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Chemical Biotechnology

Master of Science (M.Sc.)

Von der Biologie lernen! Wie ein Chemiker denken! Als Ingenieur handeln! Der interdisziplinäre Masterstudiengang Chemical Biotechnology am Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit.

TUM - Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit

Eckdaten

Art des Studiums
  • Vollzeit
Erforderlicher Sprachnachweis Unterrichtssprache
  • Zweisprachig (Deutsch, Englisch)
Hauptstandorte
Art der Zulassung Beginn des Studiums
  • Zum Wintersemester und zum Sommersemester möglich
Regelstudienzeit (in Semestern)
  • 4 Semester (Vollzeit)
Credits Kosten

Infos zum Studium

Worum geht es in diesem Studiengang?

Was macht ein Biotechnologe?
Ein Biotechnologe analysiert natürlich vorkommende (mikro)biologische Prozesse, passt sie an die Anforderungen seines Wunschprodukts an und bringt das angepasste Verfahren in die industrielle Produktion.
Welche Art von Wissen wird dazu benötigt?
Zum einen werden Kenntnisse aus dem Gebiet der Mikro- und Molekularbiologie benötigt, denn es ist wichtig zu wissen, wie man die enormen genetischen Ressourcen aus Bakterien, Pilzen oder Pflanzen, die für biotechnologische Anwendungen zur Verfügung stehen, effizient verfügbar macht und wie man den Stoffwechsel der entsprechenden Produktionssysteme optimiert.
Aber auch chemisches Wissen ist notwendig, um biokatalytische Prozesse entwickeln zu können. Denn die Biokatalyse ist die Grundlage für innovative und nachhaltige Synthesewege in der Chemie und kann dazu genutzt werden, Reaktionen mit enzymatischen Teilschritten nachhaltiger zu gestalten.
Schließlich sind verfahrenstechnische Kenntnisse erforderlich, da ein Biotechnologe die im Labor entwickelten biotechnologischen Prozesse auf den technischen Maßstab skalieren und mit einer maßgeschneiderten Verarbeitung ausstatten muss.
Das bedeutet, dass Biotechnologen absolute Experten in der Kombination dieser drei Disziplinen sein müssen.
Deshalb geht es in diesem Studiengang darum, dass seine Absolventen in den Welten Biologie, Chemie und Verfahrenstechnik zuhause sind und dadurch eine einzigartig neue Sicht auf bestehende und zu entwickelnde Prozesse und benötigte Verfahren besitzen. Nur so sind sie in der Lage, durch biotechnologische Ansätze die Nachhaltigkeit in diversen Forschungsfeldern im Bereich der chemischen Industrie voranzubringen.

 

Wie ist das Studium aufgebaut?

Der Studiengang setzt sich aus Pflichtmodulen und fachspezifischen Wahlmodulen aus den Bereichen Chemie (C), Mikro-/Molekularbiologie (B) und Verfahrenstechnik (T) zusammen. Ergänzend kommen Wahlmodule aus den Spezialisierungsbereichen Elektrobiotechnologie und Materialwissenschaften (E/M) hinzu. Den Abschluss bildet die Anfertigung der Master’s Thesis.

Pflichtmodule:
C: Enzymatic Biotransformations
B: Applied Microbiology and Metabolic Engineering
T: Conceptual Design of Bioprocesses
C/B/T:
Artificial Intelligence for Biotechnology,
Advanced scientific planning based on current research topics at TUM,
Research Internship

Fachspezifische Wahlmodule:
C: Chemistry of Enzymes, Glycomics, Phytopharmaceuticals and natural products, Surface Chemistry, Sustainable Chemistry
B: Enzyme Engineering, Genetic Engineering and Synthetic Biology, Methods of Synthetic Biology, Regulation of Microbial Metabolism, Plant Biotechnology
T: Advanced Downstream Processing, Biorefinery, Electrolyte thermodynamics, Gas-based bioprocesses, Mechanical process engineering
E/M: Electrobiotechnology, Biological materials in nature and technology, Materials science of renewable resources
C/B/T:
Advanced Analytics for Biotechnology, Advanced Concepts of Bioinformatics

In welcher Sprache wird der Studiengang unterrichtet?

Erforderlicher Sprachnachweis für die Bewerbung:

Für diesen Studiengang müssen Sie ausreichende Kenntnisse der englischen Sprache nachweisen. Der Nachweis muss bis zum Ende der Bewerbungsfrist an der TUM eingegangen sein. Hier finden Sie eine Übersicht aller zulässigen Sprachnachweise.

