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Stefan Leonhardt, Dr. Miriam Haerst, und Alexander Henhammer (v.l.n.r.) vom Gründungsteam von Kumovis. (Bild: Sebastian Widmann)
Stefan Leonhardt, Dr. Miriam Haerst, und Alexander Henhammer (v.l.n.r.) vom Gründungsteam von Kumovis. (Bild: Sebastian Widmann)
  • Entrepreneurship

Sieben von neun Finalisten Start-ups der TUMKumovis gewinnt Münchner Businessplan Wettbewerb

Kumovis hat das Finale im Münchner Businessplan Wettbewerb 2018 gewonnen. Das Start-up entwickelt 3D-Drucker, die speziell auf medizintechnische Anforderungen zugeschnitten sind und zum Beispiel Schädelplatten- oder Wirbelsäulenimplantate herstellen können. Die Gründerinnen und Gründer haben an der Technischen Universität München (TUM) studiert und ihr Produkt mit Unterstützung von TUM und UnternehmerTUM zur Marktreife gebracht. Insgesamt sind sieben der neun Finalisten Spin-offs der TUM.

Sogenannte PEEK-Kunststoffe sind bei der Konstruktion von Implantaten eine leistungsfähige und wirtschaftliche Alternative zu Metall. Als Dr. Miriam Haerst, Alexander Henhammer, Stefan Fischer, Stefan Leonhardt und Sebastian Pammer bei ihrer Forschungsarbeit am Lehrstuhl für Medizintechnik der TUM feststellten, dass es keine zufriedenstellende Fertigungsmöglichkeit für PEEK-Bauteile auf dem Markt gab, begannen sie 2015 mit der Entwicklung eines PEEK-3D-Druckers. Unterstützt durch die TUM-Gründungsberatung, das Entrepreneurship-Stipendium Manage&More und das Inkubator-Programm XPRENEURS des Zentrums für Innovation und Gründung UnternehmerTUM sowie dem EXIST-Forschungstransfer-Programm, haben sie Businesspläne entwickelt und ihr Produkt zur Marktreife gebracht.

Interdisziplinäres Gründungsteam wurde an der TUM ausgebildet 

Alle Gründerinnen und Gründer haben an der TUM studiert: Miriam Haerst und Stefan Fischer Maschinenbau, Alexander Henhammer Wirtschaftsingenieurwesen sowie Elektrotechnik und Informationstechnik und Stefan Leonhardt und Sebastian Pammer Medizintechnik. Die Erfahrungen aus den unterschiedlichen Disziplinen hat das Gründungsteam von Kumovis in der Entwicklung des Produkts und des Start-ups zusammengeführt.

Sieben Ausgründungen der TUM unter den letzten neun

Die vom Bayerischen Wirtschaftsministerium geförderte Initiative BayStartUP unterstützt mit den Businessplan-Wettbewerben junge Unternehmerinnen und Unternehmer. Die verschiedenen Phasen des Wettbewerbs bilden dabei auch das Stadium der Gründung ab. So wurden in der jetzt entschiedenen Phase 3 neben Geschäftsidee, Marketing- und Vertriebskonzepten auch konkrete Finanzierungs- und Realisierungspläne bewertet. Die Sieger-Teams in Phase 3 erhalten insgesamt ein Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro. 94 Start-ups hatten ihre Businesspläne eingereicht, neben dem Sieger-Team Kumovis kommen weitere sechs der neun Finalisten von der TUM: 

Plasmion GmbH (Platz 3)
Die patentierte Sensor-Technologie SICRIT von Plasmion ermöglicht Laboren, Proben direkt zu messen und andere Analysegeräte damit frei zu kombinieren. Dies bietet ein Höchstmaß an analytischer Freiheit bei gleichzeitig gesteigerter Empfindlichkeit der Sensoren. 

ChargeX GmbH
ChargeX entwickelt eine neuartige Ladeinfrastruktur für Elektroautos im privaten und halb-öffentlichen Bereich. Ihr modulares System zum Lademanagement verfügt über eine intelligente Steuerung der Ladevorgänge.

Cryodynamics 
Durch eine Kombination aus mehrstufiger magnetischer Kühlung und geschlossener Vorkühlung erzeugt Cryodynamics dauerhaft Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt. Das vollautomatische System ist dank seiner Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit für die Anwendung im industriellen Maßstab geeignet.

KEWAZO 
KEWAZO ermöglicht einen kosteneffizienten und sicheren Transport von Gerüstteilen in der Bauindustrie. Das System kann von nur zwei Personen montiert werden und ist sowohl vertikal als auch horizontal einsetzbar.

SoilSpy 
Mit dem Sensorsystem SoilSpy können Agrarbetriebe Umweltparameter und Konzentrationen spezifischer Nährstoffe direkt auf ihren landwirtschaftlichen Flächen analysieren und so Düngemengen und Kosten minimieren.

weview 
Weview ist eine Video-Plattform für Produktbewertungen. Verbraucherinnen und Verbraucher können ihre Meinung zu Produkten als Video auf den Produktseiten von Onlineshops einbinden.

 

Förderung im Entrepreneurship Center

TUM und UnternehmerTUM unterstützen Ausgründungen mit einem in Europa einzigartigen Angebot – von der ersten Idee bis zum Börsengang. Hier finden Start-ups umfangreiche Förderangebote, persönlichen Austausch mit Entrepreneurship-Forscherinnen und -Forschern sowie Zugang zu einem starken Technologie- und Branchen-Netzwerk, Investorinnen und Investoren. Büroräume und Europas größte öffentlich zugängliche High-Tech-Prototypenwerkstatt – der UnternehmerTUM MakerSpace – komplettieren das Angebot für Gründerinnen und Gründer.

Corporate Communications Center

Technische Universität München Andreas Schmidt
a.schmidt(at)tum.de

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