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Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt für das Lehramt an Beruflichen Schulen (Bachelorteilstudiengang)

Sonstiges

Der Teilstudiengang Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt („Schulpsychologie“) vermittelt die wissenschaftliche Vorbildung für die Tätigkeit als Schulpsychologe/-in an beruflichen Schulen. Dieser Studiengang kann nur in Verbindung mit dem Bachelor Berufliche Bildung studiert werden.

TUM School of Education (Fakultät für Lehrerbildung und Bildungsforschung)

Eckdaten

Art des Studiums
  • Sonstiges
  • Vollzeit
Erforderlicher Sprachnachweis Unterrichtssprache
  • Deutsch
Hauptstandorte
Art der Zulassung Beginn des Studiums
  • Nur zum Wintersemester möglich
Regelstudienzeit (in Semestern)
  • 6 Semester (Vollzeit)
Credits Kosten

Infos zum Studium

Worum geht es in diesem Studiengang?

Der Bachelorteilstudiengang Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt („Schulpsychologie“) vermittelt die wissenschaftliche Vorbildung für die Tätigkeit als Schulpsychologe/in und qualifiziert entsprechend für den Eintritt in den Vorbereitungsdienst (Referendariat) als Lehrkraft an beruflichen Schulen. Absolviert wird ein Studium der Psychologie in der Breite des Faches sowie (teil)fach- und schulbezogene Praktika. Zusammen mit einer beruflichen Fachrichtung als Erstfach zielt der Studiengang auf eine Doppeltätigkeit als Lehrkraft und Schulpsychologe/in.

Informationen zu den Tätigkeitsfeldern und Aufgaben von Schulpsycholog/innen in Bayern finden Sie hier.

Wie ist das Studium aufgebaut?

Der Teilstudiengang kann nur in Verbindung mit einem TUM-Bachelor- und Masterstudiengang Berufliche Bildung studiert werden. Für die Dauer des gesamten Studiums sind Studierende sowohl im jeweiligen Studiengang der Beruflichen Bildung als auch im Teilstudiengang Schulpsychologie immatrikuliert.

Das Studium der Schulpsychologie umfasst bis zu 140 Credits und unterteilt sich in drei Phasen:

  • 36 Credits entfallen auf die Bachelorphase (Abschluss: B.Ed. Berufliche Bildung mit Teilaspekten der Psychologie)
  • 44 Credits auf die Masterphase (Abschluss: M.Ed. Berufliche Bildung mit erweiterten Teilaspekten der Psychologie)
  • 60 Credits auf die Phase der Zusatzqualifikation (Abschluss: Bescheinigung über Studium der Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt; befähigt i.V.m. Masterabschluss zum Schuldienst)

Die Module können grundsätzlich in frei wählbarer Reihenfolge studiert werden und sind nicht an eine bestimmte Studienphase gebunden. Eine Gruppierung aller Module in Schwerpunkte ermöglicht das in sich geschlossene Studium eines oder mehrerer Themengebiete in der Bachelorphase.

In welcher Sprache wird der Studiengang unterrichtet?

Erforderlicher Sprachnachweis für die Bewerbung:

Bei der Bewerbung müssen Sie ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen. Der Nachweis muss bis zum Ende der Bewerbungsfrist an der TUM eingegangen sein. Hier finden Sie eine Übersicht aller zulässigen Sprachnachweise.

Mit diesem Nachweis erfüllen Sie die Mindestanforderung für die Zulassung. Für einen erfolgreichen Studienabschluss kann es aber erforderlich sein, die eigenen Sprachkenntnisse weiter auszubauen und zu vertiefen. Unser Sprachenzentrum kann Sie dabei unterstützen.

Unterrichtssprache:

Die Unterrichtssprache in diesem Studiengang ist Deutsch.

Welche Kompetenzen und Fertigkeiten erwerbe ich?

Die Absolventen sind nach erfolgreichem Abschluss des Teilstudiengangs in der Lage

  • im Spannungsfeld der pädagogischen Tätigkeit als Lehrkraft und der psychologischen Tätigkeit als Schulpsychologe rollenkonform und rollenkonsistent zu agieren.
  • Programme zur universellen, indizierten und selektiven Prävention bzw. zum Erlangen von Lebensbewältigungskompetenzen theoriegeleitet auszuwählen und sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting mit den Schülern durchzuführen.
  • diagnostische Strategien, einzelfallorientierte Interventionsmaßnahmen und Techniken der Erstellung schriftlicher Stellungnahmen im pädagogisch-psychologischen Kontext anzuwenden.
  • Warnhinweise resp. Risikofaktoren im Hinblick auf psychische Auffälligkeiten bzw. Störungen bei Schülern, Eltern, Lehrkräften etc. zu erkennen, in einen Gesamtzusammenhang einzuordnen und die notwendigen Schritte einzuleiten.
  • in krisenhaften Situationen angemessen zu reagieren, sowohl im Hinblick auf individuelle Krisen (Stabilisierung, Abklären von Suizidalität, Aktivieren von und Verweisen an geeignete Einrichtungen etc.) als auch auf institutionelle Krisen (Leitung des schulinternen Kriseninterventionsteams, Schnittstelle zu externen Helfern etc.).
  • zentrale Theorien, Konzepte, Modelle etc. der Psychologie in den entsprechenden Fächern resp. Kursen (z.B. „Pädagogik und Psychologie“ in FOS, BOS) anwendungsbezogen und handlungsorientiert zu unterrichten. im Fachbereich Psychologie mit Bezug auf wissenschaftliche Theorien und empirische Befunde zu argumentieren, wissenschaftliche Inhalte zu reflektieren und gemäß aktueller wissenschaftlicher Methoden zu arbeiten.