Mit diesem Nachweisen erfüllen Sie die Mindestanforderung für die Zulassung. Für einen erfolgreichen Studienabschluss kann es aber erforderlich sein, die eigenen Sprachkenntnisse weiter auszubauen und zu vertiefen. Unser Sprachenzentrum kann Sie dabei unterstützen.

Unterrichtssprache:

Die Unterrichtssprache in diesem Studiengang ist grundsätzlich Englisch. Das bedeutet, dass die meisten Module auf Englisch angeboten werden. Einzelne Module können auch auf Deutsch unterrichtet werden. Die Studienfachberaterin oder der Studienfachberater dieses Studiengangs kann Ihnen Auskunft darüber geben, welche Module in welcher Sprache unterrichtet werden.

Welche Kompetenzen und Fertigkeiten erwerbe ich?

Nach Abschluss des Studiums besitzt man ein grundlegendes Fach-und Methodenwissen und Verständnis für den Bereich der chemischen Biotechnologie. Man ist beispielsweise in der Lage, biotechnologische Methoden anzuwenden, isolierte Enzyme sowie ganze Mikroorganismen zu erproben bzw. zu modifizieren, an der Entwicklung von Biokatalysatoren mitzuwirken und biotechnologische Apparaturen und Anlagen zu planen. Zusätzlich kann man den Bereich der Elektrobiotechnologie kennenlernen und sich auch im Bereich der Materialwissenschaften Wissen aneignen.
Man ist auch fähig, die in den Modulen behandelten aktuellen Ansätze unter Zuhilfenahme der entsprechenden Fachliteratur direkt methodisch anzuwenden, also beispielsweise ein bestehendes Fermentationsverfahren aufgrund von Literaturdaten weiter zu optimieren. Weiterhin ist man in der Lage, Problemstellungen selbständig zu identifizieren und über die passende Auswahl von Forschungsmethoden geeignete Wege für die Bearbeitung der entsprechenden Forschungsideen zu entwickeln.
Außerdem kann man als Absolventin oder Absolvent seine ingenieur- und naturwissenschaftlichen Grundlagen mit berufsfeldbezogenen Anwendungen verbinden. So ist man durch sein interdisziplinäres Wissen auf dem Gebiet der chemischen Biotechnologie fähig, Forschungsprojekte zu initiieren, eigenständig zu planen und je nach Aufgabengebiet neue biobasierte Produkte/ Wirkstoffe bzw. neue Verfahren zur Herstellung dieser biobasierten Produkte bzw. neue Verfahren zur Wiederverwertung von Abfallprodukten zu entwickeln.
Man ist auch darauf vorbereitet, im Labor entwickelte Verfahren auf den großtechnischen Maßstab zu übertragen.
Man kann erfolgreich in einer Forschergruppe arbeiten, seine Forschungsergebnisse kritisch hinterfragen und kommunizieren und setzt sich frühzeitig damit auseinander, welche verschiedenen Sichtweisen und Interessen es zum Thema Nachhaltigkeit gibt und wie diese bei der biotechnologischen Entwicklung von Produkten zu berücksichtigen sind.
Schließlich erwirbt man durch die Belegung von fachübergreifenden Wahlmodulen außerfachliche Qualifikationen und ist damit für die nichttechnischen Anforderungen einer beruflichen Tätigkeit sensibilisiert.

Welche beruflichen Möglichkeiten habe ich mit diesem Abschluss?

Nach Abschluss des Studiums ist man qualifiziert für eine Promotion in einem biotechnologischen Forschungsgebiet. Ebenso steht einem der Weg in die biotechnologisch arbeitende Industrie offen.

Die Biotechnologiebranche wächst stetig sowohl im Hinblick auf den Gesamtumsatz, die Zahl der Unternehmen als auch die Zahl der Beschäftigten und durch den erklärten politischen Konsens einen fortschreitenden Strukturwandel hin zu einer biobasierten Wirtschaft zu unterstützen, ist weiteres Wachstum in dieser Branche zu erwarten. Daher sind die Chancen auf einen Arbeitsplatz sehr gut.

Bewerbung und Zulassung

Wie bewerbe ich mich?

Mindestvoraussetzungen für ein Masterstudium an der TUM sind ein erster anerkannter Hochschulabschluss (z.B. Bachelor) sowie das erfolgreiche Durchlaufen eines sogenannten Eignungsverfahrens. In diesem prüft die Fakultät Ihre individuelle Begabung und Motivation.

