• 4.10.2022
  • Lesezeit: 1 Min.

TUM-Alumnus ausgezeichnet

Nobelpreis für Quantenforscher Anton Zeilinger

Der TUM-Alumnus und weltweit führende Quantenforscher Anton Zeilinger erhält den diesjährigen Physik-Nobelpreis. Er wird, zusammen mit zwei Kollegen aus Frankreich und den USA, für seine bahnbrechenden Experimente mit verschränkten Quantenzuständen ausgezeichnet, wie das Nobelkomitee der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mitteilte.

Jacqueline Godany
Physik-Nobelpreisträger Prof. Anton Zeilinger

Zeilinger forschte und lehrte in den achtziger Jahren als Professor in der Experimentalphysik an der Technischen Universität München (TUM), bevor er in seine österreichische Heimat und an die Universität Wien zurückkehrte. Seit Jahrzehnten erforscht der Physiker die Quantenteleportation. Dabei gelang es ihm 1997 erstmals einen Quantenzustand „verbindungslos“ von einem Lichtteilchen zum nächsten zu übertragen und damit die Basis für potentialreiche quanteninformationstechnologische Anwendungen zu legen.

Vorbild für Studierende

TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann gratuliert dem Preisträger: „Anton Zeilinger ist ein echter Pionier in der Quantenphysik. Ich bin stolz, dass der akademische Lebenslauf dieses außergewöhnlichen Wissenschaftlers mit der TUM und unserem Department für Physik verbunden ist. Seine Arbeit zeigt, wie wichtig die Grundlagenforschung für die Erschließung neuer Technologiefelder ist und er steht als ein ermutigendes Vorbild für unsere neugierigen Studierenden.“

Intensive Quantenforschung an der TUM

Die Quantenforschung ist einer der strategischen Schwerpunkte der TUM und ihrer Partnereinrichtungen in der Wissenschaftsmetropole München. So werden am Exzellenzcluster “Munich Center for Quantum Science and Technology” quantenmechanische Phänomene erforscht und damit grundlegende Bauelemente, Materialien und Konzepte für Quantentechnologien entwickelt.

Mit Unterstützung der HighTech Agenda Bayern wurde in diesem Jahr das „Munich Quantum Valley“ gegründet, welches die Kompetenzen der Wissenschaftspartner zusammenführt mit dem Ziel, wettbewerbsfähige Quantencomputer zu entwickeln und zu betreiben.

Bislang erhielten 18 Forschende und Alumni der TUM Nobelpreise.

Technische Universität München

  • Ulrich Meyer

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