Jan Kochanowski
Fokus Crowdfunding: Jan Kochanowski entwickelt die Plattform "CrowdTUM" zur Unterstützung wissenschaftlicher Projekte von Studierenden.
Bild: Uli Benz
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Von Studis für StudisSpendensammeln für wissenschaftliche Projekte

Crowdfunding für Studierende und ihre Projekte: Das möchte eine Gruppe im Rahmen der Jungen Akademie 2020 an der TUM ins Leben rufen. Die jungen Wissenschaftler*innen um Jan Kochanowski arbeiten an einer Plattform, die Spenden für Studierenden-Projekte sammeln soll.

Jan, Du arbeitest zusammen mit Deinem Team an CrowdTUM. Was ist das genau?

Jan Kochanowski: CrowdTUM ist eine Crowdfunding Plattform für wissenschaftliche Projekte von Studierenden. Dort werden Projekte von Studierenden vorgestellt, die auf der Suche nach finanzieller Unterstützung sind. Wir möchten alle, die in irgendeiner Form mit der TUM verbunden sind, als Spender für gute Projekte im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit oder eines gemeinnützigen Zwecks gewinnen.

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, eine Crowdfunding-Plattform zu kreieren?

Am Anfang unserer Projektphase bei der Jungen Akademie war nur klar, dass wir Studierende mit ihren Ideen unterstützen möchten. Wir haben da zuerst an eine Art Messe zum Austausch nach dem Motto „Suche und Biete“ gedacht. Nach einigen Recherchen wurde uns aber klar, dass Studierende oft finanzielle Hilfe am dringendsten benötigen. So kamen wir darauf, eine Crowdfunding-Plattform zu erstellen.

Wie funktioniert Eure Plattform?

Jeder, der eine Idee hat, kann uns eine E-Mail mit den Eckdaten dazu schreiben und wir prüfen, ob dieses Projekt sich auch tatsächlich realisieren lässt. Dann stellen wir es auf unsere Plattform und rufen zu Spenden dafür auf. Wenn die benötigte Summe erreicht wurde, sammeln wir das Geld ein und überweisen es an den Empfänger.

Was sind die Kriterien, um auf Eurer Seite landen zu können?

Jeder kann sich bei uns melden. Es muss nicht unbedingt im Rahmen eines wissenschaftlichen Projektes stattfinden, aber das Projekt sollte einen gemeinnützigen, wissenschaftlichen oder unternehmerischen Zweck verfolgen. Es sollte jedoch in einer wissenschaftlichen Weise angegangen und durchgeführt werden. Dies versuchen wir auch am Anfang zu überprüfen.

Was ist inhaltlich denkbar?

Inhaltlich sind wir relativ frei und wir freuen uns sogar, wenn die Projekte möglichst vielfältig sind. Wir prüfen jedoch vorher, ob eine Realisierung möglich ist, denn wir fühlen uns gegenüber den Spendern natürlich verantwortlich, dass sie ihr Geld auch sinnvoll ausgeben.

Welche Projekte suchen derzeit schon nach Spendern?    

Bisher haben wir unsere Seite noch nicht aktiv beworben, es sind aber schon sehr spannende Projekte online. Eine Architektur-Studentin möchte im Rahmen ihrer Masterarbeit eine Berufsschule auf Sumatra aufbauen und sucht dafür Spender. Das ist sehr spannend und vor allem verbindet es Wissenschaftliches mit einem gemeinnützigen Zweck.

Wie soll es mit CrowdTUM weitergehen?

Wir beginnen jetzt, die Plattform aktiv zu bewerben. Bis zum Sommer werden wir auswerten, wie erfolgreich die Seite ist. Es geht uns bei dem Projekt darum zu erforschen, ob Crowdfunding an der TUM überhaupt funktionieren kann. Auch im Vergleich mit internationalen Unis, an denen das bereits etabliert ist, aber auch im Vergleich zu großen Crowdfunding-Seiten, die sehr gut funktionieren, aber nicht den Fokus auf Wissenschaftlichkeit haben wie wir an der TUM. Zudem sind wir bereits mit der TUM im Gespräch, ob es nicht sinnvoll ist, dass die Seite von der TUM selbst fortgeführt und betrieben wird.  

(Interview: Sabrina Czechofsky)

Jan Kochanowski (21) studiert im 5. Bachelor-Semester Physik an der TUM. Schon vor seinem Studium hatte er von der Jungen Akademie der TUM gehört und ist seit seinem 3. Semester aktiv dabei. Neben seinem aktuellen Projekt engagiert sich Jan auch in der Taskforce International, die versucht, die Junge Akademie international besser zu vernetzen. Mehr Infos: crowd.ja.tum.de

 

 

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