Zeppelin hoch über dem Innenhof
Zeppelin hoch über dem Innenhof (Foto: Team daedalus)
  • Studium

DaedalusStudenten bringen Zeppelinen das Fliegen bei

Einen Zeppelin steuern ohne Fernbedienung - wie geht das? Im Projekt Daedalus lernen Studierende, wie man das Fluggerät auf autonome Flüge schicken kann. „Eines Tages können wir dem Zeppelin in Google Maps vorgeben, wohin exakt er fliegen soll, welche Bilder er dort machen muss und wann genau er wieder zurück zu sein hat.“ erklärt Johannes Feldmaier. Er betreut das Projekt am TUM-Lehrstuhl für Datenverarbeitung.

Normalerweise werden Zeppeline manuell gesteuert. Dies ist kompliziert und immer weniger Menschen sind dazu in der Lage. Auf der Arduino-Plattform programmieren die Studierenden daher kleine Bordcomputer, die mit in die Luft geschickt werden. Eine Schwierigkeit dabei ist die beschränkte Tragkraft. Für Versuche stehen kleine Indoor-Zeppeline zur Verfügung, die jeweils nur maximal 100 Gramm heben. Damit der Bordrechner optimal arbeiten kann, wird die Gondel mit modernster Sensorik wie GPS und einer Kamera mit Stabilisationsregelung ausgestattet.

Vier Zeppeline für Luftflüge zur Verfügung

Erste Erfolge konnte Daedalus bereits feiern. Der programmierte Zeppelin flog eigenständig einen Kreis von 5 Metern Durchmesser. Jetzt feilen die Studenten am winzigen Bordcomputer. Insgesamt vier Zeppeline, genauer Prallluftschiffe, haben sie am Lehrstuhl für Datenverarbeitung zur Verfügung. Ein großer aus weißem Nylon ist sieben Meter lang und fasst neun Kubikmeter Gas. Er kann mit bis zu 2,5 Kg Gewicht belastet werden. Drei kleinere sind je einen Meter lang. Gefüllt werden sie mit Helium.

Daedalus ist momentan das einzige Studententeam in Deutschland, das an der Steuerung von Zeppelinen arbeitet. 40 bis 50 Studierende sind daran beteiligt. Betreuer Feldmaier ist Doktorand und mit Zeppelinen quasi „groß geworden“: Er stammt aus der Nähe von Friedrichshafen am Bodensee.

Wer Lust hat, bei Daedalus mitzumachen, kann sich per E-Mail melden: daedalus(at)ei.tum.de.

Technische Universität München

Corporate Communications Center