Mohaa Vyas steht auf einer Straße in Mumbai.
Mohaa Vyas vertritt die TUM in der indischen Millionenstadt Mumbai. Mit den Liaison Officers der Verbindungsbüros TUM San Francisco, TUM Beijing, TUM Brüssel und TUM São Paulo stärkt sie die internationale Sichtbarkeit und das Netzwerk der Universität.
Bild: Gaurav Kagda
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Liaison Officer Mohaa Vyas von TUM Mumbai im Portrait„Ich lerne jeden Tag etwas dazu“

Die indische Megacity Mumbai zählt zu den bevölkerungsreichsten der Erde. 2014 hat die TUM hier ein Verbindungsbüro eingerichtet – wie auch in anderen Metropolen rund um den Globus. Mit diesen sogenannten Liasons Offices baut die Universität ein weltweites Netzwerk auf, das ihr Sichtbarkeit in der Welt bietet und ihr ermöglicht, eine internationale Wirkung zu erzielen – wissenschaftlich und gesellschaftlich. Mohaa Vyas ist Senior Regional Manager bei TUM Mumbai.

Ein Arbeitstag beginnt für Mohaa Vyas mit einem Kaffee – und etwas Sport. „Ich versuche, aktiv zu bleiben“, sagt sie. Denn: „Wegen der Pandemie verbringe ich viel Zeit zuhause, zu viel“, findet die 37-Jährige. Dabei liebt sie es, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, mit ihnen zu interagieren, sich auszutauschen. Genau das ist seit 2020 ihre Aufgabe als Liaison Officer bei TUM Mumbai.

Wissenschaftlichen Austausch fördern

Mohaa Vyas ist eine Vermittlerin. Sie bringt erfahrene Forschende zum fachlichen Austausch zusammen. Etwa durch das Indo-German Partnership (IGP) Projekt, das sie von Anfang an mitaufgebaut hat. Gefördert durch den DAAD und dessen indisches Pendant UGC, baut das IGP-Projekt die Zusammenarbeit der TUM mit den Indian Institutes of Technology Bombay (IIT Bombay) und Kharagpur (IIT Kharagpur) aus, insbesondere in den Bereichen Klima, Umwelt, Energie, Mobilität und Transport.

Da auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses besonders wichtig ist, organisieren Jayjayanti Basumallik und Praval Sharma, Masterstudierende der Hochschule für Politik der TUM, mit Mohaa Vyas‘ Unterstützung eine virtuelle Student Competition: Master- und PhD-Studierende aus Deutschland und Indien bearbeiten hier gemeinsam Forschungsfragen aus den Bereichen Klima, Nachhaltigkeit und Umwelt.

Standort mit vielen Chancen

Als Senior Regional Manager für Indien arbeitet Mohaa Vyas daran, die internationale Reichweite der TUM zu erhöhen und die Leistungen von Forschenden der TUM zu zeigen, indem sie diese beispielsweise bei internationalen Veranstaltungen platziert. Sie unterstützt deutsch-indische Projekte und Initiativen bei konkreten organisatorischen Fragen und bei der Suche nach passenden Ansprechpersonen. Nicht zuletzt baut sie für die TUM ein Netzwerk auf und trägt dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse in die indische Gesellschaft zu tragen.

„Indien ist für die TUM ein wichtiger Standort“, sagt Vyas. „Das Land war ursprünglich eine Agrarwirtschaft und entwickelt sich gerade zu einer technologiegestützten, dienstleistungsorientierten Wirtschaft. Indien nutzt Technologien nun auch verstärkt in der Fertigung, in der Landwirtschaft, für die Infrastruktur und für Bildung.“ Weitere wichtige Themen auf dem Subkontinent sind Luft- und Raumfahrt, Informationstechnologie und Künstliche Intelligenz, Mobilität sowie Pharmazeutik – Indien ist neben China einer der weltweit führenden Hersteller von Pharmaprodukten.

Jeden Tag etwas Neues lernen

Telefonieren und Videocalls – die Vernetzungsarbeit der TUM in Indien findet wegen der Covid-19-Pandemie derzeit vor allem virtuell statt. So hat Mohaa Vyas die Ansprechpersonen bei den zahlreichen Partnerinstitutionen, mit denen die TUM in Indien eng zusammenarbeitet, noch nicht persönlich kennengelernt. Auch ihre Kolleginnen im Team von TUM Global in München sowie die anderen Liaison Officer kennt Vyas bisher ausschließlich vom Bildschirm.

Der Austausch mit den anderen Liaison Officer bringt ihr viel. Zwar seien die Prioritäten der verschiedenen Offices teils unterschiedlich, doch ergeben sich immer wieder auch Möglichkeiten zur Zusammenarbeit. So planen TUM Mumbai und TUM São Paulo eine gemeinsame Informationsveranstaltung zum Thema Landwirtschaft während der TUM Global Week, an der alle Angehörigen der TUM teilnehmen können.

Die TUM Global Week soll im Sommer nach zwei digitalen Auflagen nun wieder vor Ort stattfinden – und dazu wird Mohaa Vyas nach München kommen. „Darauf freue ich mich schon sehr“, sagt sie mit einem Leuchten in den Augen. Als Kind hat sie ihre Ferien oft in Deutschland verbracht, allerdings im Rheinland – neben Indien, Hongkong und Australien ist Vyas in Italien aufgewachsen. „Ich bringe viel Verständnis für andere Kulturen mit, kann gut mit Leuten reden, sie verstehen, ihre Perspektive einnehmen“, sagt Vyas, die einen Bachelorabschluss in Wirtschaftswissenschaften und einen MBA im Personalmanagement absolviert hat. Außerdem gefällt ihr, dass sie jeden Tag etwas lerne. „Das ist das Beste an meinem Job“, findet sie.

Die junge Frau ist voller Tatendrang, will Dinge anpacken, umsetzen und erledigen. Ob sie ein Lieblingsprojekt hat? Nein, das sollte sie nicht, versichert Vyas mit einem Lächeln. Aber ein Thema liegt ihr besonders am Herzen: Nachhaltigkeit. Zudem möchte Vyas dazu beitragen, dass Frauen in Indien sichtbarer werden. Deshalb lädt sie, wenn es thematisch passt, gezielt Forscherinnen zu Paneldiskussionen ein.

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