Allgemein gilt jedoch, dass Sie sich während der Bewerbungsfrist über das Bewerbungsportal TUMonline bewerben. Ihre Dokumente für die Zulassung laden Sie dabei direkt in TUMonline hoch.

Nur wenn Sie eine Zulassung erhalten, müssen Sie für eine Immatrikulation zusätzlich einige Dokumente als beglaubigte Kopien in Papierform einreichen.

Studieninteressierte, die ihre Masterzugangsberechtigung (z.B. einen Bachelorabschluss) außerhalb der EU / EWR erworben haben, müssen in der Regel vorab eine Vorprüfungsdokumentation bei uni-assist anfordern.

Im Detail:

Welche Dokumente muss ich für die Einschreibung einreichen?

Je nach Ihrer Vorbildung und Herkunft benötigen wir eventuell noch weitere Unterlagen. Eine vollständige Auflistung der geforderten Unterlagen erhalten in TUMonline, sobald Sie Ihren Studienplatz angenommen haben.

Welche Bewerbungsfristen muss ich beachten?

Bewerbungsfrist für das Wintersemester: 01.01. - 31.05.
Bewerbungsfrist für das Sommersemester: 01.10. - 15.01.

Bei der Onlinebewerbung über TUMonline sehen Sie, welche Dokumente wir für die Zulassung zum Studium benötigen. Diese Dokumente laden Sie direkt bei der Onlinebewerbung hoch. Bitte beachten Sie, dass wir Ihre Onlinebewerbung nur berücksichtigen können, wenn alle Dokumente für die Zulassung vor Ablauf der Bewerbungsfrist hochgeladen wurden.

Sobald Ihre Bewerbung vollständig ist, wird sie überprüft. Bitte kontrollieren Sie regelmäßig Ihren TUMonline Account. Dort sehen Sie, ob wir Rückfragen zu Ihren Dokumenten haben, oder ob Sie einzelne Unterlagen noch ergänzen oder korrigieren müssen.

Nachdem Sie eine Zulassung zum Studium erhalten haben, benötigen wir für Ihre Immatrikulation den unterschriebenen Antrag und alle Dokumente für die Immatrikulation. In TUMonline sehen Sie, welche Unterlagen Sie in welcher Form einreichen müssen. Bitte beachten Sie, dass Sie den unterschriebenen Antrag auf Immatrikulation und alle beglaubigten Kopien immer in Papierform einreichen müssen.

Wir empfehlen, dass Sie die Dokumente für die Immatrikulation so bald wie möglich nach der Zulassung einreichen. Wenn Ihnen einzelne Dokumente für die Immatrikulation noch nicht vorliegen, dann können Sie diese bis 5 Wochen nach Vorlesungsbeginn nachreichen. Sie können aber erst immatrikuliert werden, wenn uns alle Dokumente vorliegen.

Den Status Ihrer Bewerbung können Sie jederzeit in Ihrem TUMonline Account einsehen.

Wie wählt die TUM die Studierenden aus?

Die Auswahl erfolgt über ein sog. "Eignungsverfahren". Das ist ein zweistufiger Prozess, bei dem die Fakultät nach einer offiziellen Bewerbung prüft, ob Sie die spezifischen Anforderungen für den Masterstudiengang Architektur erfüllen.

In der ersten Stufe werden dabei die Bachelor-Abschlussnote und die eingereichten Unterlagen mittels eines Punktesystems ausgewertet. Je nach Höhe der erreichten Punktzahl werden die Bewerber/innen entweder sofort zugelassen, abgelehnt oder zu einem Auswahlgespräch eingeladen.

Wo geht's zur Onlinebewerbung?

Die Onlinebewerbung erfolgt über unser Bewerbungsportal TUMonline.

Muss ich ein Praktikum absolvieren?

Ein Praktikum ist für diesen Studiengang keine Zulassungsvoraussetzung, aber es sollten aus dem Bachelor-Studium heraus grundlegende laborpraktische und wissenschaftlich-experimentelle Fertigkeiten vorhanden sein.
Ein großes Forschungspraktikum im Umfang von 15 CP ist Teil der Pflichtmodule und kann wahlweise semesterbegleitend oder im Block durchgeführt werden.

Wie kann es nach dem Studiengang weitergehen?

Master geschafft und nun wollen Sie ins Berufsleben starten? Bei Fragen zur Berufsorientierung, Jobsuche und Bewerbung unterstützt Sie das Team von TUM Alumni & Career.

Wenn Sie weiter wissenschaftlich arbeiten wollen, informieren Sie sich doch über eine Promotion an der TUM.

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