Familie und Studium? Der Familienservice der TUM unterstützt Studierende dabei, alles unter einen Hut zu bekommen.
Familie und Studium? Der Familienservice der TUM unterstützt Studierende dabei, alles unter einen Hut zu bekommen.Bild: Astrid Eckert

Studieren mit Familie

Studium und Familienpflichten zu vereinbaren ist eine besondere Herausforderung. Die TUM möchte ihre Studierenden dabei unterstützen, den Spagat zu bewältigen: ein erfolgreiches Studium zu absolvieren und gleichzeitig für die Familie – seien es eigene Kinder oder pflegebedürftige Angehörige – da sein zu können.

Unser Familienservice berät und unterstützt Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei, Familie, Studium und Arbeit bestmöglich zu vereinbaren. Mehr erfahren

Das Studentenwerk bietet umfangreiche Leistungen für Studierende, von Kinderbetreuung bis zu Beratung und Information. Mehr erfahren

Mutterschutzgesetz für Studierende

Seit 01.01.2018 gilt das Mutterschutzgesetz (MuSchG) auch für Studentinnen während des Studiums. Hier erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Punkte - sprechen Sie auf jeden Fall so früh wie möglich Ihre Fakultät an, um eine individuelle Vereinbarung für Ihren Studienverlauf zu treffen.

Weitere Informationen finden Sie auch im Leitfaden des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Mutterschutz.

Die wichtigsten Punkte zum Mutterschutzgesetz für Studierende

Das Mutterschutzgesetz gilt seit dem 01. Januar 2018 auch für Studentinnen, wenn

  • Ort, Zeit oder Ablauf einer Ausbildungsveranstaltung verpflichtend vorgegeben sind, oder
  • sie im Rahmen ihrer Hochschulausbildung ein verpflichtendes Praktikum absolvieren müssen.

Damit wird auch Studierenden grundsätzlich Mutterschutz gewährt. Das bedeutet:

  • Es besteht ein relatives Prüfungsverbot während der Mutterschutzfrist. Sie haben damit das Recht, im Zeitraum von 6 Wochen vor der Geburt bis in der Regel 8 Wochen nach der Geburt nicht an Prüfungen und anderen Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht teilzunehmen
  • Sie können auch aktiv auf diesen Schutz verzichten.
  • Allgemein gilt, dass Ihnen durch eine Schwangerschaft keine Nachteile im Studium entstehen sollen. Wenden Sie sich daher auf jeden Fall rechtzeitig an Ihre Fakultät, um den entsprechenden Zeitraum gemeinsam zu planen und eine individuelle Vereinbarung zu treffen.

Mitteilung der Schwangerschaft

Informieren Sie Ihre Fakultät in Ihrem eigenen Interesse so früh wie möglich über eine Schwangerschaft. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle Schutzmaßnahmen rechtzeitig umgesetzt werden können.

Die Information muss schriftlich eingehen, kann aber formlos (z.B. per E-Mail) erfolgen. Für die Berechnung der Mutterschutzfrist benötigt Ihre Fakultät das Datum der voraussichtlichen Entbindung, am besten durch die Kopie des Mutterpasses.

Im Anschluss werden Sie dann über Beginn und Ende Ihrer Schutzfrist informiert, und eine Gefährdungsbeurteilung wird angestoßen.

Gefährdungsbeurteilung

Sobald Sie Ihre Schwangerschaft mitgeteilt haben, wird eine so genannte Gefährdungsbeurteilung erstellt. Das bedeutet, dass gemeinsam mit Ihnen mögliche gesundheitsgefährdende Einflüsse im Studium festgehalten werden. Dadurch wird auch festgestellt, welche Schutzmaßnahmen während der Mutterschutzfrist und ggfs. während der Stillzeit notwendig sind.

Die Schutzmaßnahmen können je nach Studiengang sehr unterschiedlich sein, und werden individuell mit Ihnen besprochen.


Fragen und Antworten zum Mutterschutzgesetz

Muss ich der TUM mitteilen, dass ich schwanger bin?

Sie sind nicht dazu verpflichtet, uns über Ihre Schwangerschaft zu informieren. Sie haben allerdings nur dann Anspruch auf die Schutzrechte nach dem Mutterschutzgesetz, wenn Sie Ihre Schwangerschaft mitteilen. Das gilt auch, wenn Ihre Schwangerschaft offensichtlich ist.

Wir empfehlen daher, so früh wie möglich den Kontakt zur Fakultät zu suchen.

Wann und wie kann ich meine Schwangerschaft melden?

Informieren Sie Ihre Fakultät schriftlich über Ihre Schwangerschaft. Die Mitteilung kann auch formlos per E-Mail erfolgen, muss aber in Schriftform sein. Vergessen Sie nicht, für die Berechnung der Mutterschutzfrist den voraussichtlichen Entbindungstermin anzugeben – z.B. durch eine Kopie des Mutterpasses.

Sie werden dann über Beginn und Ende der Schutzfrist informiert. Gleichzeitig wird eine Gefährdungsbeurteilung angestoßen, in der gemeinsam mit Ihnen mögliche Risiken für die Schwangerschaft diskutiert, und Lösungen gesucht werden.

Was genau bedeutet Mutterschutz für mich als Studierende?

Während der Mutterschutzfrist (in der Regel 6 Wochen vor der Geburt bis 8 Wochen nach der Geburt, in Ausnahmefällen länger) besteht ein relatives Prüfungsverbot. Das bedeutet, dass Sie in dieser Zeit nicht an Prüfungen teilnehmen müssen. Sie können sich auch von anderen Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht (Seminare, Exkursionen, Labortätigkeiten, Praktika etc.) freistellen lassen.

Generell gilt der Grundsatz, dass durch die Schwangerschaft keine Nachteile für Sie als Studierende entstehen sollen. Daher ist eine individuelle Vereinbarung im Gespräch mit Ihrer Fakultät besonders wichtig. Nur so kann ausgeschlossen werden, dass Sie oder Ihr Kind während der Schwangerschaft oder Stillzeit zusätzlichen Risiken ausgesetzt werden.

Bedeutet das, dass ich während der Mutterschutzfrist nicht studieren darf?

Nein – Sie können jederzeit freiwillig auf den Schutz verzichten, wenn Sie dies ausdrücklich gegenüber der TUM bzw. der Prüferin oder dem Prüfer mitteilen. Ihren Verzicht können Sie auch jederzeit widerrufen.

Wer erfährt noch von meiner Schwangerschaft? Wird sie von der TUM an andere Stellen gemeldet?

Die TUM ist verpflichtet, jede Schwangerschaft an die zuständige Arbeitsschutzbehörde zu melden. Eine Meldung an weitere Stellen erfolgt nicht.