicht (Bild: Heddergott / TUM)

Münchner Gründerinnen und Gründer immer erfolgreicher

Neun der „Top 50 Start-ups 2018“ kommen von der Technischen Universität München (TUM). Dies ist das Ergebnis einer Auswertung des Magazins Für-Gründer.de. Mit zehn Start-ups ist München die bestplatzierte Stadt in diesem...

Zwei Frauen beim Entrepreneurship Day an der TUM. (Bild: A. Heddergott / TUM)

TUM fördert Firmengründungen am besten

An der Technischen Universität München (TUM) wird die Gründung von Start-ups optimal gefördert. Zu diesem Ergebnis kommt der „Gründungsradar“ des Stifterverbandes und der Heinz Nixdorf Stiftung. Zum dritten Mal in Folge...

Martin Klenk, Bastian Nominacher und Alexander Rinke

Das erste „Einhorn“ aus der TUM

Celonis ist in den Kreis der weltweit erfolgreichsten Start-ups vorgedrungen, den sogenannten Einhörnern: Investoren haben die Ausgründung der Technischen Universität München (TUM) mit einer Milliarde US-Dollar bewertet....