Frau mit Laptop vor Servergestellen.
Die Vorlesungsreihe richtet sich auch an Forschende und Führungskräfte.
Bild: Pexels / Christina Morillo
  • Künstliche Intelligenz, Studium
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20 Vorlesungen, Universitäten weltweit, verschiedene FächerFreier Onlinekurs zu Ethik in der KI

"Do Carebots Care?", "AI for whom?", "Will the Market Deliver?": Im neuen Onlinekurs „AI Ethics: Global Perspectives“ beleuchten 20 Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen und Ländern ethische Fragen der Entwicklung Künstlicher Intelligenz. Die frei und kostenlos verfügbare Vorlesungsreihe wurde vom TUM Institute for Ethics in Artificial Intelligence, der New York University und dem Global AI Ethics Consortium gestaltet.

Wie können Systeme geschaffen werden, die bei der Datennutzung Gerechtigkeit erzeugen? Welche Rolle spielen kulturelle Einflüsse bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI)? Wie muss die Bildung verändert werden, um die Chancen und Risiken von KI bewusst zu machen?

Unterschiedliche Perspektiven auf die gesellschaftlichen Wirkungen von Technologien zu erhellen, die mit Künstlicher Intelligenz und großen Datenmengen arbeiten, ist das Ziel der Vorlesungsreihe. Sie soll Institutionen und Individuen helfen, KI verantwortungsvoll zu entwickeln und einzusetzen. Damit richtet sich der Kurs auch an (künftige) Forschende, Politikerinnen und Politiker sowie Führungskräfte in Unternehmen.

Neben der TUM und der New York University sind unter anderem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Imperial College London, der University of Tokyo und der ghanaischen Kwame Nkrumah University of Science and Technology (KNUST) beteiligt. Jedes Modul besteht aus einer englischsprachigen Videovorlesung und ergänzendem Material wie Podcasts, Texten und weiteren Videos.

Orientierung in der Unsicherheit geben

Im 2019 gegründeten Institute for Ethics in Artificial Intelligence (IEAI) der TUM untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Ethik, Technik-, Natur- und Sozialwissenschaften sowie der Medizin in interdisziplinären Teams die ethischen Implikationen der Künstlichen Intelligenz in zahlreichen Anwendungsfeldern. Das IEAI war führend an der Gründung des Global AI Ethics Consortium (GAIEC) im vergangenen Jahr beteiligt. In dem Konsortium arbeiten Mitglieder aus Forschungseinrichtungen zusammen, um einen ethischen Rahmen zu schaffen, Orientierung in der aktuellen Unsicherheit zu geben, Vertrauen in Daten und Technologie zu ermöglichen sowie das Potenzial von KI zu maximieren und gleichzeitig ihre Schäden zu begrenzen.

Technische Universität München

Corporate Communications Center Klaus Becker
klaus.becker(at)tum.de

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