Der Sieger-Entwurf für das neue Fakultätsgebäude für Elektrotechnik und Informationstechnik.
Der Sieger-Entwurf für das neue Fakultätsgebäude für Elektrotechnik und Informationstechnik. (Bild: Henn GmbH)
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Architekturwettbewerb Neubau Fakultät für Elektrotechnik und InformationstechnikGebäude mit Kommunikationskompetenz

Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Technischen Universität München (TUM) wird in den nächsten Jahren vom Stammgelände in München auf den Forschungscampus Garching umziehen. Dazu wird dort ein neues Fakultätsgebäude errichtet. Den ersten Preis des ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs hat die Henn GmbH in München gewonnen.

Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik (EI) ist eine der führenden Ingenieurfakultäten in Deutschland. Unter anderem warb sie fünf der prestigeträchtigen ERC-Grants ein und kann eine Humboldt-Professur sowie einen Leibniz-Preisträger vorweisen. Die insgesamt 45 Professuren und rund 4000 Studierenden sind momentan in elf Gebäuden auf dem Stammgelände der TUM auf rund 30.500 Quadratmetern untergebracht.

Die Gebäude entsprechen aufgrund der langen Nutzung nicht mehr den modernen Anforderungen für Lehre und Forschung und können auch den steigenden Raumbedarf nicht mehr decken. Die Fakultät wird daher in den nächsten Jahren auf den Forschungscampus Garching umziehen.

Für das neue Fakultätsgebäude der EI hatte das Staatliche Bauamt München 2 einen Wettbewerb ausgelobt. Erwartet wurde der Entwurf für eine laut Auslobung "konzeptionell und gestalterisch moderne und zukunftsweisende Forschungseinrichtung", die im westlichen Teil des Forschungsgeländes auf insgesamt etwa 45.000 Quadratmetern entstehen soll. Der erste Bauabschnitt umfasst 7000 Quadratmeter.

Beim Wettbewerb wurden insgesamt 20 Arbeiten beurteilt. Das Preisgericht vergab vier Preise und vier Anerkennungen. Den ersten Preis gewann die Henn GmbH in München. In dem Entwurf besteht die Fakultät aus vier Baukörpern, die durch einen überdachten Kommunikationsbereich verbunden sind. Hier befinden sich die großen Hörsäle, der Bereich ist außerdem von allen Himmelsrichtungen aus zugänglich. "Die Durchwegung des EI Quartiers stärkt die Kommunikation und baut Verbindungen zu den angrenzenden Wissenschaftseinrichtungen auf", heißt es im Protokoll des Preisgerichts.

Spatenstich für 2018 geplant

Der Spatenstich für den ersten Bauabschnitt in Garching mit einem Volumen von 53 Millionen Euro ist für 2018 geplant. Ende 2019/Anfang 2020 sollen dann zunächst zehn der aktuell 45 Professuren in die neuen Gebäude einziehen. Die Kosten für den zweiten und dritten Bauabschnitt werden auf 200 Millionen Euro geschätzt. In Garching sind mit dem ersten Bauabschnitt ausschließlich wenige Vorlesungen in den entsprechenden spezialisierten Masterstudiengängen vorgesehen. Alle restlichen Vorlesungen werden weiterhin in der Innenstadt stattfinden.

"Der Neubau der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik stellt einen Meilenstein dar. Endlich kann sich die Fakultät wieder räumlich weiterentwickeln und die besonders wichtigen Kooperationen mit den Schwesterfakultäten der TUM und wichtigen Forschungspartnern in Garching stärken", erklärt Dekan Prof. Paolo Lugli. "Wir erwarten uns für die beste Elektrotechnik-und-Informationstechnik-Fakultät in Deutschland durch den Neubau im Herzen der Science City Garching weitere Verbesserungen für Forschung und Lehre, die unsere Position im internationalen Wettbewerb stärken werden."

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

Alle Entwürfe und Modelle des Wettbewerbs werden vom 23. bis 29. Mai in der Immatrikulationshalle, Arcisstraße 21, 80333 München sowie vom 31.5. bis 12.6 in der Magistrale der Fakultät für Maschinenwesen, Boltzmannstraße 15, 85748 Garching bei München, ausgestellt.

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Technische Universität München

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reiffert(at)zv.tum.de

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