Die TUM startet ein neues Programm für die gezielte Anwerbung und Förderung weiblicher Lehrbeauftragter.
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Weltfrauentag 2021 am 8. MärzTUM startet neues Frauenförderprogramm für mehr externe Expertise in der Lehre

Der Technischen Universität München (TUM) ist die Gleichstellung der Geschlechter ein wichtiges Anliegen. Sie hat entsprechend eine Vielzahl von Maßnahmen zur Förderung von Frauen auf verschiedenen Karrierestufen ergriffen. Ein neues, anlässlich des Weltfrauentages vorgestelltes Programm soll nun den beschämend niedrigen Frauenanteil unter den Lehrbeauftragten steigern.

Der Technischen Universität München (TUM) sind Gleichstellung und die Förderung der Vielfalt ihrer Talente moralisches Mandat und Schlüssel ihrer Exzellenzmission in Forschung, Lehre und Innovation. Eine Reihe von strategischen Maßnahmen und Unterstützungsformaten zeigen Erfolg und haben den Anteil von Frauen auf verschiedenen Karrierestufen deutlich gesteigert, wie TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann anlässlich des Weltfrauentags 2021 am 8. März betont:

„So konnten wir beispielweise durch gezielte Suche nach international erfahrenen Wissenschaftlerinnen, die verpflichtende Einbindung von Professorinnen in Berufungskommissionen und von Gutachterinnen bei der externen Evaluierung von Kandidatinnen und Kandidaten den Anteil an berufenen Professorinnen in den vergangenen 15 Jahren von 9% auf 20,9% zu erhöhen. Damit sind wir noch längst nicht zufrieden, aber die 39% Frauen unter den nun mehr als 145 Berufungen von Nachwuchstalenten auf Tenure Track Professuren stimmen mich zuversichtlich, den Anteil an Professorinnen an der TUM in den nächsten Jahren noch einmal deutlich zu steigern.“

Weibliche Lehrbeauftragte "beschämend unterrepräsentiert"

Großen Nachholbedarf gibt es jedoch beim Frauenanteil unter den Lehrbeauftragten und Honorarprofessoren, die mit ihren vielfältigen Erfahrungen aus der beruflichen Praxis in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die studentische Lehre an der TUM bereichern. „Hier sind Frauen mit einem Anteil von nur 5% beschämend unterrepräsentiert“, so der TUM-Präsident. Um dies zu ändern, wird die TUM nun neu gewonnene weibliche Lehrbeauftragte beim Aufbau ihres Lehrangebots und der Erstellung von Lehrmaterialien durch wissenschaftliche Hilfskräfte und Sachmittel unterstützen.

Gezielte Anwerbung strukturell verankern

Die TUM-Vizepräsidentin für Talentmanagement und Diversity, Prof. Claudia Peus, will zudem die Anwerbung geeigneter Kandidatinnen strukturell stärker verankern: „Die proaktive Suche nach weiblichen Lehrbeauftragten wird in den TUM Schools zukünftig von den Vice Deans Talent Management and Diversity auf Leitungsebene intensiviert. Damit schaffen wir zentrale Verantwortlichkeiten auf School-Ebene und können das individuelle Engagement unserer Professorinnen und Professoren bei der Gewinnung von Lehrbeauftragten bestmöglich unterstützen.“

Technische Universität München

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