FRM II in Garching. (Foto: Wenzel Schuermann / TUM)
FRM II in Garching. (Foto: Wenzel Schuermann / TUM)
  • Forschung

Ein Leuchtturm der WissenschaftEröffnung der Forschungs-Neutronenquelle FRM II

Erste Kontrollmessungen bestätigen glänzend die vorausberechneten Leistungsdaten

Die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM-II) hat am 2. März 2004 die ersten Neutronen produziert. Damit ist der Weg für die wissenschaftliche Nutzung endlich frei geworden! Aus diesem Anlass feiert die Technische Universität München am 9. Juni 2004 auf dem Campus Garching die Eröffnung dieser weltweit einmaligen Forschungseinrichtung. Rund 1000 Gäste aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, an ihrer Spitze Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber und Bundesinnenminister Otto Schily, nehmen an dem Festakt teil.

Zur Zeit läuft die Inbetriebsetzungsphase, bei der die Leistung des Forschungsreaktors schrittweise erhöht wird. Dazwischen finden umfangreiche Sicherheitsüberprüfungen statt. Die bisherigen Kontrollmessungen bestätigen glänzend das Sicherheitskonzept des FRM-II. Sie stimmen mit höchster Präzision überein mit der vorausberechneten Leistungsfähigkeit der Neutronenquelle.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat der Forschungsreaktor eine Leistung von 5 Megawatt (MW) erreicht. Dabei wurde die Qualität der Neutronenquelle bereits eindrucksvoll bewiesen: Bei einer Leistung von nur 50 Kilowatt (kW), d.h. einem Vierhundertstel der auf 20 MW angelegten Leistung im Routinebetrieb, haben die Wissenschaftler an den Instrumenten schon jetzt einen höheren Neutronenfluss gemessen als jemals zuvor beim Vorgänger-Reaktor, dem legendären Atom-Ei mit 4 MW thermischer Leistung. Auch die außerordentliche Brillanz des Neutronen-Lichtes konnte bereits bestätigt werden. Im Routinebetrieb wird die Hochfluss-Quelle FRM-II völlig neue wissenschaftliche Untersuchungen erlauben. Dazu werden auch die Instrumente beitragen, von denen einige weltweit die Besten, andere sogar einzigartig sind. Die Breite der Anwendungen am FRM-II wird dabei alle anderen Neutronenquellen übertreffen.

Technische Universität München

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