 

Diese Kompetenzen beziehen sich nach dem Bachelorabschluss auf die jeweils gewählten Teilfächer der Psychologie, nach Abschluss der gesamten 140 Credits auf alle relevanten Felder des Studienbereichs.

Welche beruflichen Möglichkeiten habe ich mit diesem Abschluss?

Informationen zu den Tätigkeitsfeldern und Aufgaben von Schulpsycholog/innen in Bayern finden Sie hier. Die Nachfrage nach Schulpsychologen an beruflichen Schulen ist sehr groß. Beratungsanlässe und erforderliche Unterstützungsangebote nehmen in den Bereichen diverser Verhaltensauffälligkeiten, Lern- und Leistungsproblemen in Schule oder Betrieb aber auch hinsichtlich Schullaufbahn- und Bildungsentscheidungen zu. Auch angesichts der Zuständigkeit von beruflichen Schulen für die Beschulung von Geflüchteten und nach Vorfällen wie dem Missbrauch einer Schülerin in Augsburg (2018) wird ein zunehmend erhöhter Bedarf gesehen.

Aufgrund des berufspädagogischen und psychologischen Qualifikationsprofils sind für Absolventen, die das wünschen, aber auch alternative Tätigkeitsfelder denkbar, z.B. psychologische Tätigkeiten in der Wirtschaft.

Bewerbung und Zulassung

Wie bewerbe ich mich?

Da der Studiengang nur in Kombination mit einem Bachelorstudiengang Berufliche Bildung begonnen werden kann, muss mit der Bewerbung zum Teilstudiengang Schulpsychologie eine Bewerbung für den Bachelor Berufliche Bildung vorliegen.

Vor Bewerbung ist ein Beratungsgespräch mit der Studienberatung der TUM School of Education durchzuführen. Aufgrund der komplexen Studienstruktur ist dieses Beratungsgespräch verpflichtend, eine Bescheinigung über das Beratungsgespräch ist mit den Bewerbungsunterlagen einzureichen. Beratungsgespräche werden nur nach vorheriger Terminvereinbarung durchgeführt. Bitte kontaktieren Sie die Studienberatung der TUM School of Education, um einen Beratungstermin zu vereinbaren (Kontakt: studienberatung(at)edu.tum.de).

Welche Dokumente muss ich für die Einschreibung einreichen?

Je nach Ihrer Vorbildung und Herkunft benötigen wir eventuell noch weitere Unterlagen. Eine vollständige Auflistung der geforderten Unterlagen erhalten in TUMonline, sobald Sie Ihren Studienplatz angenommen haben.

Wie wählt die TUM die Studierenden aus?

Der Teilstudiengang Schulpsychologie ist zulassungsbeschränkt. Es stehen jährlich 10 Plätze für Studienanfängerinnen und Studienanfänger zur Verfügung, welche durch ein lokales Numerus-Clausus-Verfahren vergeben werden. 

Wo geht's zur Onlinebewerbung?

Die Onlinebewerbung erfolgt über unser Bewerbungsportal TUMonline.

Muss ich ein Praktikum absolvieren?

Zur Aufnahme des Studiums sind keine Praktikumsnachweise notwendig.

Im Rahmen des Studiums des Fachs Schulpsychologie sind drei Praktika abzuleisten, die jeweils unterschiedliche Ziele verfolgen: 

  • Ein Praktikum bei einem Schulpsychologen an einer Schule oder an einem Schülerheim im Umfang von 6 ECTS-Punkten, 
  • Zwei Praktika im Umfang von je 6 ECTS-Punkten an

a) Kindergärten, Kinderhorten, Einrichtungen der Jugendarbeit,
b) außerschulische Einrichtungen für behinderte Kinder und Jugendliche sowie Einrichtungen der Heimerziehung,
c) Erziehungsberatungsstellen und weitere Beratungsstellen für Jugendliche,
d) Einrichtungen der Wirtschaft zur Aus-, Fort- und Weiterbildung von Jugendlichen und Mitarbeitern;
die zwei gewählten Einrichtungen müssen verschiedenen Gruppen (Buchst. a bis d) angehören.

Die Organisation der schulpsychologischen Praktika erfolgt eigenständig durch die Studierenden, welche administrativ durch das Praktikumsamt Oberbayern-Ost (http://www.pa.mbost.de/) betreut und von Lehrenden sowie der Studienberatung bei Bedarf unterstützt werden.

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