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TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann
TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann will den Wissenschaftsstandort Deutschland stärken. (Bild: A. Heddergott / TUM)
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TUM Berufungs- und Karrieresystem setzt den neuen nationalen Maßstab

TU München wächst in Fakultätsstärke

Als Vorreiter-Universität des internationalen „echten“ Tenure Track-Systems hat die Technische Universität München (TUM) im neuen Bundesprogramm den überragenden Erfolg erzielt: Der Auswahlausschuss hat alle 40 beantragten Tenure Track-Professuren bewilligt, wie Bundesministerin Wanka am heutigen Donnerstag bekanntgab. Damit wächst die TUM nochmals um die Größe einer ganzen Fakultät. „Nur die konsequente Variante des international etablierten Tenure Track-Modells, nicht aber seine landläufig praktizierte Verfälschung, macht Deutschland attraktiv für die jungen Spitzentalente aus aller Welt“, sagt Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann erfreut über den neuerlichen Erfolg.

In der ersten von zwei Förderphasen werden mit dem Programm 468 Tenure-Track-Professuren an 34 Universitäten finanziert, durchschnittlich 14. Der TUM wurden in dem Wettbewerbsverfahren die weitaus meisten Professuren zugesprochen, nämlich alle 40 beantragten. Dies entspricht knapp 38 Millionen Euro über acht Jahre. Die TUM wird die Professuren in den Feldern „Life Sciences, Bioengineering, Bioinformatics“, „Digitalization“, „Material Science & Catalysis“, „Quantum Technology“, „Robotics, Artificial Life, Deeper Learning“ und „Systems Theory“ besetzen.

Im Rahmen der Exzellenzinitiative und mit eigenen Mitteln hat die TUM seit 2012 bereits rund 85 Tenure-Track-Professuren eingerichtet. Im Berufungs- und Karrieresystem „TUM Faculty Tenure Track“ bekommen die eigenständigen Nachwuchsprofessoren auf der Besoldungsstufe W2 volle Unabhängigkeit. Erfüllen sie die anspruchsvollen Anforderungen, steigen sie im Professorenkollegium nach sechs Jahren auf eine höher besoldete, entfristete W3-Professur auf; im ersten Schritt auf eine sogenannte Associate Professorship und im zweiten auf eine Full Professorship (Lehrstuhl).

Die TUM konnte in ihrem System herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler berufen, und dabei mehr als die Hälfte von ihnen den Spitzenuniversitäten im Ausland abjagen, darunter Harvard, Stanford, Berkeley, Cambridge und Zürich sowie das Massachusetts Institute of Technology (MIT). Das Alter der Berufenen liegt im Schnitt bei nur 35 Jahren. Der Frauenanteil liegt bisher bei über 30 Prozent.

Gemeinsame Berufungen mit der Max-Planck-Gesellschaft

„Unser Tenure Track-Modell hat Pionierwirkung für den Wissenschaftsstandort Deutschland“, sagt TUM-Präsident Herrmann. „Deshalb orientiert sich das neue TT1000-Programm des Bundes und der Länder an den Prinzipien, wie sie an der TUM seit 2012 konsequent gelebt werden: Eingangsbesoldung W2 bei fünf (statt neun) Semesterwochenstunden Lehrverpflichtung, verbunden mit einem satzungsmäßig sauber geregelten Qualitätsmanagement nach besten internationalen Standards.“

Die Vorbildfunktion des TUM-Modells zeigt sich auch an seinen renommierten Partnern: Einen Teil der Professuren schreibt die TUM gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) aus. Die Assistant Professors leiten zugleich eine Forschungsgruppe der MPG.